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Ist Fantasy/ScienceFiction-Literatur bedenklich für Teenager?

gefragt von olive am 19.05.2007 um 0:31 Uhr

Mein Patensohn ist 15, pubertiert und zieht sich ein wenig von der Familie zurück. Meine Schwester macht sich Sorgen, weil er wie ein Wahnsinniger Fantasy- und SciFi-Romane verschlingt. Er spielt auch gerne Rollenspiele, allerdings weniger am Computer als Brettspiele. Ich kenne mich mit diesem Genre nicht aus, kenne höchstens "Herr der Ringe" und "Harry Potter". Die Cover der Bücher sind wohl recht martialisch. Sind solche Bücher inhaltlich bedenklich? In den Titeln kommen oft: Blut, Pakt, Dämon u.ä. vor.


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Markuz
beantwortet von Markuz am 19. Mai 2007 00:35
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Sie soll froh sein, das er ließt... und es ist noch keiner am Fantasy-Roman-verschlingen gestorben. Eltern kann man es auch nie Recht machen... Wenn die Kinder nicht lesen kriegen sie Panik, wenn sie Bücher verschlingen auch? Ich hoffe ich bin später nicht so panisch :D


anonym
beantwortet von reiseoma am 19. Mai 2007 08:29
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Es liegt schon ein "paar " Jahre zurück, aber ich habe Science Fiction Bücher "verschlungen", ohne Schaden zu nehmen, denke ich - ABER ich rate dazu, etwas genauer auf die Inhalte zu achten, da heute oft sehr viel Gewalt in den eigentlich sehr interessanten Bereich hineinprojeziert wird. Leider! Ich würde dem Jungen zB gute, spannende Science Fiction Bücher schenken.


anonym
beantwortet von josefa am 19. Mai 2007 08:53
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unser sohn ist über science fiction zu seinen wunschberuf gekommen, er schreibt zur zeit an seiner masterarbeit mit dem Titel: Über den mobilen Einsatz mobiler persönlicher Avatare unter Anwendung einfacher Intelligenz im Bereich Marketing und Sales. kanns was schöneres geben?


UlfDunkel
beantwortet von UlfDunkel am 19. Mai 2007 13:07
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Fantasy-Romane sind für 15jährige genau das Richtige, behaupte ich mal dreist.

Warum? In diesem Alter suchen die Heranwachsenden nach Vorbildern, nach Möglichkeiten, Grenzen zu überschreiten und ihren Horizont zu erweitern.

Die Cowboy- und Indianer-Romane (Karl May) oder Ritter- und Soldaten-Geschichten sind ebenfalls "martialisch", wenn Du darauf hinauswillst.

Es geht in der Pubertät darum, sich an möglichst vielen anderen Menschen zu messen und festzustellen, wer man selbst war, ist, sein möchte, sein könnte oder wird. Solche Literatur kann dazu helfen, zu verstehen, dass bei aller Verschiedenheit die Archetypen der Menschen doch immer die gleichen sind, ob sie nun Superman, Darth Vader oder Glibberschlabber heißen, ob sie nun zwei oder drei Augen (oder nur eines) haben oder ob sie nun mit ner dicken Keule durch den Urwald laufen oder mit einem Photonengleiter durch die Raum-Zeit-Krümmung hinter der Milchstraße düsen.

Lesen ist 1000 x besser als Glotzen. Darum sei doch stolz auf Deinen Patensohn.


Tipp: Gib ihm bei Gelegenheit einfach mal 1-2 andere Romane oder Krimis. Ruhig etwas, das für etwas ältere Menschen geschrieben ist (also nichts aus der Altersklasse der 15jährigen, sondern für junge Erwachsene). Wer so viel liest wie er, wird auch an anderer Literatur Gefallen finden.

Und nicht aufgeben, wenn der erste Versuch, ihn zu anderer Literatur zu bringen, nicht gleich klappen sollte. Bücher sind so verschieden wie Menschen.


Mikatto
beantwortet von Mikatto am 19. Mai 2007 00:38
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Es gibt in diesem Bereich ja nun sehr viele Richtungen, wenn du nicht genauer bezeichnen kannst, was er liest, kann man auch kein abschließendes Urteil abgeben.
In diesem Alter ist man einfach auf der Suche und hat verschiedene Interessen. Seit diesem Alter interessiere ich mich auch u.a. für Science Fiction bis heute, und ich denke nicht das es mir geschadet hat ;-)
Prinzipiell kann man wohl den größten Teil dieser Literatur als unbedenklich einordnen, Extreme gibt es überall.
Aber es ist auf alle Fälle besser als irgendwelche abstrusen Ego-Shooter-Spiele. Also laß ihn ruhig sein Metier finden, diskutier doch mit ihm darüber.


jungfraujoseph
beantwortet von jungfraujoseph am 10. Februar 2009 12:20
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Ein Junge mit Interessen, kommt heutzutage selten genug vor. Deine Schwester kann eher stolz auf ihren Sohn sein.
Dass sich ein Pubertierender von dem Rest der "doofen" Familie etwas zurückzieht, ist auch normal. Solange er kein Feuer spuckt, ihm keine spitzen Ohren wachsen und ein haariger Schwanz am Steiß, ist alles im Lot.


anonym
beantwortet von worldruler am 10. Februar 2009 15:27
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Ich denke nicht das das Lesen von Fantasyliteratur in irgendeiner Weise bedenklich für deinen Patensohn ist. Ich lese selbst gerne und viel diese Bücher (besonders wenn "Pakt" im Namen vorkommt und oft auch mit "Blut" im Titel) und kann nur sagen, dass es keine Gewaltverherrlichenden Inhalte gibt. Da ich als Rezensentin für Jugendfantasy arbeite kann ich deine Bedenken nachvollziehen, denn die oftmals düsteren Cover können Genrefremde durchaus abschrecken. Doch sei beruhigt die meisten dieser Bücher enthalten zwar Gewaltdarstellung, doch es gibt stets den Helden oder die Heldin der Romane, die sich dann gegen solche Taten aussprechen oder hoffen bald in einer friedlichen Welt leben zu können. In dieser Beziehung brauchst du dir also keine Sorgen machen.


Traumaffe
beantwortet von Traumaffe am 11. Februar 2009 16:39
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Falls er anfängt sich als Org zu verkleiden und an Live-Rollenspielen teilzunehmen, würde ich mir Gedanken machen.


anonym
beantwortet von buchjoker am 19. April 2009 19:04
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Das Lesen von Fantasy-Romanen schadet bestimmt nicht. Sie sind realitätsfremd gehalten und der Leser taucht "bewusst" in die Fantasywelt ab. Es gibt durchaus auch Fantasy-Romane, die einen realen geschichtlichen Hintergrund haben und daher lehrreich sein können. In der Regel handelt es sich um Zeitreiseromane, wie "Timeline" (Michael Crichton) oder - weniger bekannt - "Der Fluch" (Andreas Knecht). Viele Fantasy-Freaks wenden sich ab einem gewissen Alter anderen Genres zu. Also, kein Grund zur Sorge.


iloveusa
beantwortet von iloveusa am 4. Oktober 2009 11:38
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Ihr scheit so ziemlich das wunschkind vieler Eltern zu haben: Liest, wenig am PC etc. Also ich liebe auch Sci-Fi und habe keinen Schaden genommen. Meiner Meinung nach kann Literatur Fast nie schädlich sein (ausnahme vllt "Mein Kampf" etc.)


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