Frage von Dhalwim, 215

Ist es unmöglich Wissenschaft und Religion (in meinem Fall Katholizismus) zu vereinen, oder doch ein Realistisches Ziel?

Man kennt ja das Sprichwort, glaube wider Vernunft. Aber ist es möglich Wissenschaftlich zu denken und trotzdem noch an Mythologische Dinge zu glauben?

Beispiel Sterblichkeit: (es ist MEINE Sicht wie diese Dinge ablaufen)

Es gibt eine Seele die nachdem Gevatter Tod kommt und das Band das Leib und Seele zusammenhält durchtrennt freigelassen wird. Dieser nimmt dann einen mit zu einem Gericht, wo über ihn wie gesagt gerichtet wird von Engeln und Dämonen. Dort wird entschieden, je nachdem wie seine Taten waren im irdischen Leben ob er in den Himmel oder die Hölle kommt.

Anderes Beispiel Sterblichkeit:

Es gibt nur die "Naturerscheinung" unsere's Gehirn's, die zufällig existiert was unser Bewusstsein generiert. Nachdem wir sterben, herrscht dunkelheit, solange bis ein anderes Bewusstsein generiert wird. An das alte erinnern wir uns nicht mehr, egal ob wieder ein Mensch, Tier, Pflanze oder Außerirdischer.

Doch das kann unmöglich BEIDES stimmen! Oder gibt es eine kombinierte Theorie? Mir fällt zu Sachen wie einer Symbiose von Glauben und Vernunft nicht's wirklich passendes ein.

Hoffe ihr könnt mir helfen (und danke, falls Ihr geduldig wart diesen Roman zu lesen!).

LG Dhalwim

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von danhof, 70
Möglich!

Nach meinem Dafürhalten passt das ganz wunderbar zusammen. Man muss es nur deutlich voneinander trennen (!?).

Wenn ich das erläutern darf: Ich selbst bin Christ. Ich glaube an Gott. Ich glaube an Jesus. Ich glaube, dass die Bibel die Grundlage des christlichen Glaubens ist. Ich glaube an das, was die Bibel schreibt.

Gleichzeitig bin ich wissenschaftlich interessiert und neugierig. Ich bin fasziniert von Astronomie, Biologie, Medizin, Mathematik, Chemie, Quantentheorien etc. etc. etc.

Was man nur NICHT machen darf, ist dem Kategorienfehler aufzuliegen und beide Themen miteinander zu vermischen.

Also wenn ich tagsüber im Labor an der Uni arbeite und Erklärungen dafür suche, warum die Sonne aufgeht, darf ich nicht sagen "Ich weiß es nicht, muss wohl Gottes Wille sein". Wenn ich das tue, kann ich die Wissenschaft ad acta legen - das funktioniert nicht. Ich muss Gott aus der Wissenschaft raushalten. Und zwar nicht, als ob es ihn gäbe oder nicht gäbe, sondern komplett ausgeklammert. Ich suche empirisch nach Ursachen und Wirkungen und leite daraus neue Erkenntnisse ab, die uns in der Wissenschaft weiterbringen (also nicht ich persönlich, bin kein Wissenschaftler in dem Sinne).

Wenn ich dann Feierabend habe, kann ich bei einem Glas Wein darüber nachdenken, wie toll Gott alles geschaffen hat. Ich kann am Sonntag in den Gottesdienst (oder in deinem Fall die Messe) gehen, Jesus anbeten und mit Gleichgesinnten Gottes Wege ergründen und versuchen, so zu leben, wie er es sich für mich vorstellt.

Ein Beispiel: Die Liebe.

Beim Verlieben gibt es im Gehirn mittels CT/MRT etc. Möglichkeiten, genau aufzuzeigen, WAS da WANN WO passiert. Oder beim Beten. Bestimmte Hirnareale werden angeregt. Das stelle ich auch üüüüüberhaupt nicht in Abrede. Warum auch? Es lässt sich ja messen.

Und doch: WARUM das alles passiert, kann mir kein Mensch sagen. Wenn es wirklich eine Formel gäbe, nach der man berechnen könnte, wer zu wem passt, dann wären die Partneragenturen viel erfolgreicher :-)

Noch ein letzter Gedanke: In der Bibel steht, dass Gott die Sterne am Himmel als "Nachtlicht" geschaffen hat, um's mal salopp auszudrücken. Er hat sie ausgehaucht und nun sind sie da. Klingt abstrus, oder?

Wissenschaftlich kann man das auch angehen. Es gibt jede Menge Galaxien mit unzähligen Sonnensystemen und Planeten, die sich über Milliarden Lichtjahre erstrecken.

Und? Ist jetzt eins davon wahr und das andere? :-)

Also Fazit: Beides ist 1A gleichzeitig möglich, aber eben nebeneinander, nicht vermischt...

Kommentar von Dhalwim ,

Du bist ein Held!! Großartig einfach der Hammer! DAS gefällt mir!

LG Dhalwim <3 <3 <3

Antwort
von OlliBjoern, 25
Möglich!

Ich denke, dass man an beides "glauben" kann/darf, auch wenn man beides nicht "vereinen" kann. Vereinen kann man dies nicht, da es sich auf verschiedenen Ebenen abspielt. Der katholische Glaube spielt sich weniger auf wissenschaftlicher Ebene ab (sollte also keine Aussagen darüber machen), umgekehrt sollte die (Natur-) Wissenschaft keine Aussagen über den christlichen Glauben machen.

Wenn beide "Seiten" sich entsprechend "zurückhalten" (was zugegebenermaßen im Laufe der Geschichte nicht immer der Fall war), kann eine parallele Koexistenz gut möglich sein.

Ich meine: der Katholik sollte nicht darauf bestehen, dass die Schöpfungsgeschichte wortwörtlich "stimmt", der Wissenschaftler sollte nicht darauf bestehen, dass der Glaube "überflüssig" sei.

Der moderne Katholizismus hat sich besser als früher mit der Wissenschaft arrangiert (auch wenn sicher noch kleinere Problemfelder bestehen).

Antwort
von 1988Ritter, 55
Möglich!

Wenn in der katholischen Kirche 30 Wissenschaftler sind, die den Nobel-Preis gewonnen haben, dann kann Religion und Wissenschaft wunderbar funktionieren.

Antwort
von Chaoist, 96
Sowohl als auch.

Die Frage war, wenn ich sie mal umdrehen darf, ob es möglich ist Wissenschaft und Glaube zu vereinen. ( Verneinungen in der Frage machen das Denken schwer. )

sowohl als auch = es kommt darauf an ...

Hier ist das Beispiel Tod angeführt. Man kann also ein absolut "wissenschaftliches" Leben führen, und dennoch an ein Leben nach dem Tod glauben. Da spricht deshalb nichts dagegen, weil das Leben nach dem Tod kein wissenschaftliches Thema ist. Es ist auch ein sehr persönliches, ich will sagen intimes Thema. Jeder muss selber und auf eigene Weise mit dem Tod umgehen.

Wenn es zu anderen Themen kommt, wird die Religion wie sie heute ist, unvereinbar mit der Wissenschaft.

Während die Religion Homosexualität besten Falls als Krankheit sieht, ist der Wissenschaft inzwischen klar geworden, dass sie ein vollkommen normales Phänomen in der Natur ist. Der Umgang mit diesen Menschen, der sich aus den beiden Anschauungen ergibt, könnte unterschiedlicher nicht sein. Die Folgen für die betroffenen Menschen auch nicht. In diesem Fall macht Religion krank, während Wissenschaft heilt.

Religion ist dennoch wichtig. Ich wünsche nur oft, dass diejenigen die all zu religiös sind, in der Lage wären ihre eigenen Früchte zu sehen. Die Früchte an denen wir die wahren Propheten erkennen sollen. Denn die all zu religiösen Menschen, bringen oft nur Faulfrüchte hervor.

Antwort
von RudolfFischer, 56
Möglich!

"... ist es möglich Wissenschaftlich zu denken und trotzdem noch an Mythologische Dinge zu glauben?"

Natürlich, mache ich jeden Tag, wobei ich allerdings nicht an "Mytholoisches", sondern an Transzendentes glaube.

Wissenschaft erforscht diese begrenzten 4 Dimensionen hier und ist dabei noch nicht allzu weit gekommen.

Das "Transzendente" geht, wie der Name sagt, darüber hinaus und kann deshalb von der Wissenschaft nicht erfasst werden. (Das ist mit dem Sprichwort "Glaube ist wider die Vernunft" gemeint.)

Problematisch wird es, wenn Glaube meint, Wissenschaft in ihren 4 Dimensionen korrigieren zu können oder gar zu müssen. Dafür ist der Glaube nicht zuständig. Gläubige freuen sich einfach darüber, wenn die Wissenschaft herausfindet, was Gott alles so wunderbar geschaffen hat. So sind Glaube und Wissenschaft mühelos vereinbar.

Antwort
von tvetter, 38
Möglich!

Spätestens seit Vaticanum II stellt sich die römisch-katholische Kirche nicht mehr gegen die Moderne. Es gibt natürlich noch einzelne Persönlichkeiten und Strömungen die das versuchen, aber diese agieren am Rande der Kirche.

Einige Glaubenssätze der römisch-katholischen Dogmatik kann man gewiss als Mythologie sehen, aber diese dürften fast nie etwas mit dem modernen Wissenschaftsbetrieb zu tun haben.

In sozialer Hinsicht ist die römisch-katholische Kirche weiterhin ziemlich konservativ, aber auch das hat mit der praktischen Forschung recht wenig zu tun.

Insofern: es besteht kein Problem frommer Katholik und Wissenschaftler zu sein. Wenn man eben dazu in der Lage ist seinen Glauben zu reflektiert zu betrachten wie auch seine wissenschaftliche Tätigkeit. Mit Georges Lemaître und Gregor Mendel brachte die römisch-katholische Kirche selbst sogar zwei Denker hervor, welche Paradigmen der modernen Naturwissenschaft geprägt haben.

Antwort
von RudolfFischer, 43
Möglich!

Zum Beispiel des Fragestellers:

Beide Varianten enthalten Tranzendentes. Denn dass "zufällig" ein neues Bewusstsein entsteht, ist klar Glaube, keine Wissenschaft. Unsere Naturwissenschaften müssen da passen.

Von den Nahtoderfahrungen her gibt es eine mögliche Harmonisierung beider Alternativen: Danach sind wir Geistwesen, die sich nur vorübergehend auf der Erde aufhalten. Eine "Hölle" gibt es nach der Vorstellung eines grenzenlos liebenden Gottes so gut wie nicht (außer auf eigene Entscheidung hin). Der Himmel ist einfach mit der Heimatwelt der Geistwesen identisch.

Es kann sinnvoll sein, auf eigenen Wunsch mehrfach Mensch zu werden, wobei als Spielregel dazugehört, von seinen früheren Existenzen nicht zu wissen, wie ja auch dazugehört, über die himmlische Heimatwelt keine Gewissheit zu haben.

Antwort
von claushilbig, 22

Hunderte von professionellen und Amateurwissenschaftlern glauben in der Tat, die Bibel würde sich aufschwingen, Wissenschaft zu lehren. Das ist
ungefähr so, als würde man glauben, im binomischen Lehrsatz müßten
genuine religiöse Grundsätze enthalten sein.

(Georges Lemaître, katholischer Priester und zugleich Astronom, "Erfinder" der Urknall-Idee)

Wissenschaft und Religion müssen weder "vereint" werden, noch schließen sie sich aus - sie sind einfach zwei verschiedene Sichtweisen auf die Welt, die vollkommen verschiedene Fragen stellen und diese auf verschiedene Arten beantworten. Theologische Fragen sind für die Naturwissenschaft einfach uninteressant, und genau so sind naturwissenschaftliche Fragen für die Theologie nicht von Bedeutung.

Kommentar von Dhalwim ,

Das seh Ich aber ganz anders.

Ich meine woher kommt das Universum? Woher kommt überhaupt irgendwas und vorallem warum ist überhaupt IRGENDWAS und nicht einfach nicht's?

Man könnte argumentieren mit dem Urknall oder Gott, nur ersten's welches der beiden ist denn jetzt richtig und zweiten's was war vor Gott / dem Urknall?

Soll Ich weiter gehen? Ok, was geschieht nach dem Tod? Das weiß niemand ehe er oder sie es am eigenen Leib erfährt. Natürlich weisen viele Nahtoderfahrungen auf ein Leben nach dem Tod hin, dass alle irdischen schmerzen vergehen etc. doch es kann auch nur eine Illusion des Gehirn's sein.

Es kann auch sein, dass nach dem Tod genau das was vor der Geburt kommt nämlich NICHT'S.

Soll Ich NOCH weiter gehen? Oder reicht dir das? Es können in diesen Punkten NICHT beide Recht haben. Religion gab es eigentlich zuerst, wo die Menschen nach einem Sinn strebten und wo sie sich viele Dinge nicht erklären konnten wie z. b. einen Blitz.

Wissenschaft würde eiskalt behaupten unser Leben hätte keinen Sinn, denn wir sind nur durch Zufall entstanden. Religion wurde mehr als oft genug zu einem Machtmittel missbraucht, was letzlich daran gelegen hat um die Bevölkerung "Tugendhaft" und "ruhig" zu stellen.

LG Dhalwim

Kommentar von claushilbig ,

Wissenschaft würde eiskalt behaupten unser Leben hätte keinen Sinn,

Nein - Wissenschaft macht sich überhaupt keine Gedanken darüber, ob Leben einen "Sinn" hat oder nicht, diese Frage ist nur theologisch / philosophisch von Bedeutung.

Und die Frage

was war vor Gott / dem Urknall?

ist unsinng: Im Urknall ist nicht nur der Raum entstanden, sondern auch die Zeit - und ohne Zeit gibt es kein "vor", und genau so kann man auch sagen, ohne Gott gibt es kein Zeit, also auch kein "vor".

Kommentar von claushilbig ,

Es wundert mich übrigens, dass Du mir widersprichst, wo ich doch im Grunde nichts anderes sage, als die Antwort von danhof, die Du als hilfreichste ausgezeichnet hast ...

Kommentar von nachdenklich30 ,

Also: "Uninteressant" würde ich nicht sagen. Ich interessiere mich z.B. für beides. Eine Theologie, die sich nicht für Naturwissenschaft interessiert, hebt irgendwann ab und entfernt sich von der Realität. Das ist leider zu oft passiert.

Eine Naturwissenschaft ist immer relativ. Wenn sie sich absolut setzt, nimmt sie sich selbst nicht ernst. Theologie kann ihr helfen, sich ihrer Relativität immer bewusst zu bleiben.

Wichtig ist m.E., dass jede der beiden Disziplinen ihre Grenzen kennt und respektiert und gleichzeitig dennoch auch die andere Seite respektiert.

Kommentar von claushilbig ,

Ich schrieb ja auch

 für die Naturwissenschaft ... uninteressant,

nicht: "für einen Naturwissenschaftler". Ich selber bin auch - obwohl eigentlich eher wissenschaftlich denkend - gläubig (zumindest in gewissem Maße) und an theologischen Fragen interessiert.

Ebenso kann und darf (sollte vielleicht sogar) sich natürlich auch ein Theologe durchaus für Naturwissenschaft interessieren - aber die Theologie sollte eben nicht versuchen, naturwissenschaftliche Fragen zu beantworten - ebenso wie die Naturwissenschaft sich nicht auf die Suche nach Gott machen sollte.

Antwort
von Eselspur, 44
Sowohl als auch.

zwei Seiten derselben Medaille

Antwort
von nachdenklich30, 22
Möglich!

Katholizismus ist schon ein harter Brocken, aber auch da sollte es gehen.

Was einem völlig klar sein muss:

Gott kann niemals Bestandteil einer naturwissenschaftlichen Theorie sein.
Oder anders: Nichts von dem, was Bestandteil einer naturwissenschaftlichen Theorie ist, kann Gott sein.

Damit ist auch jeglichem Kreationismus grundsätzlich der Boden entzogen.

Damit ist auch jedem Naturwissenschaftler die die Qualifikation abgesprochen, im Rahmen seiner Wissenschaft irgendetwas Sinnvolles über Gott sagen zu können. Wenn jemand behauptet, die Wissenschaft hätte Gott widerlegt, dann hat derjenige weder Ahnung von Wissenschaftstheorie noch von Theologie!

Umgekehrt bedeutet das aber auch, dass die Theologie sich nicht in die Erkenntnisse der Naturwissenschaft einmischen sollte.

Und man sollte wissen, dass es in der Naturwissenschaft wenig positive Beweise gibt, sondern immer nur mehr oder weniger plausible Theorien, die so lange gelten, bis man sie widerlegt oder verfeinert hat.

Und wie es @danhof geschrieben hat: Wenn man beides sorgfältig auseinander hält, kann man gleichzeitig gerne auch glauben und forschen.

Was man nicht tun sollte: Kriterien festlegen, wer oder was Gott ist und was er zu tun oder zu lassen hat.

Hält man ihn für allmächtig hält und deswegen von ihm fordert, er hätte in der Bibel ein perfektes fehlerfreies und widerspruchsfreies Buch herausgeben müssen, bekommt ein dickes Problem.

Besser ist es, fröhlich zu glauben, dass Gott die ganze Bibel inspiriert hat - aber so wie sie ist und nicht so, wie man meint, dass Gott sie hätte machen müssen.

Vielleicht hat er sich ja etwas dabei gedacht, dass dort Widersprüchliches zu finden ist. Und wenn es nur dies ist, dass wir wissen, wir dürfen auch widersprüchlich und unperfekt sein.

Man sollte Gott auch nicht für einen bürokratischen Buchhalter halten, der in der Bibel ein exaktes Bild dessen überliefern ließ, was einmal gewesen ist. Man darf Gott auch für einen großen Geist halten, der seine Freude an Satire und Kabarett hat, an guter Literatur und Humor. Und dann liest sich die Bibel plötzlich ganz anders.

Dann ist die Bibel immer noch wahr. Aber plötzlich auf einer ganz anderen, viel entspannteren Ebene. Dann muss man nicht mehr alles nur von einer Seite sehen, sondern kann auch mal die gleiche Sache aus einem anderen Blickwinkel betrachten.

Mir tut das gut. Und Dir wünsche ich:

Viel Spaß dabei!

Antwort
von Skrillerman, 80
Es kann nur eines von beidem geben!

Das eine widerspricht das andere.

Wenn man sich intensiv mit einem Thema beschäftigt dann wird man schnell merken, dass nur eines der beiden bestehen kann.

Es ist natürlich jedem selbst überlassen woran er glaubt, jedoch schließt das eine das andere aus.

Kommentar von MoBruinne ,

das ist leider eine weit verbreitete Ansicht - aber wie kommt jeder drauf? Es handelt sich bei Wissenschaft und Glauben um zwei unterschiedliche Kategorien.

Gott lässt sich mit Wissenschaft nicht beweisen. Und wenn ich in der Wissenschaft Gott als Antwort zulasse, kann ich die Wissenschaft abschaffen. Beides wäre Quatsch.

Glauben ist Glauben und Wissenschaft ist Wissenschaft. Und sehr viele Wissenschaftler, die wirklich Großes erfunden / geschafft haben waren / sind Christen. Welchen Teil würde man ihnen nun absprechen wollen? War z.B. Newton kein Christ oder kein Wissenschaftler? Er war eben beides. Weil es sich nicht ausschließt.

Ein gängiger Denkfehler besteht darin, dass Gott als "Lückenbüßer" für alles herhalten muss, was wir (noch) nicht erklären können. Das würde bedeuten, dass Gott kleiner wird je mehr wir wissen. Aber das stimmt eben nicht. Verschiedene Kategorien - das beißt sich überhaupt nicht. Selbst wenn wir irgendwann auch die letzte wissenschaftliche Frage der Menschheit beweisen und erklären könnten, wäre das noch lang kein Beweis dafür, dass es Gott nicht gibt. Schade, wenn das so viele Leute so annehmen.

Kommentar von Skrillerman ,

Du musst das so sehen:

Wissenschaft ist universell, was bedeutet dass sie überall ihre Gültigkeit besitzt und von jedem egal welche Herkunft bewiesen werden kann. z.B. Objekte fallen auf den Boden = Schwerkraft . 

Aber bei der Religion ist es nicht so. Es gibt Religionen, die Personen als Götter ansehen oder mehrere Götter haben oder sogar gar keine.

Wieso sollte man also das Christentum den Grundstein für diese Überlegungen darstellen?

Kommentar von tvetter ,

Und worin besteht diese 'intensive Beschäftigung'? Welche Wissenschaften und religionsphilosophischen Modelle wurden dabei beachtet?

Antwort
von Dhalwim, 24

Also zu so vielen Antworten muss Ich sagen, find Ich Klasse von euch soviel und vorallem auch so guten Beitrag zu leisten.

Leider werde Ich mich mal für ne Zeitlang durch ne Menge Text durchkämpfen müssen, da Ich gerade erst gestern diese Frage stellte um dann SOVIEL Text als Antwort(en) zu erhalten.

Auf jeden Fall find Ich Großartig von jedem von euch ;) [Ich fang dann schon mal an].

LG Dhalwim ;) :D

Antwort
von politikneu, 83
Möglich!

da wirst du eher bestätigt! das einzige problem könnte in manchen bereichen ethischer natur sein

Antwort
von voayager, 23
Unmöglich!

Wissenschaft und Religion sind nicht kompatibel zueinander

Kommentar von Dhalwim ,

Ok,

Antwort
von dadita, 40
Es kann nur eines von beidem geben!

Und das ist die Wissenschaft.

Niemand kann dir verbieten an Seelen, Gott, Engel, Einhörner und Zahnfeen zu glauben, dadurch werden diese Märchengestalten aber nicht real. 

Kommentar von claushilbig ,

Dass "diese Märchengestalten" in naturwissenschaftlichem Sinne "real" wären, verlangt Religion aber auch gar nicht, da sie einen anderen Realitätsbegriff hat.

Und übrigens würde niemand, der das wissenschaftliche Prinzip wirklich begriffen hat, behaupten, es sei bewiesen, dass "Seelen, Gott, Engel, Einhörner und Zahnfeen" nicht existieren - er wird nur sagen können, es gibt keinen Beweis, dass sie existieren. Das ist ein wesentlicher Unterschied.

Antwort
von Geistchrist16, 16
Möglich!

In dieser Welt gilt:

Wissenschaft ohne Religion ist dumm!

Religion ohne Wissenschaft ist lahm!

Kommentar von Dhalwim ,

Achso und Ich dachte umgekehrt?

Religion ohne Wissenschaft ist blind,

Wissenschaft ohne Religion ist faad,

LG Dhalwim

Kommentar von Geistchrist16 ,

Einstein sagte es auch umgekehrt.

Ich aber sage es umgekehrt, aus gutem Grund.

Antwort
von Omnivore08, 38
Unmöglich!

Wissenschaft und Religion schließen sich einander aus! Religionen sind wissenschaftlich betrachtet Märchen!

Kommentar von tvetter ,

Hier wird Wissenschaft mit Szientismus verwechselt. Freilich kann man zugleich religiös sein und wissenschaftlich denken, sowie man fromm und Wissenschaftler sein kann. Beispiele sind Legion.

Welche Wissenschaft soll übrigens Religion als Märchen betrachten? Man kann gern am empirischen Wahrheitsgehalt einiger dogmatischer Aussagen zweifeln, aber das macht Religionen nicht zu Märchen. Religionen werden wissenschaftlich als genau das analysiert was sie sind, nämlich ein komplexes Phänomen beim Menschen.

Kommentar von Omnivore08 ,

Dann erklär mir mal folgendes:

Wandernde "Seelen" nach dem absterben des Körpers - bitte physikalisch und neurobiologisch erklären, wie das gehen soll

"Irgendwas" was im Himmel lebt. Wie groß ist der Himmel? Und warum fallen die nicht auf die Erde zurück? Schwerkraft?

Wie kann man Schöpfungsgeschichte und Evolutionsbiologie vereinbaren?

Wie kann man die Entstehung der Erde mit der Bibel vereinbaren?

Wie können Jungfrauen Kinder gebären? Bitte medizinisch erklären.

Wievie kN Kraft muss man aufwenden um ein Meer zu spalten?

Wie haben Pottwal, Haie, Goldfische, Fuchs, Bär, Mensch, Hase und lachs auf ein Schiff gepasst ohne sich gegenseitig zu fressen?

Wenn Wissenschaft und Religion zusammenpasst, dann kannst du die Fragen ja alle mit Lichtigkeit beantworten, oder?

Welche Wissenschaft soll übrigens Religion als Märchen betrachten?

ICH bezeichne es wissenschaftlich als Märchen! Gründe? siehe oben!

Man kann gern am empirischen Wahrheitsgehalt einiger dogmatischer Aussagen zweifeln, aber das macht Religionen nicht zu Märchen.

Doch....eben genau deswegen! Was ist der unterschied zwischen Froschkönig, Max und Moritz, Hänsel und Gretel und der Bibel?

Es gibt keinen Unterschied!

Religionen werden wissenschaftlich als genau das analysiert was sie sind, nämlich ein komplexes Phänomen beim Menschen.

Also Einbildung!

Kommentar von claushilbig ,

Wie kann man Schöpfungsgeschichte und Evolutionsbiologie vereinbaren?

Ganz einfach: indem man begreift, dass die biblische Schöpfungsgeschichte kein "wissenschaftlicher" Text ist, und niemals als "Tatsachenbericht" gemeint war. Er versucht lediglich (in der damals üblichen Weise), zu beschreiben, wie die Welt ist, nicht wie sie tatsächlich entstanden ist. Das lässt sich auch ganz einfach daran nachweisen, dass die Bibel zwei Schöpfungsberichte enthält (Gen 1,1-2,4a und Gen 2,4b-3,24, wobei der bekanntere erste interessanterweise der jüngere ist), die sich teilweise widersprechen ...

"Das Nebeneinander der beiden Berichte im Buch Genesis belegt, dass die Redaktoren nicht einfach eine Vorstellung von der Entstehung der Welt hatten, die verabsolutiert werden sollte. Man wusste also bereits damals, dass es immer nur Annäherungen an eine Erklärung geben kann, die stets abhängig sind vom Wissen der jeweiligen Zeit."
(http://www.bibelwissenschaft.de/bibelkunde/themenkapitel-at/schoepfung/)

"Den biblischen Schöpfungsgeschichten geht es also um mehr und anderes als die Entstehung der Welt. Mit der mythischen Dar­stellung sind sie durchaus ihrer Zeit verhaftet."
(https://www.die-bibel.de/bibelwissen/botschaft-der-bibel/die-schoepfung/)

- - - - - -

Wie können Jungfrauen Kinder gebären? Bitte medizinisch erklären.

In-vitro-Fertilisation ;-)

Kommentar von claushilbig ,

Für viele biblische "Geschichten" (z. B. die sogenannte "Teilung" des Roten Meeres und die "sieben Plagen", die zuvor über die Ägypter hereinbrachen) gibt es durchaus wissenschaftlich haltbare Erklärungen, die aber natürlich damals (da es noch gar keine Wissenschaft im heutigen Sinne gab) niemals finden konnte.

Kommentar von claushilbig ,

Was ist der unterschied zwischen Froschkönig, Max und Moritz, Hänsel und Gretel und der Bibel?

Es gibt keinen Unterschied!

  1. Max und Moritz ist kein Märchen.
  2. Es gibt tatsächlich keinen wesentlichen Unterschied zwischen Märchen und der Bibel - aber wenn Du damit sagst, dass sie "unwahr" sind, hast Du die Bedeutung von "Märchen" nicht verstanden: Fast alle "Volksmärchen" beruhen auf "wahren Geschichten", die aber stark versymbolisiert wurden - z. B. beschreibt "Rotkäppchen" eigentlich die Geschichte einer Vergewaltigung.

Märchen und Bibel erheben nicht den Anspruch (und haben es nie getan), "wissenschaftliche Wahrheiten" zu verkünden, sondern sie bieten - in Form von Gleichnissen - "moralische Wahrheiten". Wer sie als "wissenschaftlichen Text" betrachtet, hat sie nicht verstanden. (Ich gebe zu, leider war dieses falsche Verständnis auf Seiten der christlichen Theologen weit verbreitet, aber die Kirche hat inzwischen dazu gelernt und vertritt diese Meinung nicht mehr.)

Hunderte von professionellen und Amateurwissenschaftlern glauben in der Tat, die Bibel würde sich aufschwingen, Wissenschaft zu lehren. Das ist ungefähr so, als würde man glauben, im binomischen Lehrsatz müssten genuine religiöse Grundsätze enthalten sein.

(Georges Lemaître, katholischer Priester und zugleich Astronom, "Erfinder" der Urknall-Idee)

Kommentar von Omnivore08 ,

lol....ich verstehe eure Sprache nicht einmal! Also definitiv  Märchen!

Kommentar von nachdenklich30 ,

Wer sich als Wissenschaftler selber ernst nimmt, wird keinerlei Aussagen über Gott oder die Religion machen, weil er weiß, dass er damit grundsätzlich seine wissenschaftlichen Kompetenzen überschreiten würde. Wer sich dennoch äußert, nimmt seine eigene Methodik nicht ernst.

Ich kann nicht beweisen, dass es Gott gibt. Wenn irgendwer oder irgendetwas den Namen "Gott" verdient, und er oder es könnte mit wissenschaftlichem Instrumentarium bewiesen werden, dann wäre das alles, aber niemals etwas, das die Bezeichnung "Gott" verdient. Es wäre der Nachweis, dass man das, was man für "Gott" hält, nicht "Gott" ist.

Also: Schuster, bleib bei deinen Leisten, sonst machst du dich nur lächerlich.

Antwort
von comhb3mpqy, 49

Ich beziehe mich jetzt mal generell auf das Thema Wissenschaft und Glaube und nicht unbedingt auf deine Sache mit dem Tod :

Es gibt so einige bekannte Wissenschaftler, die gläubig waren. Der Papst hat einen Berufsabschluss als Chemietechniker.

Heute ist die Wissenschaft weiter, wir wissen, wie erstaunlich unsere Erde ist. Ich glaube, dass diese durchdachte Welt geplant wurde, ich glaube nicht, dass die Erde "einfach so" entstanden ist. Auch gibt es die Meinung, dass für den Urknall ein Eingreifen von Gott nötig ist.

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