Frage von AdisAga, 109

Ist es Pflicht einen gewerblich erworbenen Leasing PKW im Kleingewerbe steuerlich anzugeben?

Hallo liebe Community :)

Ich habe ein gutes Angebot für ein gewerbliches Leasing gefunden und würde das gerne wahr nehmen. Ich habe ein Kleingewerbe und verdiene ca.10-12K im Jahr. Mit dem Autohändler ist bereits alles geklärt und der Vertrag könnte so wie er ist Zustande kommen. Die Rate beträgt 300€ im Monat und Ich weiß bereits alles über das Fahrtenbuch und die 1% Regelung.

Meine Frage ist nun: Wenn ich das Auto erworben habe, muss ich den überhaupt das Auto von meinen Umsatz absetzen, kann ich es nicht einfach nebenher laufen lassen und zahlen, ohne es in meiner Steuererklärung anzugeben. Ich mache mir Sorgen, dass das Finanzamt Probleme macht, wenn ich mit den PKW absetze und nur noch einen Gewinn von 4000€ habe.

Also kann ich mich dafür entscheiden, ein komplett gewerblich genutztes Fahrzeug nicht zu meinem steuerlichen Vorteil abzusetzen, da es meinen Umsatz fast übersteigt.

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Expertenantwort
von wfwbinder, Community-Experte für Steuern, 109

Wenn Du 10-12.000,- im Jahr Gewinn hast, 3.600,- für Leasingraten bezahlst und sagen wir für Kraftstoff, Vers., STeuern, Reparaturen, dann sinkt Dein Gewinn nicht von 10.000,- auf 4.000,-, weil Du 6.000,- Kosten hast, sondern (Du schreibst Du hast Dich informiert) wenn der Listenkaufpreis z. B. 15.000,- wäre, würden ja 150,- monatlich, also 1.800,- pro jahr schon mal wieder dazu kommen.

Alternativ kannst Du tatsächlich den Wagen nicht über Betrieb buchen udn für betrieblich gefahrene Kilometer jeweils 30 cent als Kosten buchen. Wären bei 10.000 Km auch 3.000,- Kosten.

beachte, auch wenn der Wagen geleast ist, wird er zu mehr als 50 % betrieblich genutzt, ist er auch betrieblich zu buchen.

Antwort
von kevin1905, 98

Ich habe ein Kleingewerbe und verdiene ca.10-12K im Jahr.

Es gibt keine Kleingewerbe!

Nehmen wir mal an, du meinst den umsatzsteuerrechtlichen Kleinunternehmer (§ 19 Abs. 1 UStG) und die Zahl bezieht sich tatsächlich auf deinen Gewinn. Mich würde echt das Business interessieren und wie viel Umsatz du gemacht hast. Bei voraussichtlichem Umsatz > 17.500,- € / 50.000,- € ist Ende mit Kleinunternehmer.

Mir erschließt aber sich der Sinn nicht. Warum soll man etwas aus versteuertem Einkommen bezahlen, was man auch aus unversteuertem legal bezahlen könnte und somit am Ende mehr netto für sich hätte.

Antwort
von DerSchopenhauer, 106

Kein Steuerpflichtiger ist verpflichtet Ausgaben steuermindernd geltend zu machen - ein Unternehmer kann auch auf Betriebsausgabenabzug verzichten.

- nur steuerpflichtige Einnahmen müssen alle angegeben werden.

Wenn Du gerne mehr Steuern zahlen möchtest, als notwendig wären, dann ist das, aus Sicht der Allgemeinheit, lobenswert - sogar vorbildlich...


Allerdings bedankt sich leider das Finanzamt nicht im Namen aller Bürger - daher mache ich das an deren Stelle --> Danke, weiter so...

Noch kleiner Hinweis: Es könnten nur die Leasingraten abgesetzt werden...

Kommentar von DerSchopenhauer ,

"Noch ein kleiner Hinweis" ist zu ignorieren, Du hattest ja geschrieben, daß die Leasingrate 300 € beträgt.

Antwort
von WosIsLos, 107

Eine gute Frage...für deinen Steuerberater.

Du lieferst hier unzureichende Infos.

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