Frage von Askol, 45

Ist folgendes Zertifikat für einen Herrenring korrekt?

Angaben: 585/000 Gelbgold 11,2 g, Farbstein: Turmalin, Antik 12 x 14, Karatangabe fehlt, Preis: 700 €. Das Ringgewicht habe ich mit 12,4 g und das Ringvolumen mit 1,33 cm3 ge- messen, In sorgfältiger Kleinarbeit/Analyse habe ich das Steinvolumen mit 0,62 cm3 ermit- telt. In der Schmuckbranche ist das ein recht großer Edelstein! Hallo. Ihr Schmuckfreunde! Fällt Euch was auf? Sind die Angaben zueinander passend bzw. stimmig? Bitte erst nach gründlicher Überlegung antworten. Danke für gute Antworten!

Askol

Antwort
von Lycaa, 23

Ein Turmalin in der Größe hätte zwar bei sehr guten Proportionen ein Karatgewicht von 7,5-8ct. Es gibt allerdings viele Steine, die deutlich flacher geschliffen sind damit auch deutlich leichter. Also ist ein Stein, der zwar die genannten Grundmaße hat, aber trotzdem nur ca 6ct wiegt, im Bereich des Möglichen.
Der Stein nach Deiner Berechnung wäre ungewöhnlich hoch. Das kommt eigentlich so gut wie nie vor, daher gehe ich davon aus, dass Deine Rechnung nicht ganz passt. Einen gefassten Stein richtig auszumessen, ist auch fast nicht möglich.

Der Wert dieses Steines zu beziffern ist von Ferne machbar. Dazu bräuchte man das genaue Gewicht, Qualität von Stein und Schliff, sowie, da es sich scheinbar nicht um ein neues Stück handelt, der Zustand. Da ist von 0,00€ bis deutlich über 1000,-€ alles drin.

Da der Ersteller des Zertifikats auf jeden Fall einen höheren Preis angegeben hat, scheint er entweder dem Stein oder dem Ring an sich (durch Design oder Alter)einen gewissen Wert beizumessen.

Ob das plausibel ist, lässt sich so nicht sagen.

Auch bei gebrauchtem Schmuck gilt: Der Wert ist der, den der Käufer zu zahlen bereit ist. Als Wertanlage darf man das, bis auf ganz, ganz wenig Ausnahmen nicht sehen.

Antwort
von WetWilly, 34

Das kann dann wohl nicht stimmen, alleine der Stein müsste bereits mindestens 4,34 g wiegen - sofern das Volumen richtig bestimmt wurde.

 

Kommentar von Askol ,

Hallo WetWilly! Wie kommst Du auf 4,34 g für das Steingewicht?

Wenn die Angabe im Zertifikat für das Goldgewicht = 11,2 g richtig

wäre, verblieben für den Stein 12,4 - 11,2 = 1,2 g. Mit dem Steinvo-

lumen = 0.62 cm3 ergäbe das eine Steindichte von 1,93 g/cm3. Ein

Turmalin hat aber eine Dichte von ca. 3,00 g/cm3! Mit Deiner Annah

me eines höheren Steingewichts und eines unstimmigen Zertifikats

liegst Du aber richtig. Danke!

Kommentar von WetWilly ,

Ich habe für Turmalin eine Dichte von etwa 7 g/cm³ ergooglet. Daher die Zahl...

Antwort
von gemtrader, 24

1.2g sind 6cts wenn der stein relativ flach geschliffen ist und vielleicht nicht ganz 14x12mm misst, dann kann das schon stimmen.

Antwort
von gemtrader, 29

das kann schon stimmen ein turmalin dieser form und größe wiegt, je nach unterteilhöhe 7-8cts wiegen (1.4-1.6g)

Kommentar von Askol ,

Hallo Gemtrader! Mit der Angabe 11,2 g Gelbgold und dem Ringge-

wicht inkl. Stein dürfte dieser nur 12,4 - 11,2 = 1,2 g wiegen, also

eine Dichte von 1,2/0,63 = 1,93 g/cm3 haben. Ein Turmalin hat aber

eine Dichte von ca. 3 g/cm3! Also sind 11,2 g Gold und Turmalin

nicht miteinander kompatibel! 

Antwort
von Frischmilch, 21

Das wäre unglaublich leicht für ein Turmalin, dessen Dichte ungefähr bei 2,8-3,2g/cm³ liegt. Also entweder ist das Ringgewicht falsch, der Anteil an Gelbgold oder das Volumen des Steines. Turmaline mit 1.86g (~9,3ct) sind schon ordentliche Brocken, gut Verdelithe (Augenrein) in der Größe gehen für ~1.750 € über den Tisch.

Antwort
von 338194, 21

Karatangabe fehlt, schreibst Du, das ist hier nicht wichtig, denn der Verkäufer hat vorausgesetzt, daß Du weißt,daß 585er Gold 14 Karat sind. Antik 12 x 14: da verstehe ich auch nicht, was gemeint ist. Ist ein Ring antik, schreibt man die Epoche hin oder das ungefähre Jahr: z.B. 1900, oder 19. Jahrhundert, falls er hergestellt wurde in der Zeit zwischen 1801 und 1899. Steingröße kann nur festgestellt werden, wenn der ausgefaßt wird, Steht auch nicht dabei, daß der Turmalin echt ist, es gibt ja heutzutage auch Fakes. Schade, daß hier kein Foto eingestellt wurde, denn dann könnte ich das Alter bestimmen, allerdings glaube ich nicht, daß der Ring wirklich antik ist. Er dürfte, kann ja nur schätzen, da´ß es sich um einen getragen handelt. Wer hat die "Expertise" ausgestellt? Ein Juwelier, ein Antikhändler oder?

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