Frage von spiegelzelt, 29

Ist Fusion von Wasserstoff die Lösung sller Energieprobleme?

Ich hab cor kurzem gehört dass in einem Labor in Greifswald Wasserstoff fusioniert wurde wie in der Sonne. Kann man in Zukunft nur noch diese Energie nutzen sodass alle anderen Energien sinnlos werden? Stimmt es dass diese Art der Energieerzeugung 100% sauber ist?

Antwort
von Parhalia, 18

Das ist eine schwierige Frage, da es bislang noch nicht dauerhaft und "selbsttragend" ( energiegewinnend ) funktioniert. Zudem bleibt das Problem, dass der nötige Wasserstoff an sich ja erst einmal "gewonnen" werde muss. 

Es ist daher also erst einmal Energie zur Herstellung und Verflüssigung des Wasserstoffs nötig. ( hier wäre Solarenergie sinnvoll )

Zudem ist die Wasserstoff-Fusion in technischer Umsetzung auf der Erde ohnehin sehr schwierig. Die Forschung an "Helium 3 - Reaktoren" scheint hier erfolgversprechender. Dabei besteht aber die Problematik, das dieses Element auf der Erde kaum vorkommt. Man müsste es somit von anderen Himmelskörpern des Sonnensystems herbeischaffen. ( hier fehlt aber bislang ein effizientes Antriebskonzept für die Raumfähren...bislang können wir die Erde nur mit chemischen Antrieben verlassen )

Somit liesse sich unterm Strich also sagen : ohne Emissionen würde es auch damit nicht gehen. Aber deutlich weniger radioaktiver Abfall als bei der aktuellen Kernspaltung. Die "fossilen" Energieträger / Rohstoffe müssen wir hierbei dann ja garnicht erst erwähnen.

Aber auch in Zukunft werden wir sie benötigen. Wenn irgendwann eventuell zwar wirklich nicht mehr als "Energieträger" , aber zumindest für die Herstellung diverser Produkte aus Kunststoff, Schmiermittel, Medizin etc...pp.

Aber auch wenn es zunächst sehr abstrakt klingen mag, aber die weltweite Bevölkerung müsste sich zunächst einmal gesamtheitlich das ( friedlich umgesetzte ) Ziel setzen, deutlich eine Kehrtwende zur zukünftigen Abnahme der Weltbevölkerung zu setzen. 

Neben weiterer Forschung und Entwicklung "saubererer" Technologien ist DAS in meinen Augen ein fast der wichtigste Ansatz im Mix der bisherigen Teillösungen, um unseren Planeten in Zukunft vor dem "Kollaps" zu bewahren.

Das kann aber nur dann funktionieren, wenn auch irgendwann einmal alle Staaten dieser Welt gemeinsam an diesem Strang ziehen.

Antwort
von Herb3472, 21

Um eine kontrollierte, wirtschaftlich nutzbare Kernfusion bemühen sich die Wissenschafter schon seit Jahrzehnten. Wahrscheinlich wird irgend jemandem irgendwann einmal der Durchbruch gelingen - und das wäre dann aller Voraussicht nach tatsächlich die Lösung all unserer Energieprobleme.

Antwort
von dompfeifer, 4

Das ist eine mögliche Lösung in sehr ferner Zukunft.

Antwort
von exxonvaldez, 17

Das Problem der Mobilen Energiequelle (Autos, Flugzeuge,...) ist damit noch nicht gelöst.

Kommentar von spiegelzelt ,

man könnte damit Elektroautos betreiben. Man braucht nur noch das richtige Speichermedium

Kommentar von exxonvaldez ,

Und da ist das Problem!

Kommentar von Parhalia ,

Lösung :

ÖPNV & "Die Bahn"...pünktlich, angemessen preisgünstig im Nahverkehr und endlich auch wieder nicht an den Gewerbegebieten vorbei.

Denn letztlich ist "Arbeit" selbst in unserem Ländle mitterweile DAS Hauptargument für individuelle Mobilität und deren Emissionen.

Da kam in der Umstrukturierung leider auch unser grösster Bruch. Forderung zum Individualverkehr statt Aufrechterhaltung alter und dennoch deutlich energieeffizienterer Strukturen.

Nicht individuell und "pendeln" für die "Masse", sondern zurück zum "ÖPNV" und naheliegenden Arbeitsplätzen mit guter und schneller / möglichst direkter  Anbindung.

Dafür müsste man sich trauen...(.. des Deutschen liebstes Kind...das Auto .. ) "ad absurdum" zu führen.

Natürlich gehört DA viel zu sowohl in alternativer Infrastruktur des "ÖPNV" , als auch den "Wolllüsten" der Arbeitgeber.

Viel zu tun...lassen wir es "ruhen" ?? Oder strukturieren wir wieder nachaltig um und setzen ein "Gegen Ami-Denken" zumindest in dieser Arbeitsmarktkultur.

( nicht das diese Meinung jemand falsch interpretiert... Arbeit muss halt wieder "um die Ecke" liegen und nicht " individuell pendeln ". )

Kommentar von exxonvaldez ,

Klappt halt nicht. Da müsste der ÖPNV MASSIV (!) ausgebaut werden, damit ich auch abends um Acht zur Skatrunde und nachts um Zwei zum Nachtangeln kommen, ohne eigenes Auto.

Und für transatlantische Reisen nützt  das alles nichts.

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