Frage von noob8664, 61

Ist es sinnvoll die Rechtsschutz zu kontaktieren; Wenn man bei Streitigkeiten mit dem Vermieter bisher auch mit Mieterbund nicht weiterkam?

Hallo zusammen,

wir haben eine überhöhte Nebenkostenabrechnung erhalten. Sollen 300€ mehr zahlen, obwohl unser Verbrauch ziemlich derselbe war.

Beim Mieterbund stößt die Rechnung auch auf Kopfschütteln, da der Vermieter sogar weniger Gesamtverbrauch Gas + geringere Einkaufskosten hatte.

Trotzdem scheint in diesem großen Haus; Ca. 20 Mietparteien, plus mehrere Ladenflächen und ein Fitnesstudio ( was der Vermieter wohl betrieb)

das Gas scheinbar zu verschwinden.

Auf mehrere ausführliche Briefe er solle sich bitte erklären; Verwies der Vermieter nur jedesmal stur auf den Ableser ISTA. Und ISTA wiederrum auf den Vermieter.

Das selbe Spiel bei den Ablesewerten; WIr wollten dass jemand die abgelesenen Werte quittiert. DA wir sonst gar nichts vorzuweisen haben.

Aus dem Grund, da die vorherige Rechnung z.b. auf eine ganz andere Liegenschaft bzw. Ablesenummer datiert war , was wir gar nicht gesehen haben und bezahlten.

Ich würde gerne wissen ob es Sinn macht die Rechtsschutz dann noch mit ins Boot zu holen, wenn der Mieterbund schon nicht weiterkommt...

Ich habe eine Selbstbeteiligung von 200€ und die Rechnung ist ca. 200-250€ zu hoch.

Wäre sehr dankbar für guten Rat...

Bernhard

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Expertenantwort
von Gerhart, Community-Experte für Mietrecht, 29

Wenn die Betriebskostenabrechnung in der Kostenstelle "Heizkosten" Fehler aufweist, dann solltest du zuerst der Abrechnung in diesem Punkt widersprechen. Die Nachzahlung solltest du "unter Vorbehalt " der Prüfung leisten und den Vermieter auffordern bis zum nn.03.2016 die Abrechnung plausibel zu erklären oder die Kosten entsprechend zu reduzieren.

In einem Gebäude mit gewerblicher Vermietung und Wohnraumvermietung muss die Betriebskostenerfassung und Abrechnung getrennt werden.

Akribisch solltest du jede Zahl der Messwerke in deiner Wohnung und der Abrechnung des Dienstleisters prüfen.

Rechtsschutz einzuschalten macht erst Sinn, wenn deine Handlngen nicht zu einem positiven Ergebnis führen und Anwalt sowie Gericht zu bezahlen sind.

Antwort
von Genesis82, 21

Ein Anwalt kann evtl. weiter helfen, weil er vielleicht irgendwo einen Ansatzpunkt findet, den der Mieterbund noch nicht gefunden hat.

Grundsätzlich hast du aber ein Recht darauf, alle Unterlagen einzusehen - und zwar beim Vermieter, nicht beim Versorgungsunternehmen.

Ob es jetzt sinnvoll ist, einen Anwalt einzuschalten, bei dem du 200 Euro Selbstbeteiligung hast, um dann auf der anderen Seite mit Glück 250 Euro zurückzubekommen und du außerdem noch den ganzen zeitlichen und nervlichen Aufwand auf dich nehmen musst, kannst nur du allein für dich entscheiden.

Antwort
von beangato, 37

Da Du schon den Mieterbund eingeschaltet hast, brauchst Du eigentlich nichts weiter zu unternehmen. Schaffe alle Schreiben Deines Vermieters dorthin.

Mein Vermieter verlor wegen Nichthandelsn ca. 700 Euro, die ich hätte nachzahlen müssen.

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