Frage von DBKai, 37

Ist es ok, wenn man sich mal etwas gönnt und sich etwas Gutes tun möchte?

Tag täglich gibt es irgendwo auf der Welt Terror und Krieg... viele Menschen global gesehen hungern und leiden... verdursten... erkranken... haben viele Kinder um die sie sich nicht gut kümmern können... werden versklavt... beschnitten... oder sonstige Dinge, die wohl kaum ein Mensch als "gut und erfreulich" einstufen kann.

Nun ist das nun einmal derzeit noch so auf unserer Welt... aber es ist nicht überall gleich schlimm.. es gibt Länder, die in der Entwicklung schon etwas "weiter" sind... die mehr Geld haben und einen höheren Lebensstandard... hier gibt es Leute, die Hobbies haben... die in die Sauna gehen... sich in die Sonne legen... schwimmen und wandern gehen... etwas mit Freunden unternehmen... sich massieren lassen... Spaß haben... sich köstliches Essen zubereiten können... Bücher lesen... Filme schauen... Spiele spielen... usw... einen gewissen Luxus genießen... die überhaupt mal etwas "genießen"... die eine gewisse Sicherheit haben... z. B. die, das morgen der Supermarkt sehr wahrscheinlich wieder geöffnet ist... Es ist schon weniger "überleben" und schon mehr "ein Leben haben"... als in einigen anderen Ländern...

Nun könnte man es diesen Leuten vorwerfen, dass sie sich auch mal etwas gönnen wollen, während andere Menschen leiden... Doch andererseits kann man nicht viel gegen das Leid anderswo unternehmen... Man kann bei Unterschriftenaktionen mitmachen... man kann sich dafür einsetzen, dass der Kapitalismus abgeschafft wird und auf global gute Projekte umgestiegen wird - dann kann man täglich am Arbeitsplatz aktiv global Gutes bewirken... man kann beim Einkauf aufpassen... man kann andere am eigenen Wissen teilhaben lassen... man kann Hilfe zur Selbsthilfe anbieten und helfen wenn man helfen kann (aber eben so, dass die Person möglichst in Zukunft nicht erneut auf diese Hilfe angewiesen ist... Das Problem bei der Wurzel packen... ich kann jeden Tag einem Bettler 10 Euro geben oder mich dafür einsetzen, dass auch diese Leute einer einfachen Tätigkeit nachkommen können um sich etwas dazu zu verdienen und dazu zu lernen.... bzw. kann ich ihm den Weg zur Suppenküche zeigen....) - Es kann ja nicht klappen, dass ich täglich jedem Bettler auf der Straße Geld gebe - am Ende habe ich selber nichts mehr und ich gehe ja auch dafür arbeiten... Das ist ja eine Belastung...

Mein Lieblingsbeispiel ist: Wenn ich mit dem Auto auf einen Abgrund zusteuere werde ich mich nicht gechillt zurück lehnen, sondern bremsen oder aus dem Fahrzeug springen, außer ich will sterben... Zuerst muss die Existenz gesichert sein - wenn das getan ist, man sich etwas Geld immer wieder zur Seite legt, dann kann man in der Freizeit anfangen zu Leben und es sich auch mal gut gehen lassen... man kann mehr tun als nötig ist... und der Lebensstandard steigt... Solange die Existenz nicht gesichert ist, wird man sich schwer tun irgendetwas zu genießen, weil man dann wohl immer etwas angespannt sein wird...

Wie steht ihr dazu? Wie geht es euch? Wie macht ihr das?

Antwort
von Michele47, 2

Das ist eine Scheinfrage. In Wirklichkeit denkst du hier über etwas nach.

Kein Wunder dass du keine Antworten erhalten hast.

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