Frage von wirfaffenfas, 52

Ist es okay wenn ich kaum Überstunden mache?

Bei uns im Job ist ziemlich viel Arbeit, meine Kollegen schieben oft Überstunden welche man abbauen kann. Ich sehe das aber nicht ein und gehe meist pünktlich. Ist das die falsche Einstellung? Ich habe auch schon Ärger bekommen vom Chef weil Arbeit liegen geblieben ist, dann hab ich gesagt um alles fertig zu machen muss ich viele Überstunddn machen und da mach ich nicht mit

Antwort
von Sonja66, 26

Deine Einstellung finde ich gut und richtig. Wenn zu viel Arbeit da ist, gibt es wohl zu wenig Personal, das wäre dann ja Angelegenheit deines Chefs. Ihm ist es wohl wichtig zu sparen. Selbst das Geld für sich zu haben. Wenn aber er auf sein Wohl achtet, so sollte es er dir nicht übel nehmen.

Ob er genauso denkt ist offensichtlich nicht der Fall.

Wenn du dich also weiterhin weigerst, wirst du mit ihm kämpfen müssen. Da wird er wohl den längeren Hebel haben. Kannst du damit leben? Hast du einen Plan B um dir auch weiterhin treu bleiben zu können?

Du hast Zweifel an deiner Einstellung. Das könnte dir wirklich gefährlich werden! Versuche gedanklich zu dir stehen zu können, es dir zu erlauben..... Konfrontiere dich immer wieder mit diesem Thema und stelle dir vor, dass die Aussagen deines Chefs wie deine eigenen Gedanken sind, die es gilt zu ändern!

Kommentar von wirfaffenfas ,

was meinst du mit plan b?

Kommentar von Sonja66 ,

Wenn er mit deiner Einstellung nicht einverstanden ist, kann er wütend deswegen sein, ich mein, wer weiß was er sich alles denkt und möchte dir dein Dasein vielleicht verschlechtern bis kündigen, um jemanden einzustellen, der sich seinen Anweisungen besser beugt. Kaum ein Arbeitgeber kann mit eigenständig denkenden Arbeitnehmern umgehen, oftmals fühlen sich diese dann in ihrer Autorität verletzt.

Mal angenommen, es wäre so, dass er sich aufgrund deiner Einstellung zu Überstunden über kurz oder lang loshaben will, so solltest du doch darauf vorbereitet sein und einen Plan B haben. Den brauchst du, um auch weiterhin deine Einstellung vertreten zu können, eben auch wenn er dir kündigen sollte. Denn es ergäbe doch keinen Sinn, dass du jetzt nein dazu sagst, und wenn er dann mit seinen Muskeln spielt plötzlich ja zu den Überstunden sagst, nur weil du angst davor hast, deinen Arbeitsplatz verlieren zu können.

Wie also kann und sollte es weitergehen, falls dein Chef mit deiner Weigerung so gar nicht einverstanden ist und sich dann von dir trennen will? = Plan B

Am wichtigsten ist es, dass du dich mit deiner Einstellung selbst stärkst und dir diese erlaubst. Aber erzwingen kannst du von ihm natürlich auch nichts.

Antwort
von Stellwerk, 29

Was steht denn in Deinem Arbeitsvertrag? Solange die Überstunden ausbezahlt oder abgefeiert werden können, geht das schon hin und wieder, es sollte aber kein Dauerzustand sein. Wenn alle permanent Überstunden schieben müssen, um die Aufgaben zu erledigen, läuft wohl die Personalplanung schief.

Kommentar von wirfaffenfas ,

es sind schon so 4 überstunden die Woche

Kommentar von Stellwerk ,

Na dann, Mo-Do länger machen und Freitag nachmittag freinehmen.

Antwort
von SiViHa72, 23

Guck mal auf Spiegel Online, da war grad vor 1-2 Tagen ein fundierter Artikel dazu.

Antwort
von ErsterSchnee, 33

Ja, das ist eindeutig die falsche Einstellung!

Kommentar von wirfaffenfas ,

aber besser als sich für die arbeit aufzuopfern oder nicht

Kommentar von ErsterSchnee ,

Wenn die paar Überstunden für dich schon bedeuten, dass du dich aufopferst, dann ist das erst recht die falsche Einstellung!

Kommentar von Familiengerd ,

@ ErsterSchnee:

Hier von falscher Einstellung zu reden, ist völliger Unfug!

Die falsche Einstellung hat der Arbeitgeber, wenn er nicht für genug Personal sorgt, damit keine Überstunden geleistet werden müssen.

Es ist unerträglich, dass immer - wie hier von Dir - wieder die Arbeitnehmer "in die Pflicht genommen" werden, als wenn nicht auch für den Arbeitgeber die Einhaltung vertraglicher Vereinbarungen (Arbeitszeit) verpflichtend wäre!

Kommentar von johnnymcmuff ,

Die falsche Einstellung hat der Arbeitgeber, wenn er nicht für genug Personal sorgt, damit keine Überstunden geleistet werden müssen.

Und davon gibt es viele Unternehmen.

ich arbeite als Zeitarbeiter in einem Unternehmen welches in der letzten Zeit über dreißig Leute entlassen hat. Aufträge ohne Ende und jetzt Zeitarbeitsfirmen einsetzt.

Laut Betriebsrat darf der Betrieb bis Ende 2017 keine Leute mehr entlassen; davon haben die gerade Entlassenen aber nichts.

Überstunden müssen die festen Angestellten und die Zeitarbeitsleute machen.

Kommentar von Familiengerd ,

@ johnnymcmuff:

Vorausgeschickt die Einschränkung, dass ich selbstverständlich die Situation und konkreten Verhältnisse nicht kenne, von denen Du sprichst:

Da hat der Betriebsrat (fahrlässig?, aus Unkenntnis?) zu spät und/oder falsch agiert/reagiert. Und dann genehmigt er jetzt auch noch Überstunden?

Kommentar von ErsterSchnee ,

@Familiengerd: Wir hören hier nur eine Seite - und zwar die Seite von jemandem, der sich ausgebeutet und ungerecht behandelt fühlt. Wie objektiv wird diese Schilderung wohl sein? 

Leider gibt es für dich ja nur schwarz und weiß. Die gesamte Welt der Grautöne scheint dir auf ewig verschlossen zu sein. Und da redest DU von unerträglich? 

Kommentar von Familiengerd ,

@ ErsterSchnee:

Einmal abgesehen davon, dass es einen kategorischen Imperativ gibt, der bei vielen Dingen nur ein "Schwarz und Weiß" zulässt, und abgesehen davon, dass wir immer nur von dem ausgehen können, was hier mitgeteilt und erfragt wird:

Erstens verhältst Du Dich mit Deiner eigenen Antwort nicht anders also so, wie Du es mit vorwirfst - nur eben von einer anderen Seite aus betrachtet.

Zweitens reicht die geschilderte Situation (Erwartung ständiger Überstunden) vollkommen aus für eine unvoreingenommene Beurteilung, ohne dass in "Schwarz und Weiß" gedacht wird.

Deine Erwiderung ist in jeder Hinsicht hinfällig!

Kommentar von ErsterSchnee ,

Konkretes Lesen gehört nicht gerade zu deinen Stärken, oder? Der Fragesteller redet von Überstunden, die abgebaut werden können. Also MUSS es ja zwangsläufig Zeiten geben, in denen deutlich weniger zu tun ist. Ausserdem redet er von Aufopferung - ein deutliches Indiz für keine objektive Darstellung. Somit auch keine Grundlage für eine unvoreingenommene Beurteilung. Wenn du tatsächlich NUR von dem ausgehen kannst, was hier geschrieben wird und nicht die geistigen Möglichkeiten besitzt, Dir die andere Seite auch nur im Ansatz vorzustellen, lohnt sich keine Diskussion mit Dir. Weder jetzt noch in Zukunft. In diesem (doppelten) Sinne: Gute Nacht!

Kommentar von Familiengerd ,

Ah, Du kennst mich aber gut: ich kann weder "konkret" lesen, noch habe ich "geistige Möglichkeiten"! Jetzt bin ich aber so etwas von betroffen ... aber für Germanistik/Neuere deutsche Literatur, Politikwissenschaft, Publizistik hat's dann jedenfalls doch noch gereicht.

Sich "die andere Seite [..] vorzustellen" bedeutet, sich auf eine rein spekulative Ebene zu begeben.

Wenn Du "spekulieren", Kaffeesatz-Leserei betreiben willst, meinetwegen - aber dann bist Du hier falsch am Platz!

Antwort
von Dummie42, 33

Kannst du so machen, dann bist du in der Auswahl aber ganz oben, wenn es darum geht, wen zu entlassen.

Und deine Kollegen werden dich dafür auch nicht lieben.


Kommentar von wirfaffenfas ,

aber besser als sich für die arbeit aufzuopfern oder nicht

Kommentar von Dummie42 ,

So kann man das sehen, wenn man auf seinen Job nicht angewiesen ist und kein gutes Zeugnis braucht.

Als Dauerzustand sind unzählige Überstunden sicher nicht gut.

Es gibt auch andere Möglichkeiten. Man kann sich z.B. mit dem Kollegen zusammensetzen und dann dem Chef mit guten Argumenten vorrechnen, dass eine weitere Arbeitskraft von Nöten ist. Nicht jeder Chef ist ein gnadenloser Ausbeuter ohne jede Einsicht.

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