Frage von OZwergO, 842

Ist es so schlimm, wie alle tun?

Ich hab jetzt schon mit Freunden, Bekannten usw. meiner Eltern geredet und jeder tut so als würde, wenn man seine Ausbildung beginnt; sprich anfängt zu arbeiten, dass Leben so ziemlich vorbei sein.

Mir ist klar, dass ich nicht mehr so viel Freizeit habe wie in der Schule. Dennoch hat man ja 6 Wochen Urlaub, ist nicht so viel wie in der Schule, aber dennoch. Ich mein, es ist klar dass ich mir meine restliche Freizeit besser organisieren muss usw. Aber warum tun die so als würden sie keine Freizeit haben?

Ich hab mich eigentlich auf meine Ausbildung im Einzelhandel gefreut, aber mittlerweile nerven diese Kommentare wie "Jetzt beginnt der Ernst des Lebens", "Du wirst nie wieder so viel Freizeit haben", "Deine Freunde kannst auch nicht mehr so oft sehen".

Der Ernst des Lebens... warum unterschätzen eigentlich so viele die Anforderungen in der Schule?

Schüler, wenn sie sich in ihre Schulbildung reinhängen, haben viel zu tun. Es ist nicht immer leicht sich den ganzen Stoff zu merken. Den Beruf kann man sich ja aussuchen und wenn man nach der Arbeit Heim kommt, muss man sich nicht mit Hausaufgaben, Lernerei und Stoff ,den man nicht versteht, rum schlagen. Und wenn dann Prüfungszeit ist, gings mir pers. hundeelend, weil ich mich sehr rein gehängt hatte. Und bei der Hausarbeit muss man als Schüler ja auch helfen.

Aber warum jammern so viele ,wenn sie ins Arbeitsleben wechseln bzw. schon länger tätig sind, dass sie keine Freizeit mehr haben und es so schlimm ist?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Sonja66, 248

Hallo OZwergO!

Also ich finde deine Einstellung recht erfrischend und gut, dass du der Sache mal auf den Grund gehst.

Aber warum tun die so als würden sie keine Freizeit haben?

Vielleicht, weil sie es wirklich so empfinden / fühlen.
Arbeit kann sehr anstrengend sein, wenn man nicht das machen kann, was einem am Herzen liegt, was für einen Sinn macht.
Ich mein, jeder kann mal so ne Zeit haben und dann, wie du ja schon sagst, sollte man halt die Initiative ergreifen und sich weiter auch Zeit und Ruhe nehmen, um alles zu überdenken und zu prüfen, was man denn für sich tun kann, was man selbst ändern kann.

Die, die so empfinden, kommen dann heim, haben auch hier noch Pflichten zu erledigen und sind dann dermaßen müde und ausgelaugt, dass sie ihre Freizeit nicht mehr gestalten wollen / können.
Ein großer Freizeitkiller meiner Ansicht nach ist aber auch der TV, vor dem sie sich dann aber erschöpft niederlassen, und wieder keine Pause und Erholung finden.

Der Ernst des Lebens beginnt nach meinen Beobachtungen bereits im Kindergarten. Für diese Kleinkinder war der Andrang, der Lärmpegel, die Unruhe, all die Konflikte..... auch schon sehr anstrengend, wie ich meine. Auch hier werden sie schon auf die Schule dann vorbereitet. 

Der Ernst des Lebens aber sollte meiner Ansicht nach weniger in einer Reizüberflutung und Überforderung, als mehr in Selbständigkeit, Liebesfähigkeit und Verantwortlichkeit liegen, und zwar eher dann mit dem Erwachsenwerden....  ;-)))
Während der Schulzeit allerdings gibt es dafür schon viel zu lernen; und ja, natürlich sind die Anforderungen der Schule sehr hoch!
Unterschätzen tun sie das alles vielleicht einfach nur, weil sie es vergessen haben und sie es jetzt als noch schlimmer empfinden, vermutlich auch, weil sich im Laufe der Jahre einiges angestaut hat.....  ;-)

Allerdings kann ich berichten, dass ich viel von dem, was ich in der Schule lernte, in meinem Leben bisher gut gebrauchen konnte.

Ich hab zwei Kinder, die Schüler sind, und wir alle haben alle Hände voll zu tun, damit alles einigermaßen reibungslos und zufriedenstellend für alle läuft. Ich bin froh, dass wir es sehr oft schaffen, dass sie nachmittags frei haben und abschalten können.

Aber warum jammern so viele ,wenn sie ins Arbeitsleben wechseln bzw.
schon länger tätig sind, dass sie keine Freizeit mehr haben und es so
schlimm ist?

Es ist wirklich bedenklich für einen selbst, jammernden Menschen zuzuhören, weil sie einen schnell in eine miese Atmosphäre bringen können und man sollte darauf bedacht sein, sich von ihnen zu lösen.

Jammerer wollen auch oftmals gar nichts ändern, das fiel mir schon mal auf. Das kann verschiedenste Gründe haben.
Also von denen kommt recht wenig Konkretes.

Und wie oben schon gesagt, weil sie es wirklich so fühlen, aber irgendwie auch nichts in Angriff nehmen, um etwas zum Besseren zu ändern.

Ist es so schlimm wie alle tun? 

Nein, natürlich nicht. Aber gut, dass du der Sache auf den Grund gegangen bist, sonst hättest du das vielleicht irgendwann selbst geglaubt.

Jeder kann etwas in seinem Leben zum Besseren wenden, wenn er z.B. aufrichtig aus seinen Fehlern lernen möchte.
Die Vergangenheit muss bei keinem zwingend die Zukunft auch sein.

Kommentar von OZwergO ,

Es freut mich sehr, dass du auf meine Frage geantwortet hast.

Ich war schon kurz davor zu glauben, dass wenn ich die Berufswelt betrete, alles schlechter wird. Da, genau wie du schon sagtest, diese negativen Kommentare einen ganz schön runter ziehen.

Wahrscheinlich gibts es den "Ernst des Lebens" gar nicht. Dieser "Ernst" ist vllt. nur die Einbildung, der Menschen die unzufrieden mit ihrem Leben sind.

Expertenantwort
von rotesand, Community-Experte für Kleidung, Auto, Mode, Schule, 306

Hallo!

Ich habe sowas in der Art beim Klassentreffen meiner Realschulklasse geworden ---------> die meisten sind emotional gesehen steinalte Leute, deren Entwicklung mit spätestens 22 Jahren aufgehört hat. Sie wirken alle 20-25 Jahre älter, sowohl vom Gedankengut her als auch optisch. Wenn ich mir da die Mutter meiner "Kindergartenfreundin" ansehe (die Frau ist 52), ist sie in jeder Hinsicht jugendlicher und frischer als meine halb so alten Mitschüler... Echt!

Viele machen den Fehler, dass sie denken, man müsse sich zu Beginn der Lehre bzw. nach der Schule Schlag auf Schlag verändern & "reifer" werden, alles "Jugendliche" ablegen, nur noch von Vernunft faseln und konservativer werden, als es der eigene Opa jemals gewesen ist.

Dass bitter lächelnd Sprüche wie "das süße Leben ist vorbei" oder ganz schlimm "Lehrjahre sind keine Herrenjahre" geklopft werden, verunsichert die Jugendlichen --------> sie wissen ja mangels Erfahrung gar nicht, dass das alles so nicht zutrifft & meist nur leere "Besserwisserphrasen" von Leuten sind, die denken, die Welt sei noch genauso wie zur eigenen Lehrzeit vor 40 Jahren. Da macht sich die Jugend klar ihren Kopf -------> war bei mir genauso & ich hatte tlw. auch Bammel vor meiner Lehre oder auch sogar vor der Realschule, vor der man mir damals sagte "dass es da richtig abgeht"... und nix hat sich bewahrheitet von all den Schauermärchen!

Ich fühlte mich in meiner Schul- und Ausbildungszeit (habe nach der Mittleren Reife Industriekaufmann gelernt) übrigens weitaus mehr unter Druck gesetzt & viel gestresster als im Berufsleben.

Antwort
von offeltoffel, 425

Ach, der "Ernst des Lebens". Habe ich schon immer für einen groben Unfug gehalten. Mir wurde er so oft angekündigt, aber er ist noch nie eingetreten.

Zum ersten Mal hieß es, dass er beginne, als ich in die Schule kam - 1. Klasse. Dann beim Wechsel zum Gymnasium. Dann bei meiner ersten Arbeitsstelle. Dann beim Studium. Dann bei meiner festen Arbeitsstelle. Wahrscheinlich wird man es mir selbst beim Renteneintritt weider erzählen.

Du hast das, finde ich, schon ganz richtig durchschaut: alles im Leben hat seine Vor- und Nachteile. Während des Studiums hatte ich super viele Freiheiten, konnte auch mal locker kurzfristig daheim bleiben, einkaufen gehen unter der Woche oder sogar spontan verreisen. Dafür hieß es abends: lernen. Ich hatte IMMER im Hinterkopf, ich könnte ja gerade was lernen, weil irgendeine Klausur war immer in Reichweite.

Jetzt im Vollzeitjob habe ich mehr Verpflichtungen. Urlaub spontan geht nicht mehr und man ist wirklich morgens bis abends dort. Dafür habe ich abends auch wirklich 100% frei und auch über Wochenenden und Feiertage kann ich mich viel mehr freuen.

Lass dir von niemandem einreden, dass der Ernst des Lebens beginnen würde. Arbeiten bedeutet 1) Geldverdienen, also wirst du auch bald finanziell auf eigenen Beinen stehen und das ist total cool! 2) Arbeiten macht Freude und gibt dir im Leben eine Aufgabe. Auch wenn sich immer alle beklagen - ohne Job kann das Leben ziemlich ätzend sein.

Freu dich auf die neue Herausforderung und lass die anderen reden. Es ist ein großer Schritt und ein Umbruch in vielerlei Hinsicht. Aber ist doch schön, dass was vorwärts geht und all die Lernerei in der Schule sich endlich mal auszahlt :)

Kommentar von OZwergO ,

"Arbeiten macht Freude und gibt dir im Leben eine Aufgabe. Auch wenn sich immer alle beklagen - ohne Job kann das Leben ziemlich ätzend sein."

Was ich auch nie versteh ist, warum sie sich über ihren Job beklagen, wenn er ihnen nicht gefällt sollen sie umschulen, ist ja alles kein Thema mehr, machen sie aber nicht aus Bequemlichkeit und was soll man ohne Job machen?

Da heißt es Teenies seien anstrengend ;D

Kommentar von offeltoffel ,

Je älter du bist, desto schwerer ist es, vom Job oder gar von der Branche wegzukommen. Mit Anfang vierzig wirst du oft schon nicht mehr gerne genommen, vor allem, wenn du vorher noch mühsam angelernt werden musst.

Und, ja, Bequemlichkeit spielt schon auch eine Rolle. Jammern ist viel leichter, als etwas in die Hand zu nehmen und zu ändern. Ich glaube aber auch, dass es viel zum "guten Ton" gehört, wenn man sich über den Job beklagt. Nach dem Motto: wenn sich jemand nicht beschwert, dann gehts ihm wohl zu gut. Wenn du dich z.B. nicht regelmäßig beklagst, was für einen großen Stress du hast, dann denken die Leute, du sitzt den ganzen Tag nur faul rum.

Ich habe auf jeden Fall großen Respekt vor Leuten, die bis ins hohe Alter geistig flexibel bleiben und immer wieder offen für Veränderungen sind. Und für Leute, die anstandslos ihren Job machen und die Probleme als Herausforderungen sehen. Wer ab 9 Uhr im Büro nur noch an den Feierabend denkt, der verschenkt die halbe Lebenszeit.

Naja, wirst du alles noch merken. Du kannst es nur besser machen ;)

Kommentar von OZwergO ,

Ich möchte nicht, unter gar keinen Umständen, zu diesen Leuten gehören die sich ständig über ihren Job beschweren!

Ich glaube aber auch, dass es viel zum "guten Ton" gehört, wenn man sich über den Job beklagt.

Wieso gehört sich über den Job zu beschweren zum guten Ton?

Es bringt niemanden etwas sich ständig zu beschweren, man muss was dagegen tun! Wenn man es aus Bequemlichkeit nicht macht, ist man selbst schuld, dann aber sollte man auch gefälligst aufhören zu jammern.

Es gibt schon genug negatives auf der Welt.

Kommentar von hummpelbein ,

Irgendwann wirst du dich über den Job beschweren. Auch ich habe Tage/Wochen, da habe ich einfach keinen Bock. Jeder Lehrling hat etwa in der Hälfte der Lehrzeit einen Hänger, bei dem er einfach keine Lust mehr hat. Die meisten ziehen es trotzdem noch durch. (Jap, kenne das von mir auch). Auch ich denke mal: Oh, am Montag bin ich alleine und habe nur das 1. Lehrjahr als Unterstützung, die man noch nicht wirklich alleine lassen kann, muss noch Bestellungen fertig machen (Torten einsetzen, Patisserie fertigstellen), sollte noch Gemüse/Fleisch/ Früchte Bestellen, sollte noch das und jenes machen usw.. (Wir sind eine Lehrlingsbäckerei, bei der nur Lehrlinge arbeiten und alle 6 Wochen gehen wir in eine "richtige" Bäckerei. Ich bin im 3. Lehrjahr und habe somit die meiste Erfahrung und auch die grösste Verantwortung, wenn etwas nicht stimmt, dann bekomme ich was zu hören...)

Kommentar von OZwergO ,

Es ist ja ok wenn man sich mal denkt, dass man keine Lust hat oder so. War in der Schule nicht anders, aber diese Leute die von nichst anderem reden ,außer wie schlimm die Arbeit ist... Ich kanns nicht mehr hören. Die müssen mit ihrem negativen Gesülze nicht zukünftigen Azubis (wie mir) Angst vor der Ausbildung machen.

Antwort
von Schwoaze, 50

Na endlich jemand, der sich auf die Arbeit freut. Lass Dir keinen schweren Kopf machen. Die wollen Dich nur erschrecken.

Wenn Du nette Kollegen hast, eine Arbeit hast, die die Freude macht, bei der Du Erfolgserlebnisse hast, immer wieder neue Sachen lernst, neue Menschen kennenlernst,... es kann sehr erfüllend sein.

Ich glaube, Du hast die richtige Einstellung. Ich wünsche Dir für Deinen weiteren Lebensweg alles Gute.

Kommentar von OZwergO ,

Im Moment gefällt es mir sehr gut in da Arbeit. Meine neuen Kollegen sind wirklich nett, die meisten der Kunden auch.

Ich hab zwar erst eine Woche gearbeitet, die Zeit vergeht, ich hocke nicht nur unnütz rum, aber es ist eigentlich sehr schön.

Dankeschön, dir ebenso :)

Antwort
von halbsowichtig, 167

Ich finde, du siehst das völlig richtig. Als Schüler muss man den ganzen Tag auf andere hören. Deinen Beruf hingegen kannst du dir aussuchen, in deiner eigenen Wohnung kannst du dich benehmen wie du willst.

Deine Freizeit ist zwar kürzer, aber dafür kannst du sie besser nutzen, weil dir niemand mehr Vorschriften macht. Was du nach Feierabend machst, was du am WE machst - da quakt dir keiner mehr rein, sobald du tagsüber Geld verdienst und davon eine eigene Bleibe bezahlst.

Dass ältere Leute so negativ reden, liegt wahrscheinlich daran, dass sie ihre eigenen Kindheitserinnerungen verherrlichen. Die Erinnerung an die Schule wird ja mit den Jahren immer blasser.

Ist man erstmal 20, 30 Jahre aus der Schule raus, dann sieht man nur noch die Gegenwart - man muss arbeiten, hat nicht gerade die beste Firma gefunden, hat sich für die Freizeit zu viele Verpflichtungen aufbürden lassen...

Je unzufriedener die Leute mit ihrem eigenen Leben sind, desto mehr glorifizieren sie die gute alte Zeit. Früher war alles besser. Schöne Erinnerungen strahlen, schlechte werden verdrängt.

Fällt dir der Fehler auf? Wer dir den "Ernst des Lebens" prophezeit, der führt selbst das falsche Leben für sich. Der hat selbst irgendwas verbockt, erkennt das aber nicht und schiebt es darauf, dass das Leben eben so sei und sein müsse.

Fazit: Mach es besser! :-)

Kommentar von OZwergO ,

Das ist mein Plan :D

Wenn ich mit etwas unzufrieden bin, dann liegt es ja in meiner Hand das zu ändern. Wenn ich dies nicht tue, ist es meine eigene Schuld wenn ich mit meinem Leben nicht zufrieden bin. Soweit werd ich es erst gar nicht kommen lassen! :D

Kommentar von halbsowichtig ,

Guter Plan! Und such dir einen Beruf, der dir Spaß macht. Dann lebst du den ganzen Tag, nicht bloß in der Freizeit.

Antwort
von Mayelle, 182

solche Sprüche kommen wahrscheinlich weil die Eltern denken, dass die Kinder zu verwöhnt sind und wollen ihnen einfach nur vermitteln, dass es jetzt nicht mehr alles so einfach ist, wie in der Schule (mehr Ferien, alles vororganisiert etc.) und das übertreiben sie dann vielleicht ein wenig. Jeder kennt diese Sprüche, ich finde sie inwzischen auch nervig :D kann absolut verstehen was du meinst.

Man darf nicht vergessen, Eltern haben nochmal mehr um die Ohren, als Azubis. Die bekommen Kinder & haben damit mehr Stress bezüglich Erziehung und ausreichend Geld verdienen = viel Arbeit. Deswegen sehen Erwachsene das Jugendleben so entspannt und einfach an im Gegensatz zu ihrem.


"warum unterschätzen eigentlich so viele die Anforderungen in der Schule?"
-> versteh auch nicht, was das soll. Die Anforderungen sind in der Schule sehr hoch, das wissen "unsere Eltern" nur nicht, da sie anderes von früher gewohnt sind. Nichts desto trotz lernt man in der Schule alles mögliche, aber kaum das, was man braucht. Wir hatten zwar Wirtschaft, aber trotzdem habe ich nicht viel Ahnung von sätmlichen Veträgen, Versicherungen und was alles eben so wichtig ist im Leben.

Ich glaube nicht, dass es so schlimm ist. Klar, arbeiten ist etwas ganz anderes (aber auch studieren ist eine Herausforderung) z.B. von den Arbeitszeiten her oder man hat mehr (Eigen-)Verantwortung. Aber man hat trotzdem Freizeit. Ich denke, man findet immer Zeit, um was zu  Unternehmen. Nur eben nicht so viel wie während der Schule (was nicht unbedingt stimmt, wenn man, so wie du es sagtest, sich sehr auf die Schule konzentriert und man auch nach der Schule noch einiges machen muss).

Kommentar von OZwergO ,

Endlich wer, der genau dass versteht was ich meine :D

Danke für deine tolle Antwort! :)

Antwort
von Etter, 130

Also aus meiner Erfahrung fand ich Ausbildung besser als Schule.

Gefühlt hatte ich genug Zeit, ich habe einen Beruf ausgeführt, welcher mir Spaß gemacht hat, hatte Geld, ne eigene Wohnung usw.

Man sollte nicht vergessen, dass man in der Schule Allgemeinbildung eingeprügelt bekommt. Du kannst Geschichte nicht ab? Tja Pech gehabt. Musste trotzdem lernen.

In der Ausbildung bewegst du dich halt hauptsächlich auf deinem von dir ausgesuchten Ausbildungsgebiet.

Klar wirds da auch das ein oder andere Fach in der Berufsschule geben, was weniger Spaß macht, insgesamt ist es aber besser und BEZAHLT.

Was du in der Ausbildung nicht vergessen solltest: Auch dort werden Prüfungszeiten auf dich zukommen ;)

Und falls du eine eigene Wohnng hast: Auch die will geputzt werden und kochen sollte man auch ab und an ^^.

Eine kleine Anmerkung meinerseits noch aus meiner Berufsschulzeit: Es wurden keine Hausaufgaben aufgegeben. Somit hatte man mit Unterrichtsschluss (und wenn der AG es zuließ) frei. An den Wochenenden musste ich auch selten arbeiten, also auch frei.

Tl;dr: Ich fands besser und hatte gefühlt mehr als genug Freizeit und vorallem auch genug Geld für Hobbys. Lass dir also keine Angst machen und viel Spaß und Erfolg in der Ausbildung ;)

Antwort
von daCypher, 91

Also von mir kann ich sagen, dass ich die Schule regelrecht gehasst habe und sie nur "abgesessen" habe, weil es Pflicht war. Als meine Ausbildung angefangen hat, ging es mir besser. Ich hatte plötzlich Geld und konnte mir ein schönes Hobby finanzieren. Die ersten paar richtigen Berufsjahre waren die beste Zeit meines Lebens. 

Es stimmt zwar, dass man deutlich weniger Zeit hat, als vorher. Man hat insgesamt im Jahr nur sechs Wochen Urlaub. Zu Schulzeiten hatte man alleine in den Sommerferien schon so lange am Stück frei. Außerdem ist man meistens von morgens um 7 bis Abends um 6 außer Haus wegen der Arbeit.

Am Wochenende kann man sein Leben aber so leben, wie man es vorher auch schon gemacht hat. Freunde treffen, Partys machen, irgendwo hin fahren. Außerdem hat man wesentlich mehr Geld als zu Schulzeiten, wodurch man sich Dinge leisten kann, von denen man vorher nur träumen konnte. Die Ernüchterung kommt allerdings trotzdem irgendwann, wenn man aus seinem Elternhaus auszieht und alles alleine finanzieren muss. Plötzlich muss man wieder sparen und hat wieder das Gefühl, zur Arbeit gezwungen zu sein, weil man sich sonst kein Dach überm Kopf und keine Lebensmittel mehr leisten kann.

Aber wie gesagt: Als ich so 21-23 Jahre alt war, war das die Zeit meines Lebens.

Kommentar von OZwergO ,

Aber wie gesagt: Als ich so 21-23 Jahre alt war, war das die Zeit meines Lebens.

Und jetzt?

Kommentar von daCypher ,

Jetzt quälen mich manchmal die Sorgen, dass das Geld nicht reicht, weil z.B. das Auto in die Werkstatt muss oder die Waschmaschine kaputt gegangen ist und man sich erstmal für 500€ was neues kaufen muss oder ich denke drüber nach, was passiert, wenn ich meinen Job verliere oder wenn irgendwann die Rente ansteht (als ich noch jünger war, hab ich mir gedacht "boah, cool irgendwann bin ich Rentner, dann krieg ich Kohle und muss nicht mal dafür arbeiten". Jetzt denk ich eher "Das Geld, was man als Rentner kriegt, reicht vorne und hinten nicht, mal davon abgesehen, dass man auch noch wesentlich mehr Zeit hat, Geld auszugeben")

Meine Freizeit ist aber immer noch gut. Wir treffen uns mit Freunden, gehen ab und zu ins Schwimmbad, Kino, Messe, Städtetrip etc. Das Leben ist aber nicht mehr so aufregend, wie es früher war. Die Zeit von 21-23 war einfach gut, weil ich da einerseits wenig Sorgen hatte und andererseits viele neue, aufregende Dinge gemacht hab. Ich hatte damals meinen Modellhubschreiber, den ich mir gut leisten konnte, weil ich das erste halbe Jahr nach meiner Ausbildung noch bei meinem Vater gewohnt hab und gute 1500€ pro Monat Überschuss hatte, die ich verballern konnte. Ich hab damals mit Segelfliegen angefangen, war an den Wochenenden immer mit meinen Freunden auf Achse, hab viele lustige Zeiten erlebt.

Jetzt ist es halt so, dass das Geld längst nicht mehr so locker sitzt und ich mich auch nicht mehr wie ein Teenager verhalten kann, was natürlich langweiliger ist, als vorher. Ich bin aber grade dabei, ein altes Hobby von mir wieder aufleben zu lassen. Vielleicht hab ich ja bald wieder bessere Laune :)

Kommentar von OZwergO ,

Achso, dann wünsch ich dir viel Glück dabei :)

Halt die Ohren steif ;D

Antwort
von howelljenkins, 155

lass dir das nicht einreden.

wenn du deinen tagesablauf gut organisierst, hast du weiterhin die moeglichkeit, freunde zu sehen etc. und dadurch, dass du langfristig mehr geld zur verfuegung haben wirst, kannst du dir auch andere sachen leisten etc.

natuerlich ist es eine umstellung, aber da du dich schon auf die ausbildung gefreut hast, sieh es einfach als eine chance, dein leben endlich so zu gestalten, wie du es dir gewuenscht hast.

leute, die das ganze so negativ darstellen, sind halt mit ihrem eigenen leben unzufrieden.

Antwort
von LGWatson, 155

Es stimmt zwar, dass wenn man arbeitet man weniger Freizeit hat als während der Schulzeit. Aber dass jetzt "alles vorbei ist" ist Schwachsinn. Im Gegenteil! Jetzt fängt alles an denn jetzt startest du ins "wirkliche" Berufsleben, was am Anfang hart sein kann. Jeder sieht es eben anders. Manche haben die Schulzeit geliebt, weil sie in ihrer Freizeit zH faulenzen konnten. Nach der Schule und während der Arbeit hat man nicht mehr so viel Zeit zum faulenzen ;)
Hör nicht drauf was die um dich herum sagen. Wenn die deine Ausbildung Spaß macht ist alles gut!!

Antwort
von moniismileyy, 20

Hallo!

Als erstes möchte ich anmerken, dass ich mit meinen 15 Jahren noch nicht viel Lebenserfahrung bieten kann. Jedoch denke ich dass beides seine Vor- und Nachteile hat. 

Wenn man sich mit 4ern zufrieden gibt hat man (nehme ich an) deutlich mehr Freizeit in seiner Schullaufbahn als jemand der immer sein bestes gibt und auch wenn er/sie eine 2 bekommt noch nicht zufrieden ist. Ich denke auch, dass der Schultyp eine sehr große Rolle spielt. In einer HTL kann es schonmal vorkommen, dass man 38 Wochenstunden hat und dann noch heimfahren muss und noch etwa 2 Stunden lernen sollte weil man leicht den Anschluss verliert. Ich kann aus Erfahrung sagen, dass man während der Schulzeit weniger Freizeit hat als wenn man arbeitet (habe nur den Vergleich zum Ferienjob). Zumindest habe ich das Gefühl, dass es um einiges entspannender ist von der Arbeit heimzukommen und sich auf die Couch legen zu können und man sich nicht noch Gedanken machen muss, dass man vielleicht nicht doch noch lernen sollte oder Hausaufgaben machen muss. Ich denke, dass der Arbeitstag aufhört, wenn man heimkommt und der Schultag nicht einfach "aufhört". Ich rede hierbei übrigens nicht von jemandem der selbstständig ist oder etwas managen muss oder ähnliches sondern vom normalen "hackler" der fixe Arbeitszeiten hat.

Abgesehen davon könnte mich dem Spruch "jetzt fängt der Ernst des Lebens an" auch gemeint sein, dass man ja nun durch den Gehalt für sie selbst sorgen kann, ausziehen kann und ohne finanzielle Probleme eine Familie gründen kann. Doch wer auszieht muss sich um den Haushalt kümmern und ich möchte garnicht erst mit den Pflichten anfangen die man hat wenn man ein Kind hat.

Also ich denke nicht, dass sofort mit deinem ersten Arbeitstag dein Leben ernster wird und du viel mehr Verantwortung tragen musst, doch langsam wirst du dich drauf einstellen müssen. Doch ich denke, dass das jedem klar ist, dass wenn man älter wird, dass man auch erwachsen wird.

Viel Glück bei deiner Ausbildung und deinem ernsten Leben ;)

Kommentar von OZwergO ,

Ich finde ganz gut ,was du da geschrieben hast.

Ja stimmt schon, ich habe weniger Freizeit, aber weißt du was?

Nette Kollegen, Arbeit die Spaß macht, eine tolle Chefin, eine nette Berufschulklasse mit teils wirklich lieben Mitschülern und meine eigenes Gehalt macht das total egal.

Ich geh sehr gerne in die Arbeit, meine Ausbildung macht mir Spaß und ich hatte keinen besseren Betrieb wählen als meinen jetzigen.

Es ist wirklich schön, wenn man Heim kommt, isst und dann nicht noch lernen muss oder HA machen. Es ist klar, dass dir in den ersten Tagen der Kopf brummt, viele neue Leute, viele Namen, neue Tätigkeiten, aber es ist toll und mit der Zeit wird das auch.

Ich fand mein Leben noch nie so toll, wie jetzt gerade im Moment.

Danke sehr, dir auch noch viel Spaß und noch viel mehr Spaß wenn auch für dich "der Ernst des Lebens" beginnt! ;)

Kommentar von hummpelbein ,

Eben. Arbeiten macht spass (sofern man die richtige Arbeit hat + die richtigen Kollegen). Nur die Berufsschule finde ich weiterhin einfach nicht gut. Wie lange bist du schon in der Ausbildung? Denn Hausaufgaben werden kommen. Manchmal nicht zu knapp. Wenn ich schon daran denke was ich alles nächstes Jahr im Mai können muss an meiner Abschlussprüfung ..... Und an die viele Tests, die sehr umfangreich sind, dann bekomme ich schon Magenschmerzen... 

Antwort
von Masuya, 13

Ich glaube ein ganz großes Problem liegt daran, dass unsere Gesellschaft fest legt, was gut und was schlecht zu sein hat.. so wie zum Beispiel der Montag von "jedem" gehasst wird und bei fast allen Facebookseiten am Sonntag nur noch Kommentare wie "Tschüss schönes Wochenende" kommen.. man bildet sich einfach schon ein, dass es nicht toll sein kann.. so wie der Nocebo-Effekt (Gegenteil vom Placebo-Effekt) und so sehe ich es auch bei der Ausbildung.. 

Naja, viele gehen schon falsch ran... der Job muss einen über die Runden bringen, die Familie ernähren können, man muss in den Urlaub fahren können, man muss sich ein gutes Auto zahlen können und und und.. und dann kommt das kleine Anhängsel "ach.. natürlich soll das auch Spaß machen".. aber bei so vielen Leuten stehen einfach andere Dinge vor dem "Spaß"-Faktor. 
Ich meine mit Spaß haben jetzt auch nicht nur rumblödeln oder so.. aber vielleicht konntest du es mal an Kindern erkennen, wenn die richtig in Rasche sind und Dinge erforschen.. für die Kinder ist dieses "Spielen" eine richtige "Arbeit" und so sollten wir Meschen auch arbeiten.. aber wer von uns kennt sich noch richtig gut mit sich selbst auf.. geht dem nach, was einem gut tut und lässt das links liegen, was uns schadet.. 

das fängt ja schon in der Schule an.. jeder muss gut sein in Mathe, Deutsch, Englisch... schwächen sind nicht gerne gesehen.. warum so viel Zeit auftreiben, um seine Schwächen auszunerzen.. warum nicht mehr Zeit in seine Stärken investieren? und bei den Dingen, die man nicht kann jemand anderes Fragen, der es kann.. und der sich darüber auch noch sehr freuen würde. 

Antwort
von catchan, 55

Ja, es stimmt.

Du hast weniger Zeit für deine Freunde und generell weniger Freizeit.

Aber: Totzdem macht mir das Arbeitsleben generell mehr Spaß als damals die Schule. Ich möchte um keinen Preis der Welt zurück an die Schule, auch wenn ich von der Arbeit müde und fertig nach Hause komme.

Ich trauere dem mit keiner Sekunde hinterher.

Auch mit dem was roteSand geschrieben hat, hat er Recht. Ich beobachte das auch. Da haben die jungen Menschen einen Plan fürs Leben. Bis dahin verheiratet sein, bis dahin das eigene Haus und bis dahin die ersten Kinder und hetzen dem hinterher. Ich will mich nicht hetzen lassen. Ich will mein Leben genießen. Es ist auch zum Teil eine Sache der inneren Einstellung und ich glaube, da hast du die richtige.

Kommentar von OZwergO ,

Bis dahin verheiratet sein, bis dahin das eigene Haus und bis dahin die ersten Kinder und hetzen dem hinterher. Ich will mich nicht hetzen lassen. Ich will mein Leben genießen.

Seh ich ganz genau so. Ich halte sowieso nix von diesem "geplanten Leben". Irgendwas kommt einem ja immer in die Quere und wenn es dann nicht nach Plan läuft, sind viele enttäuscht. Ich mach das alles Stück für Stück, dann gibts auch keine großen Enttäuschungen.

Es ist auch zum Teil eine Sache der inneren Einstellung und ich glaube, da hast du die richtige.

Dankeschön :))

Antwort
von memorization, 93

Ich persönlich denke, dass gerade, weil in unserer Schulzeit unsere Eltern noch viel gemacht haben (Sachen, von denen ich keine Ahnung hatte, dass die gemacht werden müssen).

Als ich dann mit 18, gerade 12. Klasse, ausgezogen bin, kam es ziemlich dicke: Stromrechnungen (dachte früher, der is umsonst, kam ja aus der Steckdose), Arzttermine selbst machen, einkaufen, putzen, Rücklagen bilden wg Nebenkostenabrechnungen etc etc. Mein Tag war ziemlich gut gefüllt, aber(!): in der Zeit bin ich wahnsinnig selbstständig geworden.

Als ich dann mit meiner Ausbildung angefangen habe- klar, mein Tag endet jetzt deutlich später (früher war ich nach der Schule um 1 oder 2 zu Hause, jetzt um 6), ich muss abends lernen (Berufsschule läuft ja nun auch noch paralell) und meinen Haushalt machen, dennoch habe ich genug Freizeit (die Wochenenden halte ich mir immer frei, wenn ich am Montag ne Klausur geschrieben wird) und ich versuche nebenbei kleine Geldquellen zum Laufen zu bringen (was mit ein wenig Frickelei und Terminplanerei auch super läuft)- alles in allem: Die Schulzeit ist schön, weil Schule deine Hauptaufgabe ist, du siehst deine Freunde jeden Tag, du hast lange Ferien. Aber: Du bist meistens pleite, du bist ziemlich unselbstständig und viel auf die Hilfe deiner Eltern angewiesen.

Später kannst du mit guten Timing und guter Planung ebenfalls sehr viel Freizeit haben und Geld zusätzlich. Was will man mehr? Hör da nicht drauf, genieß die Schulzeit und geh entspannt ins Arbeitsleben.

LG 

Antwort
von zahlenguide, 121

ich gebe dir den Tipp nach deiner Ausbildung nicht den Job zu nehmen, wo du am meisten verdienst, sondern den Job zu nehmen wo du 10 Stunden weniger in der Woche arbeitest. Dann wirst du das Arbeiten auch nicht als schlimm empfinden und wirst sowohl in deiner Freizeit als auch in deinem Job Spaß haben. Es ist so, wie bei den meisten Dingen, wenn man sie zu viel macht, macht es einfach keinen Spaß mehr. Stell dir vor, du musst den ganzen Tag abwaschen, da hast du früher oder später keine Lust mehr.

ein weiterer Tipp: versuche immer von allem Geld, welches du bekommst (von Eltern, Großeltern, im Job usw.) 10 Prozent zu sparen (für schwere Krankheitsphasen, deine Rente, Pflege deiner Eltern, Unglücksfälle etc. - so musst du dir kaum Sorgen machen, dass du in so einer Phase Geldmangel hast) und ungefähr wieder 10 Prozent nur für deine Hobbys und Freizeitaktivitäten zu nutzen.

So hast du eine gute Basis für ein Leben mit Freiheit, Sicherheit und Zufriedenheit!

Antwort
von Marcel89GE, 161

Man lernt durchs arbeiten die Schulzeit erst richtig schätzen. Aber nicht nur die Arbeit. Da vermischt sich auch viel mit dem eigenständigen Leben. Eigene Wohnung, Rechnungen, Amtsgänge, Familie, Pflichten hier und da, nur Sorgen etc. dann denken viele an die Schulzeit zurück und glorifizieren diese. Dabei wollen sie einfach nur wieder Kind sein.

Kommentar von offeltoffel ,

Glorifizieren ist das Stichwort. Sie vergessen/verdrängen all die Sachen, die ihnen die Jugend erschwert hat und heben das junge Glück hervor.

Als ich jünger war, musste ich bei größeren Ausgaben meine Eltern um finanzielle Hilfe bitten. Wenn ich etwas Ungesundes tun wollte (Alkohol oder was auch immer), musste ich es heimlich tun. Schule war manchmal ganz cool, aber oft auch einfach öde und super anstrengend.

Heute bin ich selbst für mich verantwortlich. Ich habe die Freiheiten, die ich als Jugendlicher nicht hatte. Meine Wohnung ist keine Sorge, sondern das Beste, was mir in den letzten Jahren passiert ist - mein eigenes Reich! Familie ebenso...wenn man das nicht will, braucht man keine gründen. Amtsgänge und Pflichten geben dir Aufgaben und haben auch alle einen Zweck. Sorgen hat man in der Jugend genauso, war aber viel weniger dazu im Stande, sie selbst zu lösen.

Antwort
von Tragosso, 90

Ich habe die viele Freizeit zu Schulzeiten nur so empfunden, weil alles sonstige von meiner Mutter geregelt wurde. Wenn das erstmal nicht mehr so ist, ist das ein ziemlicher Unterschied zu vorher. Selbst als ich zur Abendschule ging hatte ich keine Ruhe, weil ich den ganzen Tag wusste abends muss ich noch dahin und vorher muss alles andere fertig sein. Haushalt, kochen, einkaufen, Termine regeln. Ich kam zu gar nichts mehr, ich habe mich nicht erholen können, selbst am Wochenende nicht. Aber naja, ich bin wahrscheinlich auch ein schlechtes Beispiel aufgrund einiger Einschränkungen.

Antwort
von ilinalta, 95

Solche Sprüche sind nichts weiter als "leeres Blabla". Ich persönlich hab jetzt deutlich mehr Freizeit (auch als Azubi), als ich als reine Schülerin hatte...und werde obendrein noch bezahlt. Manchmal hab ich das Gefühl, dass sich ältere Erwachsene mit solchen Phrasen lediglich wichtig machen wollen.


Antwort
von Denso95, 151

5-6 Wochen Urlaub, nicht sechs. 8 Stunden arbeiten, 1-2 Stunden an Fahrtkosten, 8 Stunden schlafen, essen, Körperpflege, sonstige Verpflichtungen und Termine und die Freizeit geht dahin. Ich will schnellstmöglich raus aus dem "normalen" Arbeitsleben wie hier beschrieben, das Leben ist zu gut um es so zu "verschwenden".

Außer man hat einen wundervollen Job der einen vollstens erfüllt, dann ist das eine andere Geschichte. :)

Für große Dinge die man plant aber bei denen sich die Arbeitszeit in den Weg stellt ist der Urlaub dann zu gebrauchen. Wer nicht aus dem Arbeitsleben raus kommt oder will, muss das Ganze akzeptieren und man wird auch so glücklich. Lass dich nicht negativ beeinflussen, auf welche Art auch immer. :)

Kommentar von OZwergO ,

In die Schule müssen viele auch fahren z.B. vollgestopften Bus oder bei jedem Wetter mim Rad, selten werden welche von den Eltern gebracht. In der Schule verbringt man meistens 5-7 Stunden, Hausaufgaben machen nimmt auch 1-3 Stunden in Anspruch genauso wie das Lernen, essen und schlafen muss man auch, ebenso Körperpflege, sonstige Verpflichtungen und Termine.

Als Schüler hat man ja auch nicht nur Freizeit, ich glaube die meisten haben nur die Ferienzeit im Kopf wenn sie an die Schule denken.

"Ich will schnellstmöglich raus aus dem "normalen" Arbeitsleben wie hier beschrieben, das Leben ist zu gut um es so zu "verschwenden".

Außer man hat einen wundervollen Job der einen vollstens erfüllt, dann ist das eine andere Geschichte. :) "

Da hast du schon Recht, aber wie will man denn aus dem normalen Arbeitsleben?

Ich finde dass Arbeiten zum Leben gehört wie essen, trinken und schlafen... was will denn sonst die ganze Zeit machen?

Außerdem ist das Leben doch ,dass was man daraus macht mit Arbeit, denn ohne kommt man doch nicht weit? :)

Kommentar von Denso95 ,

Schule finde ich zwar freizeittechnisch besser als die Arbeit, aber noch lange nicht optimal. Man war meist um 13-14 Uhr Zuhause, ca. ein Fünftel des Jahres waren Ferien und ständig fielen die Stunden aus. Kann man gut oder auch schlecht finden. ^^

Raus aus dem normalen Arbeitsleben kann man, indem man sich ein Hobby einfach zum unabhängigen Beruf macht. Was mich am meisten stört, ist es, einen Chef zu haben, der einem vorschreibt, wann man da zu sein hat und der Zwang, morgens früh aufstehen zu müssen. Der sofortige Zwang sich auf etwas bewerben zu müssen und alles anzunehmen was kommt, ganz egal wie zufrieden man damit wäre.

Arbeit ist meiner Meinung nach etwas, das man komplett selbst bestimmen müsste und wozu man nicht gezwungen werden darf. Im heutigen Leben ist das für die meisten leider noch lange nicht möglich. Ich denke aber, dass sich das in der fernen Zukunft ändern wird. :)

Kommentar von OZwergO ,

Optimal ist beides nicht, da alles Vor- und Nachteile hat.

Das mit dem Hobby zum Beruf machen, ist ja prinzipiell keine schlechte Idee, aber wer garantiert einem, dass das eigene Business läuft und/oder sich das Hobby auf Dauer nicht doch zum Zwang entwickelt? :)

Kommentar von Denso95 ,

Ich denke, perfekt ist es, eine Art passives Einkommen zu haben.

Damit werden dann die monatlichen Ausgaben durch Dinge wie Werbeeinnahmen bei der eigenen Website oder ähnliche Dinge die man sich aufbaut gedeckt. Dann befasst man sich eben mal einige Zeit intensiv mit etwas, das so eine Vorgehensweise ermöglicht. Dann hat man, sollte das eigene Business nicht laufen, noch eine "Versicherung", die einen nicht ganz nackt dastehen lässt. Einfach mehrere Dinge am laufen haben, die möglichst wenig Aufwand benötigen. Das wäre zumindest das, was ich mir in der heutigen Zeit am "effektivsten" vorstelle. :)

Kommentar von hummpelbein ,

Zur Schule hatte ich mit dem Fahrrad 3 Minuten, jetzt mindestens 20 Minuten. Je nach dem wo ich Arbeite habe ich aber etwas mehr als 1 Stunde Arbeitsweg. Und dann arbeite ich dann 8-9 Stunden + 30 Minuten Pause + 2 Stunden Arbeitsweg + dann noch Hausaufgaben.Tja, so ein Zuckerschlecken ist die Arbeit schon nicht. Dazu muss man sagen das Bäcker ein körperlich anstrengender Beruf ist (Ist härter als Schule), macht aber mehr spass.

Deswegen mache ich das so: Sonntags wird nie etwas für die Schule oder Arbeit gemacht. Da ich auch manchmal Samstags arbeiten muss, wird immer an dem anderen Tag, an dem ich frei habe, alles für die Schule getan. So kann ich entspannt nach Hause kommen von der Arbeit und muss nicht noch an Hausaufgaben denken.

Ja, ich habe wirklich nur Freizeit in meinem Kopf wenn ich an die Schulzeit denke. Ich habe sehr selten gelernt für die Schule, hatte trotzdem einen guten Schnitt, und hatte somit auch sehr viel Freizeit. Und ich bin erst seit Juli 2014 aus der Schule.

Arbeiten macht mehr spass als Schule, ist aber anstrengender. 

Antwort
von Iflar, 36

Ist es so schlimm wie alle tun?

Wenn du 50 Jahre jeden morgen aufstehst, um Arbeit zu verrichten, die eintönig, ermüdend oder schlicht uninteressant ist, wirst du "alle" verstehen können. 

Die Schulzeit ist verdammt unbeschwert im Gegensatz zu den Aufgaben, die einen danach erwarten. Der Lernstoff ist sehr einfach und benutzerfreundlich gestaltet, man hat extrem viel Freizeit, man hat einen gesicherten Lebensunterhalt, hat Mittags Essen auf dem Tisch stehen etc.

In einer Ausbildung muss das nicht gravierend anders sein, aber in meiner Zeit auf der Uni habe ich erst kennengelernt, was Erwachsensein überhaupt ist. Extrem viel Arbeitsaufwand und die Wohnung macht sich auch nicht von allein.

Die schönste Zeit meines Lebens war, und da bin ich mir schon lange sicher, die Kindheit. Unbeschwert, umsorgt, geliebt draußen gespielt und das Leben gelebt!

Antwort
von BTyker99, 86

Ich sehe das auch so, wie deine Freunde und Bekannten, auch wenn das natürlich von Beruf zu Beruf, bzw. je nach Schule unterschiedlich sein kann. Im Nachhinein denke ich, ich hätte während der Schulzeit meine freie Zeit viel besser nutzen sollen, da man dann noch einige Weichen hätte stellen können. Aber mit der damaligen Lebenserfahrung konnte man es nicht besser beurteilen.

Mein letzter (und erster) "normaler" Job war für mich extrem anstrengend. Wenn ich nach der Arbeit mit den nötigen Haushaltstätigkeiten fertig war, wie Einkaufen, Kochen ect. konnte ich mich direkt ins Bett legen und schlafen. Da war kein Moment der Ruhe möglich und ich fühlte mich wie in einem Hamsterrad. Vielleicht ist das aber im Einzelnhandel auch angenehmer...

Es kann gut sein, dass man das Schülerleben nachher als zu locker einschätzt, aber zumindest im Vergleich mit meinem Studium war der Job 10x härter. Ich bin mir aber eigentlich sicher, dass ich in der Regel gerne zur Schule gegangen bin (abgesehen von Tagen mit Klausuren vielleicht, je nach Fach), da wir da immer den größten Unsinn getrieben haben :-D

Antwort
von hummpelbein, 65

Den Beruf kann man sich ja aussuchen und wenn man nach der Arbeit Heim kommt, muss man sich nicht mit Hausaufgaben, Lernerei und Stoff ,den man nicht versteht, rum schlagen

Stimmt nicht ganz. Ich bin im letzten Lehrjahr als Bäcker Konditor (mache meine Ausbildung in der Schweiz) und ich habe am Samstag 1.5h gelernt und gestern musste ich noch eine Gestaltungshausaufgabe machen (hatte 3 Stunden dafür). Es gibt manchmal Dinge die man nicht versteht z.B in Mathe. Da muss man die Rechnung so gut es geht lösen und am nächsten Schultag sofort den Lehrer fragen. Also ist das eigentlich falsch was du da schreibst. Klar, den Beruf kann man sich aussuchen, aber auch du wirst mal Hausaufgaben haben, bei der du dir überhaupt nicht sicher bist und es einfach mal so gut wie möglich löst. 

Naja, das mit den Freunden stimmt, zumindest bei meinem Beruf ist es zum Teil wirklich schwierig. Und das mit dem Ernst des Lebens stimmt auch zum Teil. Du wirst manchmal stress haben, den du dir gar nicht gewohnt bist. Da du den gar nicht kennst. Das heisst aber nicht das der ausgesuchte Beruf keinen spass macht oder du keine spässchen am Arbeitsplatz machen kannst/darfst. Bei uns wird viel gelacht, aber auch hart gearbeitet....

Freizeit habe ich auch, aber es ist unterschiedlich wie viel. Manchmal hat man mehr Hausaufgaben, dann sind es weniger Freizeit und andere Monate hat man gar nichts auf und auch keine Tests.

Kommentar von OZwergO ,

Es ist nicht falsch was ich schreibe, denn ich habe diese Aussage auf ausgelernte Erwachsene bezogen.

Es ist mit klar, dass die Lernerei und die Hausaufgaben in der Ausbildung/Berufschule nicht komplett verschwinden.

Kommentar von hummpelbein ,

Ja, nur bis dahin, ist es ein langer und anstrengender Weg.Und es ist härter als die Schule - vorallem dann die Vorbereitungen für die Abschlussprüfungen, sind sehr anstrengend. Und da du erst die Ausbildung anfängst, ist es nunmal so, dass es zuerst härter wird, und erst dann wird es leichter. Ich freue mich auch schon bis ich ausgelernt bin (Ich hasse Schule), lieber gehe ich 5 Tage/Woche arbeiten, als 4 Tage Arbeiten und noch einmal Schule...

Kommentar von OZwergO ,

Am Anfang ist nichts leicht. In der Schule bekommt man Allgmeinwissen vor die Nase gesetzt, wenns dich nicht interessiert, Pech. In der BS hat man nur noch Fächer die für den Beruf wichtig sind.

Ich persönlich bin gerne zur Schule gegangen und die Vorbereitungen für die Abschlussprüfungen waren auch alles andere als leicht, schön oder angenehm.

Kommentar von hummpelbein ,

Wir haben nicht nur Fächer die wichtig sind für den Beruf, wir haben weiterhin Deutsch und Gesellschaft. Bei Gesellschaft lernen wir die Gesetze, wie man eine Steuererklärung ausfüllt, wie man bei einer Pfändung vorgeht usw. Aber natürlich haben wir Betriebswirtschaft (Rechnen) Und Handwerk und Technologie, bei der wir lernen wie die Hefe funktioniert, warum ein Biscuit aufgeht, wie ein Ei aufgebaut ist und so weiter. Dann haben wir aber auch noch eine Stunde Sport. Sport hat weiterhin jeder Berufsschüler (ausser die, die Berufsmatur machen, die haben keinen Sport, aber dafür mehr Fächer, mehr Schule und können so direkt studieren gehen, dann können sie wenn sie wollen Berufsschullehrer werden.)

Manche Berufe haben noch Französisch und Englisch. Kaufmann haben dies bei uns. Obwohl die auch nur selten mal Englisch oder Franz brauchen.

Kommentar von OZwergO ,

Ich hab Englisch auch. Fremdsprachen werden vor allem im Einzelhandel immer wichtiger. Wir haben nicht nur deutsche Kunden, es kommen auch welche zu uns die hier Urlaub machen.

Antwort
von Rubin92, 64

Das mit dem Agrument "Zu wenig Freizeit" und auch Menschen die so tun als ob sie nie Zeit haben verstehe ich selbst überhaupt nicht, ich gehe manchmal sogar 12 Stunden arbeiten und habe sehr viel Freizeit, es kommt immer darauf an wie man sich diesbezüglich anstellt.

Menschen die nur 8 Stunden arbeiten, sollen mal 12 Stunden arbeiten.

Antwort
von janix99, 83

Kommt darauf an, was dein Leben "weich" machst. Die meisten Menschen treffen sich nach einer Ausbildung und im Arbeitsleben kaum noch mit Freunden, obwohl sie theoretisch Zeit dafür hätten. 

Antwort
von kiniro, 69

Das Leben ist im Grunde schon mit der Einschulung vorbei.

Kommentar von OZwergO ,

Das Leben ist nicht vorbei!

Das Leben fängt erst an!

Was will man als kleines Kind schon groß ausrichten?

Man kann sich nicht wirklich daran erinnern wie es als Kleinkind war.

In der Schule lernt man doch erst was, man kann sich entwickeln, man kann sich entfalten, man kann die Person werden die man sein möchte und man kann sein Leben so leben wie man es möchte!

Im Arbeitsleben bekommt man sein eigenes Geld, kann sich Dinge leisten und kann sein Leben zur eigenen Zufriedenheit gestalten und es so leben! 

Man lebt nur einmal, also sollte man das Beste daraus machen!

Das, sind genau solche Kommentare, die kein Mensch hören will! Am allerwenigsten, die Leute in meinem Alter!

Es kann doch nicht sein, dass so viele Menschen so negativ denken...

Kommentar von kiniro ,

Zum Lernen braucht es weder ein bestimmtes Gebäude noch festgesetzte Zeiten.
Es braucht auch keine Zwangsgemeinschaft von Kindern, die - wenn sie die Wahl hätten - sich gar nicht miteinander abgeben würden.

Der Mensch lernt von Geburt.

Das was in der Schule gelernt wird, ist eher für die Schule als für den Schüler selbst.
Es werden Sachen eingebläut, die später zu 90 % nicht mehr benötigt werden.

Wissen lässt sich in der heutigen vernetzten Welt sehr leicht beschaffen.

Zum Lernen braucht es Menschen, die den Stoff interessant rüberbringen können und Kinder nicht wie Doofies da stehen lassen oder sogar vor der ganzen Klasse blamieren.

Kommentar von Rubin92 ,

Bei dem ersten Text von dir dachte ich mir noch so "hä?" aber bei deinem zweiten stimme ich dir voll und ganz zu..

Kommentar von OZwergO ,

Zum Lernen braucht es weder ein bestimmtes Gebäude noch festgesetzte Zeiten.

Es braucht auch keine Zwangsgemeinschaft von Kindern, die - wenn sie die Wahl hätten - sich gar nicht miteinander abgeben würden.

Davon hab ich auch nie geredet.

Sollen alle Kinder von Zuhause aus unterrichtet werden mit Privatlehrern?

Die Grundschule ist wichtig, man lernt Grundlagen wie lesen, rechnen und schreiben. Mit manchen Kindern freundet man sich an oder eben nicht. Nur in einer Gemeinschaft lernt man den richtigen Umgang untereinander und mit Mitmenschen. 

Ohne diese "Zwangsgemeinschaften" würde jedes Kind Zuhause hocken ohne jegliche Kommunikation mit Gleichaltrigen, es würde nicht wissen wie man Konflikte löst und dergleichen.

Es werden Sachen eingebläut, die später zu 90 % nicht mehr benötigt werden.

Stimmt so nicht. Man lernt viel Allgemeinwissen, ob das die Person nutzt bzw. braucht ist eine andere Sache. Es gibt Sachen die man als Mensch einfach wissen sollte!

Wissen lässt sich in der heutigen vernetzten Welt sehr leicht beschaffen.

Erkläre das einem 6 Jahre alten Kind und bring es dazu sich genau die Themen raus zusuchen die es lernen soll...

Zum Lernen braucht es Menschen, die den Stoff interessant rüberbringen können und Kinder nicht wie Doofies da stehen lassen oder sogar vor der ganzen Klasse blamieren.

Es gibt Lehrer die das durchaus können, aber eben gibt es auch andere. Alle Menschen sind nicht gleich und nicht jeder Lehrer blamiert seine Schüler, zumindest nicht die, die wissen wie man sich als Lehrkraft zu verhalten hat.

Kommentar von hummpelbein ,

Also, ich brauche von den Infos die ich in der Schule gelernt habe, so gut wie nichts. In der Berufsschule gibt es völlig andere Fächer. Ich muss z.B nicht wissen was a+b gibt. Auch sonst Geografie, brauche ich nicht, und wenn ich etwas nicht weiss wird das gegoogelt. 

Ich wäre lieber zu Hause geblieben, viele Male, da mich der Stoff in der Obligatorischen Schulzeit einen Dreck interessiert hat. Ich wollte auch nie Französisch lernen, dafür lerne ich seit 3 Jahren Japanisch (was zum Glück vom Geschäft übernommen wird, sonst könnte ich mir das nicht leisten -> Als Lehrling hat man nicht viel Geld). Die Schule mochte ich nie. Ich mochte auch nie die Kinder die da hingingen, für mich war es ein Gefängnis. Und so ist es auch noch in der Berufsschule. 

Kommentar von kiniro ,

Zum Lesen lernen: 

Ich gehe mal davon aus, dass in Deutschland die Eltern lesen gelernt.
Warum sollten sie es also ihren Kindern nicht beibringen können?

Und wenn die Eltern keine Zeit oder Lust dazu haben, gibt es noch andere Menschen in der Nähe (Verwandte, Bekannte, Freunde, VHS usw. usf.).

Freunde finden die Kinder, wenn sie diese selbst aussuchen können.

Das Miteinander lernen sie nicht durch "stopf mal alle in einen Raum" (egal, ob's passt oder nicht) - sondern schon viel früher, indem sie diverse Kontakte haben.
Oder kennst du ein Baby, das total abgeschottet von der Außenwelt lebt?

Im Gegensatz zu dir, kenne ich mehrere Freilerner persönlich, die mitnichten einsam und verlassen alleine zuhause vor sich dahin vegetieren.

Dem 6-jährigen Jungen kann die gewünschte Information via Internet, Bücherei sowie diversen Menschen (die davon Ahnung und nicht unbedingt nur Theoretiker sind) beschafft werden.
Das Ganze selbstverständlich mit einer erwachsenen Bezugsperson.

Ich habe etwas von Menschen und nicht von Lehrern geschrieben.
Ich meine damit die Flachpfeifen, die sich Lehrer schimpfen.

Nee von dem Thema haste echt keine Ahnung.
Privatlehrer kommen da nicht drin vor.
Die Art des Freilernens ist so vielfältig wie die Menschen, die es betreiben und deren äußeren Rahmenbedingungen.

Buchtipps und Lesetipps:

"Schulfrei" Stefanie Mohsennia

"How children fail" John Holt

"Wir sind so frei" Karen Kern, Heike Weimer, Stefanie Mohsennia

www.die5reicherts.com

Auch interessant sind die Vorträge von Stefanie Mohsennia sowie Karen Kern.

Dann noch den Film "Alphabet".

Kommentar von OZwergO ,

Wow, da mag jemand wohl die Schule und Lehrer gar nicht.

Was hat man mir denn dort angetan?

Ich habe nie behauptet, dass ich Freilerner kenne, bzw. überhaupt weiß was das bedeutet. Es ist mir bewusst dass ich da von "keine Ahnung" habe, dennoch musst du mich nicht so anpampen.

Ich fand die Schule nie schlimm, mir hat es dort gefallen. Es gibt Leute die man mag und es gibt welche die man eben nicht mag. Man kann ja auch nicht mögen.

Ich habe mir gerade den Tagesablauf eines Freilerners durch gelesen, Persönlich, für mich, wäre das überhaupt gar nichts, da ich einfach meinen geregelten Tagesablauf brauche.

Wenn du so begeistert da von bist, kannst du mir bitte folgende Frage beantwortetn?

Wie machen Freilerner das später im Beruf? Arbeiten die überhaupt?

Ich meine damit, dass sie ja nicht ins Büro (Oder wo auch immer sie arbeiten) kommen wann es ihnen passt?
Ich habe noch von keinen Beruf gehört in dem man kommen, gehen, tun und lassen kann was man möchte.

Kommentar von kiniro ,

Ich mag hauptsächlich  den - seit 1938 eingeführten - Schulbesuchszwang nicht.

Kommentar von OZwergO ,

Ok.

Kannst du mir bitte noch die Frage im vorherigen Kommentar beantworteten? 

Das würde mich jetzt doch interessieren.

Kommentar von Masuya ,

Warum müssen Kinder überhaupt "Unterrichtet" werden... ich bin der Meinung, wenn wir in einer Gesellschaft leben würden, wo wir alle unsere ganzen Wünsche ein wenig zurück kurbeln würden, dann brauchen wir nicht so viel Schnickschnack und auch nur das Lernen, was wir auch selber für uns und unsere Familie brauchen. 

Irgendwie liest sich dein Text so als würden Kinder sonst ohne die Schule nur zuhause sitzen und nichts tun.. also ich glaube, dass Kinder sehr viel mehr über Gemeinschaft lernen, wenn sie, wie bei den Pfadfindern, mal ein Wochenende ohne Eltern in den Wald gehen oder so. 

Man braucht die Schule eigentlich nicht.. man kann auch alles so lernen, was man braucht.. aber ja unsere Gesellschaft predigt nur, was man alles brauch, können und haben muss.. komisch, dass trotzdem so viele Leute mega unglücklich sind mit ihrem Leben. 

Und wozu braucht man Allgemeinwissen? Bei dem Wissen kann man sowieso nie sagen, ob das jetzt gut oder schlecht ist, wenn man es weiß.. ob man das, was man weiß, überhaupt nutzen kann.. Wenn jemand Interesse für etwas hat.. dann forscht man eben nach.. aber ich wüsste nicht, warum ich jetzt eigentlich wissen sollte wer Mozart ist.. 

Kommentar von OZwergO ,

Bei den Pfadfindern würden sie so gesehen auch unterrichtet werden, z.B. über die Pflanzen, Bäume, wie man Feuer macht usw.

Das schlimmste für mich im Alter von 6 Jahren war ,wenn ich ein Wochenende von meiner Mutter getrennt wäre. Wie gesagt, ich bin gerne in die Schule gegangen, nach der Schule in den Hort und es hat mir verdammt gut dort gefallen. Wir haben gemalt, gezeichnet, gespielt, waren draußen, sind schwimmen gegangen und wurden zusätzlich bei den Hausaufgaben unterstützt, teilweise wurden wir für Proben in der Schule vorbereitet.

Ohne Schule und Hort wären wir so ziemlich aufgeschmissen gewesen. Meine Mutter ist alleinerziehend und arbeitet Vollzeit, meinst du wirklich, sie hätte es geschafft mit zwei Kindern sich nach dem Feierabend noch hinzusetzten und 2 Stunden Hausaufgaben zu machen? Nebenbei standen noch sonstige Termine, Haushalt usw. an. Meine Großeltern hätten das auch nicht mehr geschafft.

Ich lerne gern, habe viele Interessen und kann mit Stolz sagen, dass ich definitiv nicht dumm bin. Meiner Meinung soll man in seinem Leben so viel wie möglich lernen ,zumindest alles mal gehört haben, eben eine gewisse Wissensgrundlage sollte da sein.

Ob du in deinem Leben jemals die Lebensdaten o.ä. von Mozart brauchst ist dahin gestellt. Ich finde, er war ein großartiger Künstler von dem man eben mal gehört haben sollte. Er hat ja die Musik seiner Zeit sehr stark geprägt.

Was genau sollen Kinder über sich selbst lernen?

Als ich so ca. 8 Jahre wusste ich nur, was ich (nicht) mag und was ich (nicht) kann. Jetzt im Alter von 16 habe ich viel mehr über mich gelernt, als in den letzten paar Jahren. 

Ich weiß jetzt was ich will, wohin ich will, was meine Ziele, Stärken und Schwächen sind, worin ich gut bin und woran ich noch arbeiten sollte. In der Pubertät begibt man sich erst so richtig auf die Suche nach sich selbst, probiert sich aus und sucht nach seinem Platz. 

Ich weiß mittlerweile sehr gut was meine Interessen sind und habe mein Wissen in diesen auch sehr gut ausgebaut.

Natürlich ist es nicht schön, wenn man dir sagte, dass du ein Neger bist. Kinder können grausam sein, sie wissen nicht wie man die Macht der Worte richtig einsetzt - nämlich für- und nicht gegeneinander. Sie plappern eben das nach, was ihnen die Erwachsenen vorreden.

Wobei ich sagen muss, dass vorallem in Bayern, Neger nicht als Schimpfwort gemeint ist! Bei uns ist es ein Wort im normalen Sprachgebrauch und eher als eine "Gruppenbezeichnung" gemeint. Genauso wie Bauer keine Beleidigung ist.

Ich habe mehr ausländische als deutsche Freunde und nenne sie auch mal liebevoll meine "Kanackengang", sie wissen genau, dass ich sie nie beleidigen würde! Sie wissen, dass es eben ein normales Wort ist, vorallem in der ländlichen Gegend.

Das Problem mit Neger, Bauer, Zigeuner usw. ist einfach, dass viele einen negativen Bezug zu diesen Wörtern aufbauen.

Bei Zigeunerschnitzle oder -soße beschwert sich ja auch keiner.


Kommentar von Masuya ,

Ich bin auch deiner Meinung. Kinder würden viel mehr über sich selber lernen, würden sie nicht so viele Stunden auf dem Po sitzen und eventuell auch noch bis spät in den Nachmittag betreut werden würden. 

Also meine Mutter fand es ganz und gar nicht lustig als ich in den Kindergarten kam. Ich wollte kaum noch irgendwas essen.. alles was ich zuessen mitgenommen hatte in den Kindergarten wurde mir schlecht geredet: "Die kleinen schwarzen Kerne in der Kiwi sind kleine Ameisen" und schwubs habe ich es nicht mehr gegessen. 

Am schlimmsten wars dann aber wohl, als man mir sagte - aufgrund meiner Hautfarbe - das ich ein Neger bin.. ich habe mir zuhause meine Hände blutig geschruppt..  da hat sich meine Mutter dann auch gefragt in was für eine tolle Gesellschaft ich den da gebracht worden bin mit so viel "toleranz". Die Kinder selbst können ja eigentlich nichts dafür.. die dämlichen Eltern müssen den Kindern ja irgendwas erzählt haben. 

Antwort
von Whyrea, 100

Also ich muss sagen ich finde das etwas übertrieben zu sagen ALLES ist vorbei das ist ja nicht der Untergang des Abendlandes. Ich muss sagen als ich mit einer Ausbildung angefangen habe hat sich eher weniger geändert na klar wie du sagst man hatte weniger Freizeit aber es ist auch ein neuer Abschnitt im Leben und man lernt viel neues und auch neue leute kennen. Von dem her meiner Meinung nach absolut übertrieben.

Kommentar von OZwergO ,

Ja, dass denk ich mir auch immer und da muss ja eigentlich jeder durch.

Antwort
von Randler, 101

Weil die meisten ein langweiliges Leben haben und versuchen andere mit runter zu ziehen. Da es Ihnen so etwas besser geht und sich von sich ablenken können. 

Traurig..

Antwort
von lyssander, 116

Ach, das ist nicht wahr ! Es gibt auch viele die Arbeiten viel angenehmer finden als Schule.

Antwort
von Evileul, 83

Du hast doch das WE ,die WOche über macht man ehh nicht viel. Am WE beginnt der spaß.

Antwort
von MickyFinn, 74

Ja... mich hat dieser Freizeitverlust wie einen Hammer getroffen^^

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