Frage von gameofthrones21, 78

Ist es strafbar, andere zu bitten, schlechte Bewertungen abzugeben?

Hallo, Wenn man eine sehr schlechte Erfahrung mit z.B. einem Hotel, o.ä. gemacht hat und wütend ist, kann man dann andere Freunde drum bitten, auch schlechte Bewertungen abzugeben, also nur STERNBEWERTUNGEN, keine Kommentare, Behauptungen oder so. Also dass man immer nur 1 von 5 Sternen vergibt. Damit deren Image sinkt. Mich interessiert nur die Rechtslage, ob sowas strafbar wäre, bitte keine dummen Antworten. Danke!

Antwort
von kevin1905, 20

Eine unwahre Tatsachenbehauptung kann Schadenersatzansprüche begründen.

Es kämen hier einige § des StGB theoretisch in Frage, die man prüfen könnte, aber darauf habe ich wenig Lust.

Antwort
von AusHamm, 2

Keine Ahnung, aber die pOlizei könntne die Personen verfolgen und dann im Betrieb fragen ob die Person mal dort war und eine Dienstleistung angenommen hat und wenn das nicht stimmt.Ist das sowas wie Rufschändung oder Verleumnung und es ist strafbar.

Aber auch in diesem Fall gilt wo kein Richter da kein Kläger, also wenn es dem Personal bzw. Betriebsleiter nicht interessiert oder auffällt das jemand absichtlich schlechte  Rezensionnen abgibt.

Antwort
von khx132, 18

Ich denken nicht, dass das Strafbar ist, aber das ist sehr blöd sowas zu machen. Aber rechtlich wirst du damit so weit ich weiß nicht belangt. Du kannst dir ja ebenfalls mehrere Accounts machen und darüber das Hotel "disliken". 

Antwort
von buma1978, 19

Kommt darauf an,

in diesem Fall, wenn es nur anonyme Sternchen sind, also ohne Login und Kommentar ist es wohl kaum nachvollziehbar und somit wahrscheinlich ohne Folgen.

Versteigt sich aber einer Deiner "Follower" zu sogenannten Tatsachenbehauptungen kann das schon mal vor Gericht landen und wenn er umkippt stehst Du daneben.

Antwort
von tapri, 10

kommt der Hotelier darauf, dass plötzlich sehr viele schlechte Bewertungen auftauchen, kann er natürlich versuchen heraus zu bekommen wer dahinter steht.

Oft wrden dann Nachweise verlangt (je nach dem welches Portal es ist.....) dann muss der, der Bewertet hat den Nachweis erbringen, dass er tatsächlich Gast in diesem Hotel war.

Kann er das nicht ist er erst einmal wegen Betrug dran und der Hotelier kann Schadenersatz verlangen, wenn er einen Schaden nachweisen kann

Antwort
von wfwbinder, 10

Du stiftest andere an eine Verleumdung zu begehen.

§ 187 (StGB) Verleumdung Wer wider besseres Wissen in Beziehung auf einen anderen eine unwahre Tatsache behauptet oder verbreitet, welche denselben verächtlich zu machen oder in der öffentlichen Meinung herabzuwürdigen oder dessen Kredit zu gefährden geeignet ist, wird mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe und, wenn die Tat öffentlich, in einer Versammlung oder durch Verbreiten von Schriften (§ 11 Abs. 3) begangen ist, mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

 § 26 (StGB) Anstiftung   Als Anstifter wird gleich einem Täter bestraft, wer vorsätzlich einen anderen zu dessen vorsätzlich begangener rechtswidriger Tat bestimmt hat.

Damit dürfte die Rechtslage klar sein.

Kommentar von TomRichter ,

Interessante Frage: Ist die Beurteilung mit 1 Stern, ohne weiteren Kommentar, "eine unwahre Tatsache"?

Ich tendiere zu nein, kenne aber keinerlei einschlägige Urteile.

Antwort
von Julian2T, 28

Wäre meiner Auffassung nach Rufmord. Müsste man sich in diesem konkreten Fall aber nochmal genau anschauen.

Kommentar von ZuumZuum ,

Im StGB gibt es keinen Straftatbestand "Rufmord".

Bitten kann man immer äußern, ob der Andere dem nachkommt ist dann seine eigene Entscheidung.

Antwort
von Vanelle, 15
Mich interessiert nur die Rechtslage, ob sowas strafbar wäre, 

Kommt darauf an ...

Bewerten kann und darf man nur, wenn man selbst Erfahrungen gesammelt hat. Darauf weisen viele Portale ausdrücklich hin.

Fallen dem Hotelbetreiber gehäuft schlechte Bewertungen auf und es gelingt der Nachweis, sie stammen von Menschen, die nie Gast waren, kann das z. B. wegen Geschäftsschädigung unter Umständen teuer werden.

Antwort
von piobar, 17

Wie du es bereits erwähnt hast, hast du nur EINE schlechte Erfahrungen sammeln können.

Warum sollten andere Leute für dich Lügen müssen wen du die EINE schlechte Erfahrungen gemacht hast.

Du kannst deine Freunde davor warnen aus Erfahrung sprechen aber doch nicht anstiften

Kommentar von gameofthrones21 ,

DU kannst anscheinenx nicht lesen.... habe gefragt wie ist die RECHTSLAGE

Kommentar von piobar ,

EINdeutig

Antwort
von frodobeutlin100, 9

Zitat: kann man dann andere Freunde drum bitten, auch schlechte Bewertungen abzugeben,

-----

Du meinst also, dass andere die niemals dort waren Lügen sollen um dem Hotel zu schaden nur weil Du nicht zufrieden warst?

für Deine Freunde:

§ 187 StGB Verleumdung

Wer wider besseres Wissen in Beziehung auf einen anderen eine
unwahre Tatsache behauptet oder verbreitet, welche denselben verächtlich
zu machen oder in der öffentlichen Meinung herabzuwürdigen oder dessen
Kredit zu gefährden geeignet ist, wird mit Freiheitsstrafe bis zu zwei
Jahren oder mit Geldstrafe und, wenn die Tat öffentlich, in einer
Versammlung oder durch Verbreiten von Schriften (§ 11 Abs. 3) begangen ist, mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

für Dich:

§ 26 StGB Anstiftung i.V.m. § 187 StGB

Als Anstifter wird gleich einem Täter bestraft, wer vorsätzlich
einen anderen zu dessen vorsätzlich begangener rechtswidriger Tat
bestimmt hat.

Kommentar von wfwbinder ,

Da sind wir uns mal wieder einig.

Antwort
von Herpor, 10

Das sieht mir sehr nach "übler Nachrede" aus.

Kommentar von wfwbinder ,

Nicht ganz, denn es ist sogar Verleumdung. Der, der den Kommentar schreiben soll, hat es ja gar nicht erlebt. Also ist das, was er schreibt verkehrt.

Kommentar von Herpor ,

Das ist keine Steigerung. Guckst du:

Üble Nachrede oder Verleumdung? Der Unter­schied

Was üble Nachrede und Verleumdung genau bedeuten, ist im Straf­ge­setzbuch (StGB) verankert. Nach § 186 StGB
wird von übler Nachrede gesprochen, wenn über eine Person Tatsachen
behauptet und verbreitet werden, die nachweislich als unwahr
heraus­ge­stellt werden können. Im Unter­schied zum Gerücht ist die
Nachrede deutlich aggressiver und diffa­mie­render. Die behaupteten
Tatsachen sind entweder verächtlich oder haben negative Konse­quenzen
für den Betroffenen in der Öffent­lichkeit. Im Streitfall hilft ein Rechts­schutz weiter.

Paragraf 187 StGB
bildet wiederum den gesetz­lichen Rahmen für die Verleumdung. Auch in
diesem Fall werden unwahre, ehren­rührige Aussagen über eine Person
getätigt. Im Unter­schied zur üblen Nachrede ist sich der Verleumder
jedoch der Unwahrheit seiner verächt­lichen Aussagen gegenüber Dritten
bewusst und hat sie nicht etwa nur von einer anderen Person erfahren,
ohne den Wahrheits­gehalt zu kennen.

Antwort
von FloOderSoo, 15

Nein, strafbar ist es nicht, aber ganz ehrlich wer sowas machen muss ist eigentlich ziehmlich tief gesunken....
Wenn du eine schlechte erfahrung mit etwas gemacht hast dann poste deine ehrliche eigene bewertung aber stiffte nicht andere auch noch dazu an, die gar nicht beteiligt waren, nur damit der Betrieb extra schlecht abschneidet, schlecht zu voten...
Ich hoffe du lässt so einen blödsinn...
MfG Flo von FloOderSoo

Kommentar von wfwbinder ,

 Nein, strafbar ist es nicht, 

Gewagte Behauptung, hast Du Dein Jurastudium abgebrochen, bevor Strafrecht dran war?

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