Frage von ToniKim, 177

Ist es wahr, dass 98% der Kinder hochbegabt sind und nach der Schule nur 2%?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Kuhlmann26, 42

Diese Aussage entstammt dem Film »Alphabet« und beruht auf einer englischen Langzeitstudie. Es ist eine Weile her, dass ich den Film gesehen habe. Deshalb kann ich Dir den Inhalt der Studie nicht exakt wiedergeben; zumal in diesem Film über die Studie nur berichtet wurde.

Jedoch so viel: Man hat über einen Zeitraum von vielen Jahren - begonnen im Kleinkindalter - jungen Menschen Aufgaben gegeben, die sie selbstständig lösen sollten und gemessen, wie viele der Teilnehmer dazu in der Lage waren. Die Zahl derjenigen, die das konnten lag bei den Kleinkinder tatsächlich bei besagten 98%, nahm mit zunehmendem Alter aber immer mehr ab.

Der Kern der Aussage ist folgender: Der Mensch kommt als hochbegabtes Wesen auf die Welt. Er bringt alle Voraussetzungen mit, um sich zu entwickeln und es ist alles in ihm angelegt, was dazu erforderlich ist. Dann wird er aber durch den Einfluss seiner Umwelt, insbesondere durch die Erziehung, immer unselbständiger gemacht. Die Schule hat einen großen Anteil an dieser Entwicklung, weil sie entgegen aller sonntäglich Sprechblasen über die Erziehung zur Eigenständigkeit, genau das Gegenteil bewirkt.

Es ist ja auch nachvollziehbar, wenn Du mehr als ein Jahrzehnt dazu gezwungen wirst, Dinge zu tun, die andere von Dir verlangen und die Dich obendreien dazu an einen bestimmten Ort verbannen, den wir Schule nennen, wirst Du unselbstständiger. Im Extremfall, wie in Deutschland, gibt es zu diesem Prozedere keine legale Alternative. Du MUSST in die Schule.

Die Fähigkeit, eigenständig zu denken und kreative Lösungen zu finden, nimmt durch diese Indoktrination ab oder geht ganz verloren. Eine beliebte Methode ist das Spiel mit der Angst. Zum Beispiel, dass man Dich mit schlechten Noten bedroht und man Dir sagt, dass mit schlechten Noten nie ein anständiger Mensch aus Dir wird. Was ein anständiger Mensch ist, wird Dir selbstverständlich von anderen vorgegeben. Sehr verkürzt: Ein anständiger Mensch ist jemand der arbeiten geht und mit dem verdienten Geld konsumiert.

Gruß Matti

Kommentar von Kuhlmann26 ,

Ich habe einen Artikel gefunden, in dem die Studie erwähnt wird

http://www.spielraum-lebensraum.ch/Wiegestube2/pdf/Newsletter%20Februar%202016.p...

Kommentar von Kuhlmann26 ,

Ich danke Dir für den Stern.

Gruß Matti

Antwort
von einfachichseinn, 47

Nein. Nicht in dem eigentlichen Sinne einer kognitiven Hochbegabung.

Das Zitat stammt von Gerald Hüther, der ganz wilde und unsinnige Vermutungen aufstellt.

Dazu gehört auch diese Aussage, dass jedes Kind hoch begabt ist (nicht hochbegabt). Er spricht dabei aber von ganz vielfältigen Begabungen, die durch die Schule zu Nichte gemacht würden.

Kommentar von Kuhlmann26 ,

Das Zitat stammt nicht von Gerald Hüther; er hat es nur oft wiedergegeben und dadurch bekannt gemacht. Das Zitat stammt aus einem Film und geht auf eine Studie zurück.

Aber in der Tat ist mit hochbegabt nicht die landläufige Hochbegabung gemeint, von der wir im allgemeinen sprechen, sondern von den hohen Begabungen, die den Menschen auszeichnen.

Antwort
von skyte81, 128

Nein. Eine Hochbegabung legt man nicht einfach ab wie einen Schulranzen. Entweder man ist so schlau oder man ist es nicht. 
Ich glaube von uns haben auch die allerwenigsten den Eindruck, dass wir in der Grundschule so viel intelligenter waren als jetzt.

Antwort
von djNightgroove, 13

Nein, das hat nichts mit Hochbegabung zu tun, in der Studie ging es mehr darum, dass kleine Kinder sehr begabt in vielen unterschiedlichen Dingen sind, das festgefahrene System der Schule aber dazu führt, dass sie Neugier, Kreativität etc. einbüßen.

Im übrigen wurde festgelegt, was eine Hochbegabung beinhaltet, dabei wurden Sachen miteinbezogen, auf die in den Industriestaaten Wert gelegt wird. Dabei ist ein Mensch, der mitten in der Wüste Wasser zu finden vermag, auch auf seine Weise hochbegabt - nur wird das bei uns nicht als Hochbegabung gesehen.

Antwort
von Evial23, 64

Es kann schon gut möglich sein, dass wenn man potenziell hochbegabte Menschen auf eine Schule schickt, deren Begabung, abnimmt, da deren Fähigkeiten nicht gefordert werden #underarchiever ...Aber die Zahl ist nicht so hoch. vielleicht wurde es verwechselt mit der neugier echtes Wissen zu erlernen.

Antwort
von Mabur, 86

Nein... wobei ich da eh nicht soviel drauf geben würde. Es ist jedenfalls richtig, dass die Schule bei weitem nicht optimal aufgebaut ist um das volle Potential der Kinder zu entfalten.

Aber hochbegabt können laut Definition nur 2% sein. Das Kind muss also im Schnitt besser in einem IQ Test sein als 50 andere Kinder.

Antwort
von Zurigo1886, 76

Schule hat nicht mit dem Intelligentsein zu tun. Jeder Schüler ist kann in der Schule gleich gut sein.

Geht halt darum, wer lernfaul ist und wer nicht.

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