Frage von Fred4u2, 338

Ist Falschgeld kaufen strafbar?

Macht man sich strafbar wenn man gut gemachtes Falschgeld kauft? Je nach Qualität wird es im Internet zum Verhältnis von etwa drei zu eins angeboten. Der Hersteller macht sich strafbar, weil er das Copyright der EZB verletzt. Und ich würde mich strafbar machen wenn ich mit dem Falschgeld bezahlen möchte, aber wäre bereits der Kauf und Besitz dieses Falschgeldes eine strafbare Handlung?

Antwort
von FrageSchlumpf, 242

hmm, viele Meinungen hier. Wenn ich mir den verlinkten § 146 StGb so durchlese würde ich sagen, dass der Besitz z.B. zum Zwecke der Sammlung oder für Schulungszwecke nicht strafbar ist. Der Nachweis dieser Absicht dürfte allerdings außerordentlich schwer fallen.

Hier könnte auch der Verkauf und Herstellung u.U. glaube ich straffrei sein, wenn z.B. die Fälschung an sich gut ist, aber dennoch als solche leicht erkennbar ist.

Ich meine aber, dass das unwissentliche in Umlauf bringen regelmäßig straffrei bleibt, wobei aber das Falschgeld beschlagnahmt und nicht ersetzt wird. Zumindest erscheint das für mich durchaus plausibel, dass man als Laie, gerade bei ausgezeichneter Ware, durchaus "gutgläubig" und damit straffrei Besitzer und in Umlauf setzer sein kann.

Wenn man natürlich im Internet einen 300 Euro-Schein für 100 Euro kauft :-)

oder einen 20 Euro-Schein für 15 Euro kann wohl kaum mehr argumentieren, dass einem nicht der Gedanke kommen konnte/musste, dass da etwas nicht stimmen kann.....

Antwort
von Traveller24, 263

Auch das Ankaufen von Falschgeld ist laut § 146 Absatz 1 Nr 2 des Strafgesetzbuches strafbar, wenn man es ankauft um es später als Falschgeld zu benutzen. Und wenn Du beim Ankauf erwischt wirst bzw Deine Daten beim Hopsnehmen eines Fälschers auftauchen, dann wird Dir niemand glauben, dass Du das Falschgeld zu Forschungszwecken gekauft hast.

Die Strafe ist übrigens die gleiche wie für das Fälschen selbst: Mindestens 1 Jahr Knast.

Antwort
von MagicalMonday, 250

Ja sicher, denn du bezahlst den Fälscher ja.

Antwort
von Amtsschimmel25, 199

Du betreibst damit Beihilfe zu Geldwäsche. Allein dass ist strafrelevant. Der Besitz von Falschgeld ist ebenfalls strafbar.

Ein weiterer Hinweis, die EZB hat kein Copyright auf Geldscheine, sondern die Vervielfältigung dieser ist aufgrund anderer rechtlicher Regelungen verboten.

Kommentar von Fred4u2 ,

Wer hat denn das Copyright auf die Geldscheine? Es ist doch ein Copyright-Symbol vor den Buchstaben BCE ECB ЕЦБ EKP EKT EKB BCE EBC auf den Euro Banknoten. Somit wäre eine Fälschung ein Copyrightverstoß.  http://www.eur.nl/ub/en/copyright\_information\_point

Kommentar von Amtsschimmel25 ,

Banknoten sind weder durch das nationale, noch durch das internationale Urheberrechtsgesetz geschützt. Urheberrechtlich geschützt sind dagegen einzelne auf den Banknoten abgebildete Werke, sofern sie nicht erkennbar als Teil der Banknote reproduziert werden. Die urheberrechtlich geschützten Werke dürfen nur mit Genehmigung des Urhebers wiedergegeben und bearbeitet werden.

Kommentar von vitus64 ,

Das hat weder etwas mit Geldwäsche noch mit Copyright zu tun.

Der Erwerb von Falschgeld ist grundsätzlich strafbar, da der Gesetzgeber davon ausgeht, dass jemand, der sich Falschgeld beschafft, dieses auch in Verkehr bringen möchte.

Und mit dieser Einschätzung wird der Gesetzgeber wohl auch in den allermeisten Fällen richtig liegen.

Antwort
von ProfDrPrivDoz, 167

ja das wäre ja dann ein ankauf und demnach ein handelsgeschäft siehe dazu:

https://www.strafrecht-bundesweit.de/strafrecht-blog/falschgeld-kauf-im-darknet-...



Das Inverkehrbringen von Falschgeld ist nach § 147 StGB eine Straftat und wird mit einer Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft. Da bereits der Versuch strafbar ist, muss mit den Blüten noch nicht einmal etwas tatsächlich bezahlt worden sein.

Während das Einkaufen im Darknet in den vergangen Jahren noch als relativ sicher galt, haben die Ermittlungsbehören inzwischen aufgeholt. Die Landeskriminalämter, ebenso das Bundeskriminalamt, haben technisch, personell und auch hinsichtlich der Informationsbeschaffung aufgerüstet. Käufer können sich (nun) nicht (mehr) in Sicherheit wähnen und müssen selbst dann mit strafrechtlichen Folgen rechnen, wenn sie die Blüten über heimliche Kanäle im Internet unter Verschleierung ihrer Person beispielsweise mit Bitcoins bezahlen.



Antwort
von PatrickLassan, 134

Der Hersteller macht sich strafbar, weil er das Copyright der EZB verletzt.

Nein, er macht sich strafbar, weil er gegen § 146 Strafgesetzbuch bzw. entsprechende gestezliche Normen in anderen Staaten verstößt.

§ 136 Abs. 1 Nr. 2 StGB dürfte für dich besonders interessant sein.

https://dejure.org/gesetze/StGB/146.html


Antwort
von rudelmoinmoin, 116

und was willst du damit ? mit das Wertlose Geld, auch der Besitz ist Strafbar 

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