Ist es schlimm, wenn ich mit einer BG Sache zum Kassenarzt gehe?

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5 Antworten

Ich bin zwar kein Arzt, aber was bitteschön soll eine Arthrose (Verschleiß) mit einem Unfall zu tun haben??? Bin für Aufklärung dankbar

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Kommentar von FrauStressfrei
08.11.2015, 07:04

Ne ganze Menge. Wenn ein Meniskus entfernt bzw. teilenfernt wurde, kommt es in 80% aller Fällen in 10-15 Jahren danach zu Arthrose. Und ebenfalls durch ein Kreuzbandriss und der damit verbundenen Instabilität ist die Belastung im Knie deutlich höher und der Verschleiß steigt auch hier! 50% aller Patienten mit diesen Befund haben  25 nach den Unfall die Notwendigkeit einer Knieprothese.

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Natürlich kannst du zu jedem x-beliebigen Arzt damit gehen.

Wenn die Beschwerden auf den Arbeitsunfall zurück zu führen sind, dann weiß jeder behandelnde Arzt, wie weiter zu verfahren ist! Ich spreche aus Erfahrung!

Alles Gute..

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Hoi.

Du hast die freie Arztwahl. Du solltest deinen Arzt nur darauf hinweisen, dass es ursächlich auf einen Arbeitsunfall zurück zu führen(macht seine Abrechnung leichter). 

Wenn du Arthrose bekommen solltest, steht auch spätet mal eine Unfallrente im Raume. Da kann es nur von Vorteil sein, wenn die BG zeitig informiert ist.

Ciao Loki

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Kommentar von FrauStressfrei
07.11.2015, 17:21

Das geht nicht, wenn ich den Arzt das erzähle, dass das mal eine BG Sache war, dann wird der mich ablehnen, weil er es denn gar nicht abrechnen kann. Ich hätte nur die Möglichkeit, einfach gar nichts zu sagen.

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Frag Deinen Hausarzt oder auch deine Kasse, die müssen das wissen.

Ich würde es unbedingt erst abklären! 

Dachte allerdings, ich muss die Sache vom BG aufnehmen lassen, gucke dann nach Facharzt, der weiter behandelt? 

So verstand ichs jedenfalls immer bei Kumpel, der bei Bg arbeitete.

Klar hatten die auch Empfehlungen für bestimmte Sachgebiete 

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Hallo,

bei Folgen eine Arbeitsunfalls ist jeder Arzt verpflichtet, den Patienten an einen von der BG anerkannten Arzt weiterzuleiten.

Ausnahme:

- Notfall: dann macht der Kassenarzt nur die Erstversorgung

- HNO-, Augen- und Hautärzte nehmen keine Weiterleitung vor

Also zunächst zum Durchgangsarzt gehen (ggf. auch Krankenhausarzt). Wenn dieser keinen eindeutigen Zusammenhang zwischen den jetzigen Beschwerden und dem damaligen Arbeitsunfall feststellen kann, besteht keine Verpflichtung mehr, einen BG-Arzt aufzusuchen. Man hat dann wieder die freie Wahl unter den Kassenärzten (dann fallen aber auch Zuzahlungen für Arzneimittel und Heilmittel an).  

Ggf. auch die Krankenkasse auch über die unklaren aktuellen Folgen des Arbeitsunfalls informieren. In unklaren Fällen hat immer die Krankenkasse zu zahlen (§ 11 Absatz 4 SGB V). Ggf. versucht die Krankenkasse, das Geld von der BG zurückzuholen.

Wenn die BG die Kosten zahlt, fallen Zuzahlungen an (bei Kostenübernahme der BG nicht!).

Gruß

RHW

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