Was ist beim Abschluss zu beachten?
Die private Berufsunfähigkeitsversicherung ist eine freiwillige Versicherung, die jedoch jedem Berufstätigen zu empfehlen ist. Man muss jederzeit mit Gesundheitsschäden rechnen, die es einem unmöglich macht, weiter zu arbeiten.

Du bist bei Deinem Hauptversicherungsträger automatisch BU versichert. Brauchst auf keinen fall eine Zusatzversicherung.
bitmap am 30. Juli 2008 21:09 Was meinst du mit ''Hauptversicherungsträger ''?
Klaus0808 am 30. Juli 2008 21:11 Deine Rentenversicherung
NinaD82 am 30. Juli 2008 21:27 Über die Rentenversicherung kann er (falls jünger als Jahrgang 64) nur eine Erwerbsunfähigkeitsrente beziehen, das ist ein riesiger Unterschied und reicht im Bedarfsfall auf keinen Fall aus.
Klaus0808 am 30. Juli 2008 21:36 Sorry, ich bin bei der Knappschaft versichert und da gibt es so etwas nicht. Ich weiß nicht wie es bei der LVA abläuft.
Niklaus am 31. Juli 2008 09:13 Es gibt keine staatliche BU-Versicherung seit 2001 mehr. Nur noch ein volle oder eine halbe Erwerbsminderungsrente
Volle Erwerbsminderungsrente 37% vom letzen Netto
Halbe Erwerbsminderungsrente 19% vom letzten Netto
Öhm bei der EU gibt es keine festen Prozentsätze. Wer z.B. 25 Jahre im Durchschnitt 1.0 EP (Entgeltpunkt) hatte bekommt 657 Euro. Wer 30 Jahre im Schnitt 1.0 EP hatte bekommt 788 Euro usw. usw. Nur wer hat schon 30 Jahre einen EP und kann vor allem von dann 788 Euro leben ?
Hab da extra 3 Tage Seminar belegt und bin voll Knülle an Infos :-)
Da die Rentenzahlungen aus einer privaten Berufsunfähigkeitsversicherung mit Ablauf der Versicherung enden, sollte eine möglichst lange Laufzeit gewählt werden. Als Endalter empfiehlt sich hier das 60. oder 65. Lebensjahr.
Wichtig bei der Auswahl der richtigen Gesellschaft ist auch, dass man sich nicht gleich auf das preiswerteste Angebot stürzt, denn leider ist die billigste Police (niedrige Prämie, hohe Rente) noch lange nicht die Beste. Solche auf den ersten Blick günstigen Verträge enthalten in der Regel harte Klauseln in den Bedingungen.
Sorry, aber was hier wieder tlw. an bumhuk fabriziert wird ist erschreckend.
Von der Rentenversicherung aus gibt es seit Jahren keine Berufsunfähigkeit mehr. Es gibt ein Erwerbsunfähigkeitsrente. Diese wird dann gezahlt wenn du garkeine Tätigkeit zu mind. 3 Stunden mehr ausüben kannst. Also auch z.B. kein stundenweiser Aushilfsjob für 6 Euro die Stunde. Diesen Status erreich nur ganz ganz wenige seit man das so regelt. Dabei reicht selbst wenn man diesen Status erreicht das Geld kaum aus - siehe aktuellen Rentenbescheid. In der Regel heisst das Sozialhilfe und sozialer Abfall ! Letzterer Satz habe ich auf einem Seminar von der Leiterin der deutschen Rentenversicherung Berlin Brandenburg. Unabhängig von meiner Tätigkeit wurde dort mehrfach darauf hingewiesen nach Möglichkeit privat vorzusorgen. Auch wird das ganz offiziell von der deutschen Rentenversicherung propagiert. Wenn also hier noch einer sagt das sei nicht nötig und er sei über den Staat versichert dann kann er womöglich nicht lesen - zumindest aber nicht die Informationen und den Rentenbescheid.
So, um diese Lücke zu schliessen gibt es die Berufsunfähigkeitsversicherung. Diese sollte zahlen wenn du deinen jetzigen Beruf (!) zu mind. 50% nicht mehr ausüben kannst. Du siehst, eine ganz andere und viel eher greifendere Regelung. Je nach Statistik und Beruf werden ca. 30-40% der Arbeitnehmer im Laufe der Jahre einmal berufsunfähig. Kaum einer davon erwerbsunfähig.
Wenn das der Abfall in die Sozialhilfe bedeutet können unter gewissen Voraussetzungen auch Kinder, Ehepartner mit ihren Einkünften herangezogen werden. Auf jeden Fall bedeutet es für einen selbst einen sozialen Abstieg. Auch das wurde von der Dame der Gesetzlichen immer wieder gesagt.
Daher ist eine private BU Absicherung eine der allerwichtigsten Absicherungen überhaupt ! Sicherlich wichtiger als viele andere Versicherungen wie Hausrat, Krankenzusatz usw. .
Ich hoffe das ist ein wenig anschaulich dargestellt.
Bei der Wahl der BU muss man aber sehr viel beachten. Vor allem würde ich bei diesem komplexen Thema von jeglichen Onlinevergleichen Abstand nehmen. So gehe ich mit den Kunden ca. 100 Fragen durch von denen ein Onlinevergleich vielleicht 10-20 und dann oft unkorrekt beantworten kann. Auch Testzeitschriften geben da wenig mehr her.
Daher suche dir einen Makler, Mehrfachagenten, Honorarberater der dich ausführlich berät. Wenn die Beratung mind. 2 x 2,5-3 Stunden dauert dann ist das schon einmal ein Anhaltspunkt. Lass dir Begriffe erläutern, in den Bedingungen zeigen (nicht Prospekte) und konfrontier die Person auch mit anderen Gesellschaften - warum er diese und jene nicht empfielt.
Das alles kann dauern - sollte es aber auch da es hier um die grundlegende Absicherung der Existenz geht.
PROBLEM: Das grösste Problem stellen die Gesundheitsfragen dar. Hier solltest du vorab mit deinem Vermittler reden. Nicht wichtige Dinge die nicht angegeben werden müssen gibt es nicht !!! Das führt nur zu Problemen. Viele Anträge werden aber aus gesundheitlichen Gründen nur erschwert angenommen oder abgelehnt. Daher hier bereits einiges vorher klären lassen.
So Aussagen wie von Klaus 0808 lassen mich immer wieder den Kopf schütteln wo die Bürger doch so aufgeklärt sind. Da schreibt man das schon von Seiten der Gesetzlichen Rentenversicherung rein und versendet die Dinger jährlich und alle, wirklich alle Institutionen empfehlen eine private Vorsorge und dann sowas

Ja die BU-Versicherung ist ein wichtige Versicherung. Seit 2001 gibt es keine gesetzliche BU-Versicherung mehr.
Stattdessen gibt es nur noch eine
Volle Erwerbsminderungsrente 37% vom letzten Netto, erhält wer weniger als 3 h arbeiten kann pro Tag
Halbe Erwerbsminderungsrente 19% vom letzten Netto, erhält wer mehr als 3 aber weniger als 6 h pro Tag arbeiten kann.
Es gibt auch Alternativen wie Erwerbsminderungsrente oder Grundfähigkeitsversicherung oder Dread-Disease Versicherung.
Die Bedingungen sind sehr umfangreich, dass kann man hier nicht alles beschreiben. Es wäre gut, wenn die Versicherung neben der abstrakten Verweisung auch noch auf die konkrete Verweisung verzichten würde.

Nur, wenn es Dir wichtig ist, im Falle einer Berufsunfähigkeit Leistungen eine gewisse finanzielle Absicherung zu erhalten. Sinn macht das vor allem in Berufen, die mit hoher körperlicher Belastung verbunden sind. Wenn man hier berufsunfähig wird, erhält man ggf. die Kosten für eine Umschulung ersetzt. Ich persönlich laß mich immer von einem Versicherungsmakler beraten. Der hat eine größere Auswahl und muß nicht alleine das Produkt seiner Versicherung verkaufen.

Also, wenn ich es könnte würde ich es nach holen. Denn jetzt ist es zu späht bei mir sich darüber gedanken zu machen. Es ist auf alle Fälle zu empfehlen. Nur solche Entscheidungen werden mit der Arbeitslosigkeit wieder hinfällig weil das Geld für die Versicherung für Lebenshaltungskosten gebraucht werden. Ist in der Heutigen Zeit sehr schwehr das richtige zu tun.
Vor allem wichtig, wenn man eine Familie hat, die versorgt werden muß!