Ich peil das sowas von nicht. Also wir betrachten den Menschen jetzt mal aus der Seite der evolution aus. Und zwar... Laut der evolution setzt sich durch immer der stärkere durch, der schwächere stirbt aus. Warum engt sich die Menschheit dann in gesetzen ein und warum gibt es strafen für zb. mord? Klar, muss mord bestraft werden aber evolutionstechnisch gesehn ist der mörder doch der bessere weil er stärker sind als seine Opfer, er vermehrt sich und sein erbgut wird dann im laufe der jahre irgendwann die nächste ebene einer höheren evolutionsstufe geben. Bspw. ein Mensch mit einem jagdinstinkt gleich einem raubtier und der intelligenz von eben einem Menschen. Doch durch sowas wie jetzt passiert würden wir doch theoretisch uns nicht weiter entwickeln oder negativ weiter entwickeln besonders da durch die moderne medizin eine natürliche selektierung bei der spezies mensch fast nicht mehr vorhanden ist da wir ja medizinisch entgegen wirken. Dadurch das wir keine selektierung indem sinne haben vermischt sich unser erbgut mit erbgut was eigendlich dazu bestimmt war gleich nach geburt oder noch vor der geschlechtsreife zu sterben. Wieso ist dann alles so wie es ist? Evolutionsmäßig macht es garkein sinn!
Die Evolution ist natürlich auch für den Menschen gültig, aber sie wirkt in langen Zeiträumen. Die Meinung, "der Stärkere setze sich durch" ist ein Mißverständnis, eine falsche Auslegung der Gesetze der Entwicklungslehre. Etwa kann eine Mutation, die zu einer Farbveränderung führt (schwarzes Fell) das Überleben der Art in einer bestimmten Umwelt beeinflussen, etwa, weil Tarnung jetzt besser oder schlechter möglich ist: alle Tiere, die im Schnee leben, sind weiß. Aber sind schwarze Kaninchen "stärker" oder "eher mordlustig" als weiße??
Das Gesetz der Evolution spricht von einem "Überlebensvorteil", und das kann für eine Art das gruppendynamische altruistische Verhalten sein, für eine andere Art eine Vervollkommnung des Raubtierverhaltens. Aber auch bei Raubtieren hat die Nützlichkeit aggressiven Verhaltens Grenzen.
Dagegen ist die Gesamtheit der menschlichen Kultur (die Gesetze gehören dazu, auch wenn man dies manchmal bezweifeln möchte) "unbiologisch", eine in der Natur sonst nirgends anzutreffende Entwicklung. Der Mensch erwirbt Wissen, das er an nachfolgende Generationen weitergeben kann, Tradition. Er ist nicht darauf angewiesen, auf eine Mutation zu warten, die ihm ein nützliches Instinktverhalten beschert.
Der Gedanke ist aber vollkommen richtig, daß manche zivilsatorische Errungenschaften (und Gesetze)fragwürdig sind, die die Gesetze der Evolution aushebeln. Etwa die Erscheinung, daß intelligente Paare statistisch weniger Kinder haben, daß Personen mit kranken oder nachteiligen Genen (etwa erblicher Schwachsinn) sich ungebremst vermehren können. Dagegen spielt es weniger Rolle, ob menschliche Gesetze festlegen, daß heute auch Babies mit schweren Defekten aufgezogen werden, so lange sich solche Menschen eher nicht fortpflanzen.
Daß die europäischen Völker wegen Kinderarmut weltweit aussterben, ist ebenfalls ein "zivilatorischer" Eingriff in die Evolution, denn sie haben sich im Laufe der Geschichte ansonsten als überlebenstüchtig erwiesen.

Warum sollte der stärkere denn ausgerechnet derjenige sein, der mehr Kraft oder mehr Mordlust aufweist, warum nicht Stärke in Form von Gesundheit oder Intelligenz? Ich finde, du siehst das zu vereinfacht.
Ich rede zb. von geburt an benachteiligte kinder, auf natürlichem wege wären viele von ihnen während der geburt oder direkt danach gestorben. Frühgeburten zb oder babys mit behinderung. Das hat die evolution doch bestimmt so gewollt das ihr erbgut im sand verläuft oder?
dann hat sich die evolution geändert,dass darf sie..
gottesanbeterin am 31. Oktober 2009 20:58 Die Evolution hat aber auch dafür gesorgt, daß wir(die Menschen oder die Menschheit) Dinge finden oder erfinden können, die "Mängel" ausgleichen oder beseitigen, ist also genauso dafür verantwortlich, dass nicht mehr nur die körperlich Stärkeren überleben.
Evolution ist natürlich folgt durch mutation und selektion quasi auslese!
Die gesetzte machen wir nur weil uns unser gehirn uns definitionen vorschreibt die wir verteidigen wollen!
die Evolutionstheroie ist auch von einem menschen aufgestellt worden und daher hat sie auch lücken für menschne!
also ist sie ebenso fehlerhaft wie alles andere?
Evolution ist ein Prozess und selbst wenn es kein Prozess wäre sondern es eine Personifikation gäbe, wäre dieser die Menschheit so was von egal. Es gibt sogenannte evolutionäre Sackgassen. Vieleicht befindet sich die Menschheit in einer solchen. Manche Dinge sind kurzfristig vieleicht egal oder sogar von Nutzen, bringen langfristig gesehen aber eher Schaden. Aber um das nochmal klar zu stellen. Evolution will nichts. Sie strebt kein Ziel an und ein Erfüllungsgehilfe menschlicher Wünsche ist sie schon gar nicht. Das eine Erbgut vermischt sich mit dem anderen. Evolution bestimmt gar nichts zum aussterben. Wenn der Träger eines Erbgutes bis zur Reproduktion überlebt hat, dann wird das Erbgut wohl gut genug sein um unter den gegebenen Umweltbedingungen einen überlebensfähigen Nachkommen zu zeugen.
Das ist, als ob du fragen würdest, ob wir mit etwas weniger Schwerkraft nicht besser dran wären. Schwerkraft ist ein Prinziup, ein Naturgesetz und der Entdecker heisst Newton. Evolution ist ein Prinzip, ein Naturgesetz und der Entdecker heisst Darwin. (Zumindest wenn man das Wort "Entdecker" nicht überstrapaziert. Schon Dinosaurier kannten Schwerkraft. Sie hatten nur keinen Namen dafür ;-) ).
JoeWied am 29. Oktober 2009 15:27 Ein Prozess besteht aus Prozess-Schritten. Definiere die mal für Evolution und du wirst fasziniert sein, dass es mit einer Personifikation beschrieben ist...

Deine Frage zielt irgendwie Richtung 'Sozialdarwinismus' und irgendwie ist Dir wohl nicht klar, dass es in 21. Jahrhundert andere Parameter gibt als noch vor 10.000 Jahren. Die letzte Selektierung erfolgte wohl beim Neanderthaler, der dem auftretenden Homo Sapiens nichts entgegenzusetzen hatte. Wenn wir uns heute angucken was zaehlt, dann sind das sicher Dinge wie Wirtschaftskraft, Infrastruktur und Bildung, nur deshalb sind wir z.B. in Europa so erfolgreich. Jetzt stellen wir uns mal Deine Vorstellung von 'ueberlegen' (ein Begriff den es meiner Meinung gar nicht mehr gibt) an, dann waeren Buschmaenner Dir sicher bei weitem ueberlegen, da sie in einer Halbwueste (Kalahari) leben, wo Du bereits nach wenigen Tagen sterben wuerdest. Weiterhin waere der Kleinkriminelle mit einem Messer 'ueberlegen' weil er Dich ja einfach abmurksen koennte. Entscheidend ist doch nicht die physische Staerke, Aussehen oder das staerkere Abwehrsystem, heutzutage muss man als Mensch, Land oder Gesellschaft langfristige, nachhaltige Strategien entwickeln um sich z.B. der Globalisierung zu stellen. Als Individuum hast Du auf lange Sicht nur eine Chance wenn Du Teil einer Gemeinschaft wirst, als Volk oder Rasse kannst Du Dich auch nicht durchsetzen, denn der Welthandel zwingt zur kulturellen Verstaendigung...
Aus dem Sein folgt kein Sollen, die Evolution und die Naturgesetze sind deskriptiv (Gesetzmäßigkeiten), Gesetze im juristischen Sinne normativ (Bestimmungen). Schließlich stellt die Evolution keinen Wert dar, über den man eine Norm oder ein normatives Gesetz begründen könnte, und da sie kein Ziel hat, gibt es auch kein Ziel der Evolution, das zu solch einer Begründung dienen könnte.

Die Evolution ist ein Vorgang und der ändert sich nicht. Die Umgebungsfaktoren, die erst die Richtschnur der Auslese definieren, ändern sich je nach Umgebung. Dazu gehört auch die Zivilistation.
Die Macht des Stärkeren hat solange nichts mit Evolution zu tun, wie es nicht für's Fortkommen nötig ist. Sind die Umgebungsfaktoren entsprechend gestellt, dann liegt logischerweise die Macht beim Stärkeren. Es kann aber auch Umgebungsfaktoren geben, die zB. eine stärkeren oder schwächeren Stoffwechsel bevorzugen, oder grössere Intelligenz verlangen oder gewisse kuluturelle, zivilisatorische Stufen verlangen. Hätten sich zB. die Inuit nicht kolonisiert und würden sich nicht in ihren Lebensraum einfügen, wie sie das taten, dann wären sie schon lange ausgestorben. Mit Stärke hat das schon lange nichts mehr zu tun. Möglicherweise ist die heutige Zivilistion nur mit komplizierten Gesetzen und Regulatoren überlebensfähig, sonst herschte schon lange Mord und Todschlag. Also wirken die Gesetze nicht entgegen der Evolution, sondern sind ein Teil davon.
Als Anmerkung vielleicht noch:das Recht des Stärkeren gibt es immernoch nur in veränderter Form.Nicht der körperlich Stärkste ist heute der Ranghöhere sonderen der mit dem meisten Gehalt.(zumindest in Europa).Menschen leben immernoch wie zu Urzeiten in Gruppen und in Hierarchien
JoeWied am 29. Oktober 2009 10:33 Und da bin ich eben nicht deiner Meinung. Wenn überhaupt ist es nicht der mit dem höchsten Gehalt, sondern jener mit dem grössten Vermögen. 'Bekommen' und 'Haben' ist nicht dasselbe. :-)
Es ist eine Definitionssache, wie du dem Kind sagst: 'Das Recht des Stärkeren' oder wie auch immer. Vielleicht wäre es besser zu sagen: Der Flexiblere oder Angepasstetste.
Bestreites Du ernsthaft das Menschen Hierarchien leben?
JoeWied am 29. Oktober 2009 15:24 Bekanntlich ist der Mensch ein Herdentier, demzufolge gibt es auch eine Rang/Hackordnung. Wobei es schon auch Menschen gibt, die individuell sind und auch nicht auf die Obrigkeit hören. Diese sind in der Regel für unserer Gesellschaft ausgegrenzt, in der Kiste, im Irrenhaus oder sonstwo separiert. Aber mit dem vorliegenden Thema hat das nicht viel zu tun.
Nur ein kleiner Disput über die Macht des Stärkeren in der heutigen Zeit,verzeih,ich konnte nicht wiederstehen..

aber der mörder tötet ja nicht, um zu überleben, sondern weil er/sie einen schaden haben...das ist ja keine natürliche selektion, der mörder ist ja nicht besser an bestehende umweltverhältnisse angepasst, weil er sich jetzt ein messer nimmt und jemanden umbringt....
Ich sehe nicht die Gefahr in den Gesetzen sonder der Medizin. Mit einer schweren Krankheit konnte man sich nicht Fortpflanzen da man davor gestorben ist. Heute ist es möglich seine schlechten Gene weiterzugeben. Ich möchte aber in keiner weise auf unsere Medizin verzichten. Hier ist gesamt eine Abwägung zwischen Evolution und Kultur (Medizin) zu treffen was für die Menschen besser ist.
Diese findet doch statt."unwertes Leben"gibt es nicht mehr. In Afrika findet übrigens diese,vom Fragesteller begünstigte Selektion heute noch in einer sehr drastischen Form statt.Das seit Jahrtausenden,aber wo findet ihr das Leben lebenswerter?Im dekadenten,verfallenen Mitteleuropa etwa?
JoeWied am 29. Oktober 2009 15:28 Na so einfach ist es nicht... Auch früher wurden Krankheiten weitergegeben und weitervererbt.
Es gibt Gesetze, die auf die Werte der "westlichen Welt" aufbauen, weil wir uns zu einer Zivilisation entwickelt haben.
Was nicht förderlich für die evolution ist
wieso die findet doch weiterhin statt
wir wirken doch entgegen
keinesfalls nur das die Auslese sich jetzt geändert hat findet doch eine selektion weiterhin statt,eine art (mensch)breitet sich nur besser aus weil die bedingungen zum überleben sich gebessert haben,trotzdem gibt es eine auslese, nur nicht nach deinen kriterien

vielleicht wärst du ja schon gar nicht mehr am leben, wenn es keine gesetze gäbe.
ich finde, das hat schon alles seinen sinn.
evolution schön und wichtig - aber das ist natur.
gesellschaftliches verhalten ist kultur.
Vielleicht wäre es aber besser wäre ich nicht am leben da mein erbgut einfach zu schwach für die spezies mensch ist, vielleicht sind wir irgendwann abhängig von unseren maschienen und geräten die wir entworfen haben und unser erbgut ist so schlecht das nur sie uns noch am leben halten
diemeggie am 27. Oktober 2009 01:47 erbgut und maschinen verhalten sich wie äpfel zu birnen :)
das hat damit wenig zu tun. dein erbgut kann nicht schlecht sein, sonst wärst du nicht da. die natur kann nämlich auch schon im embrionalstadium 'selektieren'.
Mal abgesehen davon gibt es kein "gutes" oder "schlechtes" Erbgut. Es überleben im statistischen Mittel die Arten am ehesten (aber auch nicht sicher), dessen Anpassungen am idealsten zu den Gegebenheiten des Lebensraumes passen. Ändern sich die Bedingungen, kann die vermeindlich "stärkste" Art plötzlich die Schwächere sein. Evolution erfolgt nicht zielgerichtet, sondern zufällig. Wenn nix bei raus kommt, interessiert es die "Natur" herzlich wenig. Wenn unsere Rasse die Möglichkeit hat, Schwächeren das Überleben zu sichern und sich auch dafür entscheidet, kannst du dieses Verhalten ebenso als das Ergebnis einer Jahtausende langen Entwicklungsgeschichte sehen, also als einen sozial-evolutiven Prozess.
das ist schon sehr komplex,aber genaugenommen verwechselst Du jetzt Evolution mit dem Grad der Zivisilation..
neee, weil durch die zivilisation entsteht es ja erst das wir der natürlichen selektierung entgegen wirken
Nein,eine Selektion findet weiterhin statt nur das der Mensch mit dem Grad der Zivisilation anders selektiert.Jetzt haben auch körperlich schwache aber hochintelligente eine Chance zu überleben WEIL es der Gesellschaft nützt
der gesellschaft ja, dem biologischem organismus aber nicht
Und wer entscheidet das?
die natur
wieso jetzt können mehr überleben und die "Natur"gibt es nicht,die Evolution geht weiter,bitte bei Wikipedia genau lesen..
Sehr schön. Die beste Antwort hier!
Und auch hier ein Verwechseln von Zivilisation und Evolution.So schön das auch geschrieben ist eine Selektion findet weiterhin statt,durch die Ausnutzung aller Faktoren ist es für die Gattung Mensch derart günstig auf eine strengere Auswahl zu verzichten.Unser Grad an Zivilisation spielt dabei,zugegebener weise auch eine Rolle.Wir sind nunmal das höchstentwickelte Wesen.Trotzdem haben wir ein genetisches Raster in dem wir uns bewegen.Gesetze(welche?)Naturgesetze wie Hitze und Kälte,unwirkliche Gegebenheiten können wir abmildern.Das ist ein weiterer Vorteil der Ausbreitung des Menschen.Auch wenn wir ja zu Kindern mit erbl.Schwachsinn sagen,findet trotzdem eine Selektion statt.Nur im umgekehrten Maße.Der Mensch kann es sich leisten weil davon seine "Art" nicht bedroht wird.Bei einer völlig veränderten Umwelt oder Ressourcenknappheit könnte es auch anders sein.Jetzt ist es nicht der Fall.Wir leben heute und jetzt.Und so findet eine Auswahl statt.Wie sie morgen aussieht können wir nicht erahnen.