Ist folgendes Argument eher ein gutes oder ein schlechtes Argument für ein Recht auf Abtreibung?

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Das Ergebnis besteht aus 12 Abstimmungen

kein Argument 33%
Aufgrund Lebensschutzes darf es kein Recht auf Abtreibung geben 25%
gutes Argument 16%
sonstiges 8%
schlechtes Argument 8%
mittelmäßiges Argument 8%
sehr gutes Argument 0%

11 Antworten

gutes Argument

Hallo

Ehrlich gesagt verstehe ich die Frage nicht wirklich, was nun das Argument ist? Ist das Argument die Berufs- und Chancengleichheit?

Denn andererseits schreibst Du, dass die Verhütungsmittel und Sterilisation versagen können. Dem ist so. Dann hat auch die Frau das Recht auf eine Abtreibung.

Adoptionsfreigabe machen eine Frau keineswegs zu einer Rabenmutter. Aber 99.9% der Frauen wollen nicht 9 Monate schwanger sein, um ein Kind zur Adoption freizugeben.

Es ist effektiv so, dass ein Erzeuger die Mutter sitzen lassen kann, was wiederum ein Argument für eine Abtreibung ist.

Ich lese also mindestens 2 gute Argumente für eine Abtreibung heraus.

Freundlichen Gruss

tm

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Kommentar von carn112004
29.07.2016, 07:09

Wenn ich rein mit Berufs- und Chancengleichheit argumentiere, ist das Argument zu simpel, da dann viele sofort vermeinen würden, dass das Problem doch einfach durch Verhütung lösbar ist (weil eben viele davon ausgehen, dass ungewollte Schwangerschaften einfach durch Verhütung praktisch grundsätzlich vermeidbar wären*; z.b. lese ich auf Webseiten, die quasi das Anbandeln mit möglichst vielen verschiedenen Frauen "lehren" wollen, dass Gummi doch ausreichend sei, um die potentiellen "Probleme" sicher zu vermeiden, was natürlich falsch ist).

Damit wäre das Argument aus dieser Perspektive sofort schlecht; deshalb gleich diesen Aspekt einbauen, um dieses Gegenargument abzufangen.

Ist halt immer das Problem, schreibt man wenig, dann lässt man einige Aspekte aus (z.b. der Punkt das ein Kind austragen, um es zur Adoption freizugeben, zumindest nicht unbedingt Spaß macht), schreibt man zu viel, dann lesen es viele nur halb, beschweren sich über zu viel Gelaber und bringen scheinbar überzeugende Gegenargumente, um ihre Schlauheit und die Dummheit des Vielschreibers hervorzuheben, obwohl die Gegenargumente in der ungelesenen Hälfte teilweise schon entkräftet waren, womit es vollkommen lächerlich und dumm ist; sagt man das ihnen aber, dann sind sie beledigt.

Es passt also irgendwie nie.

(* Das klappt aber höchstens durch Sterilisations- und/oder Pillen- und/oder Kondom-Kombinationsverhütung, was ich jetzt mal nicht unter "einfach" einordne)

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kein Argument

Kein Argument, weil Punkt 1 (also die Prämisse auf der du den Rest der Argumentation aufbaust) nicht hält.


Wollen diese Frauen für den Job abtreiben? Oder müssen sie, aus finanziellen und gesellschaftlichen Gründen?

Ich denke eher letzteres. Und damit ist Abtreibung eine bescheuerte Notlösung. Die würde ich zwar nicht verbieten wollen (geht mich nämlich nix an), aber auch nicht als sinnvolle Lösung für irgendwas ansehen und auch nicht gutheißen.

Wie verkorkst muss eine Gesellschaft sein, wenn sie quasi zu Abtreibungen ermutigt, weil sie es allzuoft nicht schafft die Kinder und deren Eltern durchzubringen?

Gesellschaftlich haben wir hier eine schleichende Verarmung, die uns unter dem Deckmantel der Gleichberechtigung untergejubelt wird. Früher hat mal der Mann als Ernährer der Familie gereicht. Heute aber langt das Geld nicht, beide Ehepartner müssen arbeiten, sonst ist nicht daran zu denken ein oder gar mehrere Kinder durchzufüttern. Die dann natürlich fremdbetreut werden müssen, wie im "real existierenden Sozialismus". Aber hey, kein Problem: Frauen wollen doch eh arbeiten gehen, wegen Gleichberechtigung und so, kommt denen also zugute!

Tut es das wirklich? Was ist wenn mal eine Frau nicht arbeiten gehen will, sondern Kinder aufziehen? (Ich weiß, was für eine ketzerische Idee! Wie kann man sich sowas nur ausdenken!) Dann stoßen wir ganz schnell an die Grenzen dieser "Gleichberechtigung". Die offentlich nur für "genderverwirrte Feministinnen" gilt - also für Frauen die Männerberufe machen wollen. Was ist mit Frauen, die Kinder und Haushalt wollen? Oder Männern, die das wollen?

Unsere feine Gleichberechtigung hat nicht dazu geführt, dass Frauengehälter an Männergehälter angeglichen wurden. Sondern dass Männergehälter (kaufkraftbereinigt) halbiert wurden (den Rest können - müssen! - ja jetzt die Frauen hinzuverdienen).

"Gleichberechtigung" am Arsch! Und das willst du mit Abtreibung lösen? ;-)))

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Kommentar von carn112004
19.09.2016, 11:45

Das Argument hat nichts mit meinem Wollen zu tun; sondern es ist ein Argument, dass ich so oder ähnlich schon gehört habe.

Ich wollte lediglich wissen, wie gut oder schlecht es andere finden.

Bei mir persönlich ist es sowieso so, dass ich bei Argumenten von dem Typ "Wir müssen unbedingt das Töten von unschuldigen und wehrlosen Menschen für die Situation X erlauben, staatlich finanzieren und von jeder gesellschaftlichen Verachtung frei halten, weil ..."

ich das "..." teilweise gar nicht richtig erfassen kann aufgrund verwirrenden und abstrusen Gedanken ala "Ok, ok, manchmal muss man halt Menschen aufgrund von bestimmten Situationen töten, ist nicht immer hübsch, aber manchmal unvermeidlich; blos habe ich irgendwie einen Hirnaussetzer beim Zuhören gehabt, denn der, der da gerade rumargumentiert, dass man wegen Situation X doch unschuldige und wehrlose Menschen töten dürfte und/oder muss, hat meiner Wahrnehmung nach überhaupt nicht erläutert, warum das Problem nicht durch Töten von denen lösbar ist, die an der Situation X schuld sind; und kein Mensch wäre moralisch so abartig, dass er das Töten von unschuldigen beförwortet ohne zuvor sorgfältigst geprüft zu haben, ob das Töten von an der Situation schuldigen das Problem nicht auch ausreichend beheben würde; muss also irgendwas verpasst haben und habe also keine Ahnung ob ich das Argument überhaupt verstehen kann"

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kein Argument

Ein unterirdisch schlechtes Argument.

"Kinder führen aufgrund der gesellschaftlichen und rechtliche Umstände [...]
vorwiegend zu Berufsnachteilen für die Mutter."

Das ist kein Argument für oder gegen eine Abtreibung. Sondern ein Argument für eine Änderung gesellschaftlicher und rechtlicher Umstände, damit Frauen keine oder weniger Berufsnachteile mehr haben.

Diese gesellschaftlichen und rechtlichen Umstände sind nicht von "Gott" oder "der Natur" so vorgesehen sondern können jederzeit verändert werden. So ist z.B. die Steuerklasse 2 für Alleinerziehende nicht "von der Natur" vorgegeben und kann von der Regierung jederzeit geändert werden.

"Adoptionsfreigabe macht Mutter zur "Rabenmutter", aber Erzeuger kann Mutter ohne Makel sitzen lassen, vor allem bei ONS) "

Auch das ist kein Argument für oder gegen die Abtreibung. Sondern ein gesellschaftliches Problem, da die Entscheidungsfreiheit der Mütter nicht anerkannt wird.

October

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Kommentar von carn112004
29.07.2016, 08:36

Diese gesellschaftlichen und rechtlichen Umstände sind nicht von "Gott"
oder "der Natur" so vorgesehen sondern können jederzeit verändert
werden.

Der Umstand, dass eine Frau 9 Monate schwanger ist und in dieser Zeit beruflich zumindest weniger leisten kann als ein Mann, der ganze 0 Monate schwanger ist, ist "von "Gott" oder "der Natur" so vorgesehen" und führt zwangsläufig zu einem Unterschied in der beruflichen Leistung, insoweit Schwangerschaften auftreten.

Spätestens bei 10+ Schwangerschaften wird eine Frau rein bedingt durch die Schwangerschaften im Beruf aufs Leben gesehen nicht ganz so viel erreichen wie ein ansonsten vergleichbarer Mann.

"können jederzeit verändert werden"

Und wenn sie nicht veränderbar sind, z.b. weil Mehrheiten fehlen, wäre das Argument dann besser?

So ala: Solange die genannten Missstände nicht behoben sind bzw. wenigstens angegangen werden, muss den Frauen wenigstens die Möglichkeit zum Abbruch gegeben werden, damit sie eben nicht einseitig unter diesen Missständen leiden.

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gutes Argument

Meiner Meinung nach ist es ein gutes Argument; Argumente diesbezüglich sollten aber völlig unnötig sein.

Ich persönlich bin für das Schaffen einer echten Fristenregelung, die völlig ohne Begründungen auskommt, sondern sich schlichtweg, objektiv und sachlich an einer festzulegenden Grenze orientiert (bspw. Beginn des Schmerzempfindens o.Ä.) und die keine Begründung von irgendeiner Seite ..

Die Daseinsberechtigung von Schwangerschaftsabbrüchen braucht ebenfalls keine Begründung dieser Art, sondern sollte sich schlicht und einfach aus dem Recht der Frau über ihren eigenen Körper ergeben.

Wenn eine Frau aus einem solchen Grund einen Abbruch möchte, hat sie mein vollstes Verständnis.

Eine Frau hat aber bei einem Abbruch immer mein Verständnis, egal aus welchem Grund sie es durchführt - der Grund geht mich nämlich schlichtweg nichts an.

Wenn eine Frau abtreibt, weil ihr gerade so danach ist, sollte das m.E. nach trotzdem erlaubt sein...

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Aufgrund Lebensschutzes darf es kein Recht auf Abtreibung geben

Abtreibung ist in jedem Fall kein Mittel, um ein bequemeres Leben zu behalten. Wer hat das Recht einem anderen Menschen zu verbieten oder zu gestatten zu leben?

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Kommentar von manu289
01.05.2017, 17:38

Ich!!! Ich als Frau habe das Recht zu entscheiden ob Ich oder ob Ich nicht Schwanger bleibe !!! Es ist doch eigentlich ganz einfach...

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mittelmäßiges Argument

Meiner Meinung nach reicht das Argument, "Es ist erst Leben, wenn ein bestimmter Punkt in der Entwicklung(z.B. 5Wochen) überschritten wurde.", aus. Ich finde es nicht so gut, das darum herum geredet wird. Also das mit Berufschancen, Sorgerecht usw. ist etwas zu weit vom Thema entfern.  

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schlechtes Argument

Es ist sehr schlecht entweder sollte man dann verhüten oder man kann auf einen vaterschaftstest bestehen oder irgendwer sollte da was umschreiben denn es ist zwar nicht fair das sich Männer da so raushalten können aber ein Grund zur Abtreibung ist es nun wirklich nicht. Vergewaltigung ...das ist ein Grund zur Abtreibung oder wenn man zb noch 12 oder 13 Jahre alt ist .

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sonstiges

Es ist überhaupt kein Argument.Es klingt wie die Flucht vor der Verantwortung.

Deshalb hat auch nur die Mutter zu entscheiden und nur sie allein.

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Kommentar von carn112004
28.07.2016, 12:26

"Es klingt wie die Flucht vor der Verantwortung"

Flucht von wem aus welcher Verantwortung?

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kein Argument

ohne Worte - es ist ja schon alles gesagt

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Aufgrund Lebensschutzes darf es kein Recht auf Abtreibung geben

Als Christ gibt es für mich überhaupt keine Argumente für Abtreibung, weil es in jedem Fall Tötung von eigenständigem Leben ist, wozu auch die Mutter kein Recht hat.

Zur Sicherstellung von 1. ist somit aufgrund von 2. und 3. ein Recht auf
Abtreibung oder ähnliches erforderlich, da andernfalls für Frauen die
Nachteile im Beruf nur durch Verzicht auf (hetero)Sex vermeidbar wären,
was nicht zumutbar ist.

Evtl. Nachteile im Beruf sind also ein Grund dafür, unschuldiges Leben zu töten?

Der Verzicht auf Sex ist nicht nur zumutbar, sondern sogar sehr zu empfehlen. Zumindest hätte man dann viele Probleme nicht. Unverbindliches Vergnügen ist sicher keine moralische Größe und enthebt die Beteiligten nicht der Verantwortung, an die Folgen zu denken.

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Kommentar von carn112004
28.07.2016, 12:51

"Der Verzicht auf Sex ist nicht nur zumutbar, sondern sogar sehr zu empfehlen."

Und wie könnte darauf erwidert werden, dass damit das Lebensrecht ungeborener Frauen und zwar nur Frauen zum Verzicht bzw. geeignete Reduktion von Sexualität zwingt, während Männer dahingehend weiter nicht eingeschränkt sind? Also dass quasi damit eine einseitige Einschränkung der Sexualität von Frauen zumindest in Kauf genommen wird?

Der Eindruck, man würde Frauen den Sex "verbieten wollen", während man Männer weiterhin "alle Freiheiten lässt", ist wohl nicht optimal.

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Kommentar von Deamonia
09.11.2016, 12:19

Wenn es eingenständiges Leben wäre, wäre es auch eigenständig (also außerhalb des Körpers der Mutter) überlebensfähig, sofern man es mit Nahrung versorgt. Das ist bei einem Embryo nicht der Fall, daher kann man hier nicht von eigenständigem Leben sprechen! 

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Kommentar von Selenaluna
10.12.2016, 10:38

Es ist zwar noch nicht eigenständig aber erstens schlägt das herz schon ab der 4. Woche und zweitens sind nach der 6. Woche alle Organe angelegt !

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Kommentar von manu289
01.05.2017, 17:41

Wenn du als Christ gegen das Töten bist, solltest du das mal den Radikalen Christen vermitteln die Abtreibungsärzte töten und auch sonst zu Gewalt neigen

Gegen das Töten sein aber selbst Töten - smh

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kein Argument

Ich kann mich in der Argumentation nur Oktober anschliessen.

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