Ist es verwerflich seine Tochter bei ihrer mum aufwachsen zu lassen. Ohne kontakt zum Vater. Einfach weil man weis das es so besser ist?

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15 Antworten

Ich weiß bis heute nicht, was eine typische Vaterrolle sein soll. Und sehr wahrscheinlich gehöre ich zu Deiner Großelterngeneration. 

Vorhin habe ich ein Video gesehen welches eine Nobelpreisträgerin zum Vatertag online gestellt hat auf change dot org. Schaue mal auf der Seite vorbei und finde es. Kann ich wirklich nur empfehlen. 

Die noch sehr junge Nobelpreisträgerin fragt ihren Vater, wie er eine Vaterrolle sieht und wie er es empfindet Vater einer Tochter zu sein. 

Ihr Vater antwortet sinngemäß:

Als er sie das erste Mal auf Wöchnerinnenstation sah, hat er sich sofort in sie verliebt und gedacht: Welch ein Glück, dass ich dieses Lebensgeschenk erhalten habe. 

Er erklärt,  dass Eltern - nicht nur Väter aber besonders diese - keinen Unterschied zwischen den Geschlechtern machen sollten. 

Er erklärt, dass Aufgabe vor allen Dingen der Väter ist, den Kindern den nötigen Freiraum zu lassen, ihre eigene Persönlichkeit entwickeln zu können. Wesentlich sei hier, den Kindern alles Wissen und Können zu vermitteln, welches sie einfordern und welches den Vätern bekannt ist. 

Als Ergebnis kann dann ein Vater durchaus erwarten, dass ihn eines Tages seine Tochter mit Stolz erfüllt. Denn sie hat den Freiraum bekommen, ihren ganz eigenen Weg zu gehen. 

So ungefähr. 

Männer sind in der Regel pragmatischer als Frauen. Das ist durchaus wichtig in der Erziehung. Für beide Geschlechter. Denn dieser Pragmatismus hilft den Kindern, Strukturen und Grenzen zu verstehen und akzeptieren. 

Da ja schon ein Elternteil viele Bereiche abdeckt, solltest Du ernsthaft überlegen, ob nicht Dein Kind gerade von Deiner Besonderheit auch stark profitieren kann. Denn Du lebst ihr wohl eine andere Welt vor. 

Hat sie die Chance, diese andere Welt kennen, akzeptieren und womöglich auch respektieren zu lernen, hast Du ihr die Möglichkeit gegeben, wesentliche soziale Fähigkeiten zu erlernen. 

Dein Kind ist jetzt schon in einem Alter, wo gemeinsame Unternehmungen und vor allen Dingen auch Entdeckungen in Fülle möglich sind. Nutze einfach mal die örtlichen Nachrichten der Landessender der ARD. Gerade wenn es draußen nicht so kalt ist, gibt es fast täglich Angebote vor Ort. Viele davon sind kostenlos. Viele werden von ausgebildeten Fachmenschen begleitet. 

In immer mehr Gemeinden werden Elternkurse angeboten. Oft sind sie vor allen Dingen von Männern überlaufen. Denn Männer wollen tatsächlich erst mal lernen wie an eine neue Aufgabe heran gegangen werden sollte. Sie bilden sich weniger ein, von Natur aus zu Können. 

Ich lese, die Trennung war absolut nicht einvernehmlich. Auch dazu ein Erleben:

Vor wenigen Jahren war ich in Karlsruhe unterwegs. Ich sah ein Häuflein Männer mit einigen Kindern von Polizei begleitet durch die Stadt ziehen. Neugierig war ich noch nie. Also bin ich hin. Ein Junge ging an der Hand seines Vaters. Er rief allen Vorbeigehenden zu:

"Wir gehen vor Gericht. Damit ich weiter bei meinem Vater bleiben kann. Denn der kämpft ganz hart um mich. Kommen Sie mit. Unterstützen Sie unsere Väter."

Mir kamen damals Tränen in die Augen. Denn ich hatte einen Vater der ähnlich war wie oben beschrieben. 

Du findest online zahlreiche Elternforen, oft immer noch gerne als Mütterforen mit unterschiedlichen Namen versehen. Lese Dich da vorbereitend ein. Dann schaue auf youtube nach den verschiedenen Kanälen für Eltern welche von Fachmenschen erstellt wurden. 

Mache Dich auf diese Weise mit dem anzunehmenden aktuellen Entwicklungsstand Deines Kindes vertraut, mit den entsprechenden aktuellen Moden. 

Ansonsten stimme ich Mignon4 zu. 

Dazu noch angemerkt: 

Lese den Artikel Jugendamt auf Wikipedia. Öffne alle Links im Text. Nutze die Suchfunktion des Browsers um das Thema weiter zu vertiefen. Denn Du hast auch Rechte und Pflichten. 

Du wirst Urteile lesen. Hier beachte: In der Regel sind es Einzelfallentscheidungen. Es sei denn, da steht ausdrücklich Grundsatzurteil. 

Schreibe der Mutter erst mal den einen und den anderen ehrlichen Brief. Aber jammere bitte nicht. Viele Frauen sprechen Männern immer noch das Recht ab, emotional leiden zu dürfen. 

Bitte sie darum, Eure Differenzen niemals auf dem Rücken des Kindes austragen zu wollen. Denn das Kind kann Nichts dafür. 

Mache ruhig vorsorglich Kopien von diesen Briefen. 

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Kommentar von autmsen
15.06.2016, 05:45

Ich lese in Deinen Ausführungen von Scham. Diese ehrt Dich einerseits, andererseits sollte Dein Kind nicht darunter leiden. 

Wir Menschen sind keine Götter sondern fehlerhaft. 

Fehler sind oft die einzige Möglichkeit für uns Menschen, dazu lernen zu können. Das setzt aber voraus, die Fehler aus erkennen zu können. Dazu ist längst nicht jeder Mensch fähig. 

Es gibt einen sehr wahren Spruch: 

Es ist keine Schande hinzufallen. Es ist aber eine Schande liegen zu bleiben. Und eine sehr große Dummheit: Denn so kann nie erfahren werden, wie gut die eigenen Füße durchs Leben tragen. 

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Doch, ich halte es für verwerflich, seinem Kind den Vater vor zu enthalten.

Ich glaube auch nicht, dass du als Vater ungeeignet bist; den Umgang mit Kindern kann man lernen. Ich glaube eher, dass du einfach zu bequem bist und lieber dein "Junggesellenleben" ohne weitere Verpflichtungen fortführen willst. Zahlen (hoffentlich!) und fertig.

Man muss nicht in die "typische Vaterrolle" passen, um einen guten Umgang mit seinem Kind zu haben.

Deine Tochter kann nichts dafür, dass du mit deiner Ex zerstritten bist. Allein um des Kindes Willen solltet ihr euch beide um einen einigermaßen normalen Umgang miteinander bemühen und du solltest deiner Tochter der Vater sein, den sie verdient hat.

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Ich kann dir dazu was erzählen. Ich habe drei Kinder. Mein ältester Sohn hat keinen Kontakt zu seinem Vater. Der Vater hat aber von Anfang an nie bestritten das es sein Sohn ist und immer bezahlt. Nun ist mein Sohn 14, der Vater frisch verheiratet und hat einen zweiten Sohn. Ich denke es sollte für dich verständlich sein, dass Kinder irgendwann in das Alter kommen wo sie fragen:,, Mama? Wo ist denn Papa?". In genau diesem Moment bürdest du der Mutter die Alleinerklärung auf. Und bei jedem nochmaligem Fragen erneut. Mein Sohn hat es mittlerweile von sich selbst aus (ohne das ich es ihm gesagt hätte) verstanden, dass sein Vater ihn nicht sehen will. Er sagt von sich aus:,, Papa interesiert sich nicht für mich, sonst hätte er sich einmal in den Jahren die Mühe gemacht." Aber er hat lange Zeit fürchterlich darunter gelitten. Nun Frage ich dich:,, Willst du die ganze Zeit ausreden dafür finden keinen Kontakt aufzunehmen?" Du hast wie ein erwachsener Sex haben können, konntest aber nicht wie ein erwachsener über die Folgen nachdenken? Und nur zur Info: Ja. Noch fragt die kleine Vielleicht nicht. Noch. Noch macht es ihr nichts zu schaffen. Aber gerade Kinder können solche Emotionen gut verstecken. Mein großer ist für sein Alter frühreif. Er ist viel zu schnell erwachsen geworden. Ich wünschte ich hätte einige Sachen anders machen können aber ich kann es nicht. Das sind ,,womöglich" Fragen die du dir später irgendwann stellen wirst. Warum lernst du dein Kind nicht erst einmal kennen bevor du alles in Frage stellst? Nicht dir, sondern ihr zuliebe? Pack mal den Egoismus auf Seite.

lg

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Eine Vaterrolle wird wie eine Mutterrolle nicht angeboren, jedes Elternteil muss nach der Geburt sich erst zurecht finden.

Du weißt doch gar nicht, wie es sich zwischen Dir und Deiner Tochter entwickelt, weil Du noch nie in der Situation warst und es gar nicht ausprobierst.

Menschen können sich auf Grund besonderer Umstände sehr wohl gefühlmäßig verändern.

Also versuche es bitte... Ihr müsst doch erst eine Bindung aufbauen.

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Werd erwachsen und bekomm deinen a*sch an die Wand. Kümmere dich um dein Kind. Es wird auch nicht erwartet das du, und das ist schlicht weg auch nicht möglich, der perfekte Vater zu werden. Du hast ein Kind gezeugt und nun MUSST du dazu stehen, sonst bist du in meinen Augen kein richtiger Mann sondern ein kleines unreifes Kind. Es wird nicht leicht Verhaltensweisen zu ändern, aber du musst von deiner Ich-bezogenheit wegkommen, und es zum wohl des Kindes, deines Kindes, machen! Dafür gibt es keine Ausreden!

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Hey,

ja dein Kind braucht einen Vater. Das ganze fängt auch schon ganz am Anfang an, zieht sich aber bis ins Jugendliche- und Erwachsenenalter. Das heißt natürlich nicht, dass du vollzeit für sie da sein musst, erst recht nicht wenn dir dieses "Familienmodell" so gar nicht liegt!

Dennoch denke ich, dass sie es als extreme Wertschätzung braucht, wenn der Papa mal nachfragt und sich für sie intressiert- alles halt im Rahmen deiner Möglichkeiten. Mal ganz davon ab denke ich, dass dir der Kontakt irgendwann fehlen wird.

Hier nochmal ein Link zur Vaterrolle:

http://www.4familii.de/erziehung/das_kind_und_der_papa~166/

Ich hoffe, dass ich dir noch ein bisschen weiter helfen konnte!

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Hauptsache Du zahlst !!

Was Du sonst machst ist Deine Sache. Und wenn Du nichts für Dein Kind übrig hast solltest Du es auch vielleicht besser lassen. Lieber kein Vater als ein schlechter.

Ich bin auch ohne aufgewachsen und es hat mir nicht geschadet, meine Geschwister mussten mit diesem schlechten Vater aufwachsen und denken heute noch mit Grauen daran.

Ein Kind braucht Liebe und keinen Vater der keine Liebe für sein Kind übrig hat !

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Kommentar von ichweisnetwas
13.06.2016, 11:01

Ja ich zahle. Selbst als ich in nem Loch saß und kaum geld zum essen hatte hab ich den unterhalt brav bezahlt und auch dinge darüber hinaus gekauft für die kleine.

Ich bin mir da relativ egal. Bin schon genug gebrandmarkt da schadet die ein oder andere wunde nicht weiter

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Warum solltest du ein schlechter Einfluss auf deine Tochter sein? Vielleicht solltest du mal über deinen Schatten springen?

Aber die andere Seite ist: Ich weiß nicht, was meinen Ex dazu bewogen hatte, den Kontakt zu den Kindern nach der Scheidung abzubrechen, aber er hat es getan. Ja, er sah sie mitunter auf der Straße und ging an ihnen vorbei, als wären es Fremde.

Meine Kinder haben nicht darunter gelitten. Ich gab ihnen alle Liebe, die ich geben konnte. Habe sie zu anständigen Menschen erzogen. Und sie haben ihren Vater nicht vermisst.

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Die Erziehung kannst du dann ja deiner Ex überlassen, aber sich komplett vom Kind zu distanzieren ist falsch!

Man muss mit seinem Kind Zeit verbringen, sonst bringt auch die gute Erziehung des Ex-Partners nicht allzu viel.

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So, so, du wärst kein guter Vater. Ist das auch die Ansicht deiner Tochter? Oder ist es eher deine Bequemlichkeit, dich nicht auf eine andere Lebensform als die gewohnte einzulassen? Hast du denn schon probiert, ein guter Vater zu sein? Oder hast du gleich von Anfang an diesen Vorwand benutzt, um dich aus deiner Verantwortung zu stehlen?

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Kommentar von ichweisnetwas
13.06.2016, 10:59

Im grunde hab ich es lange versucht. Und irgendwann hab ich dann wohl selbst dran geglaubt was meine ex mir so alles vorwarf.

Sie hat mich mal mit einem eingepferchten Löwen verglichen. Letzlich sobald ich die möglichkeit habe gehe ich raus ins leben und habe meinen Spaß. Und sobald ich eingeengt werde oder verantwortung übernehmen soll mach ich nen rückzieher.

was weis ich warum ich so handle. Ist nicht so das mir meine tochter und auch meine ex nicht wichtig wären. Ich bin einfach überzeugt davon das es beiden ohne mich wesentlich besser geht.

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Ja, das ist verwerflich!

Dann bist Du halt kein "typischer Vater" - was auch immer das sein mag. Aber ein untypischer Vater ist immer noch besser als gar kein Vater! Also hör auf, Ausreden zu finden und kümmer Dich!

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Nur passe ich einfach nicht in die typische Vaterrolle.

Ich finde, du machst es dir sehr leicht und einfach. Außerdem geht es nicht danach, was DU findest, sondern es kommt darauf an, was deine Tochter findet. Sie vermisst dich möglicherweise und würde in dir einen tollen Vater sehen. Woher willst du das wissen?

Was verstehst du denn unter der "typischen Vaterrolle"? Jeder sieht das anders und Kinder ganz besonders. Offenbar bist du auch nicht gewillt zu versuchen, ein guter Vater zu sein. Vergiss nicht, dass du das Kind in die Welt gesetzt hast und Mitverantwortung trägst. Strenge dich also an und gib dir Mühe.

Die Entscheidung liegt ganz alleine bei deiner Tochter.

Wir sind ziemlich zerstritten, hauptsächlich geht das von ihr aus

Ja klar. Wenn du so eine Einstellung auch schon während der Ehe hattest, ist es nachvollziehbar, dass deine Frau das nicht mitgemacht hat. Hinterfrage dich mal selbstkritisch, BEVOR du deiner Ehefrau den größeren Teil der Schuld zuschiebst.

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Kommentar von ichweisnetwas
13.06.2016, 11:06

Ich gebe ihr nicht die schuld. Ich sage nur das der Hass und die verachtung einseitig ist.

Ich habe kein problem mit ihr. Sie allerdings sehr viele mit mir. Da mir laut ihr "ALLES egal ist".

Ich war lange in einem tiefen loch und hatte große Probleme wieder aufzustehen nach der trennung. Und es fällt mir wirklich schwer meine Tochter zu besuchen wenn ich dadurch zwangsläufig immer mit der gehässigen ex aneinandergerate.

Vielleicht habt ihr aber recht. Ich wäre ja gern anders.

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wenn du zahlst

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Nu, finde ich mehr als traurig...

Egal was mit der Mutter wäre... ich würde mein Kind wollen...

Hoffe deine EX hat einen neuen Partner und das Kind eine echte Vaterfigur. Ich wünsche es dem / der Kleinen.

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Das ist aber schade, dass du keinen Kontakt zu deinem Kind willst! Was denkst du denn, ist an dir so verkehrt, dass du ein schlechter Einfluss wärest?

Ein Kind sollte nach Möglichkeit immer Kontakt zu beiden Elternteilen haben. Vielleicht kannst du ja an dir arbeiten, um deinem Kind ein guter Vater zu sein?

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Kommentar von ichweisnetwas
13.06.2016, 10:55

Ach ich kann das ganze Gefühlsgedudel einfach nicht.

Im besten fall kann ich meiner Tochter ein guter Kollege sein der seine Hand über sie hält.

Kann das schlecht beschreiben aber mir war es nie möglich menschen zu nah an mich ranzulassen.

Will nur vermeiden das es ihr am ende mehr schadet kontakt zu mir zu haben als wenn ich einfach gleich weg bin.

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