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Ist es vertretbar, wenn Grundschulklassen auf einer politischen Veranstaltung Sketche aufführen?

gefragt von UlfDunkelUlfDunkel am 05.06.2007 um 10:28 Uhr

Die Zweit- und Drittklässler der hiesigen Grundschule haben anlässlich einer großen FDP-Veranstaltung hier am Ort neulich plattdeutsche Sketche aufgeführt, um die Politiker zu belustigen.

Abgesehen davon, dass ich es toll finde, dass Grundschulkinder schon an das Theaterspiel herangeführt werden -- findet ihr das in Ordnung, dass sie für politische Zwecke im weitesten Sinne "missbraucht" werden?

Wenn ihr das nicht in Ordnung findet, was würdet ihr tun, damit sich sowas nicht wiederholt?

Mich selbst erinnert das sehr stark an fahnenschwenkende Rotznasen in der Nazizeit.


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solf1
beantwortet von solf1 am 5. Juni 2007 10:36
7x
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Gehe ich recht in der Annahme, dass der UlfDunkel kein FDP Wähler ist ? Hätten ihn bei einer Veranstaltung der SPD, die gleichen Gefühle " übermannt " ? Fragen über Fragen... Allerdings finde ich auch, dass sich das grundsätzlich nicht gehört.. Die sollen sich gefälligst selbst unterhalten ! Gruss Solf

Kommentar von 304c9c2bc0e059c4ee7068a62717e3d4smallUlfDunkel am 5. Juni 2007 10:38

Ich hätte das auch bei allen anderen Parteien kritisiert, auch bei der, die mir am meisten liegt.

Kommentar von 90f92606364457cf9115c8543f6206besmallsolf1 am 5. Juni 2007 10:42

geheimnisvoll lieber UlfDunkel !Da hälst du dich aber ganz schön " bedeckt " ! Du lässt uns quasi im " dunkel(n).

Kommentar von 304c9c2bc0e059c4ee7068a62717e3d4smallUlfDunkel am 5. Juni 2007 10:46

I wo ... Google weiß alles über mich. :-)


xyungeloest
beantwortet von xyungeloest am 5. Juni 2007 11:18
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wenn es nicht grad sketche mit politischem inhalt waren, würde ich das nicht so verbissen sehen. es ging den lehrern vielleicht eher um das lernen von texten.

die nächste voführung der kinder findet veilleicht in einem altenheim statt und da wird es den kindern genau so viel spaß machen.

und im übrigen, was fahnenschwingende rotznasen betrifft, braucht man gar nicht bis in die nazizeit zurück zu gehen, in der geschichte deutschlands.

denke man nur an jungpioniere, thälmannpioniere und fdj-mitglieder.

ich hoffe solche ausmaße wird es im jetzigen deutschland nicht wieder geben.

Kommentar von 304c9c2bc0e059c4ee7068a62717e3d4smallUlfDunkel am 5. Juni 2007 11:40

Stimmt, an die DDR-Vergleiche hatte ich als Niedersachse jetzt nicht gleich gedacht. Schöner Hinweis.

Der Grundschuldirektor äußert sich auch im Kommunalwahlkampf parteipolitisch in der Tageszeitung und ich bin mir ziemlich sicher, dass er diese Aktion nicht nur geduldet hat.


dock69
beantwortet von dock69 am 5. Juni 2007 10:42
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Ich bin weder Wähler noch Sympathisant der FDP, aber finde es aber äußerst unangemessen, einen Bezug zum Mißbrauch der Jugend während der Nazizeit zum Vergleich heranzuziehen. Außerdem sehe ich beim geschilderten Fall kein Problem. Wobei besteht für die Schüler das Risiko, wenn sie ein Theaterstück aufführen? Es wäre etwas anderes, wenn sie Wahlkampfparolen schreiend durch die Stadt ziehen würden. Ich halte Deine Bedenken absolut unbegründet.

Kommentar von 304c9c2bc0e059c4ee7068a62717e3d4smallUlfDunkel am 5. Juni 2007 10:45

Hai Kai.

Die Grundschulkinder in der Nazizeit (z.B. meine Mutter) haben auch keine Parolen gerufen, sondern nur gewunken und Fahnen geschwenkt. Sie waren "Deko" am Straßenrand für irgendwelche Paraden.

Die Grundschulkinder meines geschilderten Falles waren "Deko" für irgendwelche politischen Amusements.

Ich denke nicht, dass der Vergleich hinkt. Nicht jeder Nazi-Vergleich führt automatisch ins Abseits, auch wenn das heute sehr gern versucht wird.

Kommentar von 6bde64de31a93ecf6d9d83860f720248smalldock69 am 5. Juni 2007 13:31

Aber ich bitte Dich. Warum hast Du denn dann gerade die Nazizeit als Vergleich herangezogen? Für mich ist genau da ein haushoher Unterschied, ob die Kinder im Rahmen einer Veranstaltung einer demokratischen Partei auftreten (dürfen) oder für die Verherrlicheung eines menschenfeindlichen politischen Systems instrumentalisiert werden. Im übrigen tust Du so, als wenn es verwerflich wäre, vor Politikern aufzutreten. Das sind Leute, wie Du und ich, die von Menschen, wie Dir und mir gewählt wurden. Politik gehört zu unserer Gesellschaft, dass ist nichts Verabscheuenswertes, was man vor Kindern fernhalten muss.

Kommentar von 906a0bbe98354ac23e7a8bb90821dd59smallWildeFee am 5. Juni 2007 21:27

Sehe ich ähnlich.


WildeFee
beantwortet von WildeFee am 5. Juni 2007 10:41
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Kinder zur besseren Stimmung und Entschärfung von Aggressionen "einzusetzen" ist etwas, das auch Naturvölker machen, wenn zwei Stämme sich treffen, die sich nicht 100%ig grün sind. Es hat einen diplomatischen Sinn.

Ich denke nicht, dass Kinder hier missbraucht werden, denn die Kinder haben Spaß an den Sketchen, es ist toll, sich dadurch zu profilieren in dem Alter. Da denkste noch nicht daran, was die Partei sich auf die Fahne schreibt. Und eine politische Meinung werden die Kids sich später sowieso bilden - und immer nochmal ändern. Was ist daran jetzt so schlimm? Sie werden ja sicherlich nicht gezwungen, oder?


ewuudo
beantwortet von ewuudo am 5. Juni 2007 11:19
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Ich vergleiche das mal mit Informationsbroschüren der Bundesregierung. Auf diesen steht ausdrücklich, dass sie nicht zur Parteienwerbung genutzt werden dürfen. Da die Schule ja eine staatliche Institution ist, kann man das eventuell ähnlich betrachten. Persönlich fände ich es vertretbarer, wenn das ganze Eltern der Kinder nicht unter dem Namen und Dach der Schule organisiert hätten.







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