Frage von Vollhorst123, 85

Ist es wirklich Hilfe oder eine geschickt verschleierte Maßnahme der westlichen Wirtschaft?

Produkte, Zulieferer, Rohstoffe, usw kann bis aufs Minimum reduzieren, damit die Wirtschaft immer mehr geringe Kosten und viel Gewinne einfahren können.

Der einzigste Faktor, der in der westlichen Welt, mitunter den strengen Arbeitsnehmerrechten, nicht bis ins Minimum senken könnte, sind Löhne. ( Ich mein global gesehen, haben wir zu hohe Löhne ).

Mit der Maßnahme Flüchtlinge bzw eher Migraten als Medien-Flüchtlingshyp nach europa zu lassen und nun demnächst wohl ein Programm der UN, global Flüchtlinge zu verteilen, lassen die Löhne in den Ländern dann sinken, da es eben immer mehr Arbeitsnehmerüberschuss gibt, viele auch mit wenig Lohnansprüchen.

Also, ist es alles beabsichtigt oder eher eine gewollte / genutzte Nebenwirkung der wirtschaft ?

ich mein, Menschen bräuchten nicht zu fliehen, wenn die reichen Länder die anderen Länder vor Ort helfen würden. Also warum holt man die Menschen denn her ?

Ich sehe den Mensch und seine Arbeitskraft für die Wirtschaft hier entscheidend und nicht die vorgeschobene Hilfe, die man auch vorort leisten könnte.

Wie seht ihr es ?

Antwort
von berkersheim, 15

Ich fürchte, die von Dir angeschnittene Frage ist sehr viel komplexer, als Du sie auffächerst. Deine Überlegungen können eine Rolle spielen, doch gibt es viele andere Motive, die weit außerhalb des Einflussbereichs wirtschaftlicher Interessen liegen wie Weltmachtinteressen, religiöse Interessen, moralische Einstellungen (z.B. die Helferindustrie) und Ideologien wie Multikulti. Jeder an dem jeweiligen "Spiel" Beteiligte versucht, aus den jeweiligen Konstellationen für sich Vorteile zu ziehen und so gibt es unterschiedliche Bündnisse.

Das Argument des Imports von Arbeitnehmern halte ich nicht für sehr stichhaltig. Immer mehr setzt sich die Einsicht durch, dass die "Migranten" nur zu geringem Teil in den Arbeitsmarkt integrierbar sind und sie über längere Zeit die Sozialkassen belasten. Wenn man nicht gerade zur Bauindustrie gehört, die auf Staatsaufträge hofft oder zur Helferindustrie, die mehr Geld für ihre diversen Hilfsdienste fordern kann, dann gibt es eher Reserviertheit, weil der Staat das Geld für die Bewältigung der Probleme ja irgendwo herholen muss und nur wenige sind davon vorteilhaft betroffen. Zudem werden in naher Zukunft sowieso durch "Industrie 4.0" mehr Arbeitnehmer im unteren Bereich freigesetzt und durch digitale Steuerung und Roboter ersetzt. Eine Arbeitnehmer-Reservearmee ist zwar als Lohndrücker schön und gut, doch wenn es zuviele werden und die Gegenkräfte Überhand nehmen, dann sind auch die ökonomischen Eliten nicht so blöd, das nicht als Gefahr zu erkennen.

Antwort
von musenkumpel, 30

Hat irgendein deutscher Altkanzler gesagt, bevor eine Kriegsstrategie geplant wird, entscheiden sie, woher die Flüchtlinge gehen sollen, dann greifen sie so an, dass sie alle hier her kommen. Ich hab nix dagegen, aber es ist definitiv geplant. Und zwar auf NATO-Ebene.

Warum und wieso wissen dann auch nur die. Bei den Strategien der Amis ist es manchmal so, dass sie auch mal was testen und die Lösungen auf später verschieben, also flexibel bleiben. Wer weiß was die noch daraus/damit machen.. Mit der EU und uns und so.

Aber von daher finde ich 'Hilfe schicken' verkehrt. Die schicken lieber Hilfe in Form von Waffen oder Friedensmissions-Kriegen.
Sie sollen sich einfach raushalten. Das is aber, was nichtmal im Freundes und Familienkreis leicht umgesetzt werden kann. Aber wenn nicht da, wie dann in der Politik? (von Mirko zu Makro-System/Kosmos)

(Autorität wird gerne mit Hilfe wird gerne mit Kompromissen (Erpressung) verwechselt und liegen zu dicht beieinander, dann Entmündigung durch Hilfe zur Selbsthilfe wegen der Gefährdung und und und .. und das gute alte Helfersyndrom)

Kommentar von Vollhorst123 ,

Klar waffenhändler nutzen immer ihre chancen, aber man sollte sich echte gedanken machen, in deren Ländern zu helfen.

Was bei uns unter entwicklungshilfe läuft, ist eher ne Lachnummer, da das meiste geld in Korruption und bürokratie-geldverschwendung verschwindet.

Würde man die entwicklungshilfe ( hilfe zur selbsthilfe ) schritt für schritt durchziehen, schafft man den Menschen dort ne grundlage für Jahre / jahrzehnten.

Aber dass will ja die westliche welt nicht, da sie immer noch ihre kolonien brauchen bzw immer arme Länder um ihre bodenschätze billiger zu bekommen und  Produkte dahinzuverfrachten, entweder als müll oder Lebensmittelabfall.

Sprich eine gleiche welt, ohne arm und reich, will die wirtschaft nicht, da die armut ihr Motor ist. 

Kommentar von musenkumpel ,

Unsere 'Entwicklungshilfe' ist eh von Geheimdienst gelenkt, also die Institute.

amerikanische Auslandsnachrichtendienst CIA mehr als ein Dutzend Regierungsmitarbeiter in Deutschland als Quellen. Im Visier der CIA sind dabei die vier Ministerien Verteidigung, Wirtschaft, Innen und Entwicklungshilfe. Letzteres sei für die CIA von Interesse, weil über das Entwicklungshilfeministerium verdeckte Operationen des Bundesnachrichtendiensts im Ausland liefen.

http://www.welt.de/politik/deutschland/article130092561/Angeblich-mehr-US-Spione...

Hinzu kommen noch verschiedene weitere Agenturen, wie beispielsweise die Europäische Entwicklungsorganisation, die in Krisenländern unter dem Deckmantel der Entwicklungshilfe operiert. Wie die amerikanischen und britischen Dienste arbeitet man gerne mit Nichtregierungsorganisationen und anderen privaten Stiftungen zusammen, so dass man auch hier – zumindest im weiten Sinne – von einer nachrichtendienstlichen Tätigkeit ausgehen kann. Ebenso unterhält der Europäische Militärausschuss und Militärstab in Drittländern Residenturen, die ebenfalls nachrichtendienstlich relevante Erkenntnisse gewinnen wollen, die dann beispielsweise dem EU-Grenzschutz sowie sämtlichen anderen europäischen und nationalen Einrichtungen anvertraut werden. Hinzu kommen dann noch verschiedene Netzwerke und Treffen von Nachrichtendiensten, wo ebenfalls
ein Informationsaustausch stattfindet.

https://www.contra-magazin.com/2016/03/eu-geheimdienste-viele-institonen-und-kei...

Entwicklungshilfe klar, ca. 70% Marketing usw. Bin mir nich mehr sicher wie hoch die Zahl, aber wird auch eh unterschiedlich angegeben..

Das Ding, Geld hilft nich, Nahrung zerstört Landwirtschaft auf Dauer, Medikamente dings. Bei Entwicklungshilfe haben sie ja def. festgestellt, dass es die Entwicklung hemmt.
Oder wenn dir einer ein paar Schuhe schenkt, kann es passieren, dass du dich gekränkt fühlst, weil es auch bedeuten könnte, dass derjenige denkt dass deine bisherigen Schuhe hässlich seien ;)

ok, das hat mich ja doch überzeugt, dass Hilfe in gesundem Maßstab hilfreich sein könnten.. Also anstatt garkeiner rück ich mal von meiner Meinung etwas ab, aber im letzten Satz steht, dass man selbst diese positive Studie kritisch nehmen soll :)
http://www.handelsblatt.com/politik/konjunktur/oekonomie/wissenswert/gelder-entw...

Jo, der letzte Punkt is eigentlich wichtiger. Wenn Silizium ausgegangen ist oder andere nicht nachwachsende Rohstoffe, dann können die Müllberge in Afrika wieder zu wahren Goldgruben werden oder in dem Fall Siliziumgruben. Aber da hab ich auch keinen Plan. Das krieg ich doch nichtmal in meinen eigenen Kopf. Müll kommt in die Tonne und gut. Aus den Augen aus dem Sinn. Aber wie soll man dann die Politik ändern. Ich bau auch schonmal noch was anderes draus oder reg mich über die Verpackung auf, aber sonst?

Landet am Ende das Plastik in China, oder wird was recyclet oder wird verbrannt, also die PCs und Fernseher, die Zeitugnen die keiner braucht.

Und jetz fällt mir wieder ein woran ich heute morgen dachte und FooBar1s Antwort über Harz4-Leute und Arbeitslosigkeit.
Im Grunde arbeiten wir alle für den Krieg, zumindest hat jeder schonmal dafür gearbeitet und wenn er nur die Wand von irgendeinem Haus gestrichen hat von einem der damit zu tun hat, aber wenn es um Metallverarbeitung, VW-Werke oder Werbung usw geht, dann ist das schon ziemlich nah. Die Brücke könnte man zumindest schlagen. Ich finde es jedenfalls nicht abwägig.

Kommentar von Vollhorst123 ,

Daher ist es wichtig, bei sich anzufangen, zu hinterfragen, wie sein Verhalten lokal / global heute und morgen für Reaktionen auslösen könnten ( kein / wenig Plastikmüll-Verpackungen, Zusatzstoffe, Wegwerfartikel, nicht ständig neue Klamotten, usw).

Aber dieses bewusste Konsumieren wird bzw wurde den westlichen Menschen abgewöhnt, siehe die Beliebtheit von Wegwerfprodukten bzw Blindheit für bessere Alternativen. " Geiz ist geil "

So lange die Masse da nicht mitmacht umzudenken, werden die globalen wirtschaftlichen Lenker und Herrscher / Regierungen ihre Spielchen auf Kosten der Ärmsten weiter austragen.

Antwort
von KarlKaram, 39

"Die Bourgeoisie, wo sie zur Herrschaft gekommen, hat alle feudalen, patriarchalischen, idyllischen Verhältnisse zerstört. Sie hat die buntscheckigen Feudalbande, die den Menschen an seinen natürlichen Vorgesetzten knüpften, unbarmherzig zerrissen und kein anderes Band zwischen Mensch und Mensch übriggelassen als das nackte Interesse, als die gefühllose ›bare Zahlung‹. Sie hat die heiligen Schauer der frommen Schwärmerei, der ritterlichen Begeisterung, der spießbürgerlichen Wehmut in dem eiskalten Wasser egoistischer Berechnung ertränkt. Sie hat die persönliche Würde in den Tauschwert aufgelöst und an die Stelle der zahllosen verbrieften und wohlerworbenen Freiheiten die eine gewissenlose Handelsfreiheit gesetzt. Sie hat, mit einem Wort, an die Stelle der mit religiösen und politischen Illusionen verhüllten Ausbeutung die offene, unverschämte, direkte, dürre Ausbeutung gesetzt."
(Manifest der kommunistischen Partei, deutsche Ausgabe 1872)

Kommentar von Vollhorst123 ,

Und der Mensch lässt es zu ? Weil er getäuscht wird oder dumm ist ?

Kommentar von KarlKaram ,

"Der Mensch" existiert als Gattung und als Individuum, nicht als einheitlich seine Interessen vertretende Gemeinschaft. Täuschung ist seit Menschengedenken neben Gewalt das wichtigste Herrschaftsinstrument, den Massen Bildung und Aufklärung über die wahren Ziele wirtschaftlichen Handelns zu verweigern ebenfalls. Weniger dumm als unaufgeklärt und absichtlich in Unwissenheit gehalten. 

Kommentar von Vollhorst123 ,

und die wenigen, die es sehen, müssen drunter leiden ? Man kommt ja nicht aus dem system raus. Wenn die wirtschaft sagt, der Lohn ist ab sofort 3,50 Euro / std muss man sich dem beugen oder Hartz 23 beantragen, was einem sklavenhandel mit zermürbungsmaßnahmen nahe kommt ( 1 euro Jobs, kostenlose praktika, Bewerbungsmaßnahmen, eingliederungsmaßnahmen, sanktionen, usw ).

Kommentar von Vollhorst123 ,

vielleicht werden wieder essenmarken eingeführt ? Jeder der arbeit, bekommt essenmarke bzw hat ein recht darauf.

Antwort
von FooBar1, 42

Wir haben jetzt schon Zuwenig Arbeitskräfte in den unteren Sektoren. Ohne Migranten ist niemand mehr bereit für wenig Geld zu arbeiten. Also alles ziemlich positiv. Schön wäre es wenn sie auch noch genug Fähigkeiten mitbringen für besser bezahlte Jobs. Wir brauchen viel mehr Arbeiter und weniger hart4 schmarotzer. (Ja ich weiß, nicht jeder. Aber zuviele)

Kommentar von Vollhorst123 ,

aber es bleibt ja nicht bei den niedrigen Jobs ! Auch die mittleren bekommen immer mehr jahresverträge, weniger Lohn, Zeitarbeitsfirmen, Überstunden, Konkurrenz/ Mobbing, usw...sprich es wird sich auf dem arbeitsmarkt auch nur noch ein armer und vermögender sektor sich bilden. Die Mitte verschwindet :/

Kommentar von musenkumpel ,

Tjoa, die Vermittlung und Weiterbildung is das Problem. Für Migranten werden alle Hühneraugen zugedrückt (z.B. Studium ohne Pass usw), aber ich darf mich nich weiterbilden wegen Job/Minijob oder weil ich über ein bestimmtes Alter komme!

Wir brauchen auch nicht Arbeiter, sondern Jobs. Ein paar Jobs die man besetzen könnte (auch ohne bestimme Berufsabschlüsse).
Und gerne irgendwas, wo man nich den ganzen Tag n Knopf drücken muss, aber das sind ja schon wieder die Ansprüche der Schmarotzer ;P (jaja, nicht jeder ;D )

Kommentar von FooBar1 ,

Lieber vollhorst. Sprich mal bitte nur für dich. Andere Jobs sind gefragt und gute Arbeit wird mit mehr Gehalt honoriert. Ich seh kein Ende.

Kommentar von FooBar1 ,

Musenkumpel. Schon mal dran gedacht dich selbst weiterzubilden ohne das dir jemand einen "Ansporn" gibt. Neben der Arbeit sitze ich mind. Eine stunden dran mir neue Sachen im Berufsunfalls anzueignen und besser zu werden.

Auch für dich gibt es Bücher, vhs und das Internet das du dir selbst Qualifikation aneignest um interessant zu werden.

Wer seinen Job an einen Migranten ohne deutschkenntnisse verliert weil es eben nen Euro billiger ist, der hat halt nichts wirklich tolles sinnvolles gemacht.

Kommentar von KarlKaram ,

Da wird das merkwürdige, vom Kapital vorgebetete Denkmuster schon deutlich. "Leistung" wird gepriesen als Weg zu Wohlstand, doch sie wird recht willkürlich definiert. Der Müllsammler in Nairobi, der 7 Tage je 14 Stunden Plastik und Metall aus dem Straßenmüll sammelt, wie viel leistet der? Vom Verdienst angeblich eine Millionen mal weniger als das Vorstandsmitglied eines Waffenkonzerns, dessen "Job" Tod und Vernichtung ist. Wer ist nützlicher für die Welt, wer "leistet" mehr, gar nicht zu reden von der Öko-Bilanz. 
Unser angebliches Leistungsprinzip verschleiert, dass die größten Vermögen durch Erbe oder großen Schaden an der Gemeinschaft entstehen und Leistung ausschließlich nach ihrem Profit bewertet wird.

Kommentar von FooBar1 ,

Der Vorstand. Ohne ihn würde die Firma ja keine Jobs für tausende andere anbieten.

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