Frage von slax65, 47

Ist es üblich, dass Ärzte nach dem Beruf fragen?

Hallo zusammen,

also wann immer ich zu einem Arzt gehe, werde ich am Ende gefragt, was ich beruflich mache. Das letzte mal hatte ich einen grippalen Infekt und musste zur Notaufnahme im Krankenhaus, da es schon Samstag war. Auch dort war es wieder so, dass ich am Ende der Sprechstunde gefragt wurde. Ist da bei denen irgendwas im Computer zu sehen über mein Arbeitsleben?

Antwort
von Zischelmann, 47

Sie fragen ,um abzuklären mit welchen Stoffen man im Beruf in Berührung kommt.(Beispielsweise ob man eine Allergie dort bekommen könnte)

Und natürlich ob man einen Beruf hat wo man viel mit Menschen zu tun hat bezüglich der Ansteckungsgefahr .

Und bezüglich des Heilungsprozesses ist es wichtig zu wissen ob man beruflich eher im Freien mit schwerer Arbeit schafft oder drinnen bei leichter Bürotätigkeit

In deren Computer steht lediglich der Beruf

Antwort
von Kathyli88, 37

Sie fragen das immer, um etwaige gefahren die von deinem beruf kommen könnten zu wissen, oder ob eine krankheit/verletzung im entsprechenden beruf ein problem darstellt.

Bist du beispielsweise koch, solltest du nicht mit einem grippalem infekt in die afbeit, da du kontakt mit lebensmitteln hast. Ein maler oder maurer kann mit einem gebrochenem bein auch nicht seine arbeit verrichten. Ein büroangestellter kann aber evtl schon ins büro, wenn er den ganzen tag seine arbeit sitzend verrichten kann. Also eine allgemeine frage

Antwort
von WosIsLos, 43

Es kann sein, daß der Arzt die Info wegen einer möglichen Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung braucht, bzw. ob du überhaupt arbeitest.

Manche scheinen aber einfach nur neugierig zu sein...

Antwort
von PrivatfragenDE, 42

Der Arzt erstellt vor der Untersuchung des Patient eine sogenannte
Anamnese. Das ist eine notwendige und systematische Bebfragung des
Patienten, die dem Arzt über viele Dinge Aufschluß gibt: neben dem Alter
des Betreffenden auch über dessen soziale und familiäre Gegebenheiten,
um das Umfeld des Patienten zu erfassen, aus dem er kommt und in dem er
sich befindet (dabei werden auch familienanamnestisch wichtige Aspekte
wie Erkrankungen mit möglicherweise erblicher Veranlagung oder
familiärer Neigung erfaßt - davon gibt es eine ganze Menge und würde
hier bezüglich der Frage zu weit führen), ebenso ist die Frage nach der
beruflichen Tätigkeit wichtig (körperliche Belastung, veränderter Tag-
und Nachtrhythmus bei Schichtarbeitern, eventuelle Allergene oder
krankmachende Stoffe, denen der Patient ausgesetzt ist, auch psychisch
relevante Anforderungen usw.). Auch ist es für den Arzt wichtig, einen
Patienten, der unter dem seelischen Druck einer Arbeitslosigkeit leidet,
besser verstehen zu können, was sehr oft zur Ursache von Erkrankungen
führen kann, auch wenn es zunächst gar nicht so ausschaut... Oftmals ist
es sogar wichtig, dass sich der Arzt ein Bild über die ökonomische
Situation/Sicherheit seines Patienten machen kann, doch nicht um
abzuwägen, wieviel er ihm "abknapsen" und "aus der Tasche ziehen"
könnte, sondern um auch diesbezüglich psychisch relevante
Verhaltensweisen als sozial belastend einordnen zu können. Diese Dinge
sind zu Beginn eines Arzt-Patienten-Gespräches wichtig, vor allem, wenn
der Arzt dem Patienten zum erstenmal begegnet. Dann geht es über in die
Anamneseerhebung bezüglich der durchgemachten Kinderkrankheiten,
früheren Erkrankungen, Operationen, Unfälle, eventuell bekannte
Allergien usw. usw. Gegenüber einer Patientin wird der Arzt nach der
Anzahl ihrer Kinder, dem jeweiligen Schwangerschafts- und Geburtsverlauf
sowie zurückliegender Fehlgeburten fragen. Dies alles ganz gewiß nicht,
um "Gesprächsstoff" zu haben, über den er erste Kontakte zu dem
Patienten knüpfen kann, das wäre absurd und unsinnig und für beide
Seiten nichtsbringend. Es steckt da schon eine ganze Menge mehr dahinter
und meist kommen dann auch Dinge zur Sprache, die für die aktuelle
Erkrankung wichtig sind, auf die man sonst aber gar nicht gestoßen wäre.
Alles in allem vergehen darüber wenige Minuten, die Informationen sind
wichtig, bleiben Teil des individuellen Arzt-Patienten-Gesprächs und
gehen an Dritte nicht weiter (Schweigepflicht des Arztes). ...

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten