Frage von Fazoon, 34

Ist es schlimm wenn man sich fast ausschließlich von Fertigprodukten ernährt?

zB Fertiglasagne, Tiefkühlpizza, Fertignudeln etc.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von igelball, 22

Grundsätzlich ist das nicht schlimm. Auch Fertiggerichte können grundsätzlich ausgewogen und nahrhaft sein. Es kommt eben immer auf die Qualität des einzelnen Produkts an.

Tiefkühlpizza ist beispielsweise ein recht natürliches und oft sehr hochwertiges Produkt, gerade Steinofen-/Holzofenpizza vom Discounter, da diese oft einen relativ guten Boden und wenige bis keine Zusatzstoffe hat. Schlechter sind hier oft die großen Markenprodukte, die oft eher in die Kategorie Chemiebombe fallen. Pizza hat grundsätzlich ein gutes Verhältnis aus hochwertigen Proteinen (aus Käse und eventuell Wurstauflage), komplexen Kohlenhydraten (fermentierte Stärke aus dem Hefeteigboden) und verschiedenen Fetten (Käse, Öl im Teig). Durch Abwechslung bei der Sorte bekommt man auch viele Mikronährstoffe wie etwa Mineralien. Man kann sich auch Pizza Margherita kaufen und die selbst nachbelegen
Bei fertigen Nudelgerichten und Lasagne sieht es schon anders aus. Hier wird oft massiv an guten Rohstoffen (Fleisch, Käse, Gemüse, hochwertiges Öl, Sahne, etc.) gespart, sondern stattdessen werden irgendwelche  Wasserpampen eingesetzt, die mit Molke, Verdickungsmitteln und künstlichen Aromen "aufgebessert" werden, ohne einen wirklichen Nährwert zu haben. Es gibt aber auch hier richtig gute Produkte, gerade Nudel- und Reisgerichte in der Tiefkühltheke, die variationsreich (mit verschiedenen Gemüsesorten, etc.) und mit relativ hochwertigen Zutaten gestaltet sind. Oft kann man die auch noch aufpeppen, also etwa noch ein Rührei, frisches Gemüse, Fleisch/Wurst, hochwertigen reifen Käse, Kräuter und Gewürze und so weiter hinzufügen.
Auch aus Fertig-Konserven wie etwa Brechbohnen oder Puszta-Salat aus dem Glas, fertigem Kräuterquark aus der Kühltheke, etc., kann man sich mit wenig Aufwand Salate oder warme Gerichte zubereiten. Es gibt auch recht hochwertige Ciabatta-Brote aus dem Discounter, die man dann beispielsweise dazu essen kann.
Bei Fast-Food-Restaurants gibt es auch massive Unterschiede. Pizza, Döner und Lahmacun sind grundsätzlich immer gute und nahrhafte Optionen. Bei Burgern und Wraps und dergleichen steckt hingegen oft wieder ziemlich viel Chemie und minderwertige Rohstoffe drin.

Es lohnt sich also, genauer hinzuschauen, Produkte und Zutaten zu vergleichen. Ein wenig Kreativität, also die Fähigkeit, Fertigprodukte zu kombinieren mit eigenen Zutaten zu ergänzen, bringt noch mehr Abwechslung, Qualität und Geschmack ins Spiel.
Grundsätzlich kann man sich auch dann ordentlich ernähren, wenn man größtenteils auf Fertiggerichte setzt, wenn man das halbwegs geschickt macht und gute Produkte wählt. Negative gesundheitliche Auswirkungen sind davon nicht zu befürchten. Wenn ich überlege, wie viel Fastfood ich als Jugendlicher und junger Erwachsener gegessen habe, dann müsste ich schon längst ein Pflegefall sein. Es ist jedoch allein schon aus wirtschaftlicher Sicht oft besser, Grundtechniken in Sachen Kochen zu lernen und sich sein Essen selbst frisch zuzubereiten. Wenn man sich selbst Nudeln oder Kartoffeln kocht und noch ein paar andere frische Zutaten reingibt, dann hat man wesentlich mehr Qualität fürs Geld als bei oft völlig überteuerten Fertiggerichten. Eine Ausnahme bildet hier lediglich die Tiefkühlpizza, die in Sachen Preis unschlagbar ist. Da kommt eine selbst gebackene Pizza kaum mit, wenn man noch die Energiekosten und den Arbeitsaufwand einrechnet.
Der Genusswert ist auch meist höher bei eigens zubereitetem Essen. Für mich persönlich hat es auch etwas von Lebensquailtät und Lebensgefühl, im Supermarkt zu schauen, welche Obst-/Gemüsesorten gerade Saison haben und was man Schönes daraus machen kann. Das ist viel spannender und leidenschaftlicher, als sich nur jeden Tag seine Fertigtüten aufzureißen.
Aber letztendlich muss man das für sich selbst entscheiden, wie man seinen Lebensalltag und seine Ernährung gestaltet. Es gibt da kein Richtig oder Falsch, sondern man sollte seiner eigenen Philosophie, Überzeugung und Körpergefühl folgen, anstatt sich äußeren Regeln und Normen zu unterwerfen. Man darf seine eigenen Entscheidungen treffen. Und wenn man eben ein überzeugter Fast-Food-Liebhaber ist: Warum nicht, ich würde nie jemanden dafür verurteilen oder und das auch nicht als massiv ungesund bezeichnen.

Kommentar von Fazoon ,

Erstmal danke für die Antwort! Ja.. bei mir ist halt das Problem das meine Mutter nicht kocht und ich ja trotzdem was essen muss, und da Fastfood Restaurants zu teuer sind muss ich halt zum Fertig essen greifen... Wie auch immer.. danke nochmal

Kommentar von igelball ,

Das ist sehr schade, dass deine Mutter nicht in abwechslungsreiches und ausgewogenes Essen investieren kann/möchte und das Essen nicht selbst zubereitet. Aber so ist das eben im Leben. Eltern sind leider nicht perfekt, sondern haben ihre Schwächen. Oft auch ziemlich große Schwächen. Gerade das aber kann man als Ansporn nutzen, sich im Laufe des Heranreifens auch ein Stück weit abzugrenzen und seinen eigenen Weg zu gehen, es besser zu machen, seine Eltern in manchen Punkten zu überflügeln.
In deinem Fall bedeutet das: Warum versuchst du nicht selbst, dir das Kochen beizubringen? Wenn man das von Haus aus nicht mitbekommt, ist es natürlich nicht so einfach, das kann ich gut nachvollziehen. Aber es gibt mittlerweile ja zahlreiche Internetseiten und Blogs zum Thema Kochen und Backen.

Am besten ist es, zunächst die Grundlagen zu lernen, also wie koche ich Kartoffeln, Nudeln, Reis. Das allein ist schon viel wert, denn dann kann man ganz einfach verschiedene Zutaten wie beispielsweise Tiefkühlgemüse/Gemüsekonserven, Eier, Käse, (Hack)fleisch, Fertig-Tomatensoße, Butter, Olivenöl und so weiter hinzufügen und hat dann ein schon ein hochwertiges und ausgewogenes Gericht. Später kann man dann lernen, wie man bestimmte Gemüsesorten vorbereiten und garen kann, wie man Fleisch zubereitet, falls man Fleisch isst. Gerade Reis- und Nudelpfannen sind für den Anfang eine gute Möglichkeit zu üben, weil das nicht viel Zeit kostet und man unzählige Variationsmöglichkeiten hat.

Falls du das nicht möchtest oder aus irgendeinem Grund nicht kannst (etwa weil dich deine Mutter darin nicht unterstützt, was überaus schade wäre), kannst du dich durchaus auch mit Fertiggerichten ausreichend versorgen, aber man benötigt zumindest ein wenig grundlegendes Verständnis über Ernährung, um das dauerhaft sinnvoll zu gestalten und die richtigen Produkte zu wählen. Es gibt eben gutes Fastfood und schlechtes Fastfood.

Kommentar von Fazoon ,

Ich kann eigentlich kochen und würde das auch tun, aber die Zutaten sind nicht da und wenn ich sie drauf anspreche das ich was kochen will und ich Geld für die Zutaten brauchen meint sie immer das wir genug essen Zuhause haben, aber ich kann langsam nicht mehr das Dosenfutter sehen was sie in Massen gekauft hat als Vorrat, aber zum Jugendamt will ich jetzt nicht unbedingt gehen, obwohl ich manchmal schon echt hunger...

Kommentar von igelball ,

Verstehe, das tut mir leid. Funktioniert nicht irgendwelche Überzeugungsarbeit? Also vorzuschlagen, dass du mal für alle zusammen kochst? Oder dass ihr zusammen kocht und du das deiner Mutter so "verkaufst", dass du gerne Zeit mit ihr verbringen möchtest? Aber ich schätze, sie lässt nicht vernünftig mit sich reden, wie du in deinem Kommentar andeutest ...
Hach, ich finde das immer so traurig, wenn Eltern auf stur stellen und es ihren Kindern nicht erlauben, Selbstständigkeit zu entwickeln, nur, um sich nicht mit ihren eigenen Fehlern beschäftigen zu müssen. Das ist einfach wahnsinnig kindisch und unreif von deiner Mutter. Wenn sie schon nicht kochen kann/will, was ja grundsätzlich noch in Ordnung geht, dann soll sie wenigstens ihre Schwäche eingestehen und dich nicht darunter leiden lassen, sondern dir den Raum geben, diese Lücke selbst auszugleichen. Das ist auch ihre Pflicht als Mutter, dich darin zu unterstützen, dich selbst entfalten zu können.
Ich kenne ja deine Familiensituation nicht und werde dir vermutlich nicht helfen können, aber ich wünsche dir dennoch, dass du da einen Weg findest, dass das mit dem Kochen doch noch funktioniert. Ich kann mir gut vorstellen, dass du keine Lust mehr auf das ewig gleiche Dosenfutter hast, das würde mir auch zum Hals raushängen.

Kommentar von Fazoon ,

Danke für alles👍

Antwort
von rotesand, 30

Hallo!

Einseitige Ernährung - egal welcher Hinsicht - ist nie gut. Bei Fertigprodukten kommen dann noch hohe Fett- und Zuckerwerte hinzu. Auf die Dauer entwickelt man sicherlich gesundheitliche Probleme ------> wie sich das äußert, ist individuell. Manche werden einfach nur übergewichtig, andere bekommen Herz- oder Zuckerprobleme.

Ich würde Fastfood oder Fertigprodukte so gut es geht vermeiden.. manchmal kann man das essen, aber nicht in Endlosschleife. 

Antwort
von lalalagurltz, 12

Fertigprodukte ist nicht besonders gesund ect. du solltest lieber selbst kochen ect.

Antwort
von Toni0103, 12

Ehrlich gesagt ist die Abwechslung wichtig! Es spricht nichts dagegen einmal die Woche Fertigprodukte, allerdings solltest du trotzdem Milchprodukte(Joghurt...), Früchte und Gemüse, Ballaststoffe( Vollkornbrot) essen. 

Sonst droht dir Übergewicht und Mangelerscheinungen....

Antwort
von MrHilfestellung, 24

Es ist ziemlich ungesund ja.

Antwort
von Fielkeinnameein, 27

Naja abgesehen davon das es ungesund ist, zuviel Salz und Fett enthält und eigentlich nicht sonderlich gut schmeckt, nicht.

Antwort
von beangato, 24

Ja, das ist schlimm.

Estens ist es teurer als wenn man selbst kocht. Zweitens ist das ungesund..


Antwort
von elfentraumata, 34

Naja , die nächsten paar jahre wirst du nicht viel an der Gesundheit merken . Durch diese Produkte nimmst du bloß sehr viel Zucker und fett zu dir , die zu Übergewicht führen können . Ich denke nicht , dass diese Lebensmittel alle Nährstoffe und Vitamine liefern , die der Körper benötigt

Antwort
von Pauli1965, 25

Es ist nicht nur ungesund, es ist auch teuer.

Antwort
von bluestyler, 26

ungesund.

Leih dir Kochbücher oder guck mal im Internet nach.

Selbstgekochtes schmeckt immer besser :)

Antwort
von MCFritty, 26

Es ist nicht wirklich schlimm, aber total ungesund.

Antwort
von Yazz96, 22

Keiner hier kennt wirklich die Auswirkungen ja es ist schlimm

Ein Freund von mir ist 20 übergewichtig hat graue Haare und die Haut heilt schlecht

Das kommt weil seine Eltern ihm immer nur fertigessen gegeben haben

Kommentar von Fazoon ,

krass...

Kommentar von Yazz96 ,

Ich möchte dir keine angst machen habe erst jetzt gesehen das bei dir niemand kocht.. Lerne ein paar einfache Dinge zu kochen wie Hühnchen Kartoffeln Süßkartoffeln Reis Karotten etc..  Und schaue im Internet wie du bestimmte Gewürze anwendest..  Meisterst du die Gewürze möchtest du eigentlich gar nichts mehr essen was nicht du selber gekocht hast ;) 

Antwort
von marina2903, 28

zu fett, zu teuer, zu salzig, zu süss aber vor allen zu kalorienreich

Antwort
von ghul666, 22

Tja gesund ist halt was anderes

Antwort
von 123ok456, 20

Ungesund

Antwort
von kubamax, 16

Die Lebensmittelindustrie macht dich zum Junkie. Es ist erwiesen, dass die Geschmacksverstärker süchtig machen.

Antwort
von MrsLady1, 25

Ugesund...Und man wird nicht gescheit satt.

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