Frage von Fanfani, 68

Ist es sinnvoll, eine Grundschuld auf eine Immobilie eintragen zu lassen, um vor dem Verkauf der geerbten Immobilie die Mitarben auszuzahlen?

Wir, eine Erbengemeinschaft, haben eine Immobilie geerbt.Ein Schätzwert liegt vor. Die Immobilie ist noch nicht verkauft. Ein Mitglied möchte die übrigen Mitglieder der Erbengemeinschaft "auszahlen", möchte daher eine Grundschuld auf diese Immobilie eintragen.

Antwort
von Maeeutik, 38

Der Sinn dieser Frage erschliesst sich nicht ganz.

Eintragung einer Grundschuld erfordert eine bezifferbare Schuld, die eintragungsfähig ist. Da der Verkaufserlös bei Grundstücksverkauf unbestimmt ist, lässt sich vor dem Verkauf zwar der Wert ermitteln und auf die Beteiligten verteilen, sollte die eingetragene Grundschuld jedoch höher sein als der tatsächliche Verkaufserlös müsste der fehlende Betrag zugeschossen werden um die Grundschuld zu bedienen.

Zudem entstehen durch dieses Vorgehen nur Kosten.

Damit jeder seinen gerechten Anteil bekommt reicht ein gemeinsamer notarieller Vertrag mit dem Käufer!

Antwort
von Morelle, 31

Ich vermute, derjenige Miterbe, der die weichenden Erben auszahlen möchte, benötigt zu diesem Zweck ein Darlehen und seine Bank will eine Grundschuld als Sicherheit.

Wenn es so ist, dann sind die Antworten von laurent1709 und webya völlig korrekt. Man sollte beides, nämlich den Vertrag über den Eigentumsübergang und die Grundschuldbestellung, in einem Aufwasch beim Notar vornehmen. Der Notar überwacht dann auch, daß jeder seinen Anteil bekommt. Grundvoraussetzung ist natürlich, daß sich alle Beteiligten einig sind. Wenn einer nicht will, ist's Essig.

Antwort
von laurent1709, 22

1. alle müssen zustimmen 2. Vertrag wird abgeschlossen notariell natürlich 3. Grundschuld erledigt ehe der Notar, doch ob das überhaupt notwendig ist hängt von der Auszahlung ab.

Schätzwert ist wertlos, denn wenn es zum Streit kommt und die Immobilie Zwangsversteigert werden muss dann sinkt der Wert erheblich, ganz zu schweigen von den Nebenkosten.

Kommentar von hilflos99 ,

seit wann sinkt der Wert bei einer Zwangsversteigerung? es müssen gewisse Wertgrenzen eingehalten werden und einer  der bisherigen Eigentümern kann auch kaufen 

Kommentar von laurent1709 ,

ja aber wenn einer der Parteien unbedingt ausbezahlt werden will und es zu einer Zwangsversteigerung kommt erzielt man nie den Marktwert, deswegen "Zwang"

Antwort
von webya, 29

Der Verkauf/Übertrag muss vor einem Notar erfolgen. Zeitgleich erfolgt die Eintragung einer Grundschuld auf den Namen des Käufers (Miterben). 

Eine Eintragung auf die ERbengemeinschaft bringt ja nichts. 

Antwort
von schelm1, 14

Das kann durchaus Sinn machen.

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