Frage von Evoluzzer213, 318

Ist es verwerflich, einen Hund mithilfe einer Waffe notfalls tödlich zu verletzen um einen erheblichen Angriff auf sich selbst oder seinen Hund abzuwehren?

Ein Kommentar meinerseits wurde in dieser Hinsicht missinterpretiert und gelöscht und jetzt will ich wissen ob es wirklich so schlimm wäre? Wir gehen dabei von einem Kampf zwischen den Hunden aus, der mit größter Wahrscheinlichkeit tödlich für einen Hund endet ohne das Eingreifen des Halters.

Nicht von einer Rangelei oder einer Spielerei zwischen zwei Hunden

Ist es im Sinne des schwächeren Hundes nicht erstrebenswert, die Hunde schnellstmöglich zu trennen, auch wenn dazu teilweise rabiatere Mittel nötig wären?

Antwort
von Jurasuppe, 76

Hi Evo,

sofern ein anderer Hund deinen Hund angreift und ggf. zu töten droht, so darf dieser Hund getötet werden.

Die Situation entspricht einem Standardfall des Defensivnotstandes gem. § 228 BGB. Dafür muss eine Situation bestehen, in der zur Abwendung einer Gefahr für ein Gut (dein Hund) in das Gut eingegriffen wird, von dem die Gefahr ausgeht (anderer bzw. angreifender Hund).

Die Interessenabwägung verlangt hier auch nur, nicht "außer Verhältnis" zur abzuwehrenden Gefahr zu stehen stehen, weil schließlich die gefährdende Sache (bzw. hier: angreifender Hund) das Gut des Verteidigers (dein Hund) beeinträchtigt.

Nach § 228 BGB sind deswegen auch Beschädigungen gerechtfertigt, die gravierender sind, als der drohende Schaden.

Die Sachbeschädigung wäre damit gem. § 228 BGB gerechtfertigt.

Zivilrechtslich: Ein Schadensersatzanspruch des Halters des getöteten Tieres gem. § 823 I BGB scheidet aus, da es auch hier an der Rechtswidrigkeit mangelt. Die Tat ist gem. § 228 BGB gerechtfertigt.

Viele Grüße, JS

Kommentar von Evoluzzer213 ,

Danke für die ausführliche juristische Antwort.

Mich interessiert es auch, was Menschen davon halten, also ob sie es verwerflich finden, das Recht auch anzuwenden

Kommentar von Jurasuppe ,

In Ordnung, zu solchen Aspekten äußere ich mich i.d.R. nicht und halte mich neutral.

In diesem Fall aber sage ich mal: ich halte es nicht für verwerflich. Nicht zuletzt, weil das Recht es ausdrücklich als gerechtfertigt und damit nicht als materiell verwirklichtes Unrecht ansieht.

Der rein moralische Aspekt ist sicher nicht ganz so leicht zu beantworten, auch ob man selbst so weit gehen würde. Da i.d.R. jedoch zum eigenen Hund schon eine etwas tiefere Bindung besteht wird das in der Situation kaum noch relevant sein. Ich würde es aus der Perspektive eher als verwerflich ansehen, den anderen Hund nicht zu töten. Hat man sonst doch schließlich seinen Schützlich im Stich gelassen.

Antwort
von SusanneV, 111

Auch wenn ich mir jetzt mit meiner Antwort hier keine Freunde mache, so stehe ich dazu, dass wenn mein friedfertiger Hund von einem anderen so stark attackiert werden würde, dass ich angst um seine Gesundheit oder sogar sein Leben haben müsste und ich hätte eine Waffe, würde ich diesen Hund ohne mit der Wimper zu zucken, töten.

Die Realität sieht jedoch anders aus. Einen Hund mit einem Messerstich zu töten, ist für jemanden, der nicht weiß wies geht, unmöglich. Ein aggressiver und verletzter Hund ist eine tickende Zeitbombe. Da kann es Dir passieren, dass er auf Dich losgeht. Ich laufe auch nicht mit einem Messer oder sonstigen Waffen rum und zum Glück kommt es nur sehr selten vor, dass ein Hund von einem anderen so schlimm verletzt wird, wie es in der Frage beschrieben wurde.

Käme ich in so eine Situation, würde ich mit einem Ast auf den anderen Hund einprügeln um meinen zu schützen. Es gibt bestimmte Stellen beim Hund, die wenn man erwischt, kann man ihn ausser Gefecht setzen. Ob ich an sowas noch denken würde, weiß ich nicht.

Noch eine kleine Anmerkung, ich hab hier eine ehrliche Antwort gegeben. Spart es Euch also mich anzugreifen, denn das wird meine Meinung zu diesem Thema nicht ändern.

Kommentar von Evoluzzer213 ,

Im gelöschten Kommentar meinerseits vertrat ich genau die gleiche Meinung und wurde als Widerling beschimpft.

Ich tendiere schon dazu, mit einer Waffe herumzulaufen, einfach weil man niemandem vertrauen kann. 

Ich stelle mir allerdings die Frage, wieso es so schwer sein soll, einen Hund mit einem Stich zu töten? Ok vielleicht liegts daran, dass ich angehender Jäger bin und deshalb auch Ahnung von Anatomie habe.

Kommentar von SusanneV ,

Mir geht Deine Frage nicht mehr aus dem Kopf. Du hast auf der einen Seite schon recht, dass man niemandem mehr vertrauen kann. Würde jedoch jeder mit einer Waffe rumlaufen, hätten wir bald Zustände wie in Amerika.

Als angehender Jäger weißt Du eher, wo ein Messerstich tödlich sein kann. Nur kommst Du dahin, wenn zwei Hunde kämpfen.

Wir haben uns vor einiger Zeit über dieses Thema im Bekanntenkreis unterhalten und es gibt ja Stellen beim Hund, an denen er sehr empfindlich ist. Wenn man die weiß, hat man schon eine Chance, seinen eigenen Hund zu schützen. Ich kann nur hoffen, dass uns sowas nie passiert. Ich hab zwar eine Dobermannhündin, aber die ist total friedfertig.

Danke für Dein Kompliment......

Kommentar von Evoluzzer213 ,

Für eine vernünftige Person immer doch ;)

Deshalb haben wir in Deutschland richtigerweise die Regelungen dass eine Privatperson den Nachweis erbringen muss, dass er eine scharfe Waffe in seinem Leben braucht. Damit nicht jeder ... sowas kaufen kann.

Ja man sollte dahin kommen, im Notfall wirft man sich auf den Rücken des Hundes um ihn zu fixieren. Das Herz sitzt etwa mittig hinter den Vorderbeinen und sollte vom Bauchraum ganz gut zu erreichen sein aber so genau will ich mir dazu auch keine Gedanken machen müssen^^

Ich persönlich finde die Voraussetzungen in Deutschland vielleicht ein bisschen zu scharf aber im Kern ist das genau der richtige Ansatz. Ich persönlich mache auch meinen kleinen Waffenschein sobald ich 18 bin. Wenn ich zum Angeln draußen bin habe ich aber eh immer ein passendes Messer dabei, das trifft sich ganz gut.

Kommentar von SusanneV ,

Jetzt bin ich wirklich überrascht. Du wirkst schon sehr erwachsen.

Die Realität zeigt uns ja fast täglich, dass, wenn man eine Waffe haben will, diese auch leicht zu beschaffen ist.

Es gibt halt immer öfter schlimme Vorkommnisse, die uns bewusst machen, dass wir nicht mehr sicher sind.

Ich bin bis vor ein paar Jahren gerne aufs Oktoberfest gegangen. Heute hab ich da drauf keine Lust mehr, weil man ja Angst um sein Leben haben muß.....

Kommentar von Evoluzzer213 ,

Das sagen mir viele und wenn es dann heißt dass ich 17 bin, sind alle baff^^

Naja manche Waffen sind leichter zu beschafffen als andere, aber generell sind illegal eingeführte Waffen (außer Japanische & Chinesische Altwaffen) zur Selbstverteidigung abzulehnen, da dies einen Straftatbestand darstellt. Die einzige Ausnahme bilden für wie mich gesagt Nunchakus und ähnliches, weil mir einfach nicht in den Kopf will: Welcher Vollidiot benutzt die Kette eines Nunchakus zum Erwürgen? Leute die so kämpfen haben es nicht einmal verdient, ein Nunchaku anzusehen.

Gegen große äußere Einflüsse konnten wir noch nie etwas ausrichten, aber ich halte die Kriegsgefahr zu dieser Zeit für sehr gering.

Und als Individuum kann man recht viele Möglichkeiten in Anspruch nehmen um sich und sein Heim zu schützen, da gings der Menschheit schon schlechter.

Aber du hast Recht, manchmal müssen wir noch um unser Leben fürchten, und genau dafür ist das Mitführen von Waffen gut, was allerdings bei Festen und anderen Volksversammlungen nicht erlaubt ist.

Kommentar von SusanneV ,

Schon alleine, dass man sich in dem ach so zivilisierten und sicheren Deutschland Gedanken machen muß, ob man es wagen soll ein Volksfest zu besuchen oder welche Alarmanlage die beste ist finde ich sehr traurig.

Klar, es ging den Deutschen schon schlechter, aber Wohlstand und Sicherheit sind nicht von alleine gekommen und dass wir uns jetzt nicht mehr sicher fühlen und die Kriminalität steigt, daran ist nicht die Bevölkerung schuld, sondern unsere Politik versagt.

Als ich noch jung war und abends bzw nachts unterwegs war, da ist nie was passiert. Und jetzt sind wir wieder beim Thema, ohne Pfefferspray würde ich im abends nicht alleine im die Stadt trauen.

Kommentar von Evoluzzer213 ,

Ich finde es nicht so traurig. Eine verbrechensfreie Utopie wird nur durch einen autoritären Polizeistaat möglich und den möchte auch wieder keiner aus Angst vor Machtmissbrauch. Letztendlich müssen wir akzeptieren, dass Kriminalität und Gewalt in der Natur des Menschen liegen und da muss sich das Individuum selbst schützen.

Ich persönlich nehme es einfach hin, dass Kriminalität in Deutschland existiert. Angst habe ich keine, meine Eltern haben unser Haus sehr gut gesichert, weil gerade in unserer Straße Anfang 2016 eine Einbruchswelle war. Dabei war es interessant zu erfahren, dass Einbrecher Laptops und alles eher liegen lassen und nur Bargeld mitnehmen, dies war in jedem eingebrochenen Haus unserer Straße der Fall. Wir haben kein Geld zuhause herumliegen.

Außerdem neige ich aufgrund meiner Persönlichkeit eher dazu, viel Zuhause zu sein, was einen Einbruch unmöglich macht.

Was die Kriminalität außerhalb unseres Grundstücks angeht, da sorge ich gut vor. Jemand, der gut vorsorgt, muss keine Angst vor steigender Kriminalität haben.

Als angehender Jäger habe ich dann ohnehin bei jedem Angelausflug eine Schusswaffe bei mir im Auto liegen, sobald ich ein Auto und eine Schusswaffe besitze. (So nicht ganz legal aber ich finde da auch noch ein schönes Schlupfloch) Denn Rest erledigt ein scharfes langes Messer, das ich zum Angeln brauche.

Die ganze Gesellschaft verdirbt heutzutage, die Kriminalität ist doch nur ein Nebeneffekt davon. Aber als Frau hat man wahrscheinlich abends nochmal mehr Angst als ein Mann.

Ich finde es allerdings falsch, sich Angst machen zu lassen weil man dadurch den ganzen Dep*en noch mehr Macht über einen gibt. Alles ist eine Frage der Verteidigung und dann sehen auch diese De*pen recht schnell alt aus.

Wenn wir uns einschüchtern lassen hört dieser Irrsinn niemals auf.

Allerdings finde ich es blöd, dass Deutschland uns engste Grenzen setzt, wenn es um die Verteidigung unseres Grundstücks geht. Haust du einen Einbrecher um ist man schnell dran wegen Körperverletzung, das müssen die dringend rausnehmen. Ich sollte mehr Recht bei der Verteidigung MEINER WERTSACHEN haben, schließlich ist es auch die Schuld des Einbrechers wenn er einbricht und ich ihm bei der Überwältigung das Jochbein und Nasenbein breche. Aber nein, er darf mich dann verklagen, das ist einfach lachhaft.

Am besten kaufe ich die Handschellen mit Gepardenfell (gefaked natürlich) aus dem Erot*ksortiment wenn ich ihn überwältigen will, er könnte mich ja verklagen, wenn der nötige Komfort an den Handschellen fehlt und ich sie zu eng stelle.

LACHHAFT

Es geht ja schließlich auch um die Abschreckung der Einbrecher in der Zukunft, die könnten das ja immer wieder versuchen.

Denkst du, die versuchen das nochmal wenn einer von denen mit gebrochenem Jochbein und Nasenbein im Knast landet? Oder wenn man einen in den Sarg schießt? Nein, das werden die lassen wenn die wissen dass man sich verteidigen kann.

Wenn es einem Einbrecher entgegen aller Wahrscheinlichkeit gelingen sollte, einzubrechen werde ich diesem ... schon klar machen, was für einen Fehler er jetzt begangen hat. In diesem Haus wohnt meine Famile, meine Haustiere, in diesem Haus spielte sich fast mein ganzes Leben ab und ich gehe notfalls sogar über Leichen um seine Sicherheit zu gewährleisten!

Das klingt jetzt sehr hart, aber Verbrecher sind in gewisser Weise auch wie Hunde, die geben solange keine Ruhe, bis man Alphastatus demonstriert. Und das würde ich so machen.

Kommentar von uwe4830 ,

Hallo Susanne, kleiner Tipp 4 Wirbel am Rutenansatz, wenn es hier bricht war es das durch den Ruck an der Rute brichst du ihm das Rückrad. Gruß uwe4830

Kommentar von SusanneV ,

Hallo Uwe, Stimmt. Ich wollte hier nicht schreiben, was unser Trainer uns in so einem Fall geraten hat......

Antwort
von GoodFella2306, 125

Abgesehen davon, dass du mit Sicherheit bei zwei tobenden Hunden nicht wirklich in der Lage wärst, einen sicheren Schuss anzubringen, wäre der Waffeneinsatz an der Stelle nicht gerechtfertigt.

In der Wildnis vielleicht, denn wo kein Kläger da kein Richter.

Aber nicht in zivilisierter Umgebung.

Kommentar von Evoluzzer213 ,

Wieso?

Soll ich meinen Hund wie oben beschrieben sterben lassen nur weil ein paar Häuser um mich herum stehen? Menschen werden doch auch durch Notwehr über das Gesetz hin ermächtigt, Menschen zu schaden oder schlimmstenfalls zu töten, wieso greift das hier nicht wenn eine Trennung ohne Gewalt nicht möglich wäre?

Wir gehen nicht von Schusswaffen aus sondern von Waffen, die der breiten Masse an Hundehaltern zugänglich wären, also Äste, Schlagstöcke, Elektroschocker, Messer, Signalpistolen

Kommentar von Negreira ,

Das setzt aber voraus, daß ich mit einem Angriff rechne, denn ich habe grundsätzlich weder ein Messer, noch einen Schlagstock oder Elekztroschocker beim Gassigehen bei mir.

Deine Frage scheint mir eher auf  militante Hundehalter abzuzielen. Das sind aber vermutlich dann auch die, die sich im Zweifelsfall auch gegen einen Menschen wehren würden, der sie nur schief ansieht.

Kommentar von Evoluzzer213 ,

Nein, die Frage richtet sich an alle, die sich für eine Tierbezogene Moral interessieren und über sowas nachdenken und das moralische Für und Wider ausloten.

Ehrlich gesagt ist es besser, eine Waffe bei sich zu führen die man nicht braucht als keine bei sich zu führen wenn man eine braucht

Expertenantwort
von furbo, Community-Experte für Recht, 43

Den juristischen Adpekt hat Jurasuppe schon abschließend dargelegt.

Du willst nun auch wissen, ob es verwerflich ist. Der moralische Aspekt ist kaum juristisch zu fassen, jeder steht zu seinem Hund anders.

Ich war schon in der Situation, mich und meinen Hund verteidigen zu müssen. Wenn ich ein Messer gehabt hätte, ich hätte den Angreifer abgestochen, so habe ich ihn halb erwürgt. Kampflos hätte ich meinen besten Freund nicht aufgegeben. Juristische Folgen hätten mich nicht interessiert. 

Kommentar von Evoluzzer213 ,

Danke für die Antwort :D

Hat dich dieses Ereignis öfter darüber nachdenken lassen, bewaffnet aus dem Haus zu gehen um bei einem erneuten Angriff gewappnet zu sein?

Kommentar von furbo ,

Es gab vor diesem Vorfall eine Zeit, da nahme ich immer meine Pistole mit, wenn ich längere Strecken mit meinen Hunden ging. Grund war eine Begegnung mit einem Hunderudel, das zwar bedrohlich war aber kein Angriff folgte. 

Ich fühlte mich eigentlich immer sicher, wenn mein Terrier bei mir war, besonders bei meinen Reisen. Er war ein kompromissloser Kämpfer und hielt streunende oder aggressive Hunde auf Abstand. 

Der letzte Vorfall, der wirklich übel war, war im Ausland, er ging auf Leben und Tod (zumindest für meinen Hund). Ich war unbewaffnet. Ich bin immer noch im Zweifel, ob mein Hund oder ich das Ziel des riesengroßen Angreifers war. Es gab nämlich in der Gegend schon Tote durch Hundeattacken. Ich konnte dem Angreifer damals die Hundeleine um den Hals winden und ihn abwürgen. Hätte er meinen Hund damals nicht ausgespuckt, ich hätte ihn umgebracht. 

Nach dem Vorfall nahm ich immer eine Waffe mit. 

Btw: ich weiss nicht, wie die Sache ohne meinen Freund ausgegangen wäre. Er oder ich alleine hätten es wohl nicht überlebt. Gemeinsam waren wir aber schwer zu knacken.

Kommentar von Evoluzzer213 ,

Der Hund als bester Freund des Menschen eben ;)

Ein Terrier? Das wäre jetzt nicht die hunderasse, die ich genommen hätte um mich sicher zu fühlen, die sind doch recht klein.

Kommentar von furbo ,

Würde ich nicht sagen. Größe zählt da nicht so sehr, sondern Kraft und Schnelligkeit. Mein kleiner wog 14 kg und bestand nur aus Muskeln und Zähnen. Er verstand sie einzusetzen und war ein Kämpfer. Er war beileibe kein einfacher Hund, wenn er die Gelegenheit hatte, fing er gerne Streit an. Ich bewegte mich viel im Ausland, wo es auch viele streunende oder wilde Hunde gab,  die uns auch manchmal bedrohten. Er hielt sie alle auf Distanz. Im Grunde taten mir die Streuner leid, es war ein menschengemachtes Problem. Hunde wurden, wenn sie lästig wurden, halt ausgesetzt. 

Manch einen ausgesetzten Welpen haben wir aufgenommen und mein Raubein war ein liebevoller Adoptivvater. 

Nur bei dem genannten Kampf, der war für ihn aussichtlos, da sein Gegner 3 oder 4 mal so groß war wie er. 

Antwort
von uwe4830, 68

Hi,

ganz von vorne um eine Waffe zu tragen bedarf es eines Waffenscheines. Töten eines Hundes in freiem Gelände obliegt dem Förster. Wenn du so etwas beim Beantragen eines Waffenscheines, selbst nur bei dem sog. kleinen Waffenscheines von dir gibst, wird man dir diesen verweigern.

Wenn du schon so denkst, könnte es dir sicherlich auch passieren, den dazu gehörigen Halter zu erschießen.

Nimm den legalen Weg kaufe dir CO2 also Reizgas wirkt zur Abwehr anderer Hunde und es ist frei verkäuflich.

Gruß uwe4830

Kommentar von Evoluzzer213 ,

Den kleinen Waffenschein beantrage ich für den Selbstschutz.

Den großen bekomme ich denke ich weil ich Jäger bin, dann obliegt es auch mir, mich um Tiere zu kümmern und eventuelle Aufgaben eines Försters zu übernehmen in dessen Abwesenheit.

Wieso sollte ich den Halter erschießen? Wenn er auf mich losgeht wird er überwältigt, wie das geschieht kann er sich aussuchen.

Kommentar von uwe4830 ,

Ok, du hast voller Emotionen geschrieben, wenn du doch Jäger bist, dann müsstest du dich im Jagdgesetz doch auskennen, was Hege und Pflege anbetrifft. Was zu welcher Zeit usw geschossen werden darf, und was du in obiger Situation darfst, ohne dafür zur Rechenschaft gezogen zu werden.

Gruß uwe4830

Kommentar von Evoluzzer213 ,

Ich bin angehender Jäger, sorum wird ein Schuh draus, sorry^^

Ich weiß was ich darf, ich wollte die Meinung anderer Menschen hören, ob und inwiefern sowas moralisch verwerflich ist weil mich die Moralvorstellungen von anderen Menschen interessieren

Kommentar von uwe4830 ,

Sorry aber kann es sein, dass die Geschichte nur erfunden wurde, und sich gar nicht zugetragen hat? Dann wäre es sehr verwerflich, und dann sollten Menschen wie du den Jagdschein besser nie ausgehändigt bekommen, denn wer sich für sein Handeln und Tuen von anderen freisprechen lassen möchte, der hat in meinen Augen starke Karakterschwächen. 

Ich finde es absolut nicht verwerflich, wenn ich dir wünsche, dass du die Jagdprüfung NICHT bestehst, solltest du hier alle an der Nase rum geführt hast.

uwe4830

Kommentar von Evoluzzer213 ,

Inwiefern führe ich Menschen an der Nase rum? An der Frage wird deutlich, dass mich lediglich die Sichtweise anderer Menschen interessiert weil mein Kommentar gelöscht wurde.

Ich lasse mich nicht freisprechen, ich werde einen Angreifer notfalls töten wenn ich muss und bedarf keiner Legitimation von euch. Mich interessiert allerdings, wie ihr ein solches Verhalten in dieser Situation findet.

So gesehen ist diesese Szenario fiktiv, ihr sollt euch in die Lage reinversetzen und mir dann eure Meinung schildern, zu nichts anderem ist die Frage gut.

Ich weiß wie ich handeln werde, auch wenn vielleicht keiner das gut finden würde

Antwort
von jokeiii03, 93

klar ist es nötig in so einen fall einzugreifen, aber man sollte zuerst einmal versuchen die hunde ohne gewalteinsatz durch gegenstände zu trennen, jedoch kann man falls der hund vom halter oder die hunde nicht voneinander abzubringen sind mit gewalt eingreifen.

Antwort
von dogmama, 90

schnellstmöglich zu trennen, auch wenn dazu teilweise rabiatere Mittel nötig wären? 

kämpfende Hunde sind in schnellen Bewegungen, so dass Du sicherlich gar nicht oder den falschen treffen würdest.

ansonsten ist es auch verboten mit scharfen Waffen durch die Gegend zu ziehen!

Kommentar von Evoluzzer213 ,

Woher kommt dieser Glaube??

Nein ist es nicht, alles was man braucht ist ein großer Waffenschein, dann darf man die fast überall tragen.

Erweitert alle mal den Waffenbegriff, es gibt auch Hieb- und Stichwaffen...

Kommentar von dogmama ,

unsinnig ist das. nicht jeder hat solche Waffen bei sich wenn er mit seinem Hund unterwegs ist und kaum einer hat auch Interesse daran solche Teile mitzuschleppen. Außer vielleicht ein paar Waffenfreaks, die vielleicht auch nur auf solche Geschehnisse warten!.

Und wie schon gesagt ist es kaum möglich kämpfende Hunde zu trennen, man würde immer den falschen treffen. Du hast wahrscheinlich noch nicht beobachtet wie kämpfende Hunde umherwirbeln! 

Kommentar von Evoluzzer213 ,

Lieber eine Waffe dabei die man nicht braucht als ohne Waffe unterwegs, wenn man sie braucht.

Menschen, die mit geeigneten Mitteln zur Selbstverteidigung rausgehen, zu verteufeln ist mit Verlaub ein wenig dämlich, das sind keine Waffenfreaks, das sind vernunftbegabte Menschen die sich auf jede mögliche Situation vorbereiten. Das ist gut so.

Das hat nicht mal etwas mit darauf warten zu tun. Man hofft nicht, dass man die Waffe einmal zücken muss aber man ist vorsichtshalber darauf vorbereitet. Nur das ist vernünftig

Kommentar von Cubrapido ,

sehe ich auch so, es geht ja um die eigene Sicherheit.

Wenn ich ein Feuerlöscher daheim habe heißt es auch nicht, dass ich paranoid bin oder nur darauf warte das ein feuer ausbricht,man hat es halt daheim falls was passiert, damit man reagieren kann.

das Selbe könnte man über den Sicherheitsgurt beim Autofahren sagen unsw.

lieber haben und nicht brauchen anstatt es zu brauchen und nicht zu haben.

Kommentar von dogmama ,

dass man die Waffe einmal zücken muss aber man ist vorsichtshalber darauf vorbereitet

Selbstverteidigung funktioniert auch sehr gut ohne irgendeine Waffe. Kann man in jedem Selbstverteidigungskurs lernen!

Kommentar von Evoluzzer213 ,

Waffen sind effektiv, was hast du gegen Waffen?

Waffen sind effektiver. Kämpfe du mal mit einer Reizgasladung im Gesicht, und abdrücken kostet mich keine Mühe und kein Jahrelanges Training

Kommentar von dogmama ,

was hast du gegen Waffen?

ich kenne etliche Menschen die sowas nicht brauchen und auch ich habe absolut kein Verlangen danach!

Ich bin auch bislang sehr gut ohne irgendeine Waffe durchs Leben gekommen! Und vom Alter her könnte ich locker Deine Großmutter sein!

Kommentar von Cubrapido ,

Es soll sich jeder so verteidigen können wie er es für richtig hällt.

wenn du keine Waffen zur Selbstverteidigung brauchst dann ok warum nicht ^^

aber nicht jeder kann sich körperlich angemessen verteidigen.

ich trage auch Legal eine schreckschusswaffe bei mir zur Verteidigung. Ich muss es doch nicht unnötig auf einen Kampf mit ungewissen ausmaß ankommen lassen wenn ich schon vorher mich durch Hilfe meiner Waffe der Situation entziehen kann.

Ich bin Sportschütze und sehr geübt im Umgang mit Schusswaffen.

und ich hab mir auch wissen mit dem richtigen Umgang des Defensivmittels angeeignet ich weis nicht was daran so schlimm sein soll. 

andere Leute benutzen Pfeffer spray oder andere defensiv mittel oder können Kampfsport ist ja jedem das seine  

Antwort
von Revic, 74

Wenn es absolut keine andere Möglichkeit gibt, den angreifenden Hund von euch fernzuhalten oder zu trennen und es tatsächlich um "Leben und Tod" geht, dann ja.

Allerdings finde ich das moralisch gesehen nur vertretbar, wenn wirklich und ganz ohne Zweifel der andere Hund "angefangen" hat. Da die Hundesprache allerdings viel feiner als für das menschliche Auge ersichtlich ist, sehe ich hier schon die ersten Probleme.

Eine Gegenfrage: würdest du deinen eigenen Hund (mitunter tödlich) verletzen, wenn er sich in einen anderen Hund oder Menschen verbeißt, um deren Leben zu schützen?

Kommentar von Evoluzzer213 ,

Ich würde meinen Hund gänzlich anders erziehen, daher stellt sich diese Frage nicht.

Kommentar von Revic ,

Angst und Aggression sind nicht zwangläufig eine Frage der Erziehung.

Alle äußeren Umstände mal außer acht gelassen; wenn eine wie von dir beschriebene Situation eintreten würde und dein Hund wäre der Auslöser, würdest du ihn verletzen oder gar töten?

Kommentar von Evoluzzer213 ,

Ich würde ihn verletzen oder töten wenn dies nötig ist.

Die Tatsache, dass ich eine emotionale Bindung zu ihm hege heißt nicht, dass er einen Freifahrtschein für alles hat und ich ihn das machen lasse vor allem nicht wenn ein anderer Hund oder ein Mensch unter diesem Fehlverhalten leidet.

Antwort
von free81, 9

Verwerflich finde ich es nicht. Wenn er auf einen selber losgeht, schonmal garnicht. Notwehr, ganz klare Sache, du oder er. Fänd ich auch volkommen in Ordnung, hätte ich genauso gemacht. Bei Hund gegen Hund ist es ja, wie ich rechtlich gesehen habe so, dass es erlaubt sei. Wenn das so ist, okay. Auch das fänd ich vertretbar, also auch nicht verwerflich. :)

Antwort
von Modrian, 25

Warum immer gleich töten? Wenn man körperlich dazu in der Lage ist, kann man sich beispielsweise auf den anderen Hund draufschmeißen. Die wenigstens Hunde reiten dann mit einem auf dem Rücken davon.

Mit der selben Waffe mit der man tötet, kann man by the way ein Tier auch derart verletzten, dass es den Rückzug antritt.

Von daher. In den meisten Fällen ist dieses töten moralisch verwerflich. Sonst würde man das auch bei Menschen so machen.

Kommentar von Evoluzzer213 ,

Menschen tötet man schlimmstenfalls auch wenn es nicht anders geht. Und genau das meine ich auch so, wenn es nicht geht.

Ich meinte "wenn nötig tödlich" nicht "auf jeden Fall tödlich"

Kommentar von Modrian ,

Wann soll es denn nötig sein zu töten?

Wenn man körperlich tatsächlich nicht in der Lage ist, sich mit dem Hund anzulegen kommt eine Waffe in Frage. Eine Waffe mit der man töten kann, kann man auch dazu benutzen den Angreifer in die Flucht zu schlagen. Polizisten prügeln sich auch eher als jemanden zu erschießen. Oder sie schießen mit dem Vorsatz jemanden kampfunfähig zu machen. Aber bei einer Prügelei würde man nicht mit dem Vorsatz schießen den Angreifer zu töten. Sonst hätte man ein rechtliches Problem, weil das moralisch verwerflich wäre. Warum dann nicht bei Hunden?

Antwort
von Antitroll1234, 86

Ich finde nichts verwerfliches dabei sich selbst oder seinen Hund durch Angriff eines anderen Hundes zu schützen und auch finde ich es nicht verwerflich notfalls den angreifenden Hund tödlich zu verletzen, dies sollte aber die letzte Möglichkeit sein wenn anderes nicht wirksam ist.

Kommentar von Evoluzzer213 ,

DANKESCHÖN

Mal einer der unter uns gesagt nicht total verweichlicht ist und dem sein Tier auch noch was wert ist.

Antwort
von ssnoweesnow, 120

Wenn dich der Hund Angegriffen hat wäre es Notwehr, also legal. Aber mann darf keine Handfeuerwaffen in Deutschland auf der Straße tragen.

Kommentar von Evoluzzer213 ,

Zieh den Begriff der Waffe etwas weiter, gemeint sind Hieb- und Stichwaffen

Darf man doch übrigens mit einem Großen Waffenschein

Kommentar von Cubrapido ,

wenn man  von einem Hund angegriffen wird ist das Notstand, da Tiere laut Gesetz mit Gegenständen gleich gestellt werden, hier gibt es anders als bei der Notwehr den Bestand der Verhältnismäßigkeit

bei einem Angriff von einem Tier geht das Wohl ergehen den Menschen immer vor also ist das mit der Verhältnismäßigkeit schon mal kein ding.

Auch in Deutschland darf man Handfeuerwaffen führen, wenn man einen dazugehörigen Waffenschein hat 

Antwort
von X3030, 39

Bin sehr erstaunt und erschrocken darüber, mit welchem Waffen Leute mittlerweile so unterwegs sind bzw welche sie gerne mit sich führen möchten, sofern man den großen Waffenschein besitzt.. 

Weiß garnicht, warum man einen Hund zwingend töten sollte, wenn es auch bspw. ausreicht, Pfefferspray mit ballistischem Strahl zu verwenden.  Nicht diese kleinen Döschen mit lächerlichem Nebel der sich überall verteilt, nur nicht den Angreifer trifft.. (sei es nun Tier oder Mensch),  die Wirkung lässt auch den agressivsten Hund flüchten. Kauft einfach die zivile Variante dessen, was Zoll und Polizei auch benutzen.., kann man bei jedem Spaziergang / Stadtbummel dabei haben.., in der Jackentasche, am Gürtel, wo auch immer.. - schnell zur Hand,  sehr effektiv.!! Gutes Pfefferspray kriegt man inkl Patrone für 30,00€.., Patrone kann für kleines Geld nachbestellt werden. Hartplastikgehäuse, in das dann die Patrone gesteckt wird. Liegt gut in der Hand.., auch als Schlagwaffe effektiv, sogar empfohlen.. 

Guckt euch an was Zoll und Polizei am Gürtel haben.., genau das meine ich. 

Schusswaffen , Messer.., lasst mal die Kirche im Dorf.   Natürlich ist es legitim sich und natürlich auch seinen Hund vor aggressiven Hunden zu schützen.., zur Not reichen Tritte.., Schläge mit einem Stock, ect.. - vorzugsweise, wie erwähnt, das RICHTIGE Pfefferspray. 

Trete zb. einem heranstürmenden abgeleinten Hund mal gegen den Kopf / respektive Nase.., kein Meter läuft der mehr wenn man ohne zu Zögern zutritt.  Die Gesundheit des Angreifers ist mir in solchen Fällen selbstverständlich egal.. 

Angriffe abzuwehren ist immer situationsabhängig.., aber Messer und Schusswaffen?? - also bitte.. 

Kommentar von furbo ,

Offenbar hast du solche eine Situation noch nie erlebt. 

Kommentar von X3030 ,

Doch.    ..und jetzt??   

Kommentar von Antitroll1234 ,

Weiß garnicht, warum man einen Hund zwingend töten sollte

Niemand will einen Hund zwingend töten, wo liest Du denn das heraus ?

Kommentar von X3030 ,

aus der Frage und der teilweise gegebenen Antworten, die eindeutig in eine Richtung gehen.., und zwar den angreifenden, sehr aggressiven Hund zu töten. 

Was ich töten kann, kann ich auch verletzen / kampfunfähig machen.!!  

Kommentar von Antitroll1234 ,

aus der Frage und der teilweise gegebenen Antworten

Zitiere bitte mal diese Abschnitte wo der Fragesteller den Hund zwingend töten möchte.

Er schreibt jedesmal im Extremfall oder notfalls, aber nirgends schreibt er das er den Hund zwingend töten möchte.

Kommentar von Evoluzzer213 ,

Auf diversen anderen Webseiten wird ausgeführt, wieso ein Tierabwehrspray unzuverlässig ist.

Wir drehen mal deine Aussage um, damit du siehst was ich eigentlich meine: Aus 

Was ich töten kann, kann ich auch verletzen / kampfunfähig machen.!! 

wird meiner Meinung nach ein: Alles was ich NICHT verletzen/kampfunfähig machen kann, muss ich zu meiner Selbstverteidigung töten.

Jetzt spreche ich das erste Mal von Müssen, und das Töten ist auch meiner Meinung nach ein Muss, wenn kein anderes Mittel Wirkung zeigt.

Das Töten als letzten Ausweg abzulehnen, ist dämlich weil dies in diesem Fall unausweichlich zu deinem Tod, dem Tod deines Hundes oder den Tod von euch beiden führen wird.

Kommentar von X3030 ,

hört sich alles toll und megadramatisch an.., aber alles fernab der alltäglichen Realität. 

Besitzen seit jahrzehnten Hunde.., bisher ist es einmal (!!) vorgekommen, dass ich einem sehr rabiaten, bissigen Hund vor den Kopf treten musste (wie ich schon erwähnte..), er ist umgehenst umgekippt.., nachdem er sich erschrocken berappelte, machte er sich Schwanz einziehend jaulend und quikend vom Acker, nachdem ich weiter sehr rabiat auf ihn losging. 

Das ein gutes Pfefferspray (ballistischer Strahl wohlgemerkt) unzuverlässig ist, halte ich für ein Gerücht.  Vielleicht war der Bediener zu ängstlich,  zu blöde.., keine Ahnung, aber an der Wirkungsweise des Pfeffers hat's sicher nicht gelegen. 

Antwort
von armabergesund, 76

ja, es ist gerechtfertigt, sein Leben zu schützen. Das Leben eines Hundes kannst Du mit geeigneten Mitteln ebenfalls verteidigen. Die Verhältnismäßigkeit der Mittel kann ggf. in Zweifel gezogen werden, vor allem vom gegnerischen Hundehalter.

Ohne entsprechende Vorgeschichte ist es schwer zu sagen, wie die Sache ausgeht, jedenfalls kann der Schuss auch gewaltig nach hinten los gehen, so oder so...

Expertenantwort
von imager761, Community-Experte für Recht, 135

Die Frage stellt sich einem verantwortungsvollen Hundeführer bzw. -halter garnicht, da er seinen Hund jederzeit, ggf. angeleint an der Begegnung hindern müsste.

Unterliesse er dies, darf er den anderen Hund nicht töten oder wäre zum Ersatz des Schadens verpflichtet.

Kommentar von Evoluzzer213 ,

Man kann sich auf sein Gegenüber niemals verlassen.

Was ist mit freilaufenden Hunden und das Herrchen ist nicht in unmittelbarer Nähe?

Die Frage geht davon aus was man machen würde, wenn man im Recht ist und sich gegen den Angriff verteidigen möchte

Kommentar von imager761 ,

Aber auf seinen Hund, wenn er geschult oder angeleint ist. Noch einmal: Die ultima ratio setzt voraus, das kein anderes Mittel zur Gefahrenabwehr verfügbar ist. Und das war es: Auf Sichtweite halten, bei Begegnung ablegen, anleinen, vorbeiführen und sie verbeißen sich erst garnicht.

Kommentar von Antitroll1234 ,

Die Frage stellt sich einem verantwortungsvollen Hundeführer bzw. -halter garnicht, da er seinen Hund jederzeit, ggf. angeleint an der Begegnung hindern müsste.

Der verantwortungsbewussten Hundehalter hat seinen Hund ja auch angeleint, aber wie willst Du eine Begegnung als verantwortungsbewusster Hundehalter verhindern wenn Du mit deinem Hund angeleint spazieren gehst und nun kommt ein anderer freilaufender Hund und greift dich oder deinen Hund an ?

Das ist doch die hier gestellte Frage ob es verwerflich ist einen angreifenden Hund zu verletzen, notfalls tödlich.

Kommentar von imager761 ,

Offenbar bist du kein Hundehalter: Kein Hund greift einen angeleinten, geführten Hund an, der sich so nicht verteigen könnte, es sei denn, er wäre dazu ausgebildet.

Und selbst dann hat man keine Axt, Messer, Schlagstöcke oder Schußwaffe zu verwenden, soweit man die überhaupt führen dürfte, sonder Tierabwehrspray als mildestes der geeigneten Mittel.

Kommentar von Antitroll1234 ,

Kein Hund greift einen angeleinten, geführten Hund an, der sich so nicht verteigen könnte,

Ja ne ist klar^^

Und selbst dann hat man keine Axt, Messer, Schlagstöcke oder Schußwaffe zu verwenden, soweit man die überhaupt führen dürfte, sonder Tierabwehrspray als mildestes der geeigneten Mittel.

Wenn Du das meinst, dein Ding.

Ich würde den angreifenden Hund mit allen mir zur Verfügung stehenden Mitteln abwehren, Du kannst es anders halten und einen angreifenden Hund erklären das er dies eigentlich nicht zu machen hat und von deinem Hund oder dir ablassen soll. 

Viel Spaß weiterhin.

Kommentar von furbo ,

Nein, das stimmt nicht. Ich habe das Gegenteil deiner Behauptung life und in Farbe selbst schon erlebt.

Btw: hab deinen Kommentar versehentlich geliked, sorry. 

Kommentar von Jurasuppe ,

Hi image,

diese Ausführungen sind so nicht vertretbar und verkennen den einfachen Rechtfertigungsgrund des Defensivnotstandes.

Vielmehr werden auch die später verwendeten Rechtsbegriffe eher für einen Rekurs auf den Aggressivnotstand verwendet.

Rein rechtlich betrachtet darf der Hund (auch tödlich) abgewehrt werden, sofern eine ernsthafte Gefahr für den Hund des Fragestellers bestünde und der andere Hund angegriffen hat. Das war ausdrücklich vom Fragesteller so vorgegeben.

Viele Grüße, JS

Kommentar von furbo ,

Teilweise gebe ich dir recht. Man kann aber auch mit angeleintem Hund eine Situation nicht immer beherrschen oder ausweichen. Ein Hundekampf auf Leben und Tod ist manchmal, wie ich selbst erfahren musste, unausweichlich. 

Kommentar von BenniXYZ ,

Schon wieder so ein Experte ohne praktische Erfahrungen.

Wie willst du einen fremden Raudi daran hindern, deinen angeleinten Hund zu attakieren?

Antwort
von Hannes789, 56

Ganz einfach:

Überlas diese Entscheidung den Hunden. Der Hund der gewinnt, gewinnt. Falls der andere sterben sollte, ist dies die Natur. In der Natur draußen kämpfen halt Tiere miteinander. Da sollte sich der Mensch nicht einmischen. 

Kommentar von Evoluzzer213 ,

Tja, ich mische mich aber ein. Falls du es noch nicht weißt, gezüchtete Hunde haben gar nichts mehr mit der Natur zu tun, das sind Erzeugnisse des Menschen.

Kommentar von Hannes789 ,

Auch wenn es Erzeugnisse sind. Der Mensch beeinflusst in diesem Moment nicht das Verhalten des Hundes. Und sollte er auch nicht.

Kommentar von SusanneV ,

Ich hoffe, dass Du keinen Hund hast, denn wenn Du einen hast, ist Dir dieser komplett egal.....

Kommentar von Hannes789 ,

Naja wer nur auf seinen eigenen Vorteil bedacht ist, der würde natürlich alles dafür tun, selber keinen Schaden zu erleiden. Und dafür würdest Du sogar in die Natur eingreifen. 

Kommentar von Modrian ,

In der Natur sind Tiere aber selten gezwungen sich auf wenige Meter anderen Tieren zu nähern. Wenn man eine solche Situation erzwingt und sich dann raushält wenn es zur Keilerei kommt, kann man auch gleich Hundekämpfe veranstalten.

Kommentar von Hannes789 ,

Der Teil mit man kann ja auch gleich Hundekämpfe veranstalten hingt gewaltig. Das währe genauso wie wenn ich sagen würde. Jeder hat das Recht auf eine Atomwaffe in Deutschland. Da wir Atomwaffen besitzen, und es sein kann das eine Explodiert sollte, jeder auch eine Besitzen. Für einen eventuellen Angriffs-Fall. 

Schaue dir mal Tier-Dokus an . Dort findest du genug Ausschnitt das Tiere mehrere Hunderte-Meter rennen, um ein anderes Tier zu töten. Und es zu essen. 

Kommentar von Evoluzzer213 ,

Also du redest von Natur im Zusammenhang mit Hund, was ein Widerspruch ist. Hunde sind von Meschen domestiziert und gezüchtet, weisen nichts natürliches mehr auf.

Wir greifen also nicht in die Natur ein sondern üben sogar aktiv Selektion aus. Es gilt das Recht des Stärkeren, heißt eigentlich solange ich mit einer entsprechenden Waffe stärker als der angreifende Hund bin, kann ich ihn töten und bin aufgrund der Tatsache meiner Stärke über den Hund automatisch im Recht.

Ich übertrage deinen Gedankengang mal auf Menschen um dir Denkfehler aufzuzeigen:

Zwei Männer kommen sich entgegen, ein 16 Jähriger etwas untergewichtiger Jugendlicher und ein stattlicher 18 Jähriger mit einem Waidmesser. Der 18 Jährige bekommt plötzlich die Lust, den anderen Jugendlichen zu töten und schlitzt ihn kurzerhand mit dem Waidmesser auf und tötet ihn. Die mittlerweile dazugerufene Polizei soll deiner Meinung nach nicht eingreifen weil sie in die Natur eingreifen würden. Schließlich war der 18 Jährige ja stärker und erlangt allein daraus das Recht, den schwächeren 16 Jährigen zu töten.

Fällt dir was an deinem Gedankengang auf?

Kommentar von Hannes789 ,

Tiere und Menschen kann man nicht mit einander vergleichen. Ein Mensch muss sich an die Deutschen Gesetze halten. Ein Hund nicht. Und einem Hund die deutschen Gesetze zu erklären wird auch nicht wirklich gehen.

Die Frage sollte er sein was fällt dir auf. Dieser Vergleich ist genau so unsinnig. Da währe selbst Mein Atom Bespiel realistischer.

Ja, Hunde sind gezüchtet. Sogar einige sehr. Aber trotzdem ist es die Natur, die bestimmt. Die Natur erlaubt und eine Züchtung. Wenn es die Natur nicht erlaubt, würden wir nicht züchten, weil es nicht möglich ist.

Kommentar von X3030 ,

Hannes, 

also deinem Gedankengang / deiner Einstellung diesbezüglich kann man ja nun garnicht folgen.. 

Selbstverständlich ist es ratsam, kleine "Kämpfe" / Rangordnungen die Hunde alleine regeln zu lassen.  Aber Beißattacken, richtiges aggressivstes Verhalten anderer Hunde gegenüber dem eigenen Hund.., da sollte man selbstverständlich eingreifen um seinen Hund zu schützen. Dies obliegt in der Verantwortung des Hundehalters. Ich sorge durch Erziehung und Aufmerksamkeit beim Spaziergang dafür, dass mein Hund niemanden schadet.  Genausogut sorge ich auch dafür, dass meinem Hund kein ernsthafter Schaden entsteht. 

Kleiner Dackel trifft auf aggressiven Schäferhund.., da willst du mir ernsthaft erzählen, das sollten die unter sich regeln.., hat der Dackel halt Pech gehabt??    also bitte.. 

..oder zahmer Pudel gegen aggressiven Pudel..    und und und.., gäbe zig Beispiele bzgl Größe / Gewicht. 

Kommentar von Evoluzzer213 ,

Gesetze, Gesetze... Das ist nur ein Stück Papier, der Mensch besitzt eine komplexe Gesellschaftsstruktur aber ansonsten sind Tiere und Menschen gut vergleichbar. Ansonsten steht immernoch das Argument der aktiven Selektion im Raum das der stärkere Mensch auf den schwächeren Hund ausübt

Kommentar von Hannes789 ,

Tiere besitzen auch eine Struktur.  Und haben sich in laufe ihres Lebens angepasst. 

Wie ich schon schrieb, die Natur lässt uns erst eine Selektion zu. Die Natur steht wieder über uns. 

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