Lasher am 06.11.2007 um 19:09 Uhr

Ja, ganz eindeutig. Im Zeitraum von 1995 bis 2005 ist die Gewalt durch Jugendliche um 100% gestiegen. Gründe gibt es Viele, hier seine nur Einige genannt:
Jugendliche wissen heute nicht mehr, wie sie sich sinnvoll beschäftigen können (ohne daß Langeweile aufkommt)
das familiäre/soziale Umfeld trägt ebenso mit dazu bei wie falsche Erziehung,
die Gewalt in Videofilmen und Computerspielen, die den Jugendlichen trotz aller gegenteiligen Versuche immer wieder zugänglich gemacht werden,
um ja nicht als Außenseiter der "Freunde" dastehen zu müssen,wird auch Illegales und Gewalt zumindest billigend in Kauf genommen,
trotz aller Verbote: Der Alkohol- und Drogenkonsum unter den Jugendlichen boomt, damit sinkt auch die Hemmschwelle.

Jein. Allgemein scheint nach den Statistiken die Zahl der Gewalttaten zurückgegangen zu sein. Allerdings ist die Intensität der Gewalttaten grösser geworden. Wo es vor einigen Jahren höchstens Handgreiflichkeiten gab, wird heute schon gestochen und geschossen. Die Hemmschwelle gegenüber tiefgreifenden Verletzungen und Tötungen scheint geringer geworden zu sein.

Auf jeden Fall! Sachbeschädigung und Diebstahl ist selbst in unserem kleinem Dorf durch die Jugendlichen kaum zu bremsen. Gründe wurden hierzu schon reichlich genannt.
Selbst die Jugendlichen aus der "sprichwörtlichen" Langeweile herauszuholen scheitern kläglich. Vereine und Angebote gibt es auch bei uns genug! Jedoch ist die Jugend heutzutage zu nichts mehr aufzuraffen. Nicht mal mit "Lockangeboten".. Sobald die Kids mal 13-14 Jahre alt sind, verschwindet die Lust an Vereinen und weg sind sie, eigene Wege gehen, Freiheit und machen was man will. Leider geraten dabei manche eben an die Falschen und werden auch noch mitgezogen.
Ich glaube das ist keine Meinungsfrage, sondern die kann man ganz klar und zwar über konkrete Untersuchungen zu dem Thema mit "JA" beantworten.
Hätte man auch als Umfrage starten können. Ich bin der Meinung JA - die Gewaltbereitschaft hat zugenommen. Einer der Hauptgründe ist oft, dass in der heutigen Zeit meistens beide Eltern berufstätig sind. Den Kindern fehlt dadurch oft die notwendige Aufmerksamkeit der Eltern, welche sie durch das Ärgern anderer denken wieder zu bekommen. Ein weiterer Grund liegt allgemein auch in der Erziehung, bei der viele Eltern heute leider - auch wenn sie sich dies nicht immer eingestehen wollen - oft überfordert sind. Die Kinder dürfen dann tun und lassen was sie wollen, werden von den Eltern nicht in ihre Schranken verwiesen. Dann gibt es Eltern die auch viel zu viel zu lassen ohne großartig einzuschreiten, anstatt den Kindern Grenzen aufzuzeigen bzw. zu vermitteln. Schließlich gibt es natürlich auch den Umgang mit Kindern aus anderem Elternhaus, die schon entsprechend "verzogen" sind, an denen sich dann die eigenen Kinder womöglich ein schlechtes Beispiel nehmen und orientieren.
Es sollte in der Erziehung einfach ein gesundes Mittelmaß gefunden werden, um die Kinder sinnvoll zu beschäftigen und ihnen sinnvoll zu vermitteln warum dies oder jenes falsch bzw. richtig ist.
Eindeutig JA ! Gewaltfreie Konfliktlösungen werden als Schwäche gegenüber dem Kontrahenten angesehen, man will ja nicht als Looser dastehen, deshalb wir geschlagen und getreten, auch verbal beleidigt,teilweise bis der Arzt kommt.Das spiegelt meiner Meinung nach auch den allgemeinen Werteverlust und die mangelnde Achtung vor dem Leben und der Gesundheit anderer in der Gesellschaft wieder. Meist reagieren Jugendliche aus sozial benachteiligten Familien besonders brutal und aggressiv. Sie haben halt nie anders gelernt mit Konflikten umzugehen. Endstation Jugendknast und Beginn einer kriminellen Karriere, die wenigsten finden einen Ausweg aus dem Teufelskreis aus Hass und Gewalt.

Ja, und zwar wegen der dauernden Konfrontation der Kinder und Jugendlichen mit Gewalt. Das erfolgt in Computerspielen (ich hör' schon das Geschrei), Gewalt- und Actionvideos und so weiter. Das wirkt sich aufs Gehirn aus - im wahrsten Sinne des Wortes.
Literatur dazu: Manfred Spitzer: Vorsicht Bildschirm.
Spitzer ist einer der führenden Neurobiologen, er ist Psychiater (Mediziner) und promovierter Philosoph - will sagen, er weiß, was er redet und schreibt.
Shag d'Albran
Das Problem sind nicht die genannten Medien an sich, sondern vielmehr mal wieder die Erwachsenen, welche diese den Kindern zugängig machen. Ist das Gleiche wie mit Alkohol und Zigarretten, Kleinkinder und Jugendliche kommen viel zu leicht an diese Waren heran.
Eindeutig JA!!!Bin durch meine eigenen 4 Kinder zwischen 7 u. knapp 21 Jahren in den letzten Jahren immer bestens informiert u. weiß daher, was an den einzelnen Schulen "los" ist oder auch auf dem Nachhauseweg im Bus oder aber auch in der Freizeit "draussen". Da reicht es manchmal schon ...."der hat so schwul geguckt"...um verprügelt oder getreten zu werden. Mein ältester Sohn kam z.B, im Frühjahr an einem Spielplatz vorbei u. wurde Zeuge wie eine Gruppe von etwa 10 Jugendlichen (alle so zwischen 18 u.20 )kleine Kinder ärgerten, schubsten,anpöbelten. Mein Sohn stellte sich der Gruppe in den Weg u. forderte sie auf, die Kinder in Ruhe spielen zu lassen. Daraufhin gingen 2 der Jugendlichen auf meinen Sohn los,wurden handgreiflich u. als er am Boden lagen traten sie ihn mehrmals. Mein Sohn trug schwere Prellungen davon, mußte im Krankenhaus ambulant behandelt werden u. starke Schmerzmittel nehmen.Mal ganz abgesehen von der Kleidung,Brille u.MP3Player, die dabei kaputt gingen.Er erstattete Anzeige u.die Polizei konnte die Täter ermitteln.Jetzt erst, nach über einem halben Jahr bekam er Bescheid von der Staatsanwaltschaft...das Verfahren wurde wegen jugendtypischem Fehlverhalten eingestellt! Hat man da noch irgendwelche Fragen???Was muß geschehen, damit Jugendliche endlich mal für ihr Verhalten zur Rechenschaft gezogen werden?Die meisten wissen genau, dass ihnen nicht viel passiert in unserem Staat u. nehmen sich alles heraus.Im Übrigen:Schmerzensgeld etc. bekam mein Sohn bis heute keinen Cent, obwohl die Täter aus einer wohlhabenden Familie stammen.

Ja, ganz eindeutig hat sie zugenommen. Aber nicht nur die Gewaltbereitschaft auch die Gewaltformen werden immer brutaler. Arme Kinder und Jugendliche, die von ihren Eltern kein soziales Gewissen mehr vermittelt bekommen.

Ja aber das ist nicht bei allen Jugendlichen zu sagen! Das hat mehrere Ursachen natürlicher weisse. Von den Medien(Gewaltvideos, Nachrichten wo von Krieg oder von Ausschreitungen gesprochen wird, euch müsste auffallen wie oft davon geredet wird) und da bilden sich schon die meinungen!! Und meiner meinung ist die Erziehung an erster stelle. Die Eltern müssen aufklären, Sie müssen auf Ihr Freundeskreiss achten was auch sehr wichtig ist.Bei den meistens ist es der Freundiskreiss der einen auf die schiefe bahn bringt. Leider liegt es auch in der natur des menschen und die reihenfolge das zuerst das auftretenin den kopf kommt(Coole schuhe und klamoten, Partys und Mädels Coole Musik.......) Anstatt das die Interessen erst der Bildung gemacht wird.Warum kann sich ein 14Jähriger nicht zuerst fragen:''Was will ich eigentlich Ernsthaft machen wenn ich mal erwachsen bin oder was will ich eigentlich mal Studieren und dafür schon heute was zutun!!'' Anstatt:''Auf welche party gehe ich an diesem wochende und was für klamoten ziehe ich an. Eltern klärt eure Kinder auf aber nicht wie ein vorgesetzter sonder wie ein Freund. Jeder fällt viell. mal hin, es liegt aber nun an einem selber wie schnell er wieder aufsteht!! LG