Frage von basse78, 46

Ist es rein technisch möglich ein Betriebssystem (windows/Linux/windows server) auf einer SD Karte (300mb/s) zu installieren und von dort zu booten?

Expertenantwort
von LemyDanger57, Community-Experte für Linux, 10

Sicher ist das möglich, die SD-Karte wird sich da genau so verhalten wie ein USB-Stick. Voraussetzung ist, dass der PC vom SD-Slot booten kann, oder Du benutzt einen Kartenleser mit USB-Anschluss.

Hier eine Anleitung: http://praxistipps.chip.de/sd-karte-bootfaehig-machen-so-gehts_42295

Statt Unetbootin würde ich es mit "Linux Live USB Creator" versuchen, aber das bleibt Dir überlassen. 

Übrigens, Raspberrys oder BananaPis booten auch von SD-Karte.

Kommentar von LemyDanger57 ,

Auch eine "richtige" Installation sollte möglich sein, bei USB-Sticks geht das ja auch. Für Windows gibt es "Windows to go" oder "WinToUSB"

Antwort
von onomant, 7

Direkt installieren im engeren Sinne, also genau wie auf eine Festplatte, da ist mir kein Weg bekannt. Auf einen USB Stick kann man Windows to Go drauf packen
https://www.deskmodder.de/blog/2015/07/21/windows-10-to-go-erstellen-auf-einer-w...

Wie es jetzt mit einer SD Karte aussieht, käme auf einen Versuch an.

Antwort
von MCGrieferHD, 20

Hi erstmal,

Also ich kann dir nicht sagen ob das geht, aber ich würde schon sagen das es geht.
Warum denn nicht?
Wegen der Geschwindigkeit?
Denke da sollten die 300mb/s genügen.
Probier es am besten einfach Mal aus, kaputt machen kannst dabei ja nichts ;)

Gruß HD

Antwort
von GutefrageNetFun, 13

Theoretisch schon. Musst halt den MBR auch auf die SD-Karte machen insofern du direkt von ihr booten willst.

Kommentar von Linuxhase ,

@GutefrageNetFun

Musst halt den MBR auch auf die SD-Karte machen

Jeder Datenträger hat einen MBR sobald darauf eine Partitionierung angelegt wurde. Das was Du meinst ist wohl eher der Bootloader!

Linuxhase

Kommentar von GutefrageNetFun ,

Stimmt, danke!

Antwort
von Nebelmaschiene, 29

Theoretisch ja mit wie viel Speicher? Und  der Slot bzw die Karte muss kompatibel sein

Kommentar von basse78 ,

64GB

Kommentar von Nebelmaschiene ,

Dann geht es vom Speicher auf jeden Fall schonmal

Kommentar von Nebelmaschiene ,

Einfach ausprobieren

Antwort
von Linuxhase, 6

Hallo

Ist es rein technisch möglich ein Betriebssystem [....] auf einer SD Karte (300mb/s) zu installieren und von dort zu booten?

Logisch, nichts anderes macht doch der Raspberry Pi auch.

Für Linux ist ein Datenträger ein Datenträger, ganz gleich ob es ein Band, eine CD, DVD, HDD, SSD, ein USB-Stick, eine SD-Karte oder eine SSD ist.

Lediglich bei ReadOnly Medien ist die Konfiguration so anzupassen das zu speichernde Daten, wie Logfiles etwa, dann in einer RAM-Disk angelegt werden müssen.

Linuxhase

Antwort
von LeonardM, 9

Klar. Beim raspberry sogar schon fast "pflicht"

Antwort
von LiemaeuLP, 1

Natürlich, sonst würd zB das Raspberry Pi ziemlich blöd aus der Wäsche schauen xD

Antwort
von nafta, 16

Ja, sofern im Bios als First boot priority angelegt kein problem.

Antwort
von gonzo1233, 6

Mit Linux geht das problemlos, das habe ich schon mehrmals mit USB Stift wie folgt erfolgreich realisiert. Wenn das bei deinem PC mit SD nicht klappt, dann die Karte in einen (möglichst einfachen) USB Adapter stecken.

Festplatte abklemmen (geht bei Laptops besonders einfach), Linux von DVD booten, Install anwählen, ganz normal installieren / durchklicken. Die Karte bootet dann jeden PC - ohne Hilfsprogramme, nur Linux kann das.

Das DVD Abbild gibt es kostenfrei bei "Ubuntu download".

Kommentar von Linuxhase ,

@gonzo1233

Mit Linux geht das problemlos, [....] nur Linux kann das. [....] Das DVD Abbild gibt es kostenfrei bei "Ubuntu download".

Das ist doch mal geballter Bullshit von Dir.

Du sprichst von Linux, was ja nur der Kern eines Betriebssystems ist (sein kann) und am Ende bezeichnest Du es als Ubuntu.

Wenn in einem Gerät nur ein Datenträger angeschlossen ist, dann ist das für Windows eben C:\ was denn sonst.¹

Linuxhase

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¹ solange das BIOS des Gerätes von einer passenden Schnittstelle booten kann.

Kommentar von gonzo1233 ,

Danke Linuxhase, perfekte Antwort wie immer.

Wer sich noch nicht mit dem freien Betriebssystem beschäftigt hat, für den sieht Ubuntu funktional doch aus wie ein Windows - wo Kern und der Rest nicht getrennt betrachtet werden (der Quellcode ist ja auch streng geheim).

Den Neueinsteigern beschreibe ich das möglichst einfach, da der Kern von Ubuntu und die GNU-Tools für den ungeübten Nutzer funktional eine untrennbare Einheit bilden.

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