Fr0stbeule am 04.09.2007 um 11:37 Uhr
Wie wirken menschengemachte Handlungseinschränkungen und Zwänge auf das persönliche Glücksempfinden?

Niemand ist frei und niemand lebt selbstbestimmt. Glückliche Menschen dagegen gibt es. Deshalb:



kommt ein bisschen auf den IQ an...! Gruss Solf

Viele Menschen mit Down-Syndrom oder anderen Krankheiten, die ihre Freiheit und Selbstbestimmung stark einschränken, können trotzdem ein glückliches Leben führen.

Glück für ein ganzes Leben gibt es nicht. Mir reicht Zufriedenheit. Darum gehe ich auch Kompromisse ein. Allerdings hätte ich vor 30 Jahren auf diese Frage anders geantwortet.


Zumindest in unserem Kulturkreis.
Das gehört zum Leben zwingend dazu.

Eine schwierige Frage. Aber spätestens wenn man sich dafür entscheidet, Kinder zu haben, merkt man, dass man für ein bestimmtes Glück auch andere Freiheiten aufgeben muss. Miteinander mit anderen Menschen erfordert immer wieder Kompromisse. Absolute Freiheit ist immer asozial.
Dazu fällt mir gleich das bekannte Gleichnis aus der Bibel ein:
Weil Adam und Eva sich anmaßten vom Baum der Erkenntnis zu Essen wurden sie aus dem Paradies vertrieben. Von da an begann das Leiden der Menschheit.
Allerdings wussten sie das und konnten dennoch nicht widerstehen.
Das Bedürfnis nach Freiheit und Selbstbestimmung war hier größer als die Angst vor dem Tod. Viele Menschen wollen aber lieber ohne Selbstbestimmung glücklich sein. Daher der Wunsch Vieler nach dem Paradies.



Zwänge werden eher als unangenehm empfunden. Bei Handlungseinschränkungen spielt auch eine Rolle, wie stark sie bemerkt werden. Eine eingeschränkte Handlungsfreiheit bedeutet nicht das völlige Fehlen von Freiheit und Selbstbestimmung. Dies wäre nur bei einem absoluten Zwang der Fall.
Glückgefühle, die sich nur auf durch Reize ausgelöste Lustempfindungen auf natürlich-triebhafter Ebene gründen, sind auch ohne Freiheit und Selbstbestimmung möglich. So etwas ist auch bei Gefangenen oder vollständig kontrollierten und manipulierten Menschen durch Einsatz von Drogen, Gehirnsonden und Ähnlichen vorstellbar.
Für Glück in einem vollem Sinn, zu dem auch dauerhafte Zufriedenheit über ein gelungenes Leben gehört, ist Freiheit nötig. Dieses Glück bedeutet eine wesensgerechte Entfaltung eigener Anlagen, für die auch selbstbestimmtes Handeln und die Befriedigung, etwas durch Einsetzen seiner Fähigkeiten (zu der vernünftiges Denken gehört) erreicht zu haben, erforderlich sind.

Freiheit funktioniert ja nur, wenn wir uns dafür entscheiden einen Teil unserer Freiheit aufzugeben. Aber jenseits der philosophischen Komponente gibt es für alle Menschen auch Situationen in denen es ihnen ganz Recht ist gesagt zu bekommen, was sie tun sollen. Viele geben es nur nicht zu oder wollen es nicht wahr haben.

Da du hier wohl von Freiheit und Selbstbestimmung im "physikalischen" Sinne sprichst, man kann auch ohne. es gibt viele glückliche Sklaven. Aber, der Geist eines Menschen sollte fähig sein sich selbst zu bestimmen. Das allein ist doch die basis vom Glücklichsein.

zwischen diesen beiden polen sollte es dir gelingen, im leben die WAAGE zu halten.
dann ist alles OK
.
übrigens der mensch hat niemals auf der erde freiheit (nicht einmal vollständig im denken), sondern lediglich die WAHLFREIHEIT.