Der Kurs wird ab 2 angeboten, aber die Kinder können in dem Alter gerade mal ein paar Worte Deutsch sprechen. macht es dann denn Sinn, ihnen gleich eine andere Sprache angedeihen zu lassen? Verzögert das nicht das erlernen der eigenen Muttersprache mehr als es nützt?

Wenn Kinder zwei Sprachen quasi gleichzeitig lernen, so lernen sie beide Sprachen langsamer, das ist richtig.
Sie sind dann aber genau in einem Alter, wo sie alles wie ein Schwamm aufsaugen und super lernfähig sind. Wenn man sie gerne zweisprachig erziehen möchte, ist das tatsächlich ein guter Zeitpunkt.
Meine Nichten wachsen zweisprachig auf und kommen mit Englisch und Deutsch gut zurecht.
Ich kenne zwar diesen Kurs nicht, aber je jünger die Kinder sind, desto einfacher lernen die Kinder die Sprachen. Und wenn das noch auf spielerische Art geschieht, dürfte es der eigenen Muttersprache nicht schaden.

Ich bin auch der Meinung, je früher man damit anfängt, desto einfacher erlernen sich die Sprachen. Da das Kind ja trotzdem mehr mit der Mutter zusammen ist, wird es die Muttersprache weiterhin gut erlernen. Meine Tochter wächst auch zweisprachig auf und hatte mit ihrer Muttersprache (brasilianisch) weniger Probleme, da sie mit ihrer Mutter eben mehr zusammen ist als mit mir, da ich ja tagsüber arbeite. Seit sie aber in den Kindergarten geht, hat sich das gebessert.

Mein Bruder ist mit einer Griechin verheiratet. Dort wurde zwangsläufig zweisprachig erzogen, einfach weil die ganzen Verwandten das auch sprechen. Die beiden sind sehr gut damit zurechtgekommen.
Allerdings ist es m.E. nicht sinnvoll, das Kind in so einen Unterricht zu schicken, wenn man selber die Sprache nicht sprechen mag bzw. nicht wenigstens eine kurze Zeit am Tag, wenn das Kind will, mit ihm in der zu erlernenden Sprache spricht. Wie soll es dann den Sinn in diesem "Kauderwelsch" sehen? Kinder erlernen die Sprache, um zu kommunizieren, nicht, weil sie wissen, dass es später gut für sie ist.....
Ja, das finde ich auch.
Außerdem müssten sie das, was sie so früh anfangen, über Jahre hinweg weiter pflegen, wenn es später mal von irgendeinem Nutzen für sie sein soll.
Geradesogut könnte man sein Kind also in einen Frühkurs Finnisch, Arabisch oder Turkmenisch schicken - oder aber ihm eine zusaätzliche Spielstunde (in Deutsch) spendieren. Da hat es mehr davon.
Ich hab zwar Gott sei Dank noch kein Kind, aber ich würde mir schon denken, dass es etwas positives für das Kind hat. Weil es wird sich sicherlich nacher in der Schule leichter tun, und Deutsch kann es mit euch auch immer zu Hause reden. Finde ich gut!
Es geht hier um einen Kurs und nicht um zweisprachiges Aufwachsen. Zweijährige wollen lieber mit Autos oder Puppen spielen, als Englisch- Unterricht zu nehmen, auch wenn dieser vielleicht spielerisch übermittelt wird.
Early English wurde ursprünglich im letzten Kindergartenjahr bis zur 4. Klasse "gelehrt"(spielerisch und einmal in der Woche).