Frage von RiekeLuka, 46

Ist es Rechtmäßig, wenn bei einer zwangsversteigerung nur ein Bieter alle wichtigen Informationen zum Objekt hat und darum nicht blind steigert?

Ich war bei einer Zwangsversteigerung eines Mobilheimes das ich gerne ersteigert hätte. Es gab ein Gutachten, das Haus konnte nur von außen begutachtet werden da es zu diesem Objekt angeblich keinen Schlüssel mehr gab ( das kam im Termin auch zur Sprache). Es sah also so aus das weder Bieter noch Gläubiger Grundwissen über den wahren Zustand des Hauses von innen hatte. Da es seit Jahren verschlossen, unbewohnt, unbeheizt und nicht gelüftet leer stand, war es ein Objekt das nicht risikolos war. Es gab neben mir noch einen Bieter, letztendlich musste ich aussteigen, weil mir das Risiko zu hoch wurde. Das Haus hätte von innen nass sein können, nach so langer Zeit ist auch ein Schimmelpilzbefall nicht auszuschliessen. Wie dem auch sei, der andere Bieter hat das Haus letztendlich für einen sehr guten Preis ersteiger können. Nach dem Termin, sprach ich noch einmal mit diesem Bieter und er sagte mir so ganz nebenbei, das er wusste worauf er sich einlies, denn er hätte ja einen Schlüssel und war auch schon mehrfach in diesem Haus gewesen. Weiter sagte er mir, es sei trocken und innen in einem guten Zustand. Ich dachte ich hör nicht richtig! hätte ich dieses Wissen gehabt wäre ich nicht vor meinem gesetzten Limmet ausgestiegen. Kann es Rechtmässig sein, wenn bei einer Zwangsversteigerung ein Bieter so klar im Vorteil ist ohne das irgend ein anderer Verfahrensbeteiligter davon kenntniss hatte ?

Es wäre toll darauf eine Antwort zu bekommen und wer weiß, vielleicht gibt es ja noch mal eine Chance. Selbst wenn es jetzt ja weg ist, wäre es gut zu wissen denn ich suche ja noch immer nach so einem Objekt.

Rieke

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von lesterb42, 34

Es ist absolut normal, dass bei einer Versteigerung Interessenten unterschiedlich informiert sind. Hier hatte Ihr "Kumpel" es geschaft sich den Schlüssel zu besorgen und das Objekt von innen zu besichtigen. Wie er das geschafft hat, ob er den Hausmeister oder sonstwehn bestochen hat, wissen wir nicht und werden wir auch nicht erfahren.

Das Zwangsversteigerungsgericht hat hierauf keinen Einfluss. Die Informationen, die von dort erhältlich sind, erhalten alle Interessenten.

Kommentar von RiekeLuka ,

ich bin Dankbar für eure Antworten, klar wenn ich sie jetzt so lese scheint es für mich auch so aber es fühlte sich zuerst nicht richtig an. danke also

lG Rieke

Antwort
von Ronox, 27

Sicher ist das rechtmäßig. Das Gericht kann ja schlecht die Recherche von Interessenten verbieten. Zumal diese das erste Mal im Termin in Erscheinung treten.

Kommentar von RiekeLuka ,

ich weiß nicht wo ich das was ich schreiben möchte am besten uunterbringe. Darum jetzt so, bis ich es besser weiß.

Ich wurde ja gebeten die hilfreiste antwort auszuzeichnen, doch auf meine Fragen wurden mir nur hilfreiche Antworten gegeben, ich möchte sagen das jede einzelne sehr hilfreich war und meinen Kopf wiueder klarer har denken lassen. Darum auf diesem Weg... Danke Leute es ist toll zu wissen das ich hier Menschen finden kann die meinen Fragen den Hut aufsetzen um das gedankenbild vollstänig machen. ich danke euch allen ganz herzlich

Rieke

Antwort
von WosIsLos, 30

Ein Informationsvorsprung ist rechtmäßig, solange sich diese Person den Schlüssel nicht widerrechtlich angeeignet hatte und sich nicht Zutritt gegen den Willen des Eigentümers und des Bewohners verschafft.

Der zweite Teil betrifft aber nicht die Versteigerung, sondern nur den Tatbestand Hausfriedensbruch, bzw. Diebstahl.

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