Frage von 2354cannes, 75

Ist es realisierbar ,die Flüchtlinge auf andere EU-Staaten zu verteilen?

Frau Merkel wünscht ,Flüchtlinge auf andere EU-Staaten zu verteilen. Ich sehe Probleme: Österreich hat die Obergrenze, Polen war contra, Schweden weist Asylanten aus.Griechenland hat Probleme.Was ist, wenn ihr Wunsch sich nicht realisiert und immer mehr kommen ?Immer höhere Zahlungen an die Türkei ?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von voayager, 14

Eine ausgewogene Verteilung der Flüchtlinge mit Quote auf alle oder möglichst viele EU-Staaten macht eigentlich durchaus Sinn. Doch kann man sicher sein, dass aus Merkels Ansinnen nichts wird, gar zu unterschiedlich sind die Interessen all der EU-Staaten. Am jetzigen Verhalten der meisten EU-Staaten ist klar erkennbar, dass die Idee der Bundeskanzlerin ein bloßer frommer Wunsch bleibt. Sie wird sich gegenüber all den anderen EU-Staaten, die nicht mitziehen, nicht durchsetzen können.

Kommentar von voayager ,

Danke

Antwort
von veritas55, 7

Eine ausgewogene Verteilung der Flüchtlinge mit Quote auf alle oder möglichst viele EU-Staaten macht eigentlich durchaus Sinn.

- zitiere mal diese Aussage aus der Hilfreichsten Antwort.

Meiner Meinung nach macht es keinen Sinn, allen EU-Staaten eine Quote aufzuerlegen weil xenophobe Länder wie Ungarn, Polen, Tschechien u.a., die jede Aufnahme ablehnen, den Zuwanderern keinerlei Hilfe sondern nur Hass entgegenbringen würden und die rechten Parteien würden dort umso mehr Zulauf bekommen je mehr Flüchtlinge ins Land kämen, was für ganz Europa nicht ungefährlich wäre..

Was das für die traumatisierten, vor Krieg Geflüchteten bedeutet, in diesen Ländern vorwiegend auf Feindseligkeit mit Gewalt und Ausgrenzung zu stoßen, will ich mir gar nicht ausmalen - es ist schon schlimm genug, dass bei uns fast täglich Flüchtlingsheime angesteckt werden, ganz egal ob sich Menschen darin befinden...

Deshalb meine ich, dass jedes Land selber entscheiden sollte ob und wieviele Flüchtlinge aufgenommen werden - die EU-Staaten, die sich davon ausschließen, müssten ihren "solidarischen" Beitrag dann eben in finanzieller Hinsicht leisten, berechnet nach Einwohnerzahl und BIP. Der wiederum müsste auf die hilfsbereiten Staaten gerecht verteilt werden.

Außerdem sehe ich nicht recht ein, dass sich die USA völlig einer angemessenen "Quote" (d.h., einer angemessenen Aufnahme von Asylbedürftigen und/oder einem finanziellen Ausgleich) entziehen - immerhin haben sie im Irak und in Afghanistan ursächlich zur Destabilisierung der gesamten Region beigetragen indem sie dort eingefallen sind.

Antwort
von Hannibunnyy, 45

Es ist nicht realisierbar.

Vielleicht hast du schon von dem Gesetz gehört, dass Flüchtlinge im 1. Land in Europa einen Antrag auf Asyl stellen müssen und dort bleiben müssen vorerst? Damit haben Länder wie Griechenland und Spanien zB Probleme. Also sitzt nicht nur Deutschland auf den Flüchtlingen.

Allerdings machen so langsam alle EU-Länder ihre Grenzen dicht, für Deutschland ist das unmöglich. Aufgrund der Ereignisse des 2. Weltkrieges würden dann nämlich alle mit dem Finger auf Deutschland zeigen.

Kommentar von 2354cannes ,

Der Zweite Weltkrieg 1939-1945 ist schon so lange her. Warum denkt man immer an die Vergangenheit statt an die  Zukunft. Wer hat Interesse , das Deutschland immer wieder zu sagen ?

Kommentar von Bloodlord2003 ,

die frage ist vielmehr, warum interessiert uns, was andere sagen?

sollen sie sagen, wir wären wieder nazis, was interessiert mich, was andere denken?

Kommentar von Hannibunnyy ,

Guter Gedanke. Aber nachdem Frau Merkel ihren Mund so weit aufgemacht hat, und alle Flüchtlinge nach Deutschland gerufen hat, kann sie die Grenzen sowieso nicht zumachen. Dann nimmt sie doch niemand mehr ernst, oder?

Kommentar von veritas55 ,

Warum denkt man immer an die Vergangenheit

Weil sich aus den Fehlern der Vergangenheit im Idealfall was lernen lässt ! Wer aus der Geschichte nichts lernt, der wird immer wieder auf die gleichen Bauernfänger und deren Lügen reinfallen.

In allen Kriegen sind Verfolgte und ausgebombte Zivilisten darauf angewiesen, in andere Länder zu fliehen und Schutz zu suchen - einfach um ihr Leben zu retten.

Dass vom Tod bedrohte Menschen gerettet werden ist eine Frage des Menschenrechts und Anstands !

Kommentar von h3nnnn3 ,

von dem Gesetz gehört, dass Flüchtlinge im 1. Land in Europa einen
Antrag auf Asyl stellen müssen und dort bleiben müssen vorerst

nennt sich "dubliner übereinkommen" und ist kompletter quatsch! völlig unsinnig und eine behinderung für jede sinnvolle politisch weitsichtige aktion!

Antwort
von Ellen9, 37

Wäre zumindest ratsam, die hilfreichen Unterstützungen untereinander aufzuteilen. Zusammenhalt wäre angebracht.

Antwort
von atzef, 19

Natürlich ist das möglich und wird über kurz oder lang auch intensiver passieren. Andernfalls wird die EU sich wohl handhabbarer zurechtschrumpfen müssen.

Jedenfalls ist mittelfristig nicht denk- und hinnehmbar, dass weitgehend totalitär sozialisierte Bevölkerungen aus dem ehemals stalinistischen Ostblock sich mit ihren rechtskonservativen Regierungen in ihrer rassistisch motivierten Auusländerfeindlichkeit ahlen und weiter die Nand für Nettotransferzahlungen der EU aufhalten.

Antwort
von h3nnnn3, 18

der weg von merkel ist der einzig sinnvolle ... nur kapieren das die politiker der eu-mitgliedsstaaten nicht!  

ihr richtiger ansatz scheitert an der vorweltkrieglichen denkweise führender politiker. schade. ich dachte, europäische politiker wären klug. hier beweisen sie das gegenteil.

und dabei sind die möglichen vorteile doch nicht zu übersehen! ein neuer markt würde sich erschließen; eune europäische behörde baut im ausland einreisezentren, das geld für schlepper würde gespart werden und stattdessen als devisen in die EU fließen... die verteilund von kontingenten würde mit einer europäischen steuer angertieben; die mitgliedsstaaten würden sich darum bewerben, möglichst viele flüchtlinge aufnehmen und integrieren zu dürfen ... und diese weitsicht fehlt komplett. weil die ""führungselite"" panik bekommt.

Antwort
von FragaAntworta, 18

Ja, dann ist das so. Wenn keiner Solidarisch sein möchte und es nicht als Pflicht der Nächstenliebe sehen kann, dann werden keine Flüchtlinge aufgenommen/verteilt, dann helfen auch keine schönen Worte.

Vor allem da es genug andere Politiker gibt, die aus dem Elend jetzt auch noch Vorteile ziehen.

Und immer höhere Zahlungen an die Türkei sind auch nur der blinde Versuche Menschen davon abzuhalten zu kommen.

Dafür werden eben auch Despoten bezahlt, was diese dann zu Lohnempfängern macht, wie das in solchen Ländern dann wieder gegenüber sich selber erklärt wird, würde mich dann auch mal interessieren.

Antwort
von finalanswer, 35

möglich wäre das aber wie gesagt die anderen eu staaten werden einfach keine flüchtlinge aufnehmen weil sie nur lust auf eu haben wenn es um geld bekommen geht...entweder bleiben wir die festung europa die alle abweist oder wir räumen in den unsicheren ländern auf...ansonsten werden immer mehr flüchtlinge kommen 

Antwort
von nikfreit, 14

Frau Merkel wünscht ,Flüchtlinge auf andere EU-Staaten zu verteilen

Das wünschten sich in der Vergangenheit Länder wie Italien und Griechenland auch. Da vertrat Frau Merkel aber noch eine ganz andere Position.

Schön, dann frische ich mal das kollektive Kurzzeitgedächtnis auf. Kann sich noch jemand an Lampedusa erinnern? 

http://www.welt.de/politik/ausland/article141177745/Renzi-will-Hunderte-Ertrunke...

Kommentar von veritas55 ,

Auch Griechenland bittet die EU schon seit Jahren um Unterstützung um die zunehmende Zahl der Flüchtlinge bewältigen zu können - solange wir davon verschont blieben, wurde immer nur auf das völlig irrationale, da absolut ungerechte Dublin Abkommen verwiesen. Hilfe gab es NULL !

War ja auch praktisch, Griechenland, Italien und Spanien die Probleme zu überlassen - Pech für diese Länder, dass sie von Flüchtlingen einfacher zu erreichen sind als der reichere Teil Europas...

Dass die Einwohner der "Schuldenstaaten" schon mehr als genug eigene Probleme haben um über die Runden zu kommen, hat Frau Merkel früher keineswegs berührt - von einem gemeinsam verantwortlichen Europa ist erst die Rede seitdem die Flüchtlinge auch bei uns ankommen.

Kommentar von veritas55 ,

Besonders infam ist, den Griechen jetzt auch noch den Schwarzen Peter zuzuschieben weil sie die Aufnahme und Registrierung nicht bewältigen können !

Dabei wurden sie in den letzten Jahren gezwungen, 200000 Beamte zu entlassen (teilweise gesetzeswidrig). Im Vergleich zu den 3 Milliarden die der Türkei zugesprochen wurden um die Flüchtlinge von Europa fernzuhalten, hat Griechenland bislang ganze 5 Millionen bekommen - ein Tropfen auf den heißen Stein um die Versorgung und Registrierung von hunderttausenden Flüchtlingen zu stemmen - bei Ebbe in der Staatskasse, einer Arbeitslosigkeit von 28% (Jugendliche über 50%)  und einem absolut desolaten Gesundheitssystem.

Interessanterweise kommt der deutsche Staatsapparat ja selber keineswegs mit der Registrierung hinterher und irgendein Politiker meinte (vor kurzem im DLF), es sei völlig illusorisch, an den rd. 50 Grenzstationen (rd. 500 km) zwischen Österreich und Deutschland Kontrollen zur Registrierung durchzuführen.

Aber von Griechenland mit einer inselbedingten Grenz"linie" die zigmal so lang ist, wird genau das verlangt - wieder mal sollen sie ihre "Hausaufgaben" machen und uns gefälligst die Arbeit abnehmen, ansonsten sind sie aus Schengen raus.

Mit welchem Recht spielen sich unsere Politiker wieder mal zu Oberlehrern auf um von ihrem eigenen Versagen abzulenken und mit welcher Dreistigkeit schieben sie (wieder mal) Anderen den Buhmann zu um selber nicht in die Schusslinie zu kommen !?!

Antwort
von Plantaeru, 23

Sie beginnen jetzt schon Flüchtlinge zurück zu schicken wenn diese keine Papiere haben.
Viele aber auch gehen freiwillig zurück weil sie hier keine Arbeit finden und ' nicht rumsitzen ' wollen.

Was genau Merkel vor hat, können wir alle nicht wissen. Wir bräuchten finanzielle Unterstützung der EU Länder um die Flüchtlinge ein Heim geben zu können und nicht die Wohnungen die für andere notwendig sind.
Doch nicht nur die EU soll helfen sondern auch die Staaten, die unsere Arbeit wirklich toll finden.

Antwort
von webflexer, 40

Das hätte sich Frau Merkel vorher überlegen sollen!

Kommentar von h3nnnn3 ,

woher soll sie wissen, dass sie eine der wenigen politiker/innen in der EU ist, die über ein funktionierendes gehirn verfügen?? man geht doch davon aus, dass staatschefs ein wenig weitsicht mitbringen. ich wäre genauso überrascht wie sie, wenn ich plötzlich merken würde, dass ich fast nur von idioten umgeben bin!

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten