Ist Feminismus krankhaft?

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10 Antworten

Ich glaube, du verstehst etwas anderes unter Feminismus als ich.

Ich würde mich selbst auch als Feministin bezeichnen. Allerdings ist es blödsinnig, etwas zu tun (z.B. Haare kurz schneiden), nur um zu zeigen, dass man es kann, oder zur Provokation. Es ist nichts Falsches, sich die Haare kurz zu schneiden, mir persönlich ist Haarlänge so egal, und das sollte sie allen Menschen sein, darum Tamtam zu machen ist totaler Schwachsinn. Mensch ist Mensch. Ich finde auch nicht, dass es beim Feminismus darum geht, dass Frauen mit Männern konkurrieren oder sich über Männer stellen wollen, sowas würde ich sofort ablehnen.

Für mich bedeutet Feminismus Gleichberechtigung, dass ein Mensch als ein Mensch angesehen wird, dass jeder sein eigenes Eigentum ist, dass man nicht in bestimmte Vorlagen gedrückt wird, dass man ist, wie man ist, und nicht in ein vorgefertigtes Modell zu passen (also "Mann" oder "Frau"). Ich lehne auch die Einteilung in "das ist mänlich" und "das ist weiblich" ab. Ich meine ganz ehrlich, mitterweile wird einem sogar vorgeschrieben, welche Chips man als Mann kauft, und welche als Frau. Gehts noch?!

Aber wie gesagt, es ist auch unsinnig, sich nur aus Provokation "anders" zu verhalten. Man soll sein, wie man ist, Punkt. Auch als Feministin kann man lange Haare tragen, sich schminken, etc, daran ist nichts Falsches. Aber das muss natürlich auch niemand. Dir Vorwürfe zu machen, weil du lange Haare attraktiver findest, hat aus meiner Sicht wenig mit Feminismus zu tun. Das ist dein Geschmack und das wars, du darfst mögen, was du mögen willst. Genauso wie sie tragen darf, was sie tragen will.

Manche "Feministen" schießen leider über das Ziel hinaus und dadurch entsteht so ein schlechtes und "extremes" Bild davon. Sowas ist dann ziemlich lächerlich...

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Kommentar von Dominik986
31.03.2016, 23:24

Ich finde nicht dass Feminismus Gleichberechtigung bedeutet. Rein vom Wort her schon macht das keinen Sinn. Ich mein ich finde deine Ansicht nicht verkehrt, würde sie aber nicht als Feminismus betiteln.

"Witzig" ist ja auch dass die "Gleichstellungsbeauftragte" immer eine Frau ist. Es gab auch mal einen Fall hier in Deutschland da wurde eine Gleichstellungsbeauftragte entlassen weil sie sich auch(! nicht nur) für Männer eingesetzt hat die Benachteidigt wurden. Mit der Begründung dies sei nicht ihre Aufgabe, sie soll sich um Frauen kümmern. Finde ich lächerlich, nein eigentlich finde ich es traurig.

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Kommentar von Jenna2699
31.03.2016, 23:42

Hier ist z.B. ein Video dazu, das ich sehr gut finde, gerade weil es nicht darum geht "Frauenpower, macht die Frauen zu den Herrschern, etc blabla" und so nen Quatsch, sondern eben um die Rollenbilder, Vorurteile, usw. Mensch ist Mensch.

https://www.youtube.com/watch?v=Uvmj-OGAM88

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"Habe auch schon Frauen erlebt im Bekanntenkreis die behaupteten von sich
selbst Feministinnen zu sein. Schneiden sich die Haare kurz obwohl sie
es selber schie finden nur um den Freund zu provozieren."
wenn ich eine Frau wäre, und mein Freund mir in meine Haare reinreden wollen würde, mir nur großzügig eine autonome Entscheidung gestatten würde, statt es hinzunehmen, dann würde ich auch das Gegenteil von dem machen, was er sagt, um deutlich zu machen, dass er mir gar nichts vorzuschreiben hat. Entschuldigung, aber das geht nicht klar, mir mit dem Verlust meiner Attraktivität (im Vergleich zu Anderen) zu drohen, wegen Haaren? Alter geht s noch?

Es gibt nicht DEN Feminismus.

"Feminismus (abgeleitet von lateinisch femina Frau und -ismus über französisch féminisme)[1] bezeichnet sowohl eine akademische als auch eine politische Bewegung, die für Gleichberechtigung, Menschenwürde, die Selbstbestimmung von Frauen sowie gegen Sexismus eintritt.[2] Daneben verweist Feminismus auf politische Theorien, die – über einzelne Anliegen hinaus – die Gesamtheit gesellschaftlicher Verhältnisse, einen grundlegenden Wandel der sozialen und symbolischen Ordnung und der  Geschlechterverhältnisse im Blick haben. Gleichzeitig erlauben sie Deutungen und Argumente zur Gesellschaftskritik."

Ich bin Feminist.
Und ich verachte Alice Schwarzer. Sie ist Rassistisch und altbacken. Sie schadet feministischen Bewegungen durch ihr auftreten und ihre Publikationen.
Für mich steckt in Feminismus das Wort queer. Ein Infragestellen von Geschlecht als solches.
Aber ich halte es für gefährlich eine Auflösung von Geschlechtern zu verlangen, denn wir sind nicht postgender - wie sich die Piratenpartei einst positionierte.
Geschlecht spielt eine entscheidende Rolle.

So lange

  • Männer wissenschaftliche Diskurse bestimmen und in den meisten wissenschaftsdisziplinen (ausgenommen psychologie und Pädagogik) in Promotionsstellen weniger als 10% ausmachen
  • Frauen für gleiche Arbeit nicht das gleiche verdienen wie Männer, und überhaupt vollkommen überpräsentiert sind in niedriglohnsektoren
  • menschen die mit heteronormativen geschlechternormen brechen ausgegrenzt werden
  • die weibliche Brust sexualisiert wird und cis-männer oberkörperfrei rumlaufen dürfen, frauen* aber ihre nippelabkleben müssen
  • sprüche über röcke, klamotten, und obejktifizierende kackschaiße von männern an frauen gemacht werden dürfen, aber es umgekehrt keine solche macht hat,
  • 98% der sexualisierten gewalt von Männern ausgeht (darunter auch gefasst, Männer an Männern)
  • mädchen und jungen im sportunterricht unterschiedlich gefördert werden
  • frauen* im Bundestag unterrepräsentiert sind
  • sexualisierte Gewalt kein anerkannter Fluchtgrund ist
  • jeder fünfte Frau* in Deutschland sexualisierte Gewalt in Beziehung oder Partnerschaft erlebt
  • Abtreibung und somit das recht auf körperliche Selbstbestimmung von frauen* nicht legal ist (und das ist sie in deutschland nicht)
  • Männer Menschen, die sie weiblich lesen Sachen aus der hand reißen, statt sie selbst machen zu lassen
  • Leute vor diesen Hintergründen von der Benachteiligung von Männern sprechen, ohne zu wissen, was sie tun....
  • ....

So lange bleiben die Kämpfe von Feminismus notwendig.

Feministische Bewegungen haben u,A, Frauenhäuser erkämpft, und überhaupt räume geschaffen, in denen Frauen* sich mal vom alltäglichen sexismus regenerieren können. Sie haben diskurse geschaffen, die es trans*personen mittlerweile ermöglichen selbst für ihre Rechte zu kämpfen,...

und feministische kämpfe bleiben notwendig, leider!

klar ist es woanders immer schlimmer, trotzdem würde ich mir als frau* ungern den platz in der bahn nehmen lassen. davon, dass es wo anders schlimmer ist, wird es vor ort nicht besser!!!

http://www.frauenkampftag2014.de/ => Aufruf noch mal so ein paar basics!


ah und was mir dazu noch einfällt?

dota: immer die andern

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Feminismus ist für Gleichberechtigung. Natürlich gibt es Trotzreaktionen, wie zum Beispiel, dass nur die feminine Form eines Wortes benutzt wird. 

Dir steht es frei Frauen mit kurzen Haaren unattraktiv zu finden. Jeder Frau steht es aber auch frei ihre Haare zu schneiden, egal was du davon denkst.

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Kommentar von Dominik986
31.03.2016, 23:20

Richtig, dennoch finde ich es lächerlich wenn es eine Frau rein aus dem "guckmal ich kann machen was ich will" tut obwohl sie es im Grunde selber sogar sche**e findet. Da frage ich mich dann ob die 6 ist..

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Jeder Radikalismus ist doch krank.

Das Eintreten für Gleichberechtigung ist völlig in Ordnung und es hat unsere Gesellschaft weitergebracht.

Als Frau stehe aber selbst ich sehr häufig peinlich berührt vor den Auswüchsen, die meine Geschlechtsgenossinnen produzieren.

Feminismus ist mir eher suspekt. Mag aber auch daran liegen, dass ich noch nie den klassischen "Frauenweg" gegangen bin. Familiengründung fand ich schon als Mädchen keine Option für mich, geheiratet habe ich aber gerne.

Ich bin selbständige Handwerksmeisterin und bekomme eher von Frauen, als von Männern Gegenwind. Merkwürdig, oder?

Das ist dann der Punkt, an dem ich echt ratlos da stehe und nicht weiß, was die Weiber eigentlich wollen. Ich zucke dann mit den Schultern und mach halt weiter mein Ding. Professionell ist hysterisches Auftreten ganz und gar nicht und erweist jeder noch so gut gemeinten Sache einen Bärendienst.

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Kommentar von loema
01.04.2016, 11:46

Naja. Du hast bereits von der Frauenbewegung profitiert.
Sonst wärst du nie Handwerksmeisterin geworden.
Dein Pragmatismus in Ehren. Aber Emotionalität darf genauso sein, wie Pragmatismus.

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Beim Feminismus geht es meiner Meinung nach absolut nicht um Gleichberechtigung sondern man versucht einfach aus Rache den Spieß umzudrehen weil Frauen früher weniger Rechte hatten und unterdrückt worden sind.

Da irrst du. Feminismus geht es gerade nicht darum, Männer zu benachteiligen, sondern darum, eine Gleichstellung von Männern und Frauen zu erreichen.

Schneiden sich die Haare kurz obwohl sie es selber schie finden nur um den Freund zu provozieren

Das hat nichts mit Feminismus zu tun. Das ist einfach nur ein peinliches Gieren um Aufmerksamkeit.

Um es mal kurz zu machen: Deine Ablehnung von Feminismus hat genau einen Grund, nämlich dein falsches Bild von Feminismus. 

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Kommentar von Dominik986
01.04.2016, 14:20

Es soll um Gleichstellung gehen? Dann hat diese Bewegung aber einen merkwürdigen Namen der das eben NICHT unterstreicht.

Auf der anderen Seite sind es aber die gleiche Feministinnen die sich "benachteidigt" fühlen weil es in Dortmund nur Ampelmännchen aber keine Ampelweibchen gibt?

Warum nennt man die Bewegung dann nicht Antisexismus?

Mit Maskulinismus wären diese Frauen sicherlich auch recht wenig einverstanden wenn man ihnen weiß machen will es gehe hier um Gleichberechtigung.

Wo setzen sich Feministinnen denn für Gleichberechtigung ein, insbesondere da wo Männer benachteidigt sind?

Man hört sie doch eher laut schreien wenn die es irgendwo heißt ein Mann hätte eine Frau belästigt. Stellt ein Gericht am Ende fest dass dem nicht so war, hört und sieht man von ihnen auf einmal nichts mehr?

Und lustig ist auch wie allergisch diese Frauen dann oft auf das Thema Pickup reagieren

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Wenn ich mir die EMMA Herausgeberin näher betrachte, ohne sie beleidigen zu wollen, so kann ich ihr Männerverständnis einigermaasen nachvollziehen. Es fehlt von ihr nur noch die Aussage, dass man auf Männer ganz verzichten könne, was einige Feministinnen auch schon zum Ausdruck gebracht haben. Feminismus in dieser Art erscheint mir krankhaft. Genauso wie Männer, die sich als Frauenhasser ausgeben. Man muss das andere Geschlecht nicht akzeptieren, aber tolerieren sollte man es schon. Warum manche Frauen so werden, hat sicher seine Gründe, genauso wie bei den Männern. Wen man die Ansicht vertritt, nur das eigene Geschlecht ist das vollkommene und das andere Geschlecht eher minderwertig, dann befindet man sich auf dem falschen Weg. Das tendiert schon nahe an Hass und den vermute ich unter den Feministinnen genauso wie unter den Frauenhassern. Wenn Frauen im Internet oder sonstwo sehr zeigefreudig  auftreten sind die Männer aus Sicht der Feministinnen daran schuld. So als ob man die Frauen dazu zwingen würde sich so zu geben wie sie wollen. Dass sich die meisten Frauen dazu freiwillig entscheiden, aus welchen Gründen auch immer, wird von den Feministinnen nicht kommentiert, es werden nur Schuldige gesucht und das sind eben die Männer. Es sind Machtspielchen auf niedrigem Niveau. Zum Glück sind beide Varianten, Feministinnen und Frauenhasser in der Minderheit.

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Der Feminismus in der westlichen Welt ist mehr oder weniger nutzlos. Die Leute hier regen sich über Männer auf, die breitbeinig in der Bahn sitzen, während im Osten Frauen teilweise nicht mal wählen dürfen.

Ich kann Feministen, die sich über solche Kleinigkeiten aufregen nicht ernstnehmen. Gleichzeitig respektiere ich jede Frau, die sich für wirklich Benachteiligte einsetzt.

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Hallo,

"Wie dem auch sei wurde mir dann zum Vorwurf gemacht da ich sie mit
längeren Haaren ja attraktiver fande. In meinen Augen reinstes Machtspielchen"

Was ich beobachte: Den Frauen wird immer vorgeworfen, dass sie auf Typen wie Zyss oder Alon Gabbay stehen. Dass aber Männern Vorwürfe gemacht werden, dass sie nur auf sexy Frauen stehen, kommen selten bis gar nicht vor.

Es ist egal welche Frisur pder welches Aussehen eine Person hat, es kommt auf den Charakter an.

Außerdem ist Feminismus keinesfalls krankhaft, sondern vernünftig:

http://www.tagesanzeiger.ch/wissen/geschichte/SteinzeitFeministen/story/26637935

Vor allem bei der Lage in der heutigen Gesellschaft, v.a. bei Jugendlichen:

https://derhonigmannsagt.wordpress.com/2015/07/19/bravo-raet-maedchen-zur-unterwuerfigkeit-lebensziel-den-maennern-gefallen/

MfG

Steven Armstrong

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ich frage mich WER feminismus disliked und in WELCHER Position diese Menschen stehen: Überwiegend hetero-cis-typen, die auf Grund gesellschaftlicher Verhältnisse diverse privilegien haben.

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Kommentar von HeinrikH
02.04.2016, 19:00

Ich "dislike" Feminismus. Und du hast Recht. Ich bin hetero und ein sogennanter "cisgender" (finde das Wort ehrlich gesagt lächerlich. Man kann auch einfach "normal" sagen. Aber heutzutage scheint jeder zu denken das Wort würde implizieren, dass etwas besser als etwas anderes ist). Aufgrund meiner in der höheren Mittelschicht angesiedelten Familie und meines Abiturs, kann man mich wohl auch als privilegiert einstufen.

Dies mag zwar mein Weltbild beeinflussen, bestimmt es aber nicht völlig. Ich bin ebenso wie du in der Lage einen eigenen Eindruck zu gewinnen und eine eigene Meinung zu bilden.

Und meiner Meinung nach steht Feminismus nicht für Gleichberechtigung, sondern ist eine realitätsfremde Ideologie.

Wir haben bereits gesetzliche Gleichberechtigung, aber trotzdem scheinen Feministen davon auszugehen, dass wir noch immer in einem Patriarchat leben.

Natürlich habe ich als Mann Vorteile gegenüber Frauen. Männer verdienen nach wie vor ca. 8% mehr als Frauen.

Gleichzeitig bin ich aber auch benachteiligt. Zum Beispiel beim Thema der Abtreibung, wo ich kein Mitspracherecht habe und die Entscheidung ob ich Vater werde allein bei der Frau liegt.

Oder beim Thema häusliche Gewalt, die gegen Männer nach wie vor verharmlost wird.

Ich sehe mich deswegen nicht als unterdrückt. Ich denke die Vor- und Nachteile die ich habe halten sind ungefähr die Waage.

Scheinprobleme wie zu wenig Frauen in der Regierung hingegen werde ich niemals ernstnehmen. Männer dürfen wählen. Frauen dürfen wählen. Wenn eine Frau gut genug ist, wird sie auch gewählt werden. Das selbe gilt für Männer. Momentan sind mehr Männer in der Politik tätig, daher gibt es auch mehr Männer in der Regierung.

Insgesamt will ich mich mit ernsthaften Nachteilen beider Geschlechter befassen und dies tut der Feminismus in meinen Augen nicht.

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ich glaube die miesten Frauen schwimmen da auf einer Welle mit und wollen wie du schon gesagt hast einfach nur Provozieren. Ich selber bin eine Frau und finde Feminismus lächerlich, denn sie sagen Frauen sollen beachtet werden und schneiden sich dann die Haare kurz um auszusehen wie ein Mann ... also die logik versteh ich noch nicht xD

Ich könnte 100 Gründe nennen das warum Feminismus die '' Glichberechtigung'' der Frauen eher behindert. 

Naja wie dem auch sei das was deine Freundin da für ein Problem hat nur weil dir lange haare besser gefallen kann ich auch nicht nachvollziehen. Ich selber würde mir die Haare nie wegen sowas kurz schneiden, da ich es einfach femininer finde mit langen haaren.

Also du bist nicht der einzige der das nicht versteht oder auch lächerlich findet ;3

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Kommentar von StevenArmstrong
01.04.2016, 22:34

"Ich könnte 100 Gründe nennen das warum Feminismus die '' Glichberechtigung'' der Frauen eher behindert."

Könntest du dann bitte zumindest drei oder vier nennen?

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