Frage von Minatohatake, 41

Ist es zu verstehn dass man nicht Scharf drauf ist, irgendwo arbeiten zu gehn wenn es 1 Stunde oder sogar etwas mehr von einem entfernt ist?

Hab da nähmlich vom Arbeitsamt so eine adresse bekommen und wenn ich da nein sage, kann das Arbeitsamt mich für 2 Monate Sperren.

Antwort
von tom691, 23

was erwartest du?  das man dir nur arbeitsstellen anbietet die 5 minuten fussweg haben, am besten noch 100000 € monatlich?

1 stunde anfahrt ist doch nichts ungewöhliches, zeih um wenns dir zuviel ist

wenn dir ein job nicht zusagt ist es eine einstellungssache von dir, aber kein amt oder kein arbeitsgeber wird verständnis haben wenn ein zumutbarer anfahrtsweg von dir als grund vorgeschoben wird weil du zu bequem bist

Antwort
von DerHans, 2

Eine Stunde Fahrtweg ist dir zuzumuten. Das ist heute gang und gäbe. Selbst innerhalb einer Großstadt ist ein Fahrtweg von einer Stunde durchaus üblich

Antwort
von Zicke1008, 22

Es gibt viele Menschen, die ihre Arbeitsstelle nicht vor der Haustür haben und weite Arbeitswege zurücklegen. Außerdem findest Du im SGB III folgendes:

(1) Einer arbeitslosen Person sind alle ihrer Arbeitsfähigkeit entsprechenden Beschäftigungen zumutbar, soweit allgemeine oder personenbezogene Gründe der Zumutbarkeit einer Beschäftigung nicht entgegenstehen.

(4) Aus personenbezogenen Gründen ist einer arbeitslosen Person eine Beschäftigung auch nicht zumutbar, wenn die täglichen Pendelzeiten zwischen ihrer Wohnung und der Arbeitsstätte im Vergleich zur Arbeitszeit unverhältnismäßig lang sind. Als unverhältnismäßig lang sind im Regelfall Pendelzeiten von insgesamt mehr als zweieinhalb Stunden bei einer Arbeitszeit von mehr als sechs Stunden und Pendelzeiten von mehr als zwei Stunden bei einer Arbeitszeit von sechs Stunden und weniger anzusehen. Sind in einer Region unter vergleichbaren Beschäftigten längere Pendelzeiten üblich, bilden diese den Maßstab. Ein Umzug zur Aufnahme einer Beschäftigung außerhalb des zumutbaren Pendelbereichs ist einer arbeitslosen Person zumutbar, wenn nicht zu erwarten ist, dass sie innerhalb der ersten drei Monate der Arbeitslosigkeit eine Beschäftigung innerhalb des zumutbaren Pendelbereichs aufnehmen wird. Vom vierten Monat der Arbeitslosigkeit an ist einer arbeitslosen Person ein Umzug zur Aufnahme einer Beschäftigung außerhalb des zumutbaren Pendelbereichs in der Regel zumutbar.

http://www.gesetze-im-internet.de/sgb_3/__140.html

Antwort
von Peter42, 31

Dass man da "nicht scharf drauf" ist, kann wohl so mancher nachvollziehen. Aber das Leben ist kein Wunschkonzert, andere haben auch nicht ihre Arbeit direkt an der nächsten Ecke, und Umziehen könnte man ja vielleicht auch.

Antwort
von nordseekrabbe46, 31

schau es Dir doch mal an, und wenn es Dir gefällt gibt es vielleicht die Möglichkeit um zu ziehen? nicht immer alles so pessimistisch sehen, oder willst Du gar nicht arbeiten? denn ich bin hier in Hamburg auch eine Stunde mit dem Auto zur Arbeit gefahren, ist in einer Großstadt sogar normal - oder willst Du gar nicht?

Antwort
von Girschdien, 41

Nein. 

1. Man kann umziehen

2. Das kommt darauf an, wie weit (km) das entfernt ist, damit es unzumutbar ist. Ich habe Kollegen, die innerhalb der gleichen Stadt öffentlich anderthalb Stunden unterwegs sind, um zu arbeiten. 

Unzumutbar wäre es meines Erachtens, wenn die Kosten für die Anfahrt zur Arbeit höher sind, als das, was man mehr verdient im Vgl. zum ALG.

Antwort
von GravityZero, 40

Ja. Sehr sehr viele Leute haben Arbeitswege von einer Stunde und mehr. Wenn die Anbindung gut ist spricht für das Amt nichts dagegen. Dann stehst du als unwillig da...

Antwort
von Mignon2, 11

Das Leben ist kein Ponyhof. Sehr viele Menschen brauchen viel länger als 1 Stunde, um zum Arbeitsplatz zu kommen. Es ist richtig, dass das Arbeitsamt dich sperrt, wenn du den Job nicht annimmst. Du lebst auf Kosten des Staates (unsere Steuern) und die sind für Bedürftige. Es ist deine Pflicht und Aufgaben, so schnell wie möglich wieder aus dieser Bedürftigkeit herauszukommen, indem du einen Job annimmst.

Gehe also dort arbeiten. Du kannst dich parallel nach einem örtlich geeigneteren Arbeitgeber umschauen. Aber wer findet schon einen Arbeitgeber gleich um die Ecke??

Antwort
von Socat5, 40

Bis zu zwei Stunden Fahrt sind zumutbar. Also zwei hin, zwei zurück.

Antwort
von lupoklick, 22

NEIN !!! ---- Nach einer Arbeitslosigkeit bekam ich am Stadtrand Lübecks einen Job in einem Vorort Hamburgs --- 110 Minuten entfernt

--- Wenig später konnte ich mir ein Zimmer in HH nehmen... Dieser RE-Start war eine gute Voraussetzung für die folgenden Jahrzehnte....

Antwort
von Aliha, 26

Man muss nicht scharf auf einen längeren Arbeitsweg sein, das darf aber kein Grund sein, eine zumutbare Arbeit abzulehnen. Tausende Deutsche nehmen einen solchen Weg zur Arbeit in Kauf um nicht der Allgemeinheit auf der Tasche zu liegen, da wird es dir doch wohl auch zumutbar sein.

Kommentar von BachjaGoldsack ,

und millionen nichtdeutsche nehmen einfach h4, also warum er nicht?

Kommentar von Aliha ,

Ich denke, du hast es nicht so mit Zahlen.

Antwort
von kokomi, 28

nein, ist nicht zu verstehen, ist zumutbar, allerdings auf kosten vom steuerzahler zu leben ist unzumutbar für diesen

Antwort
von BachjaGoldsack, 16

ja, ist zu verstehen, aber musst du trotzdem machen

du musst mit dem system spielen

du wirst doch wohl eine bewerbung hinbekommen, auf die sie dich keinesfalls einstellen wollen?

Kommentar von Aliha ,

Ich gehe mal davon aus, dass du auch auf unser aller Kosten lebst. Herzlichen Glückwunsch.

Kommentar von BachjaGoldsack ,

und ich gehe davon aus, dass ich mehr geld als du habe

ich habe ein freistehendes haus und 2 etws und du?

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