Frage von NyxFilia, 43

Ist es rechtlich korrekt für die Meister Prüfung außerhalb der eigenen Firma den gesamten Urlaub für ein Jahr zu streichen?

Hallo, ein Bekannter von mir Möchte seine Meister Prüfung machen, jedoch ausßerhalb seiner momentanen Firma. Er müsste dafür einen ganzen Monat Urlaub nehmen (27 Tage) und müsste somit mehr als 8 Monate am Stück arbeiten. Die Frage ist jetzt, ob der Chef das darf, denn eigentlich kommt es ihm ja zu Gute einen Mitarbeiter mit Meister zu haben.

Antwort
von Gerneso, 26

denn eigentlich kommt es ihm ja zu Gute einen Mitarbeiter mit Meister zu haben.

Nö, wenn er keine Meisterstelle frei hat bedeutet das ja nur dass der Mitarbeiter sich anderweitig umsehen wird.

Wenn der Chef dem Mitarbeiter einen Monat Urlaub am Stück zu seinem Wunschtermin gewährt ist das sehr nett. Ob der Mitarbeiter in der Zeit Urlaub macht oder nur anderweitig mit privaten Dingen beschäftigt ist, ist doch nicht Sache des Chefs.

Ist ja die Entscheidung Deines Kumpels den Meister zu machen.

Andere machen den Meister sogar nebenberuflich und gehen abends und am Wochenende zu den Schulungen / Prüfungen.

Kommentar von NyxFilia ,

Es sind mehrere Meister Stellen in dem Betrieb offen. Sein Chef hat ihn ja gefragt ob er den Meister macht, jedoch nach zustimmung, da er dies so oder so irgendwann tun möchte, meinte der chef dass er die kosten dafür nicht übernehme und 2 der 4 monatsgehälter gestrichen würden und er seinen gesamten urlaub investieren müsse

Kommentar von Gerneso ,

Dann sollte Dein Kumpel es als Privatvergnügen sehen und sich am besten nach der bestandenen Prüfung extern bewerben und kündigen sobald er was Neues hat.

Warum? Ein AG der ihn als Meister anstellen möchte aber verlangt dass er die Schulung komplett alleine finanziert und auch noch unbezahlten Urlaub nimmt, stellt ihn vielleicht dann als Meister an - aber will sicher nicht sehr tief dafür in die Tasche greifen was Gehaltsanpassung betrifft.

Antwort
von watchdog, 10

Natürlich kommt es seinem Chef zugute und deswegen kann dein Bekannter von seinem Chef auch 5 Tage Bildungsurlaub pro Jahr beantragen und in seinen "Meister-macher-Urlaub" mit einbinden.

Bildungsurlaub steht im Übrigen in der BRD jedem Arbeitnehmer gesetzlich zu. 

Kommentar von NyxFilia ,

Aber was passiert denn dann mit dem rest der Zeit? es sind ja nicht 5 Tage sondern 4 Monate?

Kommentar von watchdog ,

Ja, willst du jetzt den Chef seinem Mitarbeiter den Meisterlehrgang bezahlen lassen, damit dieser ihm nachher kündigt, Konkurenz macht und die Aufträge weg nimmt?

So ist es nun mal. Auch der jetzige Chef musste diesen entbehrungsreichen Weg gehen. Geschenkt bekommt man nichts.

Kommentar von NyxFilia ,

Es geht ja um eine recht große Firma, wo der Chef ihn gefragt hat ob er die Prüfung nicht machen möchte und von dem einen Betrieb die Leitung übernehmen möchte.

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