Frage von Erina90, 179

Ist euch auch langweilig mit Kind?

Ich weiß es ist eine komische Frage aber ich habe jetzt viel im Internet gelesen und sehr viele Mütter gefunden denen mit ihren Kindern +Haushalt langweilig ist????

Da denke ich mir ....."mache ich etwas falsch?"

Ich habe zwei Kinder ...Die große ist 27 Monate (also 2 Jahre und 3 Monate) und der kleine ist 9 Monate alt. Und ich bin jeden Abend so kaputt das man für Freizeit eigentlich garkeine Zeit und vorallem Kraft mehr hat.

Bei uns heißt es 7 uhr spätestens aufstehen dann Frühstücken anziehen usw.

Dann gehen wir meistens raus und laufen einkaufen. (So kommen alle an die frische Luft und die große kann laufen )(Oder wir unternehmen was wie Zoo o.ä.) Dann einkaufen ,nach hause, kochen, essen und um 13 uhr spätestens die Kinder ins Bett. Währenddessen die Kinder schlafen ,räume ich die Küche auf und räume die Wohnung das erste mal auf. Zwischen durch die Wäsche in die Waschmaschiene,saugen usw. Wenn dann um 14 uhr 40/15 uhr die Kinder aufwachen gibt es ein kleines Vesper und dann gehen wir raus auf den Spielplatz oder was unternehmen. 18 uhr 30 Abendessen und der kleine geht um 19 uhr ins Bett Die Große um 19 uhr 30/20 uhr.

Nachdem die Kinder schlafen ist saugen angesagt aufräumen Wäsche aufhängen oder zusammen legen. Spülmaschiene ausräumen oder ähnliches. Das heißt ich habe am Tag max eine halbe Stunde für mich (wenn ich Glück habe ). Geht es jemanden genauso?
Wenn einige Mütter schreiben das sie sich den ganzen Tag langweilen und nicht ausgelastet sind dann weiß ich echt nicht was ich falsch mache.

Antwort
von teafferman, 14

Die Frage finde ich absolut nicht komisch. Sie beschäftigt unter dem Strich verschiedene Wissenschaftsbereiche. Wenn wir mal nach den Ursachen fragen. 

Grob und kurz ausgedrückt müssen wir Menschen wie alle anderen Tiere die Aufzucht unseres Nachwuchses erlernen. Wer diese Fähigkeit nicht erlernt hat akzeptiert zwar, dass in unserer Gesellschaft Mutterschutz besteht und gewisse Erwartungshaltungen, aber wie die Zeit zu füllen ist ist unbekannt. Eben nicht erlernt. 

Als Hintergrund für diese Tatsache können verschiedene Fachbereiche manche Tatsache vorweisen:

Historiker weisen uns nach, dass unsere Vorfahren mal als Wirtschaftsflüchtlinge hier eingewandert sind. Während eines Wanderprozesses kann die Fähigkeit, ein Kind artgerecht zu versorgen, leicht verloren gehen. 

Hier angekommen wurde dann um Land und Macht gestritten. Alleine in den letzten 2.000 Jahren durchschnittlich alle 50 Jahre. Dass während Kriegszeiten die Fähigkeit verloren geht, sich angemessen um den Generhalt zu kümmern, leuchtet ein. 

Aus diesen Tatsachen haben sich bestimmte Vorstellungen entwickelt. 

Mit Beginn der Industriellen Revolution begann dann ein großer gesellschaftlicher Umbruch. Soweit es sich um materielle Dinge handelt hat die Gesellschaft sie leicht angenommen. Im nichtmateriellen Bereich lässt aber die Lernbereitschaft zu wünschen übrig. 

Ein Beispiel für diese Lernunwilligkeit ist hier in Antworten zu finden:

Wissenschaftler aus verschiedenen Fachbereichen haben uns vor Jahrzehnten anhand ermittelter Fakten nachgewiesen, dass das Baby und Kleinkind auf ihm gegenüber gelebte Softskills durch die erste Bezugsperson existentiell angewiesen ist, soll es sich gesund entwickeln und als erwachsene Person eine gesunde Psyche haben. Struktur und Regeln brauchen Pubertierende. 

Da es aber schwer fällt, sich von der Vorstellung zu verabschieden, kleine Kinder hätten noch keinen Wert, wird die Vorstellung verteidigt, sie hätten sich wie ältere Menschen an nicht vermittelte Vorstellungen anzupassen und ansonsten nicht zu stören. Den Pubertierenden wird dagegen jeder Wunsch erfüllt. 

Ergebnis: Die heutigen jungen Menschen sind ohne Fertigprodukte lebensunfähig. Zudem haben wir seit vielen Jahrzehnten die höchste Selbstmordrate bei den Pubertierenden. Dass immer mehr Ausbildungsplätze als Folge der erwachsenen Lernunwilligkeit unbesetzt bleiben mit allen gesellschaftlichen Folgen wird auch verdrängt. 

Ich gehöre noch einer Generation an, die zu einer Zeit aufwuchs, als Eltern für ihre Erziehungsfolgen gesellschaftlich zur Verantwortung gezogen wurden. Gesellschaftlich sei hier von rechtlich zu unterscheiden. Denn rechtlich haben wir durchaus manche Fortschritte gemacht. 

Wenn ich mir die Zustände in heutigen Kitas und Schulen ansehe, dann wird mir vor Scham schlecht. Die Ursache liegt vor allen Dingen beim Elternhaus und sonst nirgendwo. Dabei erhalten Eltern in diesem Staat heute den weltweit dritthöchsten Steuerbetrag, um angemessene Erziehungsleistung zu erbringen. 

Lass Dich nicht abhalten. 

Außer, und Das ist jetzt rein persönlich, die Frage, ob es notwendig ist täglich einkaufen zu gehen und welche Auswirkungen diese Früherfahrung wohl auf Deine Kinder hat. 

Alternativ haben wir Spaziergänge mit den Kindern gemacht zu bestimmter Uhrzeit und den Kindern dann Geschichten / erfundene Märchen über das Umfeld erzählt. Heute gibt es dazu manche tollen Bücher, die im Alltag noch ausgeweitet werden können. 

Schaue mal diesbezüglich bei dradio im Archiv nach. Gebe in die Suchmaske ein 

Literatur für junge Leute

Einfach irre, welch tolle Sachen es heute gibt. 

Antwort
von 07Januar12Jonah, 68

Hey :) 

Ich kenne dieses ausgelastet sein nur zu gut und will mir eigentlich gar nicht vorstellen, wie es sein wird wenn meine Kleine auf die Welt kommt (27. SSW bin ich gerade). Mit meinem Sohn (4) läuft es zur Zeit eigentlich ganz entspannt: Mein Freund weckt ihn morgens, bevor er zur Arbeit geht. Ich mache währendessen Frühstück und muss zwischen durch immer noch nach Jonah schauen, ob er sich auch fertig macht, was meistens der Fall ist. Gegen 8 Uhr bringe ich ihn in den Kindergarten und ich fahre anschließend zur Arbeit. Um 12 Uhr hole ich ihn wieder aus der KiTa ab oder seine Großeltern übernehmen das und bringen ihn nach Hause. Ich koche dann für uns, anschließen essen wir gemeinsam und danach will Jonah noch kuscheln (er ist extrem anhänglich zur Zeit), wobei er immer einschläft. Währendessen erledige ich den Haushalt. Wenn Jonah wieder aufwacht, beschäftigt er sich entweder selbst oder muss beschäftigt werden. Ich gebe ihm dann immer irgendwelche Aufgaben (wie beim Spülmaschine ausräumen helfen oder Wäsche aufhängen). Manchmal müssen wir auch noch einkaufen, gehen auf den Spielplatz, Eis essen oder backen zusammen. Mein Freund ist meistens gegen 17 Uhr zu Hause und dann beschäftigen wir uns noch gemeinsam mit Jonah oder gehen Abends essen. Um spätestens 20.30 Uhr geht Jonah ins Bett. Danach haben mein Freund und Ich Zeit für uns.

Kümmert sich dein Freund denn auch mal um EURE Kinder? Mein Freund und Ich haben beispielsweise ausgemacht, dass wir gemeinsam 1x im Monat einen kinderlosen Abend verbringen UND jeder von uns 1x alleine mit Freunden weggeht und der jeweils anderes auf die Kinder aufpasst. 

Kommentar von Erina90 ,

Ja mein Mann liebt seine Kinder . Und er würde auch sehr gerne mehr Zeit mit ihnen verbringen. Er ist aber leider selbstständig und seine Arbeitszeiten sind 7 uhr 30 - 22 Uhr. Um 22 uhr schlafen die Kinder natürlich schon. Viel Zeit bleibt uns da nicht , da ich um 22 uhr schon ziemlich kaputt bin.

Kommentar von Erina90 ,

einen Babysitter haben wir nämlich auch nicht :-(

Kommentar von 07Januar12Jonah ,

Und was ist mit den Großeltern, können die nicht mal auf ihre Enkel aufpassen? Meine Großeltern machen das beispielsweise sehr oft, weil ihnen immer langweilig ist, so als Rentner.

Kommentar von Erina90 ,

Ich komme ursprünglich aus Berlin und wohne seit 8 Jahren in Stuttgart. Meine ganze Verwandtschaft wohnt noch in Berlin. Von meinem Mann die Eltern sind schon über 80 und haben ständig Angst etwas falsch zu machen. Sie sagen auch selber das sie nicht aufpassen möchten. Sie sind halt alt und krank und rennen von einem Arzt zum anderen. Wir haben niemanden.....Ich bin IMMER mit den Kindern alleine. :'(

Kommentar von AuroraBorealis1 ,

@Erina

Wie du schon selbst schriebst, ist es ja kein Dauerzustand. Es wird immer leichter.

Wenn man sich für Kinder und Familie entscheidet, sollte man nicht nur die Filetstücke sich rauspiecken ( Kind als Status, Kind nach der Arbeit, usw) bzw nur sehen. Familie und Kinder heißt alles, das Leichte wie das Schwere....

Antwort
von sacredrain, 78

Kleine Kinder benötigen natürlich viel Betreuung, da ist man schnell ausgelastet, wenn man sich alleine um sie kümmert. Ganz anders sieht das schon bei älteren Kindern aus, die zuerst halbtags in die KiTa (was ich für soziale Kontakte wichtig finde) und später ganztags in die Schule gehen. Dann ist man als Hausfrau schnell drei bis acht Stunden komplett alleine daheim und muss sich beschäftigen. Mir würde dann auch die Decke auf den Kopf fallen, weswegen ich definitiv zügig wieder in den Beruf zurückkehren werde, sofern ich denn mal Kinder habe, um nicht den berühmten Hausfrauen-Koller zu bekommen.

Kommentar von AuroraBorealis1 ,

viele Mütter warten noch nicht mal bis die Kinder älter sind, sondern würden diese gleich am liebsten ein Tag nach der Geburt in die krippe abgeben

Kommentar von sacredrain ,

Das nennt sich dann Überforderung. Nicht jede Mutter hat ein Partner an der Seite oder ein Umfeld, welches sie unterstützt. Und von Unterhaltszahlungen alleine kommt man nicht über die Runden, sofern der Vater denn überhaupt regelmäßig zahlt. Diese Frauen müssen ihr Kind direkt nach dem Mutterschutz in irgendeine Obhut geben, um Geld verdienen zu können, ob sie wollen oder nicht.

Ein anderer Grund, weswegen manche Mütter ihre Kinder ''abschieben'' wollen, sind Wochenbettdepressionen. Darunter litt etwa auch meine Mutter, sowohl nach meiner Geburt und wie auch nach der meines Bruders. Sie hat als eine Art Selbsttherapie schnell wieder gearbeitet, einfach um die sozialen Kontakte aufrecht zu erhalten und vorallem um Rückmeldung zu bekommen, wie sie auf andere wirkt, also ob sie sich gesund und normal benimmt. Dazu sind Kinder ja gar nicht in der Lage. Meine Mutter hat also halbtags gearbeitet, auf mich hat zuerst meine Oma aufgepasst, mit drei bin ich dann in den Kindergarten.

Ich glaube, ich habe genau deswegen so ein gutes Verhältnis zu meiner Mutter, eben weil ich von ihrer Depression auf diesem Weg nichts mitbekommen habe und sie nach der Arbeit immer sehr ruhig und gefasst gewirkt hat.

Antwort
von ragglan, 46

Ich glaub dir gern, dass du keine Zeit für Langeweile hast, mit zwei kleinen Kindern zu Hause. Wie schaut das aus, wenn beide im Kindergarten oder Grundschule sind? 

Wenn du merkst, dass dir etwas fehlt neben all dem "Kinderkram" und Putzen? 

Hast du dir schon Gedanken darüber gemacht, was du den Vormittag so machen willst? Außer putzen? Na gut, putzen kann auch eine Sinnerfüllung sein. Aber vielleicht ist das für manch andere nichts, ihnen fehlt der Anspruch und wissen nicht, wie sie sich selbst zusätzlich in den eigenen Alltag organisieren können, so dass sie sich nicht bloß als Mutter und Putzfrau fühlen.

Wenn du ein erfülltes Leben hast, in dem du dich voll wiederfindest, dann sei Dankbar.

Nebenbei, niemand schiebt eine Verantwortung ab, wenn er/sie das eigene Kind in eine KiGa gibt. Oder auch aus Zeitmangel oder meinetwegen auch aus Bequemlichkeit mal zu einem Fertiggericht greift. Ich bin der Ansicht, dass ein Kind den Kontakt zu Gleichaltrigen, in einem eigenen geschützten Raum, benötigt, um sich zu einem sozialen Wesen in der Gesellschaft entwickeln kann. Das kann ein Kind mit Sicherheit auch, wenn es daheim gehalten wird, kann es mir aber nur schwer vorstellen.

Ich bin keine Mutter, die ihr Kind an sich kettet und mein Kind keines, welches der Mama ständig unterm Rock hocken muss, dennoch ist unsere Bindung stark. Dadurch habe ich durchaus einiges an Freizeit und hatte durchaus auch am Anfang, wo mein Kind Selbstständiger wurde und auch eigene Aktivitäten, ohne mich, hatte zeitweise Langeweile. Ich wusste nichts mehr mit mir anzufangen, zu sehr, zu lang war ich "nur" Mutter, Reinigungskraft und Pflegerin, ich hatte vergessen ich zu sein. Es taten sich Zeitlöcher auf, die gefüllt werden wollten. Auch fehlte mir ein gewisser intellektueller Anspruch, den ganzen Tag nur Kinderquatsch um die Ohren zu haben, kaum ein anderes Thema als das Kind und alles was dazu gehört, dann kann einem schon mal die Eigendiagnose Hirnzirrose durch den Kopf gehen ;)

Du machst das gut, bist sicherlich eine gute Mutter - auch wenn du dich nicht langweilst ;P machst also nichts falsch. Aber bitte schau auch hin und wieder nach dir ... ob du dich noch wiederfindest in all dem.

Kommentar von Erina90 ,

Klar wenn die Kinder im Kindergarten sind ist das nochmal was anderes. Dann wäre mir nach einer gewissen Zeit auch langweilig. Aber wenn die Kinder zu Hause sind?? Sobald die Kinder in den Kindergarten gehen, werde ich erst mal auch ein bißchen Zeit einplanen für mich und dann auch Stundenweise wieder anfangen zu arbeiten.

Kommentar von ragglan ,

Ja und? Was möchtest du jetzt für eine Antwort haben? Es gibt Menschen, die sind eben nicht ausgefüllt in der Situation.  Du sprichst von irgendwelchen Müttern aus dem Internet ... du bist ebenfalls jetzt im Internet, hast dafür also Zeit, ist doch okay. Die Mütter berichten davon, dass ihnen langweilig sei ... ja und? Langeweile ist eine Vorstufe der Entspannung, eigentlich nichts schlechtes. Bedeutet ja auch nicht, dass sie sich ständig langweilen.

Was möchtest du mit deiner Frage eigentlich erreichen? 

Kommentar von souvisou ,

Ja ich frag mich auch, was sie erreichen will. Wenn ich die kids um mich habe, ist mir manchmal auch langweilig. Aber wenn einem
Langweilig ist, bedeutet es nicht, das man nichts zu tun hat. Sondern man sitzt auf dem boden mit den kids und spielt, hat aber keine lust auf autos und dann wird es einem auch langweilig, obwohl mab was zu tun hätte. Also langeweile bedeutet nicht, eine schlechte mutter zu sein, oder das die wohnung wie einen saustall ausschaut. Es gibt auch mütter, die ihre sachen geregelt einplanen und dann somit bisschen mehr freie zeit haben und sich somit mehr ausruhen können und langweilen können. Mir ist sogar langweilig wenn ich am tv sitze. Ich checke die frage auch nicht so ganz weil es nun mal beides gibt und beides gut ist

Antwort
von souvisou, 42

Also ich finde, man kann es sich anders einrichten. Man muss ja nicht jeden tag saugen, oder wäsche waschen??? Ich kenne das mit dem Kleinen Kindern und ich hab das anders. 1. muss ich auch nicht jeden Tag raus bzw. mal in den Garten im Sandkasten spielen lassen, und dann draussen ein Buch lesen und ab und an ein Auge auf die Kinder haben ist schon viel Wert. Und einkaufen geht man auch nicjt jeden tag. Sondern solltet ihr eher einmal die woche einen grosseinkauf machen, sodas die kleinen dingen nur kurz eingekauft werden können, wenn etwas fehlt.

Dann könnt ihr auch mal so machen, (wenn du einen Mann an deiner seite hast) dass er auf die Kids schaut, während du am Samstag oder so den grosseinkauf machst. Oder ihr geht alle zusammen hin. Und deine Kids kannst du auch gut mal alleine spielen lassen. Wenn du denkst, das das nicht geht, doch das geht, kinder brauchen deine Ufmerksamkeit, aber sie müssen auch mal lernen alleine zu spielen. Gerade auch, dass die mutter mal zeit für sich hat. Wenm du was am Lap top tun willst, bedeutet das nicht gerade, dass du warten musst, bis sie schlafen. Dann kannst du dich auf das sofa setzten sie können im wohnzimmer spielen und du kannst mal das machen was du gerne willst. Dann bist du auch anwesend in ihrer nähe und sie fühlen sich nicht alleine.

Die Tochter meiner cousine ist ein bisschen älter als deine, aber sie kann sogar mal alleine im zimmer spielen, während dem sie was für sich machen kann.

Wenn das alles nicht geht, dann organisiere dir ein kindermädchen. Rede mit nahbarn oder familie ob sie es mal hüten, ohne von dir geld zu erwarten, wenn du es nicht finanzieren kannst.

Bei fragen kannst du dich gerne auch bei mir melden.

Liebe grüsse und alles gute.

Kommentar von souvisou ,

Okay. Ich habs ein bisschen falsch verstanden. Ich dachte du brauchst hilfe, wie du mehr zeit für dich gewinnen kannst. Also 1. ich finde es gut das du dich durch die kits beschäftigt fühlst. :) nun es kann einer mutter schon mal langweilig sein, wenn das wetter nicht gut ist, das kond gemütlich und alleine spielt und die mutter keine grosse lust hat da mit zu spielen und sich langweilt. Aber wenn du ja beschäftigt bist ist ja alles gut und wenn es dir damit gut geht

Kommentar von Erina90 ,

Ich muss jeden Tag Daumen da mein kleiner anfängt Brötchen zu essen und und das noch eine ziemliche Sauerei ist. Auch bei der großen geht noch was daneben. Das heißt nach jedem Essen heißt es saugen. Wäsche waschen muss ich auch fast jeden Tag da bei 4 Leuten extrem viel Wäsche anfällt. Den kleinen muss ich am Tag noch öfters umziehen. Mein Mann ist Fahrlehrer und wenn er im Sommer Motorrad fährt wechselt er auch öfters am Tag die T shirt s.

Kommentar von souvisou ,

Ja sauge schon, aber man muss da nur beim
Küchentisch wo man isst saugen und das ist ne sache von 10 minuten.
Und wenn du viel wäsche hast, kannst du es einteilen. Am montag und donnerstag die wäsche von den kids, am dienstag und samstag die wäsche von dur und deinem mann.

Und dein mann ist ja abends oder so zuhause. Und dann kann man auch mal sagen, das er mit den kids spielt und du dich ausruhen kannst.

Wenn du immer gleich nach dem ihr was gegessen habt alles abwischt oder in die Geschirrspühlmaschine tust, Dann musst du nicht abwaschen, wenn die kids ihren Nachmittagsschlaf machen.

Ich weiss wie anstrengend das alles ist, aber ich finde es gibt für alles eine lösung. Wenn du auch unter dem Tisch beim essen bei den Kids eine Matte legst, musst ndu nichtmal mehr saubsaugen sondern einfach die matte ausschütteln.

Also manchmal finde ich auch, das es nicht nur mütter gibt, die sich langweilen, sondern auch mütter, die einfach dinge tun, die man anders machen könnte, damit man für sich auch mehr freizeit hat, und dann nicht jammern muss, keine zeit für sich zu haben.

Also, es gibt für alles eine lösung :)

Antwort
von Goodnight, 34

Mir ging es auch so wie dir und andere Mütter hatten das auch so.

Wenn man sich engagiert und immer mit den Kindern etwas unternimmt, ist man richtig ausgelastet.

Langweilig ist denen, die mit ihren Kindern nichts anzufangen wissen und sich nicht mit ihnen beschäftigen wollen.

Antwort
von Graecula, 59

Manche Mütter langweilt eben dieser Tagesablauf, wenn er immer der gleiche ist. Oder anders gesagt: er füllt sie nicht aus. Um sich ausgeglichen zu fühlen, brauchen viele Mütter ihren Job zurück oder eben mehr Zeit für sich.

Ich kenne das auch: Bis der Kindergarten anfängt ist mein Sohn grad 6 (!) Wochen ohne Betreuung (zuvor war er bei der Tagesmutter). Wir unternehmen viel zusammen und die Tage sind voll, aber ich vermisse meinen Ausgleich in Form meiner Dozentenstelle an der Uni.

Jede, wie sie es braucht! Nur glückliche Mütter sind gute Mütter!

Kommentar von AuroraBorealis1 ,

Mag sein, aber viele Mütter setzen ihre Kinder dann eher an 2.Stelle und sind eher nur für den job da bzw denke sie, sie bekommen dort mehr Bestätigung / Aufmerksamkeit...

Kommentar von Graecula ,

Kennst du denn die "vielen" Mütter? Bei keiner berufstätigen Mutter steht das Kind an zweiter Stelle. Die Zeit mit dem Kind ist dann natürlich quantitativ weniger, aber nachgewiesen qualitativ hochwertiger. Mit Bestätigung und Aufmerksamkeit hat das (bei mir) auch nichts zu tun, einfach nur mit dem Voranbringen meiner Karriere.

Tatsächlich gibt es "viele" Mütter, die ihrem Kind immer unterbewusst die Schuld am Karriereende geben, wenn sie sich selbst zu sehr hinten an stellen. Das sind dann die unglücklichen Mütter.

Und: ich finde es sehr wichtig für Kinder, ab einem gewissen Alter andere Horizonte kennen zu lernen. Das ist maßgeblich für die Ausbildung der Persönlichkeit, den Umgang mit Menschen und die Bildung.

Kommentar von ragglan ,

>Nur glückliche Mütter sind gute Mütter!  

Genau :)

Kommentar von souvisou ,

Ja ich finde auch. Also ich kenne viele mütter und auch im der familie, die alle auch gerne mal arbeiten wollen. Das heisst nicht, das das kind an zweiter stelle kommt. Im gegenteil. Meine cousine hat ihr kind unerwollt bekommen. Sie wollte kinder, aber erst wenn sie ihre ergotherapeutin ausbildung fertig studiert hat. Nun war es anders. Da das kind im Herbst gekommen ist, hatte sie sich von da an ein Jahr auszeit genommen und dann bevor das Kind 1 wurde wieder im sommer am studium weiter gemacht. In der zeit ist das Kind, 2 Tage bei der einen grossmutter 1 tag bei der amderen grossmutter und 2 Tage in der Kita. Aber sie ist glücklich, sie strahlt immer, sie erzählt viel von der Kita (wird 3 Jahre alt) und sie freut sich riesig wenn ich sie besuche usw.

Ist da jetzt irgend eine vernachlässigung? Nein. Es geht ihr gut, die eltern nehmen sich Zeit für sie. Die mutter arbeitet an gewissen tagen sogar zuhause. Und sie gibt mir das kind am wochenende für ein Paar stunden ab und ich spiele mit ihr.

Sie wird geliebt und kriegt die anerkennung die sie braucht. Auch wenn sie mehrere stunden weg vin zuhause ist.

Dann gibt es kinder, die mehr ihre eltern brauchen die mehr fremden usw. Aber es gibt auch kinder, die abwechslung lieben und es geniessen mit anderen kids zu spielen, wieder bei der mutter zu sein oder bei anderen familien angehörigen.

Es ist sogar gesagt gewirden, das jede mutter ihre arbeit braucht oder mal auszeit von den Kindern, und das keinen Schaden an die Kids oder die Mutter andrichtet im Gegenteil. Die Kinder spüren, das die mutter wiedee voller energie ist, sie merken, dass sie einen guten Arbeitstag hatte. Und wenn die mutter sie abholt bei der Kita oder Oma, freuen sie sich riesig, und diese freude ist was positiv und solche glückshormone brauchen auch kinder.

Also nur zu, ich würde ab ner zeit auch gerne wieder arbeiten wollen, und mal ein oder zwei tage oder einen halben tag kinder frei zu sein und mich auf der arbeit mit den arbeitsfreunden zu amüsieren usw. :)

Kommentar von AuroraBorealis1 ,

Viele Mütter testen erstmal gar nicht aus, was ihr Kind braucht, sondern sie gehen gleich wieder arbeiten und das Kind muss sich anpassen. Die inneren Konflikte des frühen Abgebens sieht man meist erst später, wenn es um wirkliche Elterliche-kindliche gefühle / Bindungen ankommt...denn dann sind sie nicht so eng wie als wenn die Kinder in den ersten Jahren länger bei den Eltern blieben, statt sie gleich auf Abstand zu trimmen.

Kommentar von Graecula ,

selbst mein Sohn, der ein wirklich großes Bedürfnis nach Nähe hatte und hat, hat in der Tagesmutter eine wertvolle Bezugsperson gefunden. So viel Nähe, wie er bei mir bekommt, bekommen sogar Kinder von Hausmüttern selten (z.B. Familienbett). Er holt sich das dann halt nachts und außerhalb der Betreuungszeiten (aber auch bei der TaMu und nein, ich bin da nicht eifersüchtig ;) ). Ich kenne kein verschmusteres Kind als meinen Sohn und denke nicht, dass ein weniger bindungsorientiertes Kind Probleme hätte.


Ich fürchte, du siehst das alles zu sehr schwarz-weiß. Das Kind für eine gewisse Zeit abzugeben heißt nicht, es auf Abstand zu trimmen. Und eine enge Bindung entsteht auch so.

Und: ich würde niemals einer allein erziehenden Mutter einen Vorwurf machen, die Arbeiten gehen MUSS. Du scheinst das ja nicht so eng zu sehen.

Antwort
von AuroraBorealis1, 74

Du hast dich voll und ganz auf deine Kinder, Partner und Haushalt ausgerichtet. Damit hast du ein echt volles Programm, was ich auch richtig finde ( positiver Stress ).

Viele gelangweilte Frauen / Mütter schieben eher diese Aufgaben von sich weg ( zB durch KITA Betreuung ). Auch werden sie öfters zu Fertigprodukten greifen statt selbst zu kochen. Tja, und bei den ganzen Aufgabenabschiebungen / schnelllebigen Verhalten haben sie eben so viel Zeit, dass sie Langweile bekommen ....

Kommentar von Erina90 ,

Ich war echt erstaunt wie viele Mütter gelangweilt sind. vorstellen kann ich das mir nicht wirklich

Kommentar von AuroraBorealis1 ,

Ich auch nicht, wenn man wirklich für die familie und den Haushalt da ist. Es gibt ne Menge zu machen und zu organisieren. Desweiteren finde ich, dass wenn man alles mit den Kindern macht, die Bindung auch stärker ist, als wenn die Kinder und die Aufgaben abgeschoben werden. So sehen und erleben die Kinder sehr früh, was alles nötig ist um einen Haushalt und familie liebevoll in Schuss zu halten :)



Kommentar von AuroraBorealis1 ,

Leider ist es der allgemeine Trend die Kinder so früh wie möglich
abzuschieben und als Mutter entweder gleich wieder arbeiten zu gehen oder sich zuhause zu langweilen.

Das wird als modern bezeichnet und für die Kinder / familie und Haushalt da zu sein als altmodig abgwertet...

Kommentar von ragglan ,

Ja und so wird schön das eigene Rollenverhalten weitergegeben als das Einzig und Richtige. Was nicht unbedingt schlecht sein muss, wenn man sich ohne kneifen dazu entscheidet aber deswegen sind andere Lebenskonzepte nicht unbedingt schlecht oder nachträglich für ein Kind. 

Es kommt mir jedenfalls manchmal so vor, dass die eigenen optimierten Vorstellungen wie Kinder aufzuwachsen haben über den Lebenswirklichkeiten von anderen gestellt werden.

Auch ist die Bindung zwischen Kind und Eltern vorhanden, so oder so. Es gibt Kinder, die brauchen und verlangen auch solch eine Nähe, es gibt aber auch Kinder, die es nach draußen ... zu Anderen hin drängt, welche schon früh "Nestflüchtlinge" sind.

Ich bin der Ansicht, dass Kinder nicht an die Mutter gebunden zu werden, damit diese eine gesunde Bindung zu dieser haben umgekehrt muss auch keine Mutter an die Kinder oder Haushalt gebunden werden, damit diese sich als vollwertige Mutter fühlen kann, ohne "Verantwortungsabschiebungen".

Kommentar von AuroraBorealis1 ,

Stimmt schon aber dennoch denke ich mir, dass Nähe zu seinen Kindern, gerade in den ersten Jahren, wichtiger sind, als die Kinder so früh wie möglich abzuschieben.

Lies dir mal die 6 Stufen der Bindungen durch und da beginnt die erste stufe nämlich nicht mit Abstand :)

Kommentar von ragglan ,

Oh ja, was habe ich schon alles gelesen ^^  

Von welchem Alter sprechen wir hier? Auch ist es nicht stärkend für die Mütter, welche nicht anders können, als frühzeitig wieder arbeiten gehen zu müssen, zu lesen, dass sie schlechte Mütter sind und ihre Kinder schwer in ihrem Urvertrauen gestört aufwachsen müssen, weil sie mit 3 in den Kindergarten oder zuvor in eine Krippe gebracht wurden oder eben auch aus der Tüte kochen.

Kommentar von souvisou ,

Naja. Ich finde beides richtig. Ich finde es auf der einen seite gut, wenn das kind vielleicht mal so für ein paar stunden weggegeben werden kann. Aber das sollte meiner meinung nach nicht die ganze woche sein. Aber wiederum finde ich es nicht gut, wenn das kind immer die mutter oder der vater um sich hat, weil es so nie lernt, für den Kindergarten oder Schule, die mutter auch mal los zu lassen. Aber das lernt es ja auch schon, wenn es mal für 3 h bei der grossmutter ist oder so. Oder nur einen halben tag einmal in der woche in der kita ist. Das tut dem kind auch gut, viele möglichkeiten zum spielen und lernen mit anderen kindern um zu gehen. Also ich finde es gibt bei beiden seiten eine grenze :)

Antwort
von Viowow, 14

vielleicht haben die damen die sich langweilen, eine haushälterin.
ich hab zwar keine kinder, aber selbst mit ein paar tieren ist der tag gut ausgefüllt. so wie du es beschreibst kenne ich es auch von freunden mit kindern.

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