Frage von Kitty113, 256

Ist es sehr schlimm wenn man "nicht intelligent" ist?

Hallo,

Mich würde interessieren ob es sehr schlimm ist, wenn...

... ein Mensch zwar im Alltag ganz normal reden und sich auch meist auf etwas ganz gut konzentrieren kann, aber nicht wirklich intelligent ist, also nur einen niedrigen IQ im Vergleich zu den meisten anderen Menschen hat

... er zudem noch so etwas wie eine Hauptschule besucht, dennoch aufgrund seiner Intelligenz mit dem Schulstoff nicht klarkommt oder so ziemlich in allen Fächern einer der schlechtesten ist

Antwort
von user21011982, 124

Nein, ist es nicht. Das Wichtigste ist wirklich das, was ein Mensch im Herzen trägt, und welche moralischen Werte ihn ausmachen. Das klingt vielleicht völlig abgedroschen, ist m.E. aber tatsächlich so. Der Mensch ist in erster Linie ein soziales Wesen, das sein Glück aus den zwischenmenschlichen Beziehungen zieht, die es pflegt. Die können bei einem dummen Menschen genau so reichhaltig oder arm sein, wie bei einem intelligenten. Tatsächlich ist es sogar so, dass sehr intelligente Menschen besonders häufig unter sozialen Problemen zu leiden haben....

Antwort
von einfachichseinn, 83

"dumm darf man ruhig sein,an muss sich nur zu helfen wissen!" das pflegt meine Mutter immer zu sagen.

Ich denke auch, dass das der Wahrheit entspricht.

Ein Mensch der ziemlich intelligent ist, wird vermutlich irgendwann ein totaler Fachidiot. Er kann dann eine Sache, die ihm super gut liegt nahezu perfekt ist aber in vielen anderen Bereichen komplett aufgeschmissen.

Menschen mit guten Noten lernen in den meisten Fällen eine Menge. Oft ist es so, dass ihre Eltern sie von früh auf stark kontrolliert haben. Oft ist es so, dass sie zwar gelernt haben, wie man lernt, aber irgendwann Probleme haben eigenständig zu denken.

Ein Mensch, der nicht so intelligent ist, wie die meisten anderen lernt meistens schon sehr früh, dass er sich durchbeißen muss. Ihm ist bewusst, dass das Leben kein Ponyhof ist und viel Arbeit erfordert.

Vielleicht wirst du kein Professor für Mathematik, aber du wirst deinen Weg gehen. Das glaube ich.

Antwort
von Dxmklvw, 27

Wissen hat nicht zwangsläufig etwas mit Intelligenz zu tun, und intelligent sein bedeutet nicht zwangsläufig, auch nützlich zu sein.

Wissen hat nur dann einen Nutzen, wenn es auf nützliche Weise verwendet wird. Wer über viel Wissen verfügt und unfähig ist, dieses Wissen brauchbar anzuwenden, der ist viel schlechter dran als jemand, der nur wenig weiß, aber dieses Wenige optimal einsetzt.

Ebenso verhält es sich mit Intelligenz. Was nützt es jemandem, wenn er zwar hoch intelligent ist, aber all seine Intelligenz dafür einsetzt, nichts als Schaden anzurichten? Dagegen ist auch jemand mit deutlich verminderter Intelligenz ein besonders wertvoller Mensch, wenn er diese verbliebene Intelligenz dafür verwendet, nützliche und niemandem schadende Dinge zu tun.

Die eigentliche Problematik liegt in der zum Teil erheblich verdorbenen Gesellschaftsstruktur. Jedwede Lumperei erntet inzwischen eitles Lob, wenn sie nur "intelligent genug" stattgefunden hat. Und die ganze Welt fragt nur noch nach Wissensmengen und IQ-Werten, ohne dabei die Qualität und den (schadensfreien) Nutzen an die oberste Stelle der Bewertung zu setzen.

Aus meiner persönlichen Lebenserfahrung heraus kann ich noch ergänzen, daß mindestens 80 Prozent derjenigen, die für lernschwach oder für dumm gehalten wurden, durchaus dem Durchschnitt entsprachen und es lediglich noch nötig hatten, auf Menschen zu treffen, die aufgrund von Dauerfrust bis dahin verborgen gebliebenen Talente zu wecken.

Kommentar von PPTNovak ,

noten zeugen nicht von wissen, sondern nur von der stärke auswendig zu lernen

wissen ist alles. alles was du weißt und dies lässt sich von dir zu einem Gesamtbild zusammenfügen. wissen ist macht. wissen benötigst du um Entscheidungen zu treffen. jeder weiss das selbe wenn er aus der schule kommt.

Ist dass dann noch wissen?

Kommentar von Dxmklvw ,

Man sollte bedenken, daß sich 99 Prozent des "Wissens" der Durchschnittsbürger aus dem zusammensetzt, was jemand einmal irgendwo gehört, in der Zeitung gelesen oder sich auch nur zusammenfantasiert hat.

Daneben sollte man bedenken, daß z. B. auch Wissenschaft zum erheblichen Teil lediglich den jeweils aktuellen Stand der Irrtümer darstellt.

Doch dessen ungeachtet sehe ich ein Hauptproblem auch darin, daß den meisten Menschen sogar das Wissen darüber fehlt, wodurch sich Wissen von Glauben unterscheidet - mit dem fatalen Nebeneffekt, daß sich viele für umso intelligenter halten, je mehr sie lediglich Geglaubtes mit Wissen verwechseln.

Antwort
von Maybewrong, 110

Also IQ-Test sind eh so eine Sache, denn wie beurteilt man Intelligenz auf allen möglichen Ebenen? Alles was ich von denen bisher gesehen habe ist Mathe. Jeder Test bestand fast ausschließlich aus Mathe, Aufgaben bei denen räumliches denken abgefragt wird, irgendwelche Zahlenfolgen müssen vervollständigt werden etc. (berichtigt mich wenn ich  bloß die falschen Tests gesehen habe)
Jedenfalls ist Mathe und Mathematischesverständnis nicht gleich Inteligenz, denn es gibt immer mehrere Wege und nicht bloß den einen.
Und was heißt überall am schlechtesten? Es gibt Fächer die muss man verstehen und es gibt welche die muss man können und dann die bei denen man nur lernen muss.
Aber solche Menschen muss man können und wenn man sich mit Ihnen unterhalten kann und das nicht nur über belangloses dann ist die Schulnote weniger wichtig.

Antwort
von PPTNovak, 9

wie user21011982 schon sagte. ebenfalls sind noten, dicht die wiederspigelung ob du gut oder dumm bist, nur wie gut du auswendig lernen kannst. du könntest und bist sicherlich auch in etwas super. und nur dein inneres sit wichtig. dumm sind die, die blindlinks allem folgen. denke selbständig, versuch eigene Entscheidungen zu treffen und mach den Job der dir spaßmacht, und andren auch etwas bringt. und der Nachwelt nachhaltig etwas gutes beschert, sodass wir nicht an den bunten scheien zu grunde gehen.

Antwort
von juli20026, 28

Es gibt keine generelle Intelligenz. Es gibt Leute, die sind gut in Naturwissenschaften. Es gibt Leute, die sind gut in Sprachen. Dann gibt es wiederum welche, die sind gut in Musik und so weiter... laut einigen Forschern gibt es sogar eine sportliche Intelligenz. Nur, weil man sich nicht sofort bei diesen 'Intelligenzgruppen' angesprochen fühlt, bedeutet das nicht, dass man nicht auf eine andere besondere Weise intelligent ist.

Um auf deine Frage zurück zu kommen: Nein, es ist nicht schlimm. Das wichtigste ist, dass man einen guten Charakter hat. Ich persönlich wäre lieber mit einer netten nicht allzu intelligenten Person befreundet, als mit einer überdurchschnittlich intelligenten Person, deren Charakter für den A**** ist.

Antwort
von cookiegirl13, 42

Intelligenz und die Messung dieser sind ohnehin letztendlich Konstrukte. Niemand sieht sich an und kennt deinen IQ, sie sehen dich als Menschen. Und wahre Freunde werden sehen, ob du ein liebenswerter Mensch mit einem guten Herzen bist. Wenn du das bist, dann ist es egal, wie intelligent du bist .

Kommentar von cookiegirl13 ,

*dich

Antwort
von tuedelbuex, 89

NÖ! Lass Dir nichts einreden! Nur weil jemand mit Fremdwörtern um sich schmeißt und sich recht gut ausdrücken kann, ist es kein Zeichen überdurchschnittlicher Intelligenz. Intelligenz ist wesentlich vielfältiger. Z.B. ist es intelligent, einen Menschen, der Kummer hat einfach in den Arm zu nehmen und zu trösten anstatt seine Situation bis ins Detail zu analysieren. Viele Leute verwechseln aber gerne Intelligenz mit erlerntem Wissen....und begreifen nicht, dass der Chefarzt einer Klinik u.U. "strunzdummm" sein kann, obwohl er über ein erstklassiges Abi und eine hochqualifizierte Ausbildung nebst Promotion verfügt....weil er sich nicht in andere Menschen hinein denken will oder kann....

Kommentar von Maybewrong ,

Ich gebe dir recht aber was hat die Fähigkeit sich in andere hinein zu denken (Empathie) mit Intelligenz zu tun? Also so weit ich weiß ist Empathie nur bedingt erlernbar hat also jetzt doch nicht unbedingt mit der Leistung des Gehirns zutun.

Kommentar von AntiBan ,

das was du meinst nennt sich EQ und hat nichts mit IQ zu tun. also auch nichts mit intelligenz. aber es ist trotzdem enorm wichtig da geb ich dir recht

Kommentar von tuedelbuex ,

das was du meinst nennt sich EQ und hat nichts mit IQ zu tun.

...ich sehe es so, dass das zusammengehört. Ohne "emotionale Intelligenz" mag man zwar "wissend" sein, ist dann aber im Grunde genau so doof, wie eine Maschine oder ein Computer....man weiß, was warum und wie funktioniert ohne tatsächlich teilzuhaben, ohne sich tatsächlich in die Situation Anderer hineindenken zu können.

Antwort
von abibremer, 64

Eine meiner Großmütter hatte folgenden Lieblingsspruch:"Dumm darf der Mensch sein, er muß sich nur zu helfen wissen!" etwa 58 Jahre später habe ICH die Erfahrung gemacht, dass DAS nicht verkehrt gedacht war!

Antwort
von itsgreat, 57

Nein. Ich finde es wichtig, dass Menschen ein gutes Herz haben. (:

Kommentar von abibremer ,

Klar, wer an einer Herz-Lungenmaschine hängt, der schickt gern "maschinelle" Grüße, weil`s für das echte Herz= "herzlich" nicht mehr reicht. bezüglich emotionaler "Wärme" liesse sich unendlich lange streiten, was ein "gutes" Herz ist!

Kommentar von itsgreat ,

Hast du zu viel Langeweile? Jeder hier weiß, wie ich das gemeint habe und darüber kann man vielleicht Streiten, nur ist das hier kein philosophisches Diskussionsforum. Such dir ein Hobby, dann musst du hier nicht aus chronischer Langeweile gut gemeinte, nette Ratschläge auseinandernehmen.

Antwort
von gh7401, 38

Du bist daran interessiert. Was soll da "schlimm" sein? Du merkst zumindest, dass es besser sein könnte. Das ist ein gutes Zeichen. Die meisten merken das nicht. Sie merken nicht, wie sie langsam und stetig in die Dummheit abgleiten. Wenn du lange genug lebst, wirst du selbst erleben, dass es so etwas wie einen IQ gar nicht gibt. Ich habe viele herausragende Persönlichkeiten kennen gelernt, die trotz "niedrigen IQ"s und trotz schlechter Schulnoten ihr Leben besser gemeistert haben, als die von den Lehrern Gelobten. Gehe deinen Weg. Dein Interesse wird dich leiten.

Antwort
von eyrehead2015, 70

Man muss den Menschen kennen und mit den Reden. Wenn man eine vernünftige Konversation hat ist es kein Problem.

Antwort
von halloschnuggi, 36

Auch Realschüler haben schlechte Noten, man sollte Hauptschüler garnicht unterschätzten. Mensch ist mensch.

Antwort
von RemusScofield, 74

Gute Noten in der Schule zeugen nicht von Intelligenz sondern von Fleiß und ob man sich wissen einprägen und auf Wunsch wieder aufrufen kann. Natürlich ist es einfacher, wenn man intelligenter ist.

Das was zählt ist ob du trotzdem eigenständig leben wirst und wie jeder andere sein täglich Brot verdienst. 

Antwort
von Virginia47, 54

Es gibt Leute mit einem hohen IQ, die aber trotzdem nicht lebensfähig sind. Die betrachten alles viel zu theoretisch und kommen mit dem wirklichen Leben nicht klar. 

Deine Stärken liegen sicher auf anderen Gebieten. Die solltest du entdecken, entwickeln und etwas daraus machen. 

Du kannst durchaus ein guter Praktiker sein. Und deinen Weg gehen. Die schulischen Leistungen sind nicht alles. 

Lass dir bloß nicht einreden, dass du nicht intelligent bist. 

Antwort
von AntiBan, 49

das haengt ganz davon ab was deine ziele sind. mir zb wuerde das nie reichen

Antwort
von Dhalwim, 28

Naja, der hat's jedenfalls auch geschafft.

https://www.google.at/search?q=forrest+gump&biw=1280&bih=915&source=...

Ansonsten kann man nur sagen, wenn man wirklich nicht intelligent ist, kommt das raus!

(Soll keine Beleidigung sein, für die die's nicht wissen, das ist nur Humor!)

(Mag zwar seine Musik net, aber bin auch kein Hater von ihm.)

LG Dhalwim

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