Ist es überhaupt zulässig, dass der Gebrauch bestimmter Computerprogramme vom Hersteller auf den privaten Bereich beschränkt wird?

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4 Antworten

Auf meinem Haarschneider steht auch drauf, dass man den nicht professionell benutzen kann/sollte, wobei das wohl eher was mit der Qualität (und der wesentlich häufigeren/längeren Nutzung bei Friseueren zu tun hat)

Der Unterschied zwischen Bohrmaschine/Haarschneider und Software ist halt, dass Du bei der Software - wie der Name schon sagt - nix "hartes" in der Hand hast, sondern im Grunde nur Information kaufst, bzw genauer: Das Nutzungsrecht dieser Information. Und dieses Nutzungsrecht (man spricht ja auch von "Lizenz") ist eben für verschiedene Bereiche unterschiedlich teuer.

Genauso ist es ja auch bei DVDs: Wenn Du ein professionelles Kino oder einen Filmverleih (für die jüngeren Leser: Das gabs mal ;) ) betreiben willst, kannst Du nicht einfach die im Handel für 10 Euro gekauften DVDs verwenden. Wenn das rechtlich zulässig wäre und es die Kinos/Verleihe so machen würden, müssten die Preise für alle deutlich ansteigen.

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Kommentar von KarstenF
09.07.2016, 13:30

Das mit dem Haarschneider hat sicherlich nur mit der mangelnden Eignung für sehr häufigen Gebrauch zu tun.

Die Begründung, dass man bei Computerprogrammen nichts "hartes" in der Hand hat, leuchtet mir nicht ein. Es wäre genauso denkbar, dass auf der Bohrmaschine steht: "Nur für den privaten Gebrauch; zur gewerblichen Nutzung müssen Sie Ihr Nutzungsrecht erweitern!", oder so ähnlich. Das habe ich aber, meines Erachtens, noch nie gesehen.

Das DVD-Beispiel ist insofern anders, als dabei dem Hersteller der DVD Verkäufe entgehen würden, da potentiellen Käufer den jeweiligen Film nun schon gesehen haben. Was macht es aber für einen Unterschied, ob ein Privatmensch einen Brief, z. B. mit "Word" schreibt oder ein Unternehmer?

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Sind solche Regelungen überhaupt zulässig?

Natürlich.

Dein Vergleich hinkt auch etwas.

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Selbstverständlich. Denn du erwirbst nichts rein physikalisches (mal abgesehen vom relativ wertlosen Datenträger), sondern eine Lizenz.

Und Lizenzbedingungen können sehr viel enthalten, was die Nutzung angeht.

Zum Vergleich: Wenn du einen mp3-Song kaufst, kannst du damit auch nicht machen, was du willst, z.B. ihn in eine Tauschbörse hochladen.

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Kommentar von KarstenF
09.07.2016, 13:35

Das Beispiel mit dem mp3-Song erscheint mir ganz anders gelagert. Das ist ja quasi eine Vervielfältigung.

Was macht es aber für einen Unterschied, ob ein Privatmensch einen Brief, z. B. mit "Word" schreibt oder ein Unternehmer?

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Natürlich, der Lizenzinhaber kann über die Verwendung nahezu grenzenlos bestimmen. Wem das nicht gefällt, der kann ja von einem Kauf absehen.

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