Mein Sohn (1 Jahr) bekommt die üblichen Vigantoletten angereichert mit Flour. Jetzt ist es an der Zeit die ersten Zähnchen zu pflegen und mein Hausarzt hat mir dringend davon abgeraten eine Flourhaltige Zahncreme zu verwenden, weil es in Zusammenhang mit den Vigantoletten zu Zahnschädigungen kommen kann. Aber dem nicht genug: er meinte auch noch, dass Fluor sowieso nicht zur Dauereinnahme geeignet sei. Ich sollte also auf Fluor-freie Vigantoletten umstellen und Fluor-haltige Zahnpasta nur bei Zahnbeschwerden benutzen (sowohl bei mir als auch bei meinem Sohn). Was meint ihr dazu?
Weitere Fragen zu verwandten Themen finden Sie hier:
Die Deutsche Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (DGZMK) empfiehlt Kindern Fluoridtabletten nur noch in besonderen Fällen.
Sie gibt der lokalen, gezielten Fluoridanwendung den Vorzug.
Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte spricht sich hingegen auch weiterhin für eine Fluoridgabe in Tablettenform (meist in Kombination mit Vitamin D zur Rachitisprophylaxe) bis zum vollendeten zweiten Lebensjahr aus.
Alle Empfehlungen müssen abgeglichen werden mit den familiären Ernährungsgewohnheiten, der Mundhygiene und der sonstigen Fluorideinnahme.
Deshalb sollten Sie sich immer individuell von Ihrem Zahnarzt und Kinderarzt dazu beraten lassen.
Auch beim Fluorid gilt: Die Dosis macht das Gift.
Wird über einen längeren Zeitraum zuviel Fluorid eingenommen, entsteht eine so genannte Dentalfluorose. Es kommt zu weißlichen bis hin zu bräunlich-gelben Flecken auf den Zähnen und Schmelzschäden.
Auch akute Fluoridvergiftungen kommen ganz selten vor, meist wenn Kleinkinder unbeaufsichtigt große Fluormengen schlucken. Ein etwa 20 Kilogramm schweres Kind müsste allerdings den Inhalt einer kompletten Erwachsenen-Zahnpastatube aufessen, um - im ungünstigsten Fall - Vergiftungserscheinungen zu verspüren.
(http://debeka.gesundheitsportal-privat.de/de/lexikon/zaehne/fluoridierung.jsp)

Fluorzuführung über Tabletten ist bei Kleinkindern eindeutig kontraindiziert, also nicht zu empfehlen. Finger weg!
Dein Zahnarzt hat außerdem recht, daß für jede Altersklasse die Lokalanwendung deutlich vor der systemischen Anwendung zu bevorzugen ist. Bei Kleinkindern kann auf fluoridhaltige Zahnpasta komplett verzichtet werden, bei Erwachsenen ist z.B. wöchentlich Elmex-Gelee mehr als ausreichend.

Fluorid wird nicht nur als wichtig für die Härtung des Zahnschmelzes, sondern auch für das Knochenwachstum angesehen. Neuesten Studien zufolge wirkt Fluor dabei jedoch nur als Katalysator. Lebensmittel mit reichlichem Fluoridgehalt sind: Seefische, schwarzer Tee und viele Mineralwässer (solche mit einem Fluoridgehalt von mehr als 1,5 mg je Liter müssen mit dem Warnhinweis (!) „fluoridhaltig“ versehen werden).
In vielen Regionen kann die als „täglicher Bedarf“ bezeichnete Menge von ca. 1 Milligramm Fluor (als Fluorid) nicht durch die Ernährung gedeckt werden. Im Handel ist deshalb fluoridiertes Speisesalz und fluoridierte Zahnpasta erhältlich. In manchen Ländern wird dem Trinkwasser Fluorid beigefügt, was zu besseren Zähnen führen soll. Solche Maßnahmen bezeichnet man als Fluoridierung.
Da der gesundheitliche Nutzen der Fluorverbindungen bei zu großen Dosen schnell in Schädigungen des Organismus umschlägt, ist die Aufnahme von Fluor oberhalb der empfohlenen Dosis zu vermeiden. Weiterhin gibt es Hinweise darauf, dass auch die gering konzentrierte Anwendung von Fluorsalzen und -verbindungen Krebs verursachen können, sowie das Nervensystem und weitere Organe dauerhaft schädigen. Zahnarztverbände weisen dies jedoch -teilweise mit fragwürdigen Argumenten- zurück [9].
Obwohl man davon seltener hört als von der kariesprophylaktischen Bedeutung, sind Fluoride (und Flusssäure) gelegentlich Ursache von Berufskrankheiten (Skelettfluorose, Lungenschäden, Reizung des Magen-Darm-Trakts, oder Verätzungen), die im Berufskrankheiten-System unter Bk Nr. 13 08 erfasst sind (Valentin et al., Arbeitsmedizin, Thieme-Verlag, Stgt.).
Und ich hab das hier gefunden: http://www.homeopathy.at/artikel/fluor.htm

Fluor ist Gift
siehe hier: http://www.zentrum-der-gesundheit.de/fluor.html
Meiner Ansicht nach ist obiger Artikel sehr einseitig und übetrieben. Fluor härtet durchaus den Zahnschmelz. Dies geschieht, indem im Hauptbaustoff des Zahnschmelzes, dem Hydroxylapatit, Calcium-ionen aus dem Stoffkomplex verdängt und eben durch Fluor-Ionen (Fluorid)ersetzt. Wie die Vorantwortner schrieben, sollte man allerdings von der Einnahme von Fluorhaltigen Medikamenten absehen.
Übrigens enthält obiger Artikel auch die Info, das Fluor ein Gift ist. Das ist selbstverständlich richtig! Allerdings nur in elementarer Form, ich meine wir schwimmen auch Salz (Natriumchlorid)oder schwimmen im chlorierten Wasser.
emuthmann am 9. Oktober 2007 13:14 Die Frage bei Fluor ist folgende:
Ist es ein organisches Element oder kommt es als anorganisch (chemisch) hergestelltes Element mit dem Organismus in Berührung.
Zweites, also chemisch hergestelltes Fluor( wie auch im Salz, in der Zahncreme etc enthalten ) ist giftig und schädlich. Der Artikel ist weder einseitig noch übertrieben.
Es ist haarsträubend wenn jemand behauptet, dass es für die Zähne gut wäre wenn Calcium verdrängt und durch Fluor ersetzt wird.
Schlimmer geht's nimmer.