Ist es schlimm wenn man eine Förderschule besucht?

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5 Antworten

Ich war selbst von der 4-7 Klasse auf einer Förderschule für Körperliche und Motorische Entwicklung, weil ich eine hörbeeinträchtigung habe und probleme mit der Feinmotorik hatte. Ich bin aber zur 8.Klasse auf eine Hauptschule gewechselt, habe dort meinen Realschulabschluss gemacht, und mache nun Fachabitur. Allerdings wurde ich bereits an der Förderschule nach Hauptschulniveu unterrichtet.

Es ist überhaupt nicht schlimm eine Förderschule zu besuchen, oder besucht zuhaben. Auf einer Förderschule können die Lehrer mehr auf die einzelnden Schüler eingehen, da die Klassen viel kleiner sind. Hierdurch haben die Schüler die Chance sich zu verbessern und zu entwickeln. Auch sind die Klassengemeinschaften viel besser. Bei uns gab es z.B. so gut wie nie Fälle von Mobbing und niemand wurde ausgegerenzt. Stattdessen haben die Schüler die "nur" eine leichte Behinderung haben, diejenigen mit schwererer Behinderung unterstützt.

Wenn man an der Förderschule gut gefördert wird, kann man trotzdem noch einiges erreichen, an den meisten Förderschulen kann man den Hauptschulabschluss machen, an einigen sogar Typ 10B (gleichwertig mit dem Realschulabschluss). An meiner ehemaligen Förderschule haben etwas 50% dort zumindest den Hauptschulabschluss gemacht. Einige von den anderen haben ihn nach der Schulzeit wiederholt. Natürlich ist dies nicht in allen fällen möglich. Aber auch bei der Berufswahl wird man an einer Förderschule wesentlich besser unterstüzt.

Nach meinem Wechsel auf die Hauptschule habe ich gemerkt, dass noch eine Menge Vorurteile bei vielen Schülern an Regelschulen und auch sogar bei einigen Lehrern vorhanden sind. Man hat manchmal das Gefühl, dass einige denken, dass alle die eine Förderschule besuchen, irgendwie "gestört" sind. Letztenlich ist es das beste, zu zeigen das an solchen Vorurteilen nichts dran ist. Meist merken die Leute dies nach einer Zeit, spätestens wenn sie sehen, dass man selbst besser ist als einige von denen. Ich denke dass Inklusion in vielen fällen möglich ist, allerdings halte ich es bei geistigen Behinderungen oder multiplen Behinderungen für kaum umsetztbar. Aber es gibt natürlich immer ausnahmen, daher muss man immer auf den Einzelfall schauen.

Den Begriff "Sonderschüler" oder auch "Sonderschule" finde ich tatsächlich diskriminierend. Allerdings wird er immer noch häufig verwendet. Dieser Begriff ist so, wie wenn man zu einer Gehörlosen Person "taubstumm" sagt, dieses Wort ist für die meisten taube Menschen eine beleidigung.

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Der Punkt liegt bei "Förderschule. Damit können die nicht so schnell lernenden langsamer aber immerhin mitkommen. Es gibt genug Fälle in denen Schüler von Förderschulen mit der Zeit auf "normale" Schulen gewechselt haben. Mit Dummheit hat es nichts zu tun

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Also sonderschüler sind Schüler, die in irgendeiner Art und Weise eine Behinderung haben und deswegen auch nichts dafür können, das sie nicht wirklich viel wissen. Es ist halt meist normal für einen sonderschüler, dass er dumm ist.
Förderschüler besuchen die förderschule , da sie nicht einmal die Hauptschule schaffen würden und sind demnach eigentlich dümmer als sonderschüler. Wisst ihr was ich meine ?😉

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Kommentar von emib5
11.01.2016, 18:51

Das ist mal wieder völlig falsch.

"Sonderschule" und "Förderschule" meint das selbe. Sonderschule ist nur der alte Begriff dafür, der offiziell nicht mehr verwendet wird.

Und auch auf Förderschulen kann man Haupt- oder Realschulabschluss oder sogar Abi machen.

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Der Vorteil ist, dass die Lehrer speziell ausgebildet sind und die einzelnen Schüler wegen der kleineren Klassen besser individuell gefördert werden können.

Bei entsprechender Eignung kann auch auf der Förderschule jeder Schulabschluss erreicht werden. 

Ist von vornherein klar, dass ein allgemeiner Schulabschluss nicht erreicht werden kann, dann können auch andere, lebenspraktische Dinge vermittelt werden, für die in der Regelschule keine Zeit ist.

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Eine Förderschule ist für die Leistungssteigerung schwacher Schüler von großem Vorteil, denn die Klassen sind sehr klein. Der Lehrer hat die Möglichkeit besser auf die Schüler einzuwirken. Schlimm ist das keinesfalls da sich die Leistungen entsprechend verbessern können (wenn der Wille bei den Schülern vorhanden ist).

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