Frage von Badestrand, 82

ist es wahr, das sich der Mond jedes Jahr weiter von der Erde entfernt und was hat das für Auswirkungen?

Expertenantwort
von Startrails, Community-Experte für Astronomie, 47

Hallo,

ja, der Mond entfernt sich definitiv jedes Jahr weiter von der Erde. In div. Quellen im Netz findet man die Angabe von 3,8 cm. Ich persönlich halte aber 1,8 cm pro Jahr für realistischer.

Die Auswirkungen wären gravierend ohne den Mond. Der Mond ist für die Gezeiten verantwortlich. Gezeiten bewirken, dass die Erdrotation gebremst wird - auch Gezeitenbremse genannt. Ist der Mond weg, fällt diese Bremse weg.

Des Weiteren sorgt der Mond dafür, dass die Erdachse recht stabil ist und nur ganz wenig schlingert. Ist der Mond weg, ist nichts mehr das was die Erde stabilisieren kann. Die Erdachse kippt also um bis zu 90°. Folgen wären, dass Äquatorregion und Polkappen über Millionen von Jahren hinweg ihre Positionen tauschen würden.

Das wären jetzt nur mal die zwei gravierendsten Folgen.

Kommentar von Reggid ,

Ich persönlich halte aber 1,8 cm pro Jahr für realistischer.

darf ich fragen warum?

Antwort
von KingLouis1, 40

Ich stimme der Expertenantwort zu. Aber Auswirkungen wird es auf die Erde nicht haben. Der Mond entfernt sich zu langsam von der Erde weg. Selbst wenn er das Gevitationsfeld der Erde verlassen könnte würden Milliarden von Jahren ins Land ziehen. Man kann es nur schätzen,aber bis in 1 oder 2 Milliarden Jahren wäre ein Leben auf der Erde eh nicht mehr möglich,da der Einfluss der Sonne auf die Erde und auch der Abstand verändert. Die Sonne wird noch etwa 4 Millarden Jahre vor sich haben und zu einem grossen Riesen werden und alles in ihrem Umfeld mit sich reissen.

Antwort
von gilgamesch4711, 18

 Ja das stimmt. Im ===> NTV wies eine Biologin an Hand der Tages-Monats-und Jahresringe von Kaurimuscheln nach, dass die Dinos noch einen 21-h-tag hatten. Die beiden vom Mond erzeugten Flutberge wirken als Bremsbacken; die Erdrotation verlangsamt sich.

   Ursprünglich aufgefallen war dieses Problem in der " Archäo-astronomie " ; so ist überliefert, dass die Babylonier eine Sonnenfinsternis beobachtet hatten, die nach dem Wissensstand des 19. Jhs. hätte durch Peking laufen sollen.

  Zur exakten Kontrolle der ===> Himmelsmechanik hatte ===> Lemaitre eine Mondformel entwickelt, die auch heute noch als Test für ===> künstliche Intelligenz gilt; was gut ist, ist eben Zeit los . . . 

     Es kam zum Schwur, als ein internationales Beobachterprogramm die Zeitpunkte von ===> Fixsternbedeckungen durch den Mond stoppte ( Hier am 23. war ===> Aldebaran; ganz tolle Bedeckung. ) Dabei fiel die ===> säkulare Akzelleration auf; d.h. es war quasi so, als wenn sich " der Himmel immer schneller dreht " Bis ein nicht ganz ungenialer Zeitgenosse auf den einfall kam, nein, natürlich rotiert die Erde immer langsamer; das von der Tageslänge abgeleitete Zeitmaß ist ungenau.

  Stell dir mal vor, der Flutberg wäre ein Sandhaufen. Die Erdrotation würde den Sand doch mirt sich schleifen; d.h. nach Osten hin steigt der Berg flacher an; und dort befindet sich mehr Sand als im Westen. D.h. der Schwerpunkt des Flutberges ZIEHT DEN MOND HINTER SICH HER . Der wird jetzt " als " schneller; und nach den Keplerschen Gesetzen wandert er immer weiter nach Außen.

   In 500 Kilojahren stimmt übrigens erstmals der Kalender; neun ( synodische ) Mondmonate zu je 40 Tagen gehen dann genau auf in einem Sonnenujahr von 360 Tagen.

   Man hört so oft, es sei eine Laune der Natur, dass für uns Erdlinge Sonne und Mond gleich groß erscheinen; dies ermöglicht erst totale Sonnenfinsternisse. In 500 Kilojahren dagegen ist der Mond schon so weit entfernt, dass es nur noch ringförmige Sonnenfinsternisse gibt.

    Der Spiegel schrieb mal ganz zynisch, eher solltest du dich fragen, welche Laune der Natur bewirkt, dass du schon heute lebst und nicht erst in 500 000 Jahren . . .

Antwort
von Christo75, 33

Ja es stimmt! Allerdings wirst du die auswirkungen in deinem leben nicht spüren, also keine sorge.

Antwort
von Roderic, 15

Ja. Das ist wahr. Auswirkungen wird das so gut wie keine haben.

Antwort
von ThomasAral, 27

ebbe und flut wird weniger stark ausfallen,

alles was durch monphasen gesteuert wird, wird evtl. nicht mehr richtig funktionieren:  monatszyklus z.B.

Kommentar von uteausmuenchen ,

der Monatszyklus wird nicht durch die Mondphasen gesteuert.

Kommentar von ThomasAral ,

doch wird er ... oder was denkst du warum ein normal funktionierender Monatszyklus so um die 28 Tage sind ... also genau eine Monphase.  Das hat die Evolution so eingerichtet.

allerdings kann er natürlich beliebig durch hormone und andere einflüsse verändert werden

Kommentar von BurkeUndCo ,

Das ist ein schöner Aberglaube, aber eben durch nicht bewiesen. Denn dann müssten auch die Geschlechtszyklen der anderen Säugetiere ganzahlige Vielfache des Monats sein.

Antwort
von Drakonarus, 7

Ja, die paar kleinen cm entfernt sich der Mond von der Erde.

Antwort
von GLManuel, 37

Ja, das stimmt! Es sind im Jahr ca 2,5 cm. Wir bemerken dies aber eigentlich nicht, wenn man sich aber vorstellt wie es zur Anfangszeit der Erde vor ein paar Milliarden Jahren gewesen sein muss ist das schon sehr krass. 

Welche Auswirkungen  das hat, kann ich leider nicht sagen, ich denke aber das es keine Auswirkungen hat die uns zu schaffen machen, da es eben nur 2,5 cm pro Jahr sind! (und ein Menschenleben ist dann ja doch nicht so lange)

Antwort
von i8Sn0wZ, 10

ja , 4cm entfernt, er sich von der Erde.

Auswirkungen....na ich vermute selbst nach 1000 Jahren wird das keine Auswirkungen geben.
Wieso? Weil 4cm * 1000 Jahre = 4km sind und das ist in Astronomischer Sicht ein Nano-meter

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