Frage von Neutralis, 130

ist Feminismus nicht größtenteils eine Ausrede um sich selber ein besseres Leben zu verschaffen?

Wenn ich so Demonstrationen sehe, von wegen "Wir wollen auch oben ohne rumlaufen" frage ich mich immer, wieso diese Menschen, die sich ja so für Frauenrechte einsetzen nicht erstmal bei den schweren Problemen anfangen. Sprich also die Vergewaltigungsrate in Entwicklungsländern. Sowas scheint viele "Feministinnen" gar nicht zu interessieren, weil die das nicht betrifft. Ist Feminismus nicht für die meisten eine Ausrede um sich einfach für seine eigenen Rechte einzusetzen ? Es scheint mir nicht so als würden die wollen, dass es Frauen besser geht, sondern nur dass es ihnen selber besser geht und da das aber Frauen generell betrifft, passt das mit den Feminismus ganz gut ?

Antwort
von bekind, 24

es ist schlimm genug dass man überhaupt um die eigenen rechte kämpfen muss, keine ahnung was das mit einer ausrede zutun haben soll. und hauptsache man fängt irgendwo an. natürlich gibt es auch "falsche feministen", die zum beispiel schwarze frauen aus ihrem feminismus ausschließen oder so, aber eigentlich setzt sich feminismus für die rechte von allen frauen und dem verschwinden von geschlechterrollen (somit auch für männer) ein. es geht um alles, sei es die vergewaltigungsrate in entwicklungsländern oder der alltäglichen sexismus hier

Antwort
von DieKatzeMitHut, 83

In wiefern muss es denn ein Widerspruch sein, wenn man sich als Frau natürlich auch für seine eigenen Interessen einsetzt?

Hier in Deutschland für Problemlösung in Entwicklungsländern zu kämpfen, ist eben extrem schwierig. Wen sollten sie denn hier in Deutschland damit auch erreichen?
Ich halte es für selbstverständlich, dass man ersteinmal Probleme im eigenen Land angeht, darauf hat man auch den größten Einfluss.

Trotzdem schreit ja hier niemand Hurra, wenn es um Vergewaltigungen in Entwicklungsländern geht.

Kommentar von Neutralis ,

Man kann ja Organisationen gründen und sich für Bildung in anderen Ländern einsetzen.

Kommentar von DieKatzeMitHut ,

Tust du selbst das denn? Warum schiebst du diese Aufgabe auf andere, statt sie selbst zu erledigen?

Warum ist es falsch sich erst mit Problemen im eigenen Land zu befassen?

Kommentar von Neutralis ,

Weil diese Probleme sehr klein sind, im Gegensatz zu den Problem in Entwicklungsländern. 
Nein ich tue das nicht, aber ich tue auch nicht so als würde ich helfen wollen.

Kommentar von DieKatzeMitHut ,

Also tust du lieber gar nichts und verurteilst Menschen, die sich wenigstens für etwas einsetzen, was ihnen wichtig ist? ;)

Kommentar von Neutralis ,

Solange sie das unter den Namen von etwas tun, was besser war ja. Ich mag es nicht, wenn man sich mit fremden Federn schmückt, dann doch lieber mit gar keinen.

Kommentar von DieKatzeMitHut ,

Was hat das mit "mit fremden Federn schmücken" zu tun?

Wie gesagt, mach doch erst einmal selbst etwas.

Kommentar von Neutralis ,

Das man sich unter den Namen des Feminismus stellt. Das haben starke Frauen aufgebaut um für die Rechte von Frauen zu kämpfen und jetzt wird das missbraucht um oben ohne rum laufen zu können. Vergewaltigungen werden von diesen Menschen ignoriert, da es ihnen nicht wichtig ist, ob es Frauen gut geht oder nicht, es geht ihnen darum, dass sie selber Vorteile haben. Wie gesagt.
Ich mache selber etwas und ich habe auch vor das mit den Frauen in Entwicklungsländern zu klären, aber das dauert noch.

Kommentar von DieKatzeMitHut ,

Ach, du "klärst das mit den Frauen in Entwicklungsländern" mal eben, wenn du Zeit dazu hast? ;)

Gern nochmal langsam für dich: Nur weil du das Problem für marginal hälst, heißt das nicht, dass es allen so geht. Und es ist das gute Recht dieser Frauen sich für ihre eigenen Belange im eigenen Land einzusetzen.

Kommentar von Neutralis ,

Nein, aber um so ein Problem zu klären braucht es seine Zeit und man braucht Macht.
Ich habe nichts anderes behauptet, aber ich würde diese Frauen nicht Feministinnen nennen. Sie zerstören den Ruf, den sich Feministinnen über Jahre aufgebaut haben.

Antwort
von toomuchtrouble, 56

um sich selber ein besseres Leben zu verschaffen?

erst einmal ein legitimes Anliegen, sich in seinem eigenem Umfeld zu engagieren, wenn die Entwicklungsstufe der Gesellschaft dies erfordert. Außerdem Dürftest Du null Ahnung haben, welche feministischen Diskurse aktuell sind.

Wenn ich so Demonstrationen sehe von wegen

Eine Satzkonstruktion, die Bildungsferne vermuten lässt.

"Wir wollen auch oben ohne rumlaufen"

Genau, diese täglichen Massendemonstrationen von egozentrischen Frauen vor Deiner Trinkhalle, die in klarer Kenntnis von Massenvergewaltigungen in der Dritten Welt für ihr Recht auf "oben ohne" plädieren.

Es scheint mir nicht so als würden die wollen, dass es Frauen besser
geht, sondern nur dass es ihnen selber besser geht und da das aber
Frauen generell betrifft, passt das mit den Feminismus ganz gut ?

Dieser Textversuch hat Dich wohl vollends aus der Bahn geworfen.

Kommentar von Neutralis ,

Wie verbittert muss ein einziges Leben sein ? xD

Antwort
von Ursusmaritimus, 73

Man sollte definitiv Gleichberechtigung und Feminismus unterscheiden. Der Feminismus drängt im Kern zur Machtübernahme durch ein Matriachat.

Das einem jedoch das Hemd erst einmal näher ist als die Hose ist wohl auch klar, natürlich setze ich mich vorrangig für meine Belange ein und erst dann für die Belange Dritter. Das macht aber im Kern jeder Mensch.....

Kommentar von MCLJT ,

Wenn Männer die Macht haben, ist es also nicht schlimm? Aber wenn Frauen Gleichberechtigung fordern wollen sie gleich alles und jeden unterdrücken? Alles klar

Kommentar von Ursusmaritimus ,

Man sollte definitiv Gleichberechtigung und Feminismus unterscheiden.

Zu keinem Zeitpunkt habe ich gegen Gleichberechtigung agiert!

Kommentar von MCLJT ,

Feminismus (abgeleitet von lateinisch femina
Frau und -ismus über französisch féminisme) bezeichnet sowohl eine
akademische als auch eine politische Bewegung, die für
Gleichberechtigung, Menschenwürde, die Selbstbestimmung von Frauen sowie
gegen Sexismus eintritt.

Man sollte Feminismus und Gleichberechtigung definitiv NICHT unterscheiden.

Kommentar von toomuchtrouble ,


Feminismus drängt im Kern zur Machtübernahme durch ein Matriachat.

Was für ein Unsinn! Feminismus ist erst einmal nur eine Bewegung, die sämtliche gesellschaftliche Erscheinungen auf Elemente wie ökonomische und juristische Gleichberechtigung auf Geschlechterverhältnisse und Möglichkeiten der Selbstbestimmung untersucht. Die Machtübernahme, die Du halluzinierst, steht wohl kaum auf der Agenda.

By the way: Matriarchat


Kommentar von Ursusmaritimus ,

Seltsam, wo ist in Feminismus der Ausgleich der Geschlechter enthalten?

Kommentar von MCLJT ,

Wenn Männer und Frauen gleichberechtigt sind, findet ein Ausgleich statt. Nur mit dem Wort zu argumentieren, ist dämlich.

Kommentar von toomuchtrouble ,

Schon den Feminismus als monolithisch zu begreifen, ist reichlich schlicht, aber Dein drittklassiges Wortspiel ist unterirdisch platt. Was ist schiefgelaufen, bei der Beförderung übergangen worden, Frau weggelaufen oder die übliche Misogynie des ewig zu kurz Gekommenen?

Kommentar von Ursusmaritimus ,

Na, gehen wir jetzt schon zum persönlichen Angriff über? Ist es schon soweit? Übersehe ich hier in dem monolithischen Denken den Willen zum konstruktiven Ausgleich?

Antwort
von KlausKachinsky, 83

Definitiv ja. 

Antwort
von MCLJT, 69

Definitiv nein.

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