Kolibri am 27.08.2009 um 10:39 Uhr
Das habe ich mich schon öfters gefragt...
Ich habe bei beiden Schwangerschaften aufgehört, sobald ich davon wusste!
Aber es gibt leider doch immer noch viele uneinsichtige Schwangere, die ihr Kind vorsätzlich schädigen.
Wann fängt Verantwortung für andere an? Erst wenn es sich um geborene Menschen handelt? Müsste man nicht auch eingreifen, wenn man Schwangere rauchen und/oder Alkohol trinken sieht?
Ich versuche es immer wieder, leider bisher ohne Erfolg... :(

Sollte es sein, ist es aber nicht. Unglaublich, diese Verantwortungslosigkeit der rauchenden Schwangeren. Man müsste sie wegen Körperverletzung anklagen können.

eigentlich schon, nur ich glaube, auf die Idee ist noch nie einer gekommen, das so zu werten. Wäre quasi ein Präzidenzfall, wenn das mal vor Gericht kommen würde.
cyracus am 28. August 2009 15:56 Doch, auf die Idee sind schon viele gekommen - nützt nur bei der jetzigen Rechtslage nix.
Schade ist es schon, daß man nicht mehr dagegen tun kann. Gegen Körperverletzung anzeigen, das wäre sehr gut, jedoch würde man damit in Deutschland nie damit durch kommen. Das ist ein Thema, wo man auf taube Ohren kommt. Gestern war eine im Forum fragte auch nach Hilfe. Freundin wieder schwanger, obwohl im Dezember noch Abbruch war. Da fragt man sich echt.... naja, lassen wir das.

ich hatte auch eine bekannte die mit dickem baby-bauch rumlief und sich genüsslich die zigaretten ansteckte..sie meinte,ein entzug wäre für das kind schädlicher..bla bla..ich finde das sehr grausam!ich habe auch aufgehört zu rauchen als ich von meiner schwangerschaft wusste. frauen die weiter rauchen sind verantwortungslos u ich finde es nicht richtig,dass sie straffrei ihr kind vorsätzlich schädigen! mit privatsphäre hat es meiner meinung nach nichts zu tun.
Kolibri am 27. August 2009 10:58 Jaja, die Ausrede mit dem Entzug... ;) Dann rauche ich halt jeden Tag weniger und höre innerhalb von 1-2 Wochen ganz auf. Wäre ja wohl auch kein Problem...
einfachnadine am 27. August 2009 11:54 sehe ich auch so.. ;-)

Nein ist es nicht.
Meine Kollegin raucht auch und zwar nach wie vor gleich viel
Mehr als sagen kann man es nicht.

es ist sicher sehr unschön as in der Schwangerschaft geraucht wird, aber da selbst bei Ärzten die Meinung da schon auseiander geht, kann ich esmir nicht vorstelen. es gibt heute Arzte die sagen, dann wird der entzug im Mutterleib durchlitten, da sich das nikotin ehe im körper befidet, also ich glaube nicht.
Nein, da kannst du nichts machen. Die sind süchtig und hören noch nicht mal ihrem Kind zuliebe auf.
Kolibri am 27. August 2009 10:56 Kann ich nicht verstehen! Keine Sucht kann so stark sein wie ich, wenn ich liebe!
Ich habe für meine Kinder in der Schwangerschaft aufgehört (inklusive Stillzeit). Danach nur in ihrer Abwesenheit geraucht. Ich habe immer "gern geraucht", hatte auch keine anderen "Laster"
Vor zwei Wochen hatte mein Mann einen Herzinfarkt. Er darf nun nicht mehr rauchen und deshalb hab ich auch mit aufgehört! Klar möchte ich manchmal eine rauchen. Aber ich habe alle Zigaretten verschenkt und die Aschenbecher versteckt, damit wir nicht in Versuchung geraten! Meine Liebe zu meinem Mann ist einfach stärker!
Verstehen kann ich Raucher auch nicht. Ich bin absoluter Nichtraucher und hab schon tausendfach ins Fettnäpfchen getreten. Besonders bei Verwandten, welche krankheitsbedingt aufhören müssten, aber 2 Schachteln täglich qualmen.
Wenn man schwanger werden will sollte man vorher aufhören, nicht erst wenn man weiß, dass man es ist. Das kann auch schon Schädigungen hervorrufen.
Und die Umwelt sollte sich anpassen. Bedeutet in der Umgebung einer werdenden Mutter und kleiner Kinder darf nie geraucht werden.
Bedeutet, dass auch der werdende Vater nicht rauchen sollte (kann übrigens die Spermien schädigen). Arbeitskollegen etc. eingeschlossen.
Orchidee1 da stimme ich dir voll zu. Aber die Realität ist doch leider anders. Geh mal in den Kindergarten und riech an den Jacken der Kinder. Rücksichtnahme auf die Gesundheit der Kinder? Nein, warum denn. Wir zuhause rauchen nicht und der Besuch geht dann raus. Aber die meisten unserer Bekannten rauchen eh nicht.

oder wenn jemand sein kind mit mac donalds essen vollstopft?

Das wäre ja wohl ein Eingriff in die Privatsphäre. Jede Schwngere muss sich seiner Verantwortung bewusst sein.
Auch ich bin Raucherin, habe aber bei all meinen vier Schwangerschaften aufgehört, bei meinem ersten Kind im 6. Monat.
Mein Faruenarzt sagte damals sogar, wenn das aprupte aufhören der Schwangeren nichts ausmacht, ( also Entzugs mäßig ), ist es auch nicht schädlich fürs Kind, schädlich kann es werden wenn die Schwangere unter starken Entzug leidet.
Kolibri am 27. August 2009 10:49 Wieso wäre es ein Eingriff in die Privatsphäre? Hier wird schliesslich ein (ungeborener) Mensch vorsätzlich geschädigt!
Dann ist eine Einmischung in eine Schlägerei (zwischen Eheleuten) doch auch ein Eingriff in die Privatsphäre - hier ist es aber unterlassene Hilfeleistung! Und meiner Meinung nach verheilt ein blaues Auge schneller als die Schädigung, die das Rauchen auf das ungeborene Kind hat!
Ich habe bei beiden Schwangerschaften von jetzt auf gleich aufgehört! Jedesmal in der 8. Woche, da ich vorher noch nichts davon wusste.
Weiter rauchen wäre mir überhaupt nicht in den Sinn gekommen, da ich ja schliesslich Verantwortung für das Leben in meinem Bauch hatte!!!
Condor131 am 29. August 2009 05:03 Es wird eben rechtlich KEIN Mensch geschaedigt, das ist der Punkt
Kolibri am 29. August 2009 19:45 Stimmt... :(( Unter 500 g (?) darf ja auch eine Frühgeburt nicht beerdigt werden, sondern wird im Krankenhausmüll "entsorgt"... WIDERLICH!!! Aber verstehen muss man sowas nicht - oder???

Da es nicht verboten ist, kannst du nur darauf hinweisen , wie gefährlich es ist - mehr Möglichkeiten bleiben nicht. Aber, wenn in Gesellschaft schwangerer Frauen geraucht wird, da kann man das "Einstellen" das Rauchens verlangen, wenn nicht die Schwangere selbst raucht. Auch wenn es nicht mehr Möglichkeiten gibt, die sollte man nutzen, vielleicht verhindert es die eine oder andere Zigarette.

Im Grunde ist es ja fast egal, ob die Frau schwanger ist oder nicht. Lebensmüde scheint sie in jedem Fall zu sein und wenn ein Lebensmüder sich irgendwo vom Hochhaus stürzen will und man nicht eingreift, ist es dann nicht unterlassene Hilfeleistung?
Jetzt kommt noch das Kind dazu, dass sich nicht wehren kann! Also von der Sache her müsste man natürlich sofort eingreifen, aber die Frau hat natürlich auch Persönlichkeitsrechte und da ("mein Bauch gehört mir") ihr sogar die Tötung des Babys in gewissen Grenzen erlaubt ist, ist leider auch die nachweisliche gesundheitliche Schädigung des ungeborenen Lebens.
Verantwortung kann der Gesetzgeber eben nicht verordnen.
Condor131 am 29. August 2009 05:06 Es ist aber kein Kind bei einer Schwangeren gegeben, genau deshalb kann auch kein Kind geschaedigt werden oder dazu kommen. Es wird nicht mal ein Baby getoetet, denn zum Toeten - Mord - muesste es Mensch sein, ist aber Foetus und NUR die gesetzlichen Regelungen zum Abbruch der Schwangerschaft stellen diese Handlung unter Strafe, keine andere Norm.

Es würde schlicht zu weit führen, wenn jeder Mitbürger zum Moralisten seiner Mitbürger würde...!
Willst du dann auch die Eltern anzeigen, die in der Wohnung mit kleinen Kindern Kette rauchen und die Kinder ins Heim schicken?
Willst du Leute anzeigen, die mit Kind im Auto rauchen?
Wenn solche Anwandlungen in unserem Land zum Kulturgut würden, gute Nacht Deutschland!
Dann ginge es ganz schnell weiter mit Alkohol, Giftspinnen- oder Kampfhundhaltung o.ä. - und McDoof-essen oder Anbrüllen wäre dann gleich strafbare Kindesmisshandlung...!
Im Übrigen sind manche Menschen suchtkrank, d.h. nicht "nur" nikotinsüchtig (Nikotin ist die stärkste Abhängigkeits-erzeugende Droge der WELT!), sondern haben einen entsprechenden Gen-Defekt. Es ist also von einer ernsthaften Krankheit die Rede und bei weitem nicht von einer Charakterschwäche - das bitte ich mal ernsthaft zu unterscheiden!
Für solche Menschen müsste es m.E. nach eindeutig bessere Unterstützungsprogramme geben - da ist allerdings unsere Gesundheitspolitik gefragt!
Es geht hier aber keinesfalls darum, sich auf Kosten von Kranken moralisch zu entrüsten und arrogant über sie zu erheben!
Das empfinde ich direkt als Armutszeugnis einer bigotten, aber nicht zuletzt inhaltsarmen, konsumsüchtigen, unzufriedenen und fundamentalistischen Community...!

Ohne Frage ist es eins der schlechtesten Dinge die man seinem Kind in der Schwangerschaft antun kann aber das muss immer noch die Person selbst wissen was sie tut.
Kolibri am 29. August 2009 19:43 Hmmm....dann prügel ich demnächst meine Kinder grün und blau und wenn sich einer beschwert sag ich nur: "Ich weiß, was ich tue!"???
Nein, das muss sie selber richtig wissen, du hast sie ja darauf angesprochen
Koerperverletzung setzt eine natuerliche Person im Sinne des Gesetzes da .... da ist aber nur eine Schwangere, die dies erfuellt .... also was fuer ein Spass, denn Selbstschaedigung ist straffrei
Gesetze kann man bekanntlich ändern! Und warum ist dann Abtreibung nicht generell erlaubt?