░critter░ am 03.04.2007 um 14:30 Uhr
Schulen veranstalten Basare für Schulen in der 3. Welt. Wäre es nicht besser, das gesammelte Geld käme den Schülern der eigenen Schule zugute, um unsere Familien z.B. vom Büchergeld zu entlasten?

Ich denke, es gehr auch darum, den Kindern näher zu bringen, dass es anderswo Kinder gibt, denen es noch viel schlechter geht. Wenn die Kinder einen Basar mit organisieren, beschäftigen sie sich viel intensiver damit und sind oft auch an das Danach interessiert. Sicher möchten sie auch wissen, wie erfolgreich sie waren. Ich finde es nicht verkehrt, solange es nicht übertrieben wird.

Hmm - ich habe gerade Dein Profil angeschaut und die Frage "passt nicht zu Dir"...
Dennoch eine Antwort: Ja, es ist richtig für Bedürftige in der dritten Welt (oder auch sonstwo) zu sammeln. Aber genauso wichtig ist es, in unserer - noch - vorhandenen Solidargemeinschaft denen zu helfen, die nur schwerlich das Geld für Schulbücher aufbringen können. Ich würde sicherlich etwas Spenden, wenn ich dazu aufgefordert würde.
Gibt es denn darüber hinaus keinen Fond, aus dem hier bedürftigen Familien fehlendes Büchergeld "zugeschossen" wird?
░critter░ am 3. April 2007 15:55 Meine Frage bezog sich nicht auf eigene Kinder. Aber ich arbeite mit Kindern zusammen, deren Eltern/Elternteil nicht sehr gut gestellt ist, aber dann doch wieder so gut, dass es NOCH keinen Zuschuss gibt. Die stehen tagtäglich vor einem Riesenproblem: Bücher, Ausflüge, vorgeschriebene Artikel für den Unterricht. Da ich die Familien wirklich kenne, weiß ich, dass ihr Leben ein ständiger Kampf ist. Um diese Leute ging es mir. Natürlich sollen wir für noch ärmere Menschen auf der Welt spenden, das steht außer Frage! Aber es gibt gute Schüler, die im Gymnasium so viel dauernd bezahlen müssen, dass den Eltern die Luft weg bleibt. Die Eltern gehen auf die Barrikaden, nutzt ihnen aber nichts.
Heeeschen am 4. April 2007 10:08 Das ist genau diese "Grauzone" in der sich die so beschimpfte Unterschicht befindet - früher hätte man gesagt, zum Sterben zu viel - zum Leben zu wenig. Wenn ich über solche armen Menschen lese, könnte ich mich stundenlang aufregen: Wenn Du unter einem Bestimmten Einkommen liegst, bekommst Du - natürlich meist berechtigt, keine Frage - von diversen Seiten Zuschüsse und Unterstützung. Liegst Du aber knapp und knapp kann heissen 1 Euro - über der Grenze, hast Du ein Riesenproblem. Das ist typisch deutsch und untragbar. Ich finde es supergut, dass Du Dich für diese von Dir angesprochene Familie einsetzt. Sowas sollten mehr Leute tun, und zwar sehr sensibel, um dort nicht zu allem Überfluss auch noch Gefühle zu verletzen, ist schon hart genug.... Weiter so :-))
Antwort: JA
Es ist meiner Meinung nach richtig überall für Minderbemittelte zu sammeln. Erst recht, wenn es um hungerleidende Kinder in der 3ten Welt geht.
Es gibt auch in der eingenen Schule Mißstände? Dann kann man gerne auch dafür sammeln - warum denn nicht?
Aber wenn Du es mal objektiv betrachtest:
Wem würdest Du eher Geld spenden?
Einem Kind, welches Du mit einigen Euro das Leben retten/ verlängern könntest oder einem Kind, dass Du ein Schulbuch bezahlst. Welchem würdest Du zuerst helfen?
Eindeutig JA. Die Kinder sollen soziales Verhalten lernen, sehen, dass es Kinder auf der Welt gibt denen es sehr viel schlechter geht.
Soziales Verhalten früh erlernen finde ich gut. Kindern sollten lernen, daß es nicht allen so gut geht wie in Deutschland. Aber mittlerweile braucht man gar nicht bis nach Afrika oder so, auch hier ist Armut ein Thema. Auch an unseren Schulen, doch niemand mag drüber reden. Es ist peinlich. Ich fände es viel besser, wenn das Geld an den Schulen Kindern zu gute kommt, die nicht immer so gut dastehen (ich denke z. B. an teure Klassenfahrten, ständig neue Lehrbücher etc)
░critter░ am 7. April 2007 02:25 Danke!
super erklärung, thumbs up:-)
Danke