Frage von goali356Usermod Junior, 48

Ist es schlimm mit 1,9 Durchschnitt im Fachabitur erst eine Ausbildung zumachen statt zu studieren?

Ich schließe diesen Sommer mein Fachabitur für Sozial und Gesundheitswesen ab und habe stand jetzt einen Durchschnitt von 1,9. Alle in meinem Umefeld sind der Meinung ich soll studieren und ich bin auch an ein Studium in Soziale Arbeit interessiert.

Ich möchte mich zwar eigentlich für ein Studium bewerben, aber ich bin mir unsicher ob mit der finanzierung alles so klappt wie ich es mir vorstelle, auch fühle ich mich mental noch nicht in der Lage zum studieren und hab sorgen dass ich es schaffe. Auch ist es mir zu stressig mich jetzt in der Abiturprüfungsphase darum zu kümmern.

Ich bin für eine Erzieherausbildung angenommen worden und habe unterschrieben, dass ich mich verbindlich dafür anmelde. Dürfte ich dann jetzt überhaupt noch etwas anderes machen?

Während der Ertzieherausbildung würde ich außerdem Schüler Bafög erhalten und könnte evtl. nebenbei noch Geld fürs Studium verdienen. Auch habe ich gehört dass man das Studium in Soziale Arbeit durch die Erzieherausbildung verkürzen kann. Stimmt dass?

Findet ihr es schlimm mit einem 1,9 Schnitt erst eine Ausbildung zumachen? oder sollte ich unbedingt studieren? In meiner Klasse wollen viele studieren die z.t. schlechter sind.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von sunnysammy, 48

Schlimm ist das garnicht. Es ist DEIN Leben und du bestimmst was du damit anfängst.

Allerdings würde ich dir empfehlen vorher zu überlegen was du willst. Wenn du gerne studieren möchtest und als Sozialarbeiter bzw. Sozialpädagoge arbeiten möchtest, dann würde ich dir empfehlen zu studieren. Wenn du gerne als Erzieherin arbeiten möchtest, dann würde ich dir empfehlen die Ausbildung als Erzieherin zu machen.

Das Studium kann man durch die Ausbildung zur Erzieherin nicht verkürzen und die Inhalte sind auch anders. Ein Sozialarbeiter macht auch etwas anderes als ein Erzieher.

Finanzieren lässt sich ein Studium übers Bafög, wenn du Schüler- Bafög bekommst dann bekommst du auch für ein eventuelles Studium Bafög. Jobben geht auch während dem Studium, das stelle ich mir sogar leichter vor als neben der Ausbildung. Viel kümmern musst du dich da während der Abiturphase nicht, du musst sich lediglich bei verschiedenen Hochschulen bewerben und dann warten, das ist nicht so viel Aufwand wie es sich anhört.

Was ich damit meine: Mach was dir Spaß macht und was du gerne möchtest, aber versperr dir selbst den Weg nicht aus Angst. Dass man vor dem Studium etwas Angst hat oder nervös ist ist normal, das geht beinahe jedem so. Machst du erst eine Ausbildung und dann ein Studium dauert die Sache deutlich länger.

Antwort
von SupraX, 29

Das ist überhaupt nicht schlimm. Schon alleine deshalb nicht, weil du das erlernte Wissen aus der Ausbildung im Studium sicher teilweise wieder verwenden kannst. Soweit ich weis ist für diesen Studiengang sogar häufig eine gewisse Vorerfahrung (meist in Form eines längeren Praktikums) vorgeschrieben. Selbst wenn nicht (kann von FH zu FH verschieden sein), schaden wird es nicht.

Überlegen könntest du dir höchstens, ob du dir nicht lieber einen richtigen Job im entsprechenden (sozialen) Bereich suchst. Aber das musst du selbst wissen. 

Du könntest schon noch etwas anderes machen, unauflösbare Knebelverträge gibt es bei Ausbildungen nicht. Auch wenn der Ausbildungsbetrieb das vielleicht gerne so erzählt. Du kannst jederzeit (sofern die gesetzlichen Fristen beachtet werden) noch etwas anderes machen.

Kommentar von sunnysammy ,

Vorerfahrung im Rahmen eines Praktikums ist an kaum einer Uni vorgeschrieben, das längste vorgeschriebene Vorpraktikum dauert 6 Wochen. Was es gibt ist ein Praxissemester im Rahmen des Studiums, das aber durch eine Ausbildung nicht ersetzt werden kann.

Wissen aus der Erzieher- Ausbildung ist zwar nützlich, bringt dir im Studium selbst aber eher wenig. (so meine Erfahrung) Verwenden kannst du es erst nach deinem Studium in der Praxis.

Kommentar von SupraX ,
Kommentar von sunnysammy ,

Dann ist die FH Münster ein Ausnahmefall, von dem ich bislang nichts wusste. Alle Unis die ich kenne (meist in Süddeutschland) verlangen kein bzw. nur 6 Wochen Vorpraktikum

Kommentar von SupraX ,

Ich wollte ursprünglich selbst mal soziale Arbeit studieren (in Bayern) und bin ziemlich sicher, dass das an fast jeder FH so war. Münster ist jetzt Zufall, war einfach das erste brauchbare Google-Ergebnis. Wahrscheinlich liegt genau da das Problem. Ich gehe von einer FH aus (weil Fachabitur meistens die Fachhochschulreife meint), du von einer Universität. Da kann es schon sein, dass es unterschiedlich gehandhabt wird.

Kommentar von SupraX ,

Könntest aber auch Recht haben mit den 6 Wochen, ist schon paar Jahre her...

Naja, jedenfalls kann sie sich die Tätigkeit (wenn im sozialen Bereich) anrechnen lassen. Das ist eigentlich das Wichtigste.

Antwort
von MoveBoy, 30

Ganz im Gegenteil. Wenn du erst eine Ausbildung machst, hast du die Möglichkeit, dir schon einiges an Praxiswissen anzueignen, was dir in einem anschließenden Studium nur zu Gute kommen kann.

Antwort
von kirsche777, 29

im Grunde solltest du das für dich selbst entscheiden. ich finde es aber nicht verkehrt, wenn man vor dem Studium eine Ausbildung hat, die den Studienwunsch tangiert. Zum anderen ist es auch von Vorteil, einen Beruf zu haben, bevor man studiert. 1. ist eine finanzielle Absicherung vorhanden, wenn du sparst,

2. Studium ist schwer, auch könnten andere Umstände eintreten, dass du das Studium aufgeben mußt, dann hast du eine berufliche Grundlage und musst dich nicht erst neu orientieren.

Aber wie gesagt, entscheiden musst du allein

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