Ich war als ehrenamtlicher Mitarbeiter erstmals zu einer Adventsfeier in einem Altenheim eingeladen. Von fast 100 versammelten Mitarbeitern waren kaum 10 Männer. Und von den 10 Männern waren einige aus der Verwaltung. In diesem Altenheim gehört Begleitung zum Sterben zu den wichtigen Aufgaben. Ich habe mich gefragt, ob Männer mit Fragen und Problemen von Tod und Sterben nicht gern konfrontiert werden.

Diese Frage ist keineswegs Geschlechterbezogen. Das Thema Sterben / Tod ist leider für viele Menschen immer noch ein Tabu, welches sie erst brechen, wenn sie damit konfrontiert werden. Für mich gehört dieses Thema zum beruflichen Alltag. Aber auch privat weiche ich diesem Thema keineswegs aus, habe mir durchaus schon meine Gedanken gemacht. Die Tatsache des Sterbens ist genau so normal wie die Tatsache der Geburt, gehört einfach zum Leben. Nur die Umstände des Todes sind nicht immer normal.
männer werden mit gar keinen problemen, egal welche es sind, gern konfrontiert.
sie gehen problemen des lebens am liebsten aus dem weg und glauben sie erledigen sich von selbst.
gri1su am 1. Dezember 2007 23:40 na, na, NAAAA......
ist statistisch erwiesen, frauen sind die besseren menschen :o)))
Lasher am 1. Dezember 2007 23:43 Vielleicht war Xy ‹(•¿•)›in ihrem früheren Leben ein Mann und weiß deshalb so ausgezeichet darüber bescheid ;-). nee also ehrlich das ist keine gute Einstellung und ist so nicht richtig.
@lasher: nein, xy ‹(•¿•)› war in ihrem früheren leben eine maus und die wurde von einem mann ertrampelt :o))
nee, aber die erfahrung besagt mit männern kann man schlecht über probleme oder gar das ableben reden, ist nunmal so.
Lasher am 1. Dezember 2007 23:56 boa was für Männer hast du kennengelernt ;-). aber wenn das deine Meinung ist, werde ich als "mann" jetz besser nicht weiter mit dir über dieses "Problem" reden =) lg
ich hab überhaupt keine Probleme, über meine Probleme zu reden
und nu lass mich mit dem emotionalen Quatsch in ruhe ;-D
pj
@xy: es gibt genauso viele (wenn nicht sogar mehr) emotional total verkorkste frauen wie männer. diese frauen können auch nicht über gefühle reden. vielleicht liegts ja auch an der art, wie man(n) nach gefühlen gefragt wird. dieses "du? was denkst du gerade?" kann und will echt keiner mehr hören!
@ratpacker: und erst die frage an die frauen: " na, schatz, wie war ich? "
aber du hast recht, auch frauen sind verkorst :o))
@xy: oh ja , diese frage ist auch lustig...
jimi83 am 2. Dezember 2007 00:54 ...schnarch... diese diskussion hat nen meterlangen bart... pauschalisierung ist out! (und dumm...)
männer werden mit gar keinen Problemen... gern konfrontiert. Man kann es auch so sehen: Männer sehen sich nur mit dem einen Problem konfrontiert Wie komm ich an die Frau ran? Frauen können Männer eben nicht verstehen. Und wenn Männer nicht aufpassen und das Thema nicht irgendwann als abgehakt betrachten, kommen sie nicht mehr dazu, sich um sich selbst zu kümmern.
Männer sind Problemlöser. Nicht lösbare Probleme werden als Tatsache akzeptiert und fortan nicht mehr diskutiert (weil nicht zielführend/problemlösend) Sterben müssen wir alle. irgendwann. fertig.



ich denke mal männer sind immer abgesichert, im gegensatz zu frauen und machen sich deshalb keine gedanken!

Ich denke, das dieses Thema Männer genau beschäftigt, wie Frauen.
solf1 am 2. Dezember 2007 03:14 Und wie.. ich stelle heute alles um, weil ich verfolgt werde.. ;-))

Ich denke nicht, daß das eine Geschlechterfrage ist! Thema Tod ist für Menschen im allgemeinen ein nicht präsentes Thema.
Männer könnten mit dem Altenheim als Veranstaltungsort weniger am Hut haben.
Wenn Männer mit dem Altenheim als Veranstaltungsort weniger am Hut haben könnten, wieso ist die Frage dann keine Geschlechterfrage?
neurodoc am 2. Dezember 2007 00:42 Der Tod hat nicht automatisch mit dem Altenheim zu tun (und umgekehrt!). Das Pflegen, sich um kranke und alte Kümmern wird eher als eine weibliche Rolle gesehen.

Tod und sterben gehören zum Leben dazu. Man ist ständig damit konfrontiert. Also ich verschließe mich nicht davor. Ich habe in diesem Jahr bereits 6 Tote im Bekannten-/Verwandtenkreis zu beklagen. Da kann man(n) den Tod nicht ignorieren.
@Knochstrauss, vielen Dank. Ich glaube aber, je zuverlässiger wir uns für ein Leben von 80 Jahren und mehr einrichten können, desto sicherer klammern wir den Tod bei unseren Gedanken und unseren Phantasien aus. Wenn der Tod medial gleichrangig neben dem Sex thematisiert würde, wären wir vermutlich etwas weiter.
Schon deshalb, weil ich zusammen mit meiner Frau über ein Jahrzehnt 2 Schwerstpflegefälle in der Familie versorgen musste. Da komme ich auch als Mann um dieses Thema nicht herum.
@Rolfe: Vielen Dank. Ich widme mich einem Mann mit halbseitiger Lähmung. Ich habe den Eindruck, daß er seit seiner Erkrankung nicht mehr gelacht hat. Ich wünsche mir, ihm so weit zu helfen, ihn so zu begleiten, daß er selbstzufrieden / mit einem Lächeln sterben wird. - Wenn es soweit ist. Bis dahin möchte ich ihm noch viel Gelegenheit zu Fröhlichkeit liefern.

Also ich bin überzeugt, daß Männern da etwas so ordentlich abgeht wie eben unsere Gesellschaft den Tod tabuisiert und verschweigt. Sicherlich geht der Mann als Einzelner mit Tod um und kann diesem Thema gar nicht entweichen, wenn Reihum im Familien/Bekanntenkreis er Menschen sterben sieht. Aber die Frau ist von Natur aus viel mehr mit Leben (= Geburt) und Tod verbunden. Der Mann wendet sich eher der Erforschung von etwas das außerhalb von ihm steht zu. Die Frau ist mit Ihrem inneren Sein und Empfinden viel empfänglicher. Es ist Ihr geradezu ein Bedürfnis sich darüber auszutauschen.

...Von fast 100 versammelten Mitarbeitern waren kaum 10 Männer
Kann das vielleicht einfach daran gelegen haben, dass in Altenheimen sehr viel weniger Männer als Frauen arbeiten?


ich denke mal männer sind immer abgesichert, im gegensatz zu frauen und machen sich deshalb keine gedanken!
Frauen werden genauso alt wie Männer, warum sollten sie sich da mehr Gedanken machen? Was heißt abgesichert sein?
Highlight am 2. Dezember 2007 01:12 @AJWhv ...abgesichert? Männer sterben nicht oder wie? ;-)
AJWhv am 5. Dezember 2007 00:15 abgesichert in dem sinne arbeitsunfähigkeit versicherung lebensversicherung unfallversicherung usw. meiner ist gegen alles versichert, wenn dem was passiert ist für alles gesorg egal welche situation eintritt! das meine ich mit abgesichert! männer arbeiten, während ja viele frauen haushalt und kinder haben und da auch nicht viel von der rente usw erwarten können!
Highlight am 5. Dezember 2007 01:15 Bei der gestellten Frage machst Du Dir also zuerst Gedanken um finanzielle Absicherung, wenn ein Angehöriger stirbt? Ich verstehe die Frage vollkommen anders bzw. setze andere Prioritäten als Geld! Mit dem Tod eines Angehörigen verliere ich einen für mich wichtigen Menschen!!! Darüber hinaus geht es darum, sich mit dem mit dem eigenen Tod zu beschäftigen, der irgendwann kommen wird. Dorthin wird mich auch keine Versicherung begleiten....



Altenpflege und Sterbebegleitung sind schwere und schlecht bezahlte Jobs im sozialen Bereich. Das ist Frauenarbeit (eine Tatsache, nicht dass ich das gutheiße). Männer bauen Dinge und lenken Unternehmen. Man möchte meinen, die Frauenbewegung hätte in der BRD nichts erreicht.
Das Sterben ein normaler Vorgang, zumal im Altenheim? Jeder stirbt da seinen Tod, nicht selten allein, in einem Zustand von Schmerzen und rezidierter Vollmacht, was Kopf und Hand anlangt. Sind wir darauf vorbereitet, senil und mit Schmerzen uns von dem zu trennen, was wir Leben nennen?