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Ist es ratsam, einen Alzheimer-Frühtest machen zu lassen?

gefragt von tantegitti am 22.10.2007 um 22:02 Uhr

Damit kann man Alzheimer schon erkennen, bevor die Krankheit ausbricht- sogar schon Jahre vorher! Findet Ihr, dass das einen Sinn hat? Ich frage, weil ich manchmal Dinge irgendwie vergesse und natürlich schon hoffe, dass das normal ist- aber weiß man es? Und was bringt es, wenn ich es weiß?

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Gesundheit x 60.444 Alter x 1.887 Alzheimer x 83 Alzheimer-Frühtest x 2

evistie
beantwortet von evistie am 23. Oktober 2007 06:46
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Alzheimer kann man sehr wohl im Frühstadium feststellen. Ein naher Angehöriger von mir war dafür drei Tage tagsüber in der Klinik, um diesen Test zu machen. Dort wird eine gründliche geistige und körperliche Untersuchung gemacht, zu der auch die Entnahme von Rückenmarksflüssigkeit (entspricht dem Gehirnwasser) gehört. Hierdurch läßt sich Alzheimer auch im Anfangsstadium feststellen. Im Jahr darauf wurde die Untersuchung erneut angeboten.

Es bringt sehr wohl etwas, zu wissen, ob man an Alzheimer oder "nur" an Altersdemenz erkrankt ist. Gegen Alzheimer gibt es wirksame Medikamente, die den Abbau zwar nicht verhindern, aber verzögern können, so daß dem Erkrankten ein paar Jahre mehr mit "Lebensqualität" bleiben.

Ob ein Frühtest über Blut ausreichend ist, um Alzheimer zu erkennen, kann ich nicht beurteilen. M. E. ist dieser noch in der Testphase.


neurodoc
beantwortet von neurodoc am 23. Oktober 2007 06:40
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Erst einmal würde ich mich bei einem Psychiater oder Neurologen vorstellen, die kennen sich mit dem Thema aus. Wenn sie wirklich den Verdacht haben, werden sie Dir schon empfehlen, was an Untersuchungen sinnvoll ist. Einen Alzheimer Frühtest an sich gibt es nicht, es gilt anderes auszuschließen. Vergesslichkeit hat viele andere Gründe!


Qetan
beantwortet von Qetan am 22. Oktober 2007 22:20
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Solange es keine wirkliche Vorbeugung oder Behandlung gegen diese Krankheit gibt, nützt es auch nichts, zu wissen ob man sie irgendwann bekommen wird. Sinnvoll ist allerdings in jedem Fall, seine Gedächtnisleistung zu trainieren.


anonym
beantwortet von Klabauter am 23. Oktober 2007 00:04
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Alzheimer kann am lebenden Menschen nur vermutet werden und typische Verhaltenweisen bestätigen oft einen Anfangsverdacht.

Richtig diagnostiziert werden kann es nur nach dem Tod durch Sezieren des Gehirns.

Häufige Zersteutheit hat eher was mit Reizüberflutung, Konzentrationsmangel, Überforderung zu tun.

Es gibt sinnvolle Übungen, die leicht und täglich durchzuführen sind, um etwas besseres Gedächtnis oder höhere Konzentration zu behalten oder wieder erwerben.

Kommentar von 1af18fd2436064bd4160a7db7078c034smallheinzundevi am 23. Oktober 2007 09:45

Wieso laufen dann unzählige Menschen mit der Diagnose Alzheimer rum und werden auch behandelt, wenn die Ärzte die Diagnose gar nicht stellen können? Das versteh ich nicht wirklich!

Kommentar von Simple_avatar5smallFalstaff am 23. Oktober 2007 21:41

Die Ärzte können die Diagnose sehr wohl stellen, aber nur anhand des Krankheitsbildes, also typisches Verhalten und kein Anhalt auf andere Krankheiten (Hirntumor, Schilddrüsenunterfunktion etc.). Einen Bluttest, der sagt 'Alzheimer ja oder nein' gibt es nicht (okay, vielleicht noch nicht). Das ist aber bei vielen Krankheiten so.


Raimund1
beantwortet von Raimund1 am 22. Oktober 2007 23:42
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Was haste denn davon, wenn du einen Frühtest machst, der dir sagt.... äh, jetzt hab ich^s vergessen?

Alzheimer ist meiner ganz persönlichen und sicher auch strittigen Meinung nach eine Folge unseres modernen Lebens mit zahlreichen Umweltgiften und -sünden.


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Lieber vergessen...
Kaum einer, der das beklemmende Lied der Demenz nicht kennt: Immer mehr Menschen erkranken an der Alzheimer’schen Krankheit. Und niemand kann den Betroffenen helfen, jedenfalls nicht auf medizinische Weise. Denn eine wirksame Therapie gibt es nicht: Die zwei Standardmedikamente - Acetylcholinesterase-Hemmer und Memantine - werden zwar fleißig verschrieben, aber dass diese Präparate auch nur ein kleines bisschen helfen, ist wissenschaftlich nicht belegt.

Als einer der Gründe für die schwache bis nicht vorhandene Wirkung besagter Substanzen gilt der späte Zeitpunkt der Diagnose. Ob ein Patient an einer Alzheimer-Demenz leidet, stellt der Arzt im Ausschlussverfahren fest, sprich: Wenn er nix anderes findet, ist es eben Alzheimer. Bislang zumindest.




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