Ist es wirklich gut für die Psyche eines Babys wenn man es schon früh zur Betreuung abgibt?

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10 Antworten

"Normal" ist relativ. Da wo Frauen arbeiten (müssen) ist es seit eh und jeh normal das das Jüngste recht früh Fremdbetreut wird.  Es ist also keine neumodische Erscheinung.

So ab einem Jahr? Das ist dann aber kein Baby mehr.

Und der Psyche des Kindes schadet es sicher nicht. Vorrausgesetzt das es daheim von den Erziehungsberechtigten und Bezugspersonen aufgefangen wird, dort (trotz allem) eben alles vermittelt wird was ganz normal und natürlich vermittelt werden sollte.

Fremdbetreut wird ein Kind ja in der Regel nocht 24/7 sondern "nur" soundsoviele Stunden an soundsovielen Tagen pro Woche. Die restliche Zeit ist also noch ausreichend vorhanden um alles zu vermitteln was in den Bereich der Erziehung/ dem Familienleben fällt.

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Im Osten ist das schon vor über 40 Jahren normal gewesen, da viele Frauen nach dem Babyjahr wieder arbeiten gegangen sind. Und keiner hat sie dafür schief angesehen.

Solange sich gut um die Kinder gekümmert wird, leidet die Psyche weniger, als wenn man Kinder spüren lässt, dass sie eine Last und nicht willkommen sind.

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Zunächst mal sind Kinder mit einem Jahr keine Babies mehr, sondern Kleinkinder.

Gegenfrage: Was genau sollte denn der Psyche schaden, wenn das Kind in eine Betreuung kommt? Was sind Deiner Meinung nach negative Auswirkungen einer frühen Betreuung?

Ich persönlich kann keine erkennen.

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Kommt auf Eltern, Einrichtung und Kind an. Es gibt da keine einheitliche Studie drüber. 

Meinen Kindern hat es zumindest temporär geschadet mit 2 in die Betreuung zu gehen, sie alle litten 6-12 Monate nach Eintritt an extremer verlustangst und waren unnormal auf mich fixiert. 

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Natürlich schadet es der Psyche des Kindes nicht, wenn es früh in Fremdbetreuung gegeben wird.
Es beeinflusst lediglich die Entwicklung eines Kindes anders, als wenn es noch lange zu Hause bleibt.

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Je nach Elternhaus ist es sogar wichtig dass das Kind möglichst früh zu externen Betreuern kommt, die sich um dieses kümmern.

Generell kommen Kinder sehr gut damit klar gemeinsam mit anderen Kindern zu spielen und von kompetentem Personal betreut zu werden. Nur viele Mütter leiden unter der Trennung und möchten lieber die Zeit mit dem Kind geniessen.

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Wenn ich mir den "erweiterten Familienbegriff" anschaue der hier in D auch noch vor fünfzig Jahren gelebt wurde und in vielen Ländern der Welt üblich ist dürfte es dem Kind nicht schaden.

Warum soll nur die Mutter das Beste für das Kind sein? Ist das nicht ein pur egoistischer Ansatz zur Machtausübung über das Kind und zur Forderungsstellung an Dritte?

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Das muss tatsächlich jeder für sich ausmachen. Es kommt natürlich auch stark auf die Betreuung an - eine Tagesmutter, die sich "nur" um 2-3 Kinder kümmert ist sicher besser als eine KiTa, in der deutlich mehr Kinder auf einen Betreuuer fallen.

Mein Sohn kam mit 3 in den Kindergarten für halbe Tage. Mit fünf dann bis 14:00 Uhr. Je älter er wurde, desto mehr habe ich gearbeitet und ich würde es immer wieder so machen.

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Kommentar von Andreaslpz
03.11.2016, 08:42

Interessant - ich sehe es genau andersrum. Ich finde Kindergarten mit mehr Kindern in der Gruppe sinnvoller um die Sozialkompetenz zu stärken. 

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da streiten sich die geister. die einen sagen "es ist gut", die anderen sagen "es ist nicht gut"

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Ich weiß, das ist ein heikles Thema, aber meiner Meinung nach werden psychische Beeinflussungen zu sehr in den Focus gerückt. Früher wurde fast jedes Kind mit einem Jahr in die Krippe gesteckt - geschadet hat das den Wenigsten. Heute muss jedes Kind wohlbehütet, ohne negative Einflüsse aufwachsen, um dann später nicht recht zu wissen wie es sich zu behaupten hat.

Find ich doof - ist allerdings auch meine eigene Meinung, die andere nicht teilen müssen

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Kommentar von Hexe121967
03.11.2016, 08:48

früher war jedes kind in der krippe?  also bei uns gab es noch nichtmal eine krippe. kinder kamen mit frühestens 3 jahren in den kindergarten. dazu mussten die kinder allerdings windelfrei sein. mütter waren zu meiner zeit kaum berufstätig. allerdings hatten die auch keine zeit sich wie glucken ausschließlich auf den nachwuchs zu fokussieren. wir haben noch draussen gespielt und uns schmutzig gemacht.

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