Frage von xantaki, 29

Ist es rechtens, dass ein Energieversorger 20,00 EUR Kosten für die Sperr-ANDROHUNG verlangt?

Nochmal detallierter: ich habe einen Monatsabschlag Schulden (Gas, Wasser, Strom, insgesamt 285 EUR). Dass der Versorger mich mahnt, ist rechtens, auch eine Sperrandrohung, weil > 100 EUR Schulen, aber dass er für die Androhung extra 20,00 EUR verlangen darf (plus 3,00 EUR Mahnkosten), das kann ich mir nicht vorstellen. Im Netz hab ich alles abgegrast, Frage ist wohl zu speziell. Für eine klare Antwort wäre ich euch sehr dankbar.

Antwort
von Kuestenflieger, 19

sie arbeiten ja auch kostenneutral ?

der versorger hat für säumige zahler erhebliche mehrarbeit , die nicht mit den lieferkosten gedeckt werden .

Kommentar von xantaki ,

...Erhebliche Mehrarbeit?! Das System oder von mir aus der Bearbeiter schickt doch nur nen vorab gefertigten Brief raus!

Es gibt rechtlich gesehen eigentlich nur die Mahnkosten an sich (also Papier und Porto) und den Säuminszuschlag = Verzugszinsen..

Der Verzugszinssatz pro Tag beträgt für Verbraucher fünf Prozent plus Basiszinssatz * Betrag / 365 (Tage) = z. Zt. 4,17 % * 282 EUR / 365 Tage = 0,032217534 EUR / Tag.

Macht bei 32 Tagen = 1,03 EUR. Und nicht 20,00 "Androhung Sperrkosten"!!

P.S. Zitat aus einem SPON-Artikel über dieses Thema: "Mit Vorliebe berechnen Unternehmen säumigen Kunden sogenannte Verzugsschäden. Dummerweise verstehen sie darunter oft etwas anderes als der Gesetzgeber. Firmen argumentieren gerne, das Mahnwesen bürde ihnen allerlei Extrakosten auf, weil: mehr Personal, mehr Strom.

Der BGH findet jedoch, dass derartiger "Verwaltungsaufwand

zum Aufgabenkreis des Unternehmers" gehört. "Er hat diese

Kosten selbst zu tragen." Auch einige Oberlandesgerichte haben

dahingehende Urteile gefällt."

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