Ist es wirklich möglich seine Wahrnehmung zu ändern?

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13 Antworten

Hallo,

sehr gut ist, dass du bereits eingesehen hast, dass du etwas an dir verändern möchtest beziehungsweise musst. 

Als Tipp kann ich dir geben: Überlege dir vielleicht mal, was deine eigenen Schwächen, aber auch Stärken sind. Und dann überlege dir, was die Stärken und Schwächen einer anderen Person, zu der du eine Freundschaft aufbauen möchtest, sind. Dann solltest du dir die Frage stellen, ob diese Schwächen sehr gravierend sind, oder ob man auch darüber hinwegsehen und mit leben kann. 

Zu deinen Selbstzweifeln: Als erste Anlaufstelle würde ich dir hier einen Verein, ein Hobby oder etwas ähnliches vorschlagen. Engagement im Verein, bei der Feuerwehr oder sonst wo, bringen einem fast immer Lob ein. Damit steigt das Selbstwertgefühl enorm! Oder du beginnst eine neue Sportart. Auch kleine Sportliche erfolge können viel bewirken! Das gute an Vereinen und Sportarten (Teamsportarten besonders) ist, dass man immer neue Leute kennen lernt. Klar wird man sich nicht auf Anhieb mit jedem super verstehen, aber irgendwann findet man jemanden :)

Mir persönlich hat es sehr geholfen, ein bisschen abzunehmen. Habe zwar wieder zugenommen, aber die Selbstzweifel sind nach wie vor weg und ich habe ein viel selbstbewussteres Auftreten. Klar, nicht in jeder Situation und immer, aber "nobody is perfect". 

Probiere die Sachen einfach mal ein bisschen aus. Wenn das garnichts hilft und du weiterhin sehr unzufrieden bist, unterhalte dich eventuell mal mit einem Psychologen (hört sich extrem an, ist aber nicht schlimm!). 

Falls ich deine Frage verfehlt haben sollte, tut es mir Leid :)

Ich wünsche dir einen schönen Tag!

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Kommentar von Hubertus1963
13.10.2016, 11:34

Hallo Hugoz,

danke für deine hilfreiche Antwort, ich habe wirklich das Gefühl, dass es viel mit meinen Selbstzweifeln zusammenhängt. Habe einen Sportverein probiert, aber nach einigen Wochen eher resigniert aufgegeben, da ich keine echten Kontakte hinbekommen hab.

Abnehmen sollte ich nicht mehr, bin ehrlich gesagt schon sehr gut in Schuss, aber Selbstvertrauen gibt mir das irgendwie nicht.

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Das ist reine Kopfsache.

Deinen Geist kannst du nur verarschen, wenn du es nicht weisst. Ansonsten funktioniert das nur bedingt. Ich würde einfach mal machen. Wenn dir schlechte Gedanken kommen, dann diese hinterfragen. Das scheinst du ja zu können, sonst würdest du hier nicht schreiben.

Alles andere sollte sich dann von selbst einpendeln.

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Hallo Hubertus1963,

Aufgrund eigener Erfahrungen kann ich dir froh verkünden: Ja, das geht. Ich selbst war ein sehr, sehr pessimistischer Mensch, hatte zu allem eine schlechte Einstellung. "Oh Gott, das wird bestimmt schlimm!" - solche Gedanken schossen mir täglich durch den Kopf, auch, wenn es sich nur um einen Arztbesuch oder ähnliches handelte.

Ich konnte durch eine realistische Art, Dinge zu betrachten, und durch Mantras eine wirklich optimistische Person werden. Das hab ich mir von meiner Mutter abgeschaut. Immer dann, wenn ich mich beklagt habe, geweint habe, weil das und das so schlimm wird, hat sie etwa gesagt: "Es sind nur fünf Tage. Drei Nächte." oder halt irgendwas ähnliches.

Mittlerweile bin ich so weit, dass ich in allen Situationen gut zurecht komme, mir denke "Das wird schon, ist doch ein Klacks!" und da bin ich wirklich stolz drauf.

Es hat eine Zeit gedauert, aber ja, es geht.

Vielleicht probierst du diese realistischen Selbstgespräche auch mal aus. "Es ist so und so. Diese Person ist so und so." Du kannst auch bewusst positives aufzählen, vor allem an Personen oder an dir selber. "Ich mag, dass ich ... bin. Die Person ist lustig, ich unterhalte mich gern mit ihr."

Ich wünsche dir viel Glück bei deinem Unterfangen. Du wirst sehen, dass es ein ganz anderes Lebensgefühl ist.

Liebe Grüße,

HalloHalloHi

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Kommentar von Hubertus1963
13.10.2016, 11:32

Hi HalloHalloHi,

danke für deine Antwort, die macht Mut :) Ich werde das mit den Selbstgesprächen ausprobieren und hoffe, dass es irgendwann auch die Gefühlswelt beeinflusst. Habe immer einen starken Rückzugs und Abgrenzungsreflex zu anderen Menschen, das macht mich aber eigentlich unglücklich.

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Definitiv ja zur Themafrage an sich.
Wie das geht ist schwierig. Die Frage ist, was stört dich an deiner Einstellung - warum bist du so kritisch - zu wem bist du das - was bringt es dir.
Ich würde - nach dem was du schreibst anfangen - in ALLEM was du kritisch siehst einen positiven Aspekt zu suchen. Es gibt immer 2 Seiten. Es gibt ihn.

Das Schlechte was du wahrnimmst ist deine Welt. Da kann kein Anderer was dafür wie du empfindest. Dreh es für's Erste um wie gesagt. Wenn du etwas Schlechtes in jemandem siehst - frag dich selbst warum das auch etwas Gutes sein kann. Anfangs kommt dir das vielleicht blöd vor - aber man wird - weil man immer etwas findet wenn man will - milder zu Anderen und zu sich selbst.

Und so als Hinweis: Sie existieren und sie dürfen existieren. Diese Menschen - wo sich die Welt umdrehen könnte und man mag sie noch immer nicht. Weil man gar keinen Grund finden WILL sie zu mögen. Man muss nicht jeden liebhaben. Man darf selbst entscheiden mit welcher Art Mensch man gut umgehen kann und mit welcher nicht. Aber diese Entscheidung sollte man bewusst treffen. Sobald man jene "Hassmenschen" identifiziert hat, hat man auch jedes Recht sie aus seinem eigenen Leben zu streichen. Sie tun einem sowieso nie gut.

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Die Wahrnehmung kannst du wohl nicht ändern...wie auch....du erlebst mit allen Sinnen und dein Hirn verarbeitet das. Außer dir gewisse Sinne zu nehmen oder zu verändern sollte das also nicht möglich sein, ist aber auch irrelevant.
Deine Einstellung kannst du aber ändern.
Ich war früher sehr nachtragend, konnte dir erzählen, was du mir negatives vor 10 Jahren erzählt hast oder dich selbst nicht gerade als besten Menschen hingestellt hat.
Diese Einstellung kannst du hauptsächlich nur selbst ändern.
Den ersten Schritt hast du schon getan: du merkst, dass du mit deiner jetzigen Art und Weise nicht gerade auf viel Akzeptanz und Gegenliebe stößt.

Schau dir andere Leute an, die beliebt sind. Das hat nicht immer was mit Aussehen zutun...manche Leute sind einfach generell fröhlich und strahlen das aus.
Manche sind so zynisch, dass es schon wieder witzig wirkt.

Was ich für Wichtig halte und gelernt habe bzw. lernen musste:
-bleib du selbst
- lach auch gern über dich selbst
- nimm nicht immer alles als böswillig an, wenn du ständig denkst, alle wollen dir nur etwas böses, dann zerfrisst dich das. Nimm Ratschläge an, akzeptiere sie und setze sie um. Und am nächsten Tag ist wieder alles gut.
- lass die Leute ausreden.
- beharre nicht ständig auf deine Meinung (das muss ich übrigens auch noch üben), selbst wenn du im Recht bist. Das Richtige kommt eh oft von allein ans Tageslicht und anstatt zu sagen: "siehst du, hab ich ja gesagt" sollte ein freundliches: "aber ich habe trotzdem verstanden, was du meintest" kommen (oder Ähnliches).

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Hallo, bin zwar kein Psychologe, aber vielleicht kann ich Dir ein wenig helfen. Deine schlechtes Selbstbewußtsein/Selbstzweifel liegen höchstwahrscheinlich in der Kindheit begründet.

 Zunächst sollten Dir die Gründe klar werden, das wäre der erste Schritt. Wenn Dir klar wird, dass man Dir dieses Gefühl mitgegeben hat, dann ist es sicherlich immer noch harte Arbeit, dagegen anzukämpfen.

Fange an, Dich selbst zu mögen, tue etwas für Dich, kaufe Dir Kleidung, pflege Dich, bilde Dich, helfe anderen, das tut Dir gut und Du wirst sicherlich Feedback erhalten. 

Achte sehr darauf, dass Du Menschen kennenlernst, die Dich nicht instrumentalisieren, sondern die Spass haben, ihre Freizeit mit Dir zu teilen, da hilft übrigens, berufliches und privates scharf zu trennen. Viele neigen dazu, sich Vorteile über eine private Bindung im beruflichen Bereich zu erschleichen, so was brauchst Du gar nicht. Ich persönlich habe damit kein Problem, erkenne das durch genügend Lebenserfahrung sofort und kann das einstufen.

Also, sammele viele positive Erlebnisse und stärke damit Dein Selbstbewußtsein, privater und beruflicher Erfolg sollten Deine täglichen Ziele sein.

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Kein einziger Mensch ist perfekt, also gibt es auch niemanden, bei dem dir nichts schlechtes auffallen könnte. Versuche dich noch ein mal ganz fest darauf zu konzentrieren, was dir an der Person, welche vor dir steht gefällt.

Das Gegenteil zu beachten bewirkt wunder. Gute Menschen deinerseits haben doch sicher mehr Gutes als Schlechtes in sich. 

 

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In dem man versucht optimistischer zu sein. Nicht alles hinterfragen, fröhlicher in die Zukunft zu schauen. Man kann seine Einstellungen wirklich ins positive ändern, man strahlt das den Anderen gegenüber auch aus.

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Ja, die eigene Wahrnehmung kann durchaus geändert werden.

Wenn es sich bei dir nich um eine psychische Krankheit handelt, kannst du deine Wahrnehmung durch entsprechende Gedanken verändern. Wann immer du dich selbst dabei ertappst wie du an einer Sache oder Person nur das Negative siehst, versuche irgendetwas Positives daran zu erkennen und konzentriere dich darauf.

Wiederhole die entsprechenden Gedanken immer wieder und wieder und kehre nicht zu den negativen Gedanken zurück.

Irgendwann glaubst du dir dann selbst und wirst die Sache oder Person als etwas positives abspeichern.

Auf dieselbe Weise reden sich Menschen ein dass es den Inhalt ihres Aberglaubens (Geister, Gott, Götter, Engel, Dämonen, Zauberei, Flüche etc.) tatsächlich gäbe und wenn die das können, kannst du das schon lange ^^

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Es ist möglich:

Zunächst muß man kritisch in das eigene Innere schauen und dabei komplett darauf verzichten, sich in die eigene Tasche zu lügen.

Anschließend muß man sich bemühen, andere zu vestehen, besonders auch dann, wenn einem das Verhalten anderer gegen den Stich geht.

Bei allem was man tut, darf man sich nicht an eine gegenwärtige Meinung binden. Wer sich gegenüber anderen durch eine geäußerte Meinung festlegt, der hat sich an diese Aussage gebunden, und es wird ihm sehr schwer fallen, davon wieder Abstand zu nehmen (niemand gibt gerne zu, sich gründlich geirrt zu haben).

Man darf sich nicht gegen die eigene Wesensart einer Gruppenmeinung beugen. Gruppendenken verhindert, daß man in solchen Punkten sein eigenes Leben lebt, und es erzeugt den Irrtum, daß der Gruppengeist der eigene Geist wäre.

Das eigene Wahrnehmen und das daraus erfolgende Verhalten wird auf solche Weise modifiziert und der Realität so angepaßt, daß man mit sich selbst zufrieden ist.

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Hallo Hubertus,

von den Versuchen, deine Frage zu beantworten, lebt eine komplette Ratgeber-Industrie (und nicht zuletzt auch der Bereich Psychotherapie) !!

Wenn ich's kurz mache, dann lautet die Antwort: "JA !"

Gleichzeitig gebe ich dir recht, dass der Mensch im Allgemeinen kein völlig anderer wird.

Es ist jetzt gerade ein neues Buch erschienen (wobei viele andere kundige Menschen schon Ähnliches geschrieben haben), das für dich von Interesse sein könnte und was Wesentliches zur Grundproblematik und Wege zur Änderung enthält.

Stefanie Stahl: Das Kind in dir muss Heimat finden. (Kailash Verlag)

Für knapp 15 € ist es erschwinglich und eine gute Investition.

Gute Wünsche!

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Ja, das ist möglich und es gibt viele Methoden dafür und ich kann dir aus eigener Erfahrung bestätigen dass es möglich ist, seine Wahrnehmung und Verhaltensweise sehr stark zu ändern. Je früher bestimmte Verhaltensweisen im Menschen angelegt wurden, desto schwieriger ist es aber sie zu ändern.

Du hast schon mit der Veränderung angefangen weil da der Wunsch ist, sich zu verändern. Was du da beschreibst, die Tendenz an sich und anderen immer das Schlechte wahrzunehmen, ist sehr verbreitet in unserer Kultur. Du fängst am besten damit an dir klar zu machen dass diese Art der Wahrnehmung falsch ist. Dann musst du aufmerksam deine eigene Wahrnehmung und Gedanken beobachten ohne dich dabei zu verurteilen. Auf diese Weise sollte die Veränderung langsam eintreten. 

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Ja, es gibt Übungen. Meditation ist eine davon. Es gibt aber auch andere Bewusstseinsübungen.

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