Frage von Konzulweyer, 62

Ist es unbedingt notwendig ein Fahrrad mit 20 und mehr Gängen zu fahren. Würde nicht eine Dreigangschaltung für die meisten ausreichen?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von DreiGegengifts, 42

Na ja 3 Gänge ist schon sehr wenig. Beim Fahren merkt man meist schon, dass mehr in vielen Situationen ganz gut sind.

Kommentar von DreiGegengifts ,

Ich finde das ist eine gute Beschreibung dessen, worum es bei Gängen geht:


Jeder Fahrradfahrer hat seine ideale Kadenz (Pedaliergeschwindigkeit) und einen idealen Pedalwiderstand, der sich am besten treten lässt. Wenn Du mit Deiner idealen Kadenz trittst, wirst Du die größtmögliche Kraft aufwenden, die Du über einen längeren Zeitraum effizient aufwenden kannst. Diese Kadenz wählst Du über die Gangschaltung aus. Der Gang, der Deine ideale Kadenz erlaubt, hängt von der Steigung bzw. dem Gefälle Deines Weges, den Winbedingungen und Deiner Kondition ab.

http://www.wikipedalia.com/index.php?title=Gangschaltung\_-\_das\_unbekannte\_We...

Ich  fahre 21 Gang und schalte meist mehrere Gänge, weil es zu viele Zwischenstufen gibt. Aber mit nur 3 Zwischenstufen wäre es nicht gut für mich.

Antwort
von Franek, 14

Das kommt stark darauf an, wo man wohnt (bzw. fahren will), wie schwer und wie trainiert man ist.

Wenn es nicht allzu hügelig ist und man nur mal eben ein kurzes Stück fahren muss (zum Einkauf vielleicht), reichen 2-3 Gänge u.U. schon aus.

Wenn es hügelig ist und man eine Tour (30-40km) fahren will, freut man sich sicher über 8 odder 9 Gänge.

Beim Mountainbiking mit starken und / oder langen Steigungen kann man kaum genug Gänge haben; da reicht schonmal eine Spreizung von 535% noch nicht einmal ganz aus und man muss sich bei der Gesamtuntersetzung zwischen "ich schaffe auch starke Steigungen fahrend" und "ich kann bergab noch mittreten" entscheiden (habe selbst so einen Fall) und mit meinem Tourenrad mit 9 Gängen kann ich zwar 80% der Wege fahren, aber manche eben nicht; dazu brauche ich das MTB.

Du musst auch bedenken, dass eine Kettenschaltung mit "30 Gängen" längst nicht wirklich 30 fahrbare oder unterschiedliche Gänge bietet, da man einige Kombinationen aus Kettenblatt und Ritzel nicht fahren kann (oder sollte, damit die Kette nicht diagonal läuft, was die Effektivität mindert und den Verschleiß erhöht) und da mehrere Kombinationen (fast) dieselbe Übersetzung ergeben.

Alternativen zu diesen Kettenschaltungen gibt es einerseits in den schon genannten 1x ... (1x12 ist der aktuelle Stand der Dinge) oder 2x10 Kettenschaltungen (wobei letzteres auch wieder die von mir o.g. Nachteile hat) oder in Getriebeschaltungen.

Diese haben 3, 7, 8, 11, 14 oder gar 18 Gänge, aber kein Gang ist dem anderen in der Wirkung gleich und man kann auch wirklich alle nutzen (und zusätzlich auch im Stand und viele bzw. sogar alle auf einmal schalten!).
Wer an so etwas interessiert ist, sollte mal nach folgenden Stichworten googeln:
Shimano Nexus
Shimano Alfine
Nuvinci stufenloses Getriebe
SRAM i-Motion
Effigear Getriebe
Rohloff Getriebenabe
Pinion Getriebe

Allzeit gute Fahrt wünscht
Franek :-)

Antwort
von Stachelkaktus, 39

Mancher erfreut sich einfach am Gefühl, viele Gänge zu haben - meiner Meinung nach eher ein emotionaler Nutzen als ein praktischer, aber wenn's gut tut, ist es ja zu was gut. 😉 Ich fahre fast alle meine Kurzstrecken mit dem Rad und habe 7 Gänge, von denen ich den ersten nur selten und Nr 6 und 7 so gut wie nie brauche. 🚲

Antwort
von Zorander, 29

Kommt aufs Terrain an...im Flachland sind 3 ausreichend. Wird es hügelig dann sind mehr angenehm und weniger anstrengend

Antwort
von erkennungslos, 18

Die meisten Enduros haben jetzt auch nur noch 10-12 Gänge oder 2x10. Das reich da auch meisten. Für den Otto Normal Verbraucher reichen aber 3 Gänge, da die sowieso keine Ausdauer auf dem Bike haben.

Antwort
von kokomi, 40

ja, für die allermeisten

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