Frage von nadinesophiex, 28

Ist es ratsam, meine ältere Katze zum Tierarzt zu bringen, wenn zuhause gerade ein neues Kätzchen eingezogen ist?

Die Situation:

Meine Katze ist 12 Jahre alt. Vor ein paar Tagen nahmen wir ein Findelkind zu uns auf. Er ist ca. 5 Monate alt, sehr verspielt und sehr anhänglich. Er schnurrt sie an und sie zickt noch rum, ist aber schon etwas entspannter in seiner Gegenwart. Sie schnurrt bereits wieder, wenn ich sie streichle, knurrt ihn allerdings an, wenn er mir oder ihr zu Nahe kommt. Ich bin guter Dinge, dass sich das in ein paar Wochen gänzlich legen wird. Sie hat bereits mit zwei anderen Katzen zusammengelebt und ist eigentlich eine sehr freundliche Katze. Ich kümmere mich auch mehr um sie, wenn sie im Haus ist, damit sie nicht eifersüchtig wird.

Zu den Katzen: Sie hat Freigang und ist sehr oft draußen, besonders jetzt, wo das Findelkind zuhause sein unwesen treibt. Er hat noch keinen Freigang. Erst in 5-6 Wochen. Meine Katze hat seit einigen Monaten Zahnstein, der ihr wehtut. Am Dienstag hätte ich seit längerem einen Termin beim Tierarzt, für die Enfernung von diesem. Sie kriegt eine Narkose, allerdings keine Vollnarkose aufgrund ihres Alters. Jetzt bin ich mir aber unsicher, weil sie ja dann nicht fit sein wird und natürlich auf ihrem Platzerl liegen möchte, wo sich der Kleine aber auch rumtreibt. Ich könnte ihn für den Tag ja in sein Zimmer sperren, wo er den ersten Tag seiner Ankuft verbracht hat? Er ist leider total anhänglich und gibt nur Ruhe, wenn alle Türen offen sind und er genug Platzt hat, sich zu bewegen... Das ist schonmal der erste Grund, weshalb ich die OP lieber verschieben würde. Der zweite ist, dass ich Angst habe, dass meine Katze dann einfach sehr beleidigt reagieren wird, wenn sie auch noch zum Tierarzt muss und eh schon der Kleine ihr momentan noch etwas quer im Magen liegt. Aber ich will auch gerne, dass sie den lästigen Zahnstein und die Schmerzen loswird...

Was würdet ihr mir raten? Den Kleinen für diesen Tag wegsperren und die OP durchziehen, damit sie die Schmerzen schnellstmöglich loswird oder die OP um einen Monat verschieben und warten, bis sie den Kleinen akzeptiert hat und sich beruhigt hat?

(Bitte nur ernstgemeinte Antworten und keine Moralpredigten. Ich/Meine Familie halte/n seit ich denken kann Katzen und weiß, dass eine ältere Katze für meine Stubentigerin bessere Gesellschaft gewesen wäre, aber ich wollte das Findelkind nicht auf der Straße sitzen lassen und sie haben ja eh genug Platz, um sich gegebenenfalls aus dem Weg zu gehen...)

Antwort
von schokocrossie91, 13

Aus meiner Erfahrung mit einer schwer zahnsteingeplagten Katze und einer anderen, die geschossene Türen hasst wie leere Näpfe: Der Kleine überlebt das schon, einen Tag in einem Zimmer zu sein, wenn er nicht 24 Stunden lang ganz isoliert ist. Die ältere Katze leidet sicher unter dem Zahnstein und wir alle wissen, dass Zahnschmerzen schrecklich ätzend sind. An deiner Stelle würde ich die ältere Katze jetzt operieren lassen, die kleine Katze wegtun und trotzdem ein paar Stunden bei ihr sein. Die operierte Mietz braucht eh viel Ruhe. Der Kleine wird vielleicht ein bisschen Terz machen, aber bestimmt keine Stunden an der Tür kratzen, ich denke, das wird gehen.

Kommentar von sabbelist ,

Ganz Deiner Meinung :)

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community