Frage von aaaaaaaalex, 71

Ist es ratsam als Minderjähriger in eine Partei einzutreten?

Liebe Community,

ich habe eine Frage, welche ich mir schon seit längerer Zeit stelle. Zum Hintergrund dieser ist zu sagen, dass ich mit dem Gedanken spiele, in die SPD einzutreten. Ich bin erst 14 Jahre alt, würde mich allerdings als politisch interessiert und aufgeklärt bezeichnen. Ich frage mich allerdings, ob der Beitritt der richtige Weg ist. Ich weiß nicht, ob ich zu vielleicht jung dafür bin. Vielleicht drifte ich danach viel zu sehr in eine politische Richtung ab. Vielleicht kann ich ja auch die Strukturen einer solchen Partei ja einfach noch nicht verstehen.

Ich bitte einfach um euren Rat, ob ich eintreten soll oder nicht.

Viele Grüße,

Alex

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Interesierter, 58

Mein Sohn ist 16 und seit gut einem Jahr Mitglied. Mittlerweile ist er im Vorstand des Ortsverbandes. 

Wenn du politisch interessiert bist, wäre es sicherlich eine gute Idee. Damit könntest du im Übrigen mitbestimmen, wohin die Reise dieser Partei gehen soll.

Deine Einflussmöglichkeiten wären weit grösser, als wenn du nur zu den Wahlen gehst. Ausserdem kommst du mit Gleichgesinnten zusammen und kannst dich mit diesen austauschen. 

Falls du irgendwann merkst, dass diese Partei doch nichts für dich ist, kannst du ja wieder austreten.

Antwort
von Lennister, 51

Es ist nie zu früh, sich politisch zu engagieren. Tritt einfach mal ein und mach mit, du wirst ja sehen, ob es was für dich ist. 

Antwort
von abibremer, 4

Je FRÜHER du die Mechanismen unterer Parteistrukturen erlebst, um so eher kannst du begreifen was ein "Parteiapparat" ist und wie er "funktioniert". Ich schreibe aus EIGENER Erfahrung(bin demnächst 62 Jahre alt.)

Expertenantwort
von atzef, Community-Experte für Politik, 71

Ich gehe davon aus, dass du mit 14 in keine Partei aufgenommen würdest, weil du dafür das erforderliche Mindestalter nicht besitzt. Das dürfte regelmäßig bei 16 liegen...

Ansonsten kannst du dich ja auch erstmal in einer politischen Jugendorganisation engagieren. Bei der SPD wären das die Jusos oder die SJD-Die falken.

Kommentar von aaaaaaaalex ,

Stimmt so nicht, das Mindestalter der SPD liegt bei 14 Jahren. Das wäre also kein Problem.

Kommentar von atzef ,

Echt? Ok, das hätte ich jetzt nicht gedacht. Danke für den Hinweis!

Kommentar von atzef ,

Dann mach das doch! Logischerweise entscheidest du dich dann für eine bestimmte politische Position bzw. Richtung. Das muss andererseits aber ja auch nicht für immer sein. Wirst du ja sehen, wie tragfähig deine Entscheidung für dich ist.

Ich finde es jedenfalls gut, dass du politisch Flagge zeigen und dich engagieren möchtest, während die meisten nur folgenlos räsonieren und herumnölen. Ich überlege selber gerade, ob ich mich bei der SPD engagieren will...

Antwort
von abibremer, 37

JA, tu das, so bekommst du schon in jungen Jahren interessante Einblicke in die "Parteiarbeit", sowie die Kommunalpolitik, mit der SÄMTLICHE großen Politikerkarrieren begonnen haben. Nebenbei lernst du, wie man sich als Jugendlicher am Besten in eine Gemeinschaft von Erwachsenen einfügen kann: So beginnt das, was man später als Lebenerfahrung bezeichnet.

Antwort
von abibremer, 36

Nur wer die Mechanismen der Entscheidungsfindung in örtlichen Parteigruppierungen mal "am eigenen Leib" erfahren und mitbekommen hat, der kann sich künftig ein "echtes" Bild von dem machen, wie Politik "wirklich" funktioniert: Man kann gar nicht früh genug damit beginnen, sich selbst zum "mündigen Bürger" zu machen.

Antwort
von gerti77hotchick, 41

Mach es nicht. Ich bin 77 und meine Meinung war erst mit 20 sattelfest. Warte also noch ein wenig.

Deine Gerti

Kommentar von abibremer ,

Wenn "sattelfest" erstarrt heißt, wäre nach meiner Ansicht dein Rat verkehrt: Mit zunehmendem Alter sollte man doch SO einsichtsfähig sein, dass man eine"alte" Meinung zugunsten einer besseren revidieren kann.

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